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Kinotreff Rio
Theatergemeinde München in Zusammenarbeit mit der Fachstelle Medien und Kommunikation und dem Süddeutschen Filmforum/Interfilm-Akademie
Rio Filmtheater, Rosenheimer Str. 46, 81667 München, T 089 - 48 69 79
Theatergemeinde .V.München, Goethestraße 24, T 089 - 5 32 97-2 22
Internet: www.theatergemeinde-muenchen.de
  
2011
Mi 23.Nov 20.15 Uhr Tuyas Hochzeit von Quan an Wang
Täglich steht Schafzüchterin Tuya (Nan Yu) zeitig auf, um ihren behinderten Mann Bater (Bater), die beiden Kinder, Hof und Vieh zu versorgen, abends fällt sie erschöpft ins Bett. Eines Tages verletzt sie sich am Rücken, wird invalide und schafft daher den Gang zum 15 km entfernten Brunnen nicht mehr. Damit die Familie nicht verhungert, beschließen sie und Bater, sich scheiden zu lassen, damit sie einen gesunden Mann findet, der alle mitversorgt. Schon anderntags rennen ihr die vielen Bewerber die Tür ein, doch der Richtige will einfach nicht kommen.
Mi 19.Okt 20.15 Uhr Vier Minuten von Chris Kraus
Die 21-jährige Jenny (Hannah Herzsprung) ist noch keiner Auseinandersetzung aus dem Weg gegangen. Deshalb muss die junge Mörderin nun eine Gefängnisstrafe antreten. Da ihre Hände sowohl Wächter krankenhausreif prügeln, als auch hingebungsvoll Schumann spielen können, soll die strenge Klavierlehrerin Traudel Krüger (Monica Bleibtreu) sie unter die Fittiche nehmen. Obwohl Jenny ihre Wut nun an der 80-jährigen Mitgefangenen auslässt, verbindet die zwei äußerst schwierigen Menschen zumindest eines: die Liebe zur Musik.
Mi 21.Sept 20.15 Uhr Antonias Welt von Marleen Gorris
Am Tag ihres Todes blickt Antonia auf ihr Leben zurück und läßt die Erinnerungen an Tochter, Enkelin und Urenkelin Revue passieren. Der Rückblick beginnt, als die damals 40jährige nach dem Zweiten Weltkrieg in ihr Heimatdorf zurückkehrt, um den elterlichen Bauernhof zu übernehmen. Schon bald wird klar, daß man es hier nicht etwa mit einer tumben Bäuerin zu tun hat, sondern mit einer selbstbewußten und liberalen Frau, die ihren Hof in eine Art Kommune verwandelt, um den Außenseiter(Innen) der Dorfgemeinschaft ein neues Zuhause zu bieten.
Mi 18.Mai 20.15 Uhr Der blaue Engel von Josef von Sternberg
Der blaue Engel ist der Titel eines deutschen Spielfilms. Er entstand zwischen 1929 und 1930 unter der Regie von Josef von Sternberg in den Studios der UFA. Das Drehbuch des Films schrieben unter anderem Karl Gustav Vollmoeller und Carl Zuckmayer nach dem Roman Professor Unrat von Heinrich Mann. Der Film beschreibt, wie ein älterer Lehrer sich in eine Frau aus dem Varieté verliebt und daran zugrunde geht. Uraufführung war am 1. April 1930 im Gloria-Palast. Die gleichzeitig mit denselben Schauspielern entstandene englische Fassung The Blue Angel wurde am 4. Juli in London uraufgeführt.
Einführung und Diskussion: Prof. Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie

Mi 20.April 20.15 Uhr La Strada - Das Lied der Straße von Federico Fellini
Zampanò, ein grobschlächtiger Schausteller, "kauft" die naive Gelsomina ihrer Mutter ab und nimmt sie mit auf seine Tournee. Auf Marktplätzen stellt er seine Kraft zur Schau, der Höhepunkt seiner Auftritte ist es stets, eine Eisenkette zu sprengen, die seinen Brustkorb umschließt. Gelsomina behandelt er dabei nicht besser als man ein Tier behandeln würde. Dennoch vergöttert sie ihn – schließlich ist sie ja auch völlig von ihm abhängig. Das ungleiche Paar nächtigt entweder in Zampanós Planwagen, in Ställen oder unter freiem Himmel. Zampanó sieht Gelsomina nicht als weibliches Wesen, sondern als geschlechtslosen Gehilfen. Gelsomina hat zu warten, während Zampanó sich ab und an mit Frauen vergnügt.
Einführung und Diskussion: Pfarrer Rainer Hepler

