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| Titel |
Heimat und Heimatfilm
in Ost und West |
| Seminarthema |
Während nach 1945 die zwei deutschen Staaten sehr unterschiedlich "Heimat im Film" thematisierten, zeigte sich am Ende der DDR, in aller Deutlichkeit bei der Wiedervereinigung, dass "Heimat" gerade auch für die Deutschen von großer identitätsstiftender Bedeutung ist als Sehnsucht nach einem "Deutschland, einig Vaterland". |
| Zeit |
25.-27. November 2011 |
| Ort |
Bildungszentrum Wildbad Kreuth |
| Veranstalter |
Hanns Seidel Stiftung, Bildungswerk |
| Seminarleitung |
Artur Kolbe M.A., Bildungswerk der Hans Seidel Stiftung, München
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| Referenten |
Artur Kolbe M.A., Bildungswerk der Hans Seidel Stiftung, München
PD Dr. Johannes Schmitt, Theater- und Medienwissenschaftler, Universität Erlangen-Nürnberg
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Anmeldung
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Giovanni Sammataro
Hanns-Seidel-Stiftung e.V. Bildungswerk,
Postfach 19 08 46, 80608 München
Telefon: 0 89 - 12 58 - 299, Fax: 0 89 - 12 58 - 338,
E-Mail: ref031@hss.de |
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| Titel |
Der Regisseur
Joseph Vilsmaier |
| Seminarthema |
Der Antikriegsfilm "Stalingrad" schildert aus der Sicht von 4 deutschen Soldaten die Schlacht um Stalingrad im Winter 1942. |
| Zeit |
15. November 2011 |
| Ort |
Konferenzzentrum München |
| Veranstalter |
Hanns Seidel Stiftung, Bildungswerk |
| Seminarleitung |
Artur Kolbe M.A., Bildungswerk der Hans Seidel Stiftung, München
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| Referenten |
Joseph Vilsmaier Regisseur
Christine Weissbarth, Filmjournalistin, Interfilm-Akademie München
Artur Kolbe M.A., Bildungswerk der Hans Seidel Stiftung, München
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| Moderation |
Christine Weissbarth |
Anmeldung
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Giovanni Sammataro
Hanns-Seidel-Stiftung e.V. Bildungswerk,
Postfach 19 08 46, 80608 München
Telefon: 0 89 - 12 58 - 299, Fax: 0 89 - 12 58 - 338,
E-Mail: ref031@hss.de |
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| Titel |
Japonismus -
Inszenierungen einer Sehnsucht |
| Seminarthema |
Das Fremde und Regionale gestern und heute: Klischees und Stereotype beeinflussen seine Wahrnehmung. Das Interesse am Orientalismus und Japonismus ebbt auch in unserer Zeit kaum ab. Große und kleine Kunstausstellungen in renommierten Häusern befassen sich mit dem Phänomen. Auch dem europäischen Japanbild in der Kunst liegen viele Klischees zu Grunde. Wie kommt es dazu?
Die Tagung verfolgt die historische Entwicklung dieser Vorstellungen vom faszinierenden Bild der Fremde und setzt sie in Beziehung zur Malerei des „Blauen Reiters“ sowie zu Fotografie und Film.
Zum Ausklang der Ausstellung „Die Maler des ‚Blauen Reiter‘ und Japan“ in Murnau werden wir eine Exkursion mit Ausstellungsführung vornehmen. |
| Zeit |
04.-06. November 2011 |
| Ort |
Evangelische Akademie Tutzing |
| Veranstalter |
Evangelische Akademie Tutzing in Kooperation mit dem
Freundeskreis Evangelische Akademie Tutzing e.V. |
| Seminarleitung |
Udo Hahn, Akademiedirektor, Evangelische Akademie Tutzing
Prof. Dr. Hans-Joachim König, Freundeskreis Evangelische Akademie
Tutzing e.V. |
| Referenten |
Pfarrer Eckart Bruchner, Theologe, Filmexperte, Direktor Interfilm-
Akademie, Gauting/München
Dr. Claudia Delank, Kuratorin der Ausstellung „Der Blaue Reiter und
Japan“, Schloßmuseum Murnau, Galeristin, Köln
Prof. Dr. Detlef Haberland, Bundesinstitut für Kultur und Geschichte
der Deutschen im östlichen Europa, Oldenburg
Dr. Myung-Seon Oh, Journalistin, Dolmetscherin und Reiseführerin
für Japanisch und Koreanisch, München
Prof. Dr. Evelyn Schulz, Japan-Zentrum, Ludwig-Maximilians
Universität, München
Dr. Sandra Uhrig, Leiterin Museum Murnau
Dr. des. Madoka Yuki, Krupp-Stipendiatin von „Museumskuratoren
für Fotografie“ am Kupferstich-Kabinett, Staatliche Kunstsammlungