| Das Gesprenst von Herbert Achternbusch |
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14.Dez.2008 um 11.30 Uhr im Arri Kino
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Matinee im Arri Kino
Sonntag, 14. Dezember 2008, 11.30 Uhr
Anschließend Diskussion "Das Gespenst der Freiheit oder die Kunst, die Blasphemie und die Religion" unter der Moderation von
Andreas Ströhl
Pfarrer Eckart Bruchner
Peter Sehr
Deutscher Titel: ,Das Gespenst
Land: Deutschland
Jahr: Filmjahr 1982
Länge: ca. 90
Originalsprache: Deutsche Sprache (Bayrisch)
FSK: 16 (Neuprüfung)/Beschlagnahmt (§ 188 StGB) in Österreich
Regisseur: Herbert Achternbusch
Drehbuch: Herbert Achternbusch
Produzent: Herbert Achternbusch
Kamera: Jörg Schmidt-Reitwein
Schnitt: Micki Joanni |
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Anfang der 80er Jahre ruft Herbert Achternbusch Film DAS GESPENST (1982) die Zensur auf den Plan. Blasphemie wird ihm vorgeworfen.
Das Bayerische Innenministerium verweigert die Zahlung der letzten Rate der Filmförderung. Es folgt ein 10jähriger Rechtsstreit, den der Künstler 1992 vor dem Oberverwaltungsgericht Münster gewinnt.
Nach Ansicht der Freiwilligen Selbstkontrolle (FSK) erzeugen die "Attacken auf die Gegenwart der Kirche ein nur noch pessimistisches und nihilistisches Grundmuster der Welt, das keine rationale Verarbeitungsmöglichkeit für den Besucher zulässt". So steht es in der Begründung der FSK, den Film nicht freizugeben. "Das Gespenst", so heißt es weiter, "kann dem religiösen Empfinden eines nach Millionen zählenden katholischen Teils der Bevölkerung in öffentlicher Vorführung nicht zugemutet werden".
Achternbusch erlebt Jahre der Ächtung. Fernsehanstalten strahlen seine Filmen nicht aus oder schneiden Passagen heraus, Fördergremien geben kein Geld. Herbert Achterbusch entdeckt seine Wurzeln: Er malt und finanziert mit dem Verkauf der Bilder die nächsten Filme. |
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In fünf Episoden mit langen Einstellungen und monotonen Geräuschen wird die Geschichte des Jesus erzählt, der in einem Münchner Kloster vom Kruzifix steigt und welche Erlebnisse er mit den Menschen hat.
So kann sich eine junge Nonne vorstellen, das Jesus die Brüste von Frauen küsst und sie im Gegenzug seinen Kopf berühren. "Du scherzt", sagt Jesus, "Du vergisst meine Dornenkrone. Ich könnte sie nicht abnehmen. Ich habe mich zu sehr an sie gewöhnt." "Ach ja, deine Dornenkrone", antwortet die Nonne. "Die brauchst du. Ohne die bist du niemand."
Dann spaziert Jesus durch München. Er gerät in Konflikt mit Passanten, einem Bischof und der Polizei.
Achternbuschs Film, stellt die Frage, wie es Jesus ergehen würde, käme er heute nach München.
Anfang der 80ziger Jahre lösten diese Szenen heftige Reaktionen von Seiten der Kirchen, des Bundesinnenministers und der Staatsanwaltschaft aus.
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| Szenen aus dem Leben von Malgorzata Szumowska |
| 16.Nov.2008 um 20.30 Uhr |
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Überleben im Transitraum: Der Tod ihrer Eltern lässt die junge Julia innehalten. Von einem Moment auf den nächsten wird sie durch die Ereignisse von einer feiernden Jugendlichen zur erwachsenen Frau.
Julia lebt ein behütetes Leben in einer Künstlerfamilie in Polen. Ihre Mutter (Malgorzata Hajweska) ist Autorin von Kriminalromanen, ihr Vater (Andrzej Hudziak) ein angesehener Dokumentarfilmer, dessen Ruhm jedoch langsam verblasst.
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Auf den ersten Blick scheint sie in einer heilen Umgebung aufzuwachsen, doch die plötzliche Krebserkrankung der Mutter und ihr Dahinsiechen im Krankenhaus lässt alte Konflikte wieder aufbrechen. Nach dem Tod der Mutter und dem kurz darauf folgenden Tod des Vaters, verliert Julia ihre Haltepunkte im Leben. Die Familie ist zersplittert und die Ehe zu ihrem Mann Piotrek (Maciej Stuhr), die unter seiner ständigen arbeitsbedingten Abwesenheit leidet, droht ebenfalls zu zerbrechen. Auch in ihrer Arbeit, der Kunst, findet sie keine Zuflucht mehr. Nur Adrian (Peter Gantzler), der wortkarge Assistent der Familie, scheint Julia in allen Situationen zu begleiten und sie ohne große Worte zu verstehen.

Der Film bleibt Fragment. Julia steht vor einem neuen Lebensabschnitt, der für sie erneut, möchte man sagen mit einer Reise beginnt. Wohin diese sie führt, bleibt dabei vollkommen offen: zurück zu ihrem Mann, zurück in das alte Leben oder zum Beginn von etwas völlig Neuem. Der Zuschauer möchte gar nicht spekulieren, wichtig ist nur, dass es weiter geht. Die Szene wird abgeblendet. |
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| Botero von Peter Schamoni |
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| 09.Nov.2008 um 20.30 Uhr |
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BOTERO born in Medellin
art instead of violence and drugs
Ein Dokumentarfilm von Peter Schamoni
Zum 75. Geburtstag des Künstlers wird mit modernsten filmischen Mitteln die bewegende Erfolgsgeschichte des in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsenen Kindes aus einer abgelegenen kolumbianischen Andenstadt authentisch erzählt.
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Der Mann aus Medellín, der die europäische Kunstgeschichte erobert und zum gefeierten Star einer globalen Kunstszene wird.
Sein Werk ist in über 70 Einzelausstellungen von Museen aus aller Welt, von Tokio über Stockholm und Washington bis Caracas gezeigt worden. Seine monumentalen Skulpturen haben Menschen aller Kontinente begeistert, z.B. bei großen Präsentationen auf den Champs-Elysées in Paris 1992, der Park Avenue in New York 1993 und seit September 2007 im Berliner Lustgarten. Kein Künstler hat in den letzten Jahren solch eine weltweite Breitenwirkung erlebt.

2005 kann man von einem Neuanfang im Werk des Künstlers sprechen, der sich mit Erregung und Verve auf ein neues Thema wirft, - es gilt den Folterungen und Gräueln im irakischen Gefängnis Abu Ghraib. Dieser neue Werkzyklus wird nicht in den privaten Kunsthandel gelangen, sondern in einer Museumstour der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Der Film bringt Boteros Abu Ghraib Bilder im Kontext zu seinem gesamten Schaffen in das Bewusstsein eines großen Publikums. |
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| Willkommen bei den Sch`tis von Dany Boon |
| 14.Okt.2008 um 20.30 Uhr |
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Der Postbeamte Philippe Abrams (KAD MERAD) ist eigentlich ganz zufrieden mit seinem Leben in der Provence, wären nicht die Depressionen seiner wunderschönen Frau Julie (ZOÉ FÉLIX). Ihr zuliebe versucht er, sich an die Riviera versetzen zu lassen, um dort mit Frau und Kind die Sonnenseite des Lebens zu genießen.
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Um dieses Ziel zu erreichen, sind ihm fast alle Mittel recht, nur leider stellt er sich nicht sehr geschickt an und so kommt, was kommen muss: Er wird versetzt, doch zu allem Unglück keineswegs in den sonnigen Süden, sondern in den Norden Frankreichs.
Weil man sich im Süden nur das Schlimmste über diesen dunklen und kalten nördlichsten Landesteil ausmalt, lässt Philippe seine Frau und den Sohn zurück und macht sich, bemitleidet von allen, die er zurücklässt, und ausgerüstet mit einer dicken
Daunenjacke und einem Koffer voller Vorurteile, allein auf den Weg nach Bergues zu den Sch’tis.

Julie indes bereitet ihm an den freien Wochenenden im Süden den Himmel auf Erden, und er ist oben im angeblich barbarischen Norden so glücklich wie nie.
Alles läuft bestens bis Julie eines Tages beschließt, Philippe vor Ort beizustehen. Der sieht sich nun gezwungen, Antoine und dem Rest seiner Mitarbeiter zu gestehen, dass er sie seiner Frau als unzivilisierte Horde beschrieben hat. Er muss sich schnell etwas einfallen lassen ...
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| Anonyma von Max Färberböck |
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| 28.Okt.2008 um 20.30 Uhr |
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Die Geschichte des Films stützt sich in weiten Teilen auf die Tagebuchaufzeichnungen einer Frau, die die Vergewaltigungen im Sommer 1945 in Berlin miterlebt hat.
Über einen Zeitraum von etwa drei Monaten schrieb sie in einem lakonischen Tonfall - ohne Selbstmitleid oder große Affekte - ihre Erlebnisse jener Tage auf, in denen die Rote Armee sich in Berlin wie in einem riesigen Bordell fühlte.
Diese Tagebuchaufzeichnungen, die bereits in Buchform viel Aufsehen erregten, sind im Großen und Ganzen die einzige schriftliche Quelle über die zahlreichen sexuellen Übergriffe im Nachkriegsberlin.
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Historiker sprechen von einigen Hundertausend Opfern und insgesamt ist das Thema eines der am wenigsten aufbereiteten der deutschen Geschichte: Die Frauen selbst schwiegen oftmals und die politische Verbindung der DDR mit Russland ließ eine offene Anprangerung des Verhaltens der Sowjet-Armee nicht zu. Zudem hatten die deutschen an ihrer eigenen Kriegsschuld zu knabbern und es wurde für unangemessen und feige erachtet, mit dem Finger auf die anderen zu zeigen.