Mi 23.März 20.15 Uhr Belle de Jour - Schöne des Tages von Luis Bunuel
Séverine Sérizy ist eine junge schöne Pariser Bürgersfrau, die mit dem Arzt Pierre verheiratet ist. Séverine liebt ihren Mann, jedoch ist es ihr nicht möglich, physisch intim mit ihm zu werden. Stattdessen gibt sie sich erotischen Tagträumen hin, in denen BDSM und insbesondere Bondage eine entscheidende Rolle spielen. Da sie ihre Träume nicht mit ihrem Mann umsetzen kann, beginnt sie, nachmittags im Etablissement von Madame Anaïs unter dem Namen Belle de jour (deutsch: Schöne des Tages) zu arbeiten und abends zu ihrem Mann zurückzukehren. Diesem verschweigt sie ihr Doppelleben.
Einführung und Diskussion: Moritz Hohlfelder
Mi 23.Feb 20.15 Uhr Frida von Julie Taymor
Frida Kahlo erfährt schon früh, was es heißt zu leiden. Schwere gesundheitliche Schäden und eine nicht ganz einfache Ehe mit dem untreuen Maler Diego Rivera machen ihr das Leben zur Hölle. Dennoch findet sie immer wieder eine Zuflucht in der Malerei. In ihren Bildern drückt sie ihre Emotionen aus, gnadenlos ehrlich und oft schockierend. Schnell avanciert die künstlerische, sexuelle und politische Revolutionärin zu einer der meistgeschätzten Persönlichkeiten Mexikos.
Einführung und Diskussion: Dr. Barbara Fischer
Mi 26.Jan 20.15 Uhr Gran Torino von Clint Eastwood
Der Koreakriegsveteran Walt Kowalski (Clint Eastwood) steht am Sarg seiner geliebten Frau und beobachtet mit strenger Miene die Beerdigungsfeier. Die oberflächliche Predigt von Vater Janovich (Christopher Carley) erregt ebenso sein Missfallen wie das Verhalten seiner Söhne und die Kleidung seiner Enkel. Einsam hält der polnischstämmige Grantler von nun an die Stellung in seinem Detroiter Vorortviertel, das die alten Kollegen aus der Ford-Fabrik längst verlassen haben.
Einführung und Diskussion: Markus Hille

Weitere Informationen zu den Filmen finden Sie bei www.theatergemeinde-muenchen.de


Laimer Filmgespräche
Neues Rex-Kino, Agricolaplatz 16, 80687 München-Laim, T. 562500
  


Schwabinger Filmgespräche
N E U: Die Schwabinger Filmgespräche sind umgezogen ins
Rationaltheater, Hesseloherstr. 18 (Ecke Occamstraße), U-Bahn Münchner Freiheit
Beginn: Freitag, 9.September, jeweils 15.00 Uhr
Vor den Vorführungen treffen wir uns zu einem gemeinsamen Mittagessen.
                                                                                                                                                        
2011
Fr 02.Dez 15.00 Uhr Broken Silence von Wolfgang Panzer
Der Schweizer Mönch Fried Adelphi verlässt die Abgeschiedenheit des Kartäuserordens, um in Indochina nach der Besitzerin seines Klosters zu suchen. Sie soll den Pachtvertrag für die Heimstatt der Mönche verlängern. Fried entdeckt nach 25 Jahren des Schweigens, der Meditation und der Einsamkeit eine Welt jenseits der Stille: das pure Chaos des prallen Lebens. Es beginnt eine Odyssee durch Indien, später durch Indonesien. Die Suche nach der ominösen Vermieterin wird abgelöst von der spirituellen Erfahrung seiner selbst, von der Suche nach Klarheit und letzter Wahrheit. Fried, der trotz einigem Missgeschick weniger an der Existenz eines Gottes denn an sich selbst zweifelt, begegnet  der New Yorker Touristin Ashaela... Zwischen dem ungleichen Paar entsteht das zarte Gespinst einer Seelen- und Wesensverwandschaft, die alle -- sexuellen, kulturellen, altersbedingten, religiösen -- Differenzen mühelos überschreitet.
Fr 11.Nov 15.00 Uhr Der letzte Applaus von German Kral
“Der letzte Applaus” erzählt die bewegende Geschichte einer vergessenen Gruppe von gealterten Tangosängern aus Buenos Aires, die jahrelang in einer der berühmtesten Tangobars der Stadt aufgetreten sind, der “Bar El Chino”. Nachdem der Besitzer der Bar 2001 unter mysteriösen Umständen starb, wurde die Bar von seiner Witwe und ihrem neuen Partner übernommen. Ein paar Wochen später war dieser lebensfrohe Ort abgewirtschaftet und verödet.
“Der letzte Applaus” begleitet das Leben dieser vergessenen Tangosänger von 1999 bis heute. Der Film zeigt ihren Kampf, sich während der größten Wirtschaftskrise Argentiniens ihr tägliches Brot zu verdienen, und die Sehnsucht nach ihrem größten Traum: noch einmal vor ihrem Publikum zu singen und ihren Applaus zu hören, vielleicht zum letzten Mal in ihrem Leben...
Fr 07.Okt 15.00 Uhr Zu Fuß nach Santiago de Compostela von Bruno Moll
In einem filmischen Tagebuch hält Weishaupt seine Eindrücke, Emotionen, Überlegungen fest. Raum zum Philosophieren und Meditieren für Momente der Besinnung und Erfahrungen. Warum tut man sich das an? Diese Blasen, das Suchen nach einer Herberge, diesen Kulttourismus mit Jakobsmuschel und Pilgerpass? Und dann stellt der Bündner erstaunt fest: «Ich werde immer mehr zum Pilger.» Am Ende steht die Erkenntnis des Wanderers, der nach Santiago kam: «Das Weggehen war ein grosser Schritt. Und am Ende nehme ich alles so, wie es kommt. Man muss mit offenen Augen empfangen.»
Fr 09.Sept 15.00 Uhr Cinema Paradiso von Giuseppe Tormatore
Wegen eines Todesfalles kehrt der Regisseur Salvatore nach über 30 Jahren in sein sizilianisches Heimatdorf zu. Der Verstorbene ist der melancholische Filmvorführer Alfredo, für den er in seiner Kindheit arbeitete und der die Dorfbewohner durch seine Arbeit in traumhafte Welten entführte. Nun erlebt Salvatore die Zeit seiner Kindheit noch einmal und setzt sich mit dem ganz besonderen Erbe von Alfredo an ihn auseinander.
Fr 03.Juni 15.00 Uhr Wilde Erdbeeren von Ingmar Bergman
Der Film erzählt die Geschichte des Medizinprofessors Isak Borg. Borg leidet an Albträumen und Tagträumen. Sein Alter und der nahende Tod machen ihm schwer zu schaffen. Für die Feier anlässlich seines 50-jährigen Promotionsjubiläums reist er in Begleitung seiner Schwiegertochter Marianne und drei Anhaltern mit dem Auto von Stockholm quer durch Schweden nach Lund. Der Film schildert seine Erlebnisse und Erinnerungen während dieses Tages.

Fr 06.Mai 15.00 Uhr Yasemin von Hark Bohm
Jan, 20 Jahre alt, ist ein lebensfroher, erfolgsgewohnter Draufgänger. Beim Judotraining sieht er eines Tages die hübsche, geheimnisvoll anmutende Türkin Yasemin – und verliebt sich sofort in sie. Zunächst gibt Yasemin sich unnahbar, lässt Jan abblitzen. Schließlich aber gelingt es ihm, das Herz des selbstbewussten Mädchens zu gewinnen. Schon bald muss er jedoch feststellen, dass Yasemin eine Art Doppelleben führt: nach außen hin das der emanzipierten jungen Frau und in ihrer Großfamilie jenes der traditionell erzogenen, türkischen Tochter. Es dauert nicht lange, bis Yasemin durch ihre immer enger werdende Beziehung zu Jan in einen schweren Konflikt mit ihrer Familie gestürzt wird.

Fr 08.April 15.00 Uhr Und täglich grüßt das Murmeltier von Harry Linar
Und täglich grüßt das Murmeltier ist eine Filmkomödie aus dem Jahr 1993, in der Bill Murray als Phil Connors einen egozentrischen, zynischen TV-Wetteransager spielt, dem es davor graut, seiner alljährlichen Verpflichtung nachzugehen, von einem Wetter-Ritual in der Kleinstadt Punxsutawney zu berichten. Andie MacDowell spielt Rita, seine neue Aufnahmeleiterin. Regie führte Harold Ramis, der auch eine kleine Nebenrolle übernommen hat.