Der fiktionale Teil des Films ist die Liebesgeschichte zwischen dem Offizier und Anonyma.
Die Tagebuchaufzeichnungen erwähnen den Beschützer nur sporadisch und lassen keineswegs darauf schließen, dass Anonyma sich tatsächlich in den Russen verliebt haben könnte.
Hier trumpft der Film am stärksten auf: Kleine Gesten und Augenblicke erzählen von dieser unmöglichen Liebe und lassen vieles für den Zuschauer offen, schaffen Räume, in denen sich das Publikum eine eigene Meinung bilden kann. Und auch das schauspielerische Talent von Nina Hoss kommt in diesem Teil der Story am besten zur Geltung. |
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| Burn after Reading von Joel und Drehbuchautor Ethan Coen |
| 14.Okt.2008 um 20.30 Uhr |
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In ihrer rabenschwarzen Screwball-Comedy „Burn After Reading“ nehmen Regisseur Joel und Drehbuchautor Ethan Coen zwei dusselige Erpresser auf die Schippe. Und den ganzen CIA-Apparat in Washington D.C. gleich mit dazu.
Die wahnwitzige Geschichte um eine in einem Fitnessstudio gefundene CD mit geheimen CIA-Daten fügt dem Oeuvre der Coen-Brüder zwar keine neuen Facetten hinzu, zeigt sich aber in gewohnt guter Qualität und wartet darüber hinaus mit einer absoluten Starbesetzung auf.
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Der CIA-Balkanexperte Osborne Cox (John Malkovich) wird wegen seines Alkoholproblems suspendiert. Frustriert beschließt er, seine Memoiren zu schreiben. Seiner Frau Katie (Tilda Swinton), die eine Affäre mit dem langjährigen Hausfreund Harry Pfarrer (George Clooney) hat, gefällt das gar nicht.

Sie fürchtet, dass ihr Mann ihr fortan auf der Tasche liegen könnte. Um für eine mögliche Scheidung gewappnet zu sein, brennt sie die privaten Daten vom Computer ihres Mannes auf eine CD.
Die Situation verkompliziert sich, als diese in der Umkleidekabine eines Fitnessstudios gefunden wird. Die Angestellten des Studios, der prollige Chad Feldheimer (Brad Pitt) und seine Kollegin Lina Litzke (Frances McDormand), die auf vier Schönheits-OPs spart, kommen auf die glorreiche Idee, die vermeintlich brisanten Daten zu Geld zu machen. |
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| Der Baader Meinhof Komplex von BerndEichinger |
| 30.Sept. 2008 um 20.30 Uhr |
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34 Todesopfer, mehr als 200 Verletzte und über 250 Millionen Euro Schaden durch Banküberfälle und Sprengstoffattentate: Das ist die Bilanz der 1970 gegründeten und 1998 aufgelösten Rote Armee Fraktion (RAF) - eines der dunkelsten Kapitel der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte.
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Von 1967 bis zum „Deutschen Herbst“ im Jahr 1977 wütet die linksextremistische Terrorgruppe um Andreas Baader und Ulrike Meinhof in ihrer Hochzeit, versetzt eine ganze Nation in Angst und Schrecken und bringt die Regierung um Helmut Schmidt ins Wanken.

Regisseur Uli Edel und Produzent Bernd Eichinger wagen sich an das Thema „RAF“ und befördern in ihrem Drama den Schrecken des Terrors in einer nie da gewesenen Intensität auf die Leinwand.
„Der Baader Meinhof Komplex“ ist gewissenhafte Aufarbeitung deutscher Geschichte, welche endlich mit der mystifizierten Revolutionsromantik vergangener Produktionen bricht und ein blutiges, zugleich aber auch realistisches Bild des RAF-Terrors zeichnet.
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| Cassandras Traum von Woody Allen |
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| 8.Juli 2008 um 20.30 Uhr |
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"Cassandras Traum" taufen zwei Brüder ihr kleines Schiff, das sie gekauft haben, um ihre tristen Existenzen wenigstens ein bisschen mit Leben zu füllen.
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Einmal auch in der versnobbten „Upper-Class“ mitspielen, einmal dazu gehören, nichts sehnlicher wünschen sich Ian (Ewan McGregor), der im Restaurant des Vaters jobbt und dieses übernehmen soll, und Terry (Colin Farell), ein Automechaniker und Spieler.
Verschiedener könnten zwei Brüder nicht sein und so richtig zusammen finden sie wohl nie. Und dennoch: Als ihnen ihr Onkel Howard (Tom Wilkinson) das Angebot ihres Lebens macht, können sie nur schwer ablehnen.

Doch das süße Leben hat seinen Preis denn für eine enorme finanzielle Zuwendung ihres Onkels müssen sie einen unliebsamen ehemaligen Mitarbeiter beseitigen...
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