Fr 11.März 15.00 Uhr Vertigo von Alfred Hitchcok
Der Polizist John „Scottie“ Ferguson leidet unter Höhenangst und quittiert seinen Dienst. Ein Kollege wollte ihm zuvor bei einer Schwindelattacke nach einer Verfolgungsjagd über den Dächern von San Francisco helfen und stürzte dabei selbst in die Tiefe. (Vertigo ist der medizinische Ausdruck für ein Schwindelgefühl und bezeichnet im Englischen den Drehschwindel, der an Höhenangst leidende Menschen befällt, wenn diese in große Tiefen schauen.)

Fr 04.Feb 15.00 Uhr Vier Hochzeiten und ein Todesfall von Mike Newel
Der notorische Weiberheld Charles (Hugh Grant) ist ein eingefleischter Junggeselle. Immer wieder muss er bei Hochzeiten im Freundeskreis als Trauzeuge herhalten. Seine Wochenenden verbringt er deshalb meist in einer Kirche. Dort kreuzt er zwar regelmäßig erst im letzten Moment auf, macht sich dafür aber als charmanter Hochzeitsgast und launiger Redner beliebt. Als er wieder einmal einen Toast auf ein Brautpaar ausbringt, verliebt er sich in die ihm gegenübersitzende Amerikanerin Carrie (Andie MacDowell). Trotz einer heißen Nacht mir Charles verlobt sich Carrie mit einem steinreichen alten Schotten.

Fr 14.Jan 15.00 Uhr Die zwölf Geschworenen von Sidney Lumet
In einem Prozess um den Mord an seinem Vater durch einen 18jährigen Puertoricaner sollen 12 Geschworene entscheiden, ob sie den Jungen für schuldig und damit zum Tode verurteilen. Zu den Beratungen ziehen sie sich in einen Raum zurück, in dem nicht nur aufgrund des schwülen Wetters eine aufgeheizte Stimmung herrschen wird.


Einführung und Gesprächsleitung: Pfr. Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie in Zusammenarbeit mit den Landesmediendiensten-Bayern und der Erlöserkirche an der Münchner Freiheit


Gräfelfinger Filmgespräche
Filmeck Gräfelfing, Bahnhofplatz 1, 82166 Gräfelfing, T 089-85 18 22
  
2011
Mi 07.Dez 19.45 Uhr Die Vaterlosen von Marie Kreutzer
Wie wir wurden, was wir sind: Vier Geschwister rechnen nach dem Tod des Vaters mit ihrer Kindheit in einer Hippiekommune ab
Der Häuptling ist Tod. Niki, der Arzt aus München, ist gerade noch rechtzeitig gekommen, um sich ein letztes Mal vom Vater demütigen zu lassen. In den Stunden danach treffen auch die anderen Kinder ein: der unverbesserliche Idealist Vito, die unter einer neurologischen Störung leidende Mizzi - und Kyra. Eigentlich wollen alle so schnell wie möglich wieder weg, doch dann kommt es zum Eklat: Mizzi wusste bis zu diesem Moment nichts von der Existenz ihrer Halbschwester Kyra. Für die vier Geschwister, die sich so viele Jahre nicht gesehen haben, beginnt mit dem Tod des Vaters eine schmerzhafte Reise in die Vergangenheit.
Mi 02.Nov 19.45 Uhr Blue Valentine von Derek Cianfrance
Wenn man aus den falschen Gründen liebt: Das Beziehungsdrama "Blue Valentine" erkundet in erschütternden Szenen, wie ein Paar nicht durch Gefühle, sondern die Umstände zusammenfindet. Die Hollywood-Stars Michelle Williams und Ryan Gosling gehen dafür an die Grenzen des Erträglichen.
Mi 05.Okt 19.45 Uhr Midnight in Paris von Woody Allen
Früher war alles viel besser. Auch Woody Allen-Filme. Natürlich nicht - wie der 75jährige Altmeister furios zu beweisen versteht! In seinem 42sten Kinostreich erzählt er vom frustrierten Hollywood-Autoren Gil (Owen Wilson), dem ein Spaziergang der etwas anderen Art die Augen öffnet: Plötzlich findet sich der Held in den Zwanziger Jahren wieder, plaudert mit Hemingway und Bunuel – und verliebt sich in die Muse von Picasso. Mit champagnerprickelnder Leichtigkeit lädt Allen zur augenzwinkernd vergnüglichen Kunstreise in die Vergangenheit. Grandiose Akteure, scharfzüngig funkelnde Dialoge: „Was Sie schon immer über Paris wissen wollten…“
Mi 14.Sept 19.45 Uhr Nadar und Dimin von Asghar Farhadi
Nader und Simin sitzen vor dem Scheidungsrichter. Dabei wird schnell klar, dass sich die beiden lieben, es sind nur die Umstände, die sie auseinander treiben. Simin will die Scheidung, um mit ihrer Tochter das Land zu verlassen. Nader weigert sich mitzugehen, er möchte seinen an Alzheimer leidenden Vater nicht zurücklassen. Als der Richter die Scheidung verwehrt, zieht Simin schweren Herzens zurü..
Mi .06.Juli 19.45 Uhr Winter´s Bone von Debra Granik
„Winter's Bone“, der zweite abendfüllende Spielfilm der amerikanischen Independent-Regisseurin Debra Granik, wurde beim Sundance Festival mit dem großen Preis der Jury ausgezeichnet. Zudem ist das Drama, das auf dem gleichnamigen Roman von Daniel Woodrell basiert, der vielleicht beste Film des diesjährigen, insgesamt eher durchwachsenen Berlinale-Forums. Angesiedelt in den Gebirgswäldern des südlichen Missouri ist der Film Milieu- und Charakterstudie zugleich. Mit einer Kamera, die immer ganz nah dran ist am Geschehen, und beinahe dokumentarisch anmutenden Bildern findet Debra Granik die passende Form, um ihr ungeschöntes Sozialdrama zu erzählen. Neben der konsequent durchgehaltenen Atmosphäre bleibt vor allem die jugendliche und bisher weithin unbekannte Hauptdarstellerin Jennifer Lawrence im Gedächtnis. Mit einer unglaublichen Präsenz meistert sie ihre Rolle und trägt so den gesamten Film beinahe im Alleingang.
Mi.01.Juni 19.45 Uhr The King´s Speech von Tom Hooper
Es ist ein persönliches Drama auf großer Bühne, kraft des neuen Massenmediums Radio zig tausendfach verstärkt: Dies muss Albert (Colin Firth), Duke of York und Sohn des englischen Regenten King George V. (Michael Gambon), auf peinlich-demütigende Weise erleben, als er im Jahre 1925 im Wembley Stadium eine Eröffnungsrede halten muss – denn er ist Stotterer. Und doch wird er 14 Jahre später The King’s Speech halten, als er vors Mikrofon tritt, um den Mitbürgern des Englischen Empires mitzuteilen, dass England Deutschland den Krieg erklärt. Zu diesem Zeitpunkt ist aus Bertie, wie er im Kreise seiner Familie gerufen wird, King George VI. geworden, nachdem sein Vater verstorben ist und sein älterer Bruder David (Guy Pearce) abdankte, um eine bürgerliche Amerikanerin zu heiraten. Bis er für The King’s Speech allerdings bereit ist, muss der König durch das Fegefeuer einer ganz besonderen Sprachtherapie gehen.
Mi 04.Mai 19.45 Uhr Von Menschen und Göttern von Xavier Beauvois
Bis Mitte der Neunzigerjahre gelingt es einer Gruppe von französischen Mönchen in ihrem Kloster in den Bergen des algerischen Maghreb, mit der muslimischen Bevölkerung in friedlicher Koexistenz zu leben.
Als kroatischen Arbeitern nicht weit vom Kloster entfernt die Kehle durchschnitten wird, holt der Terror die Männer ein. In der Weihnachtsnacht dringt der Bandenführer ins Kloster ein und fordert Medikamente und einen Arzt für seine verletzten Kämpfer, was der Abt ablehnt. Die Situation eskaliert.
Mi 06.Apr 19.45 Uhr Immer Drama um Tamara von Stephen Frears
In ihren Heimatort und damit in die provinzielle Idylle Südenglands zurückgekehrt, erregt Tamara Drewe Aufsehen. Nach einer Nasen-OP ist die Kolumnistin bereits attraktiv renoviert - und das leicht vernachlässigte Elternhaus soll folgen. Auch in ihr Beziehungsleben kommt reichlich Farbe, als sie zunächst eine Affäre mit einem Rockstar, dann mit einem deutlich älteren berüchtigten Frauenhelden beginnt. Tamara Drewe sucht ihren Weg und findet schließlich mit einer neuen Lebensperspektive endlich auch die Liebe.
Mi 03.März 19.45 Uhr Ich sehe den Mann deiner Träume von Woody Allen
Nachdem ihr Vater nach 40 Jahren Ehe ihre Mutter verlassen hat und sie in die Arme einer Wahrsagerin trieb, die mit Versprechen von kommendem Glück ihr Leben fremdzusteuern beginnt, denkt auch Sally über eine Kurskorrektur nach. Sie ist so unglücklich wie ihr Mann Roy enttäuscht, dass er als Schriftsteller langfristig den Beweis für Talent schuldig blieb. Während Sallys Vater bei einer viel zu jungen drallen Blondine vor Anker geht, träumen Tochter und Schwiegersohn von einem romantischen Neuanfang - mit anderen Partnern.
   
Mariage Week, Sonderveranstaltung im Filmeck Gräfelfing
Marriage Week Deutschland (http://www.marriage-week.de) ist eine Initiative von Personen und Institutionen aus den Bereichen Kultur, Kirche, Politik und Wirtschaft mit dem Ziel, den Wert der Ehe in der Gesellschaft zu stärken.

weitere Informationen und Termine
      
Mi 09.Feb 19.45 Uhr Casomai-Trauen wir uns von Alessandro D'Alatri
Stefania und Tommaso fahren aus der Großstadt Mailand hinaus aufs Land, um dort zu heiraten. Schon bei ihrem ersten Treffen mit Priester Don Livio ahnen sie, dass ihre Hochzeit etwas ganz besonderes werden wird.
Am Tag der Hochzeit nimmt die Zeremonie eine überraschende Wendung. Der Priester entwirft für das Paar den potenziellen Fortgang ihrer Beziehung. Dabei verarbeitet er die Folgen der modernen Leistungsgesellschaft und führt ihnen vor Augen, wie sich ihr Leben entwickeln könnte.
  
Mi 02.Feb 19.45 Uhr Nowhere Boy von Sam Taylor Wood
John Lennon ist 14 als 1955 sein Onkel stirbt, und aus dem charmanten Rebellen ein zorniger wird. Plötzlich beginnt er die Mutterrolle seiner Tante Mimi, bei der er aufwuchs, zu hinterfragen und sucht die Nähe von Mimis jüngerer Schwester, seiner leiblichen Mutter. Sie kauft ihm die erste Gitarre und erlebt, wie ihr Sohn eine Skiffleband gründet und mit Paul McCartney einen Jungen kennenlernt, mit dem zusammen er die Welt erobern wird. Doch das ist die Zukunft, vor der noch die Aussöhnung seiner Familie steht.
Mi 12.Jan 19.45 Uhr Der große Kater von Wolfgang Panzer
Die Umfragewerte für den Schweizer Bundespräsidenten, genannt "Kater", sind im Keller. Und sein Sohn ist schwer an Krebs erkrankt. Zur Aufpolierung von Katers Image soll der Besuch des spanischen Königspaars mit Glanz und Gloria und militärischen Ehren dienen. Als durch eine Intrige des Fraktionsvorsitzenden die Königin in der Krebsklinik für Kinder Tränen vergießen soll, glaubt Katers Gattin an einen Werbegag und sorgt beim Staatsschmaus für einen Eklat. Amt und Ehe stehen auf dem Spiel.

Einführung und Gesprächsleitung: Pfr. Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie in Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Pfarramt Lochham
Weitere Informationen zu den Filmen finden Sie bei www.filmeck.com


Germeringer Filmgespräche
Filmtheater Universum Germering, Landsbergerstr. 39, 82110 Germering, T 089-894 94 23
  
2011
Mi 14.Dez 19.45 Uhr Die Vaterlosen von Marie Kreutzer
Wie wir wurden, was wir sind: Vier Geschwister rechnen nach dem Tod des Vaters mit ihrer Kindheit in einer Hippiekommune ab
Der Häuptling ist Tod. Niki, der Arzt aus München, ist gerade noch rechtzeitig gekommen, um sich ein letztes Mal vom Vater demütigen zu lassen. In den Stunden danach treffen auch die anderen Kinder ein: der unverbesserliche Idealist Vito, die unter einer neurologischen Störung leidende Mizzi - und Kyra. Eigentlich wollen alle so schnell wie möglich wieder weg, doch dann kommt es zum Eklat: Mizzi wusste bis zu diesem Moment nichts von der Existenz ihrer Halbschwester Kyra. Für die vier Geschwister, die sich so viele Jahre nicht gesehen haben, beginnt mit dem Tod des Vaters eine schmerzhafte Reise in die Vergangenheit.
Mi 09.Nov 19.45 Uhr Blue Valentine von Derek Cianfrance
Wenn man aus den falschen Gründen liebt: Das Beziehungsdrama "Blue Valentine" erkundet in erschütternden Szenen, wie ein Paar nicht durch Gefühle, sondern die Umstände zusammenfindet. Die Hollywood-Stars Michelle Williams und Ryan Gosling gehen dafür an die Grenzen des Erträglichen.
Mi 12.Okt 19.45 Uhr Midnight in Paris von Woody Allen
Früher war alles viel besser. Auch Woody Allen-Filme. Natürlich nicht - wie der 75jährige Altmeister furios zu beweisen versteht! In seinem 42sten Kinostreich erzählt er vom frustrierten Hollywood-Autoren Gil (Owen Wilson), dem ein Spaziergang der etwas anderen Art die Augen öffnet: Plötzlich findet sich der Held in den Zwanziger Jahren wieder, plaudert mit Hemingway und Bunuel – und verliebt sich in die Muse von Picasso. Mit champagnerprickelnder Leichtigkeit lädt Allen zur augenzwinkernd vergnüglichen Kunstreise in die Vergangenheit. Grandiose Akteure, scharfzüngig funkelnde Dialoge: „Was Sie schon immer über Paris wissen wollten…“
Mi 21.Sept 19.45 Uhr Nadar und Dimin von Asghar Farhadi
Nader und Simin sitzen vor dem Scheidungsrichter. Dabei wird schnell klar, dass sich die beiden lieben, es sind nur die Umstände, die sie auseinander treiben. Simin will die Scheidung, um mit ihrer Tochter das Land zu verlassen. Nader weigert sich mitzugehen, er möchte seinen an Alzheimer leidenden Vater nicht zurücklassen. Als der Richter die Scheidung verwehrt, zieht Simin schweren Herzens zurü..
Mi .Aug 19.45 Uhr
Mi 13.Juli 19.45 Uhr Winter´s Bone von Debra Granik
„Winter's Bone“, der zweite abendfüllende Spielfilm der amerikanischen Independent-Regisseurin Debra Granik, wurde beim Sundance Festival mit dem großen Preis der Jury ausgezeichnet. Zudem ist das Drama, das auf dem gleichnamigen Roman von Daniel Woodrell basiert, der vielleicht beste Film des diesjährigen, insgesamt eher durchwachsenen Berlinale-Forums. Angesiedelt in den Gebirgswäldern des südlichen Missouri ist der Film Milieu- und Charakterstudie zugleich. Mit einer Kamera, die immer ganz nah dran ist am Geschehen, und beinahe dokumentarisch anmutenden Bildern findet Debra Granik die passende Form, um ihr ungeschöntes Sozialdrama zu erzählen. Neben der konsequent durchgehaltenen Atmosphäre bleibt vor allem die jugendliche und bisher weithin unbekannte Hauptdarstellerin Jennifer Lawrence im Gedächtnis. Mit einer unglaublichen Präsenz meistert sie ihre Rolle und trägt so den gesamten Film beinahe im Alleingang.
Mi 08.Juni 19.45 Uhr The King´s Speech von Tom Hooper
Es ist ein persönliches Drama auf großer Bühne, kraft des neuen Massenmediums Radio zig tausendfach verstärkt: Dies muss Albert (Colin Firth), Duke of York und Sohn des englischen Regenten King George V. (Michael Gambon), auf peinlich-demütigende Weise erleben, als er im Jahre 1925 im Wembley Stadium eine Eröffnungsrede halten muss – denn er ist Stotterer. Und doch wird er 14 Jahre später The King’s Speech halten, als er vors Mikrofon tritt, um den Mitbürgern des Englischen Empires mitzuteilen, dass England Deutschland den Krieg erklärt. Zu diesem Zeitpunkt ist aus Bertie, wie er im Kreise seiner Familie gerufen wird, King George VI. geworden, nachdem sein Vater verstorben ist und sein älterer Bruder David (Guy Pearce) abdankte, um eine bürgerliche Amerikanerin zu heiraten. Bis er für The King’s Speech allerdings bereit ist, muss der König durch das Fegefeuer einer ganz besonderen Sprachtherapie gehen.
Mi 11.Mai 19.45 Uhr Von Menschen und Göttern von Xavier Beauvois
Bis Mitte der Neunzigerjahre gelingt es einer Gruppe von französischen Mönchen in ihrem Kloster in den Bergen des algerischen Maghreb, mit der muslimischen Bevölkerung in friedlicher Koexistenz zu leben.
Als kroatischen Arbeitern nicht weit vom Kloster entfernt die Kehle durchschnitten wird, holt der Terror die Männer ein. In der Weihnachtsnacht dringt der Bandenführer ins Kloster ein und fordert Medikamente und einen Arzt für seine verletzten Kämpfer, was der Abt ablehnt. Die Situation eskaliert.
Mi 13.Apr 19.45 Uhr Immer Drama um Tamara von Stephen Frears
In ihren Heimatort und damit in die provinzielle Idylle Südenglands zurückgekehrt, erregt Tamara Drewe Aufsehen. Nach einer Nasen-OP ist die Kolumnistin bereits attraktiv renoviert - und das leicht vernachlässigte Elternhaus soll folgen. Auch in ihr Beziehungsleben kommt reichlich Farbe, als sie zunächst eine Affäre mit einem Rockstar, dann mit einem deutlich älteren berüchtigten Frauenhelden beginnt. Tamara Drewe sucht ihren Weg und findet schließlich mit einer neuen Lebensperspektive endlich auch die Liebe.
Mi 09.März 19.45 Uhr Ich sehe den Mann deiner Träume von Woody Allen
Nachdem ihr Vater nach 40 Jahren Ehe ihre Mutter verlassen hat und sie in die Arme einer Wahrsagerin trieb, die mit Versprechen von kommendem Glück ihr Leben fremdzusteuern beginnt, denkt auch Sally über eine Kurskorrektur nach. Sie ist so unglücklich wie ihr Mann Roy enttäuscht, dass er als Schriftsteller langfristig den Beweis für Talent schuldig blieb. Während Sallys Vater bei einer viel zu jungen drallen Blondine vor Anker geht, träumen Tochter und Schwiegersohn von einem romantischen Neuanfang - mit anderen Partnern.
Mi 09.Feb 19.45 Uhr Nowhere Boy von Sam Taylor Wood
John Lennon ist 14 als 1955 sein Onkel stirbt, und aus dem charmanten Rebellen ein zorniger wird. Plötzlich beginnt er die Mutterrolle seiner Tante Mimi, bei der er aufwuchs, zu hinterfragen und sucht die Nähe von Mimis jüngerer Schwester, seiner leiblichen Mutter. Sie kauft ihm die erste Gitarre und erlebt, wie ihr Sohn eine Skiffleband gründet und mit Paul McCartney einen Jungen kennenlernt, mit dem zusammen er die Welt erobern wird. Doch das ist die Zukunft, vor der noch die Aussöhnung seiner Familie steht.
Mi 19.Jan 19.45 Uhr Der große Kater von Wolfgang Panzer
Die Umfragewerte für den Schweizer Bundespräsidenten, genannt "Kater", sind im Keller. Und sein Sohn ist schwer an Krebs erkrankt. Zur Aufpolierung von Katers Image soll der Besuch des spanischen Königspaars mit Glanz und Gloria und militärischen Ehren dienen. Als durch eine Intrige des Fraktionsvorsitzenden die Königin in der Krebsklinik für Kinder Tränen vergießen soll, glaubt Katers Gattin an einen Werbegag und sorgt beim Staatsschmaus für einen Eklat. Amt und Ehe stehen auf dem Spiel.

Weitere Informationen zu den Filmen finden Sie bei www.universum-kino.com


Gautinger Filmgespräche
Filmcasino Gauting, Hauptplatz 4. 82131 Gauting, T 089 - 850 24 44
  
2011
Do 08.Sept 20.15 Uhr Sommer in Orange von M.H.Rosenmüller
Eine Gruppe orange gewandeter Sannyasins, Anhänger von Bhagwan, entschließt sich, auf einem geerbten Bauernhof im bayerischen Örtchen Talbichl ein Therapiezentrum zu bauen. Das bedeutet nicht nur einen kräftigen Kulturschock bei den alteingesessenen Einwohnern, sondern auch eine schwierige Situation für die Kinder Lili und Fabian, deren Mutter Amrita lieber mit einem Oberguru in Oregon beim Bhagwan Erleuchtung finden als weiter ernüchternde Diskussionen in der WG führen möchte.



Tutzinger Filmgespräche
Kurtheater Tutzing, Kirchenstrasse 3 82327 Tutzing Telefon: 08 15 8 / 63 80
  
2011

In Zusammenarbeit mit der Interfilm-Akademie, München


Filmgespräche
Evangelische Stadtakademie, Herzog-Wilhelm-Str. 24, 80331 München, T.549 027 - 0
  
2011




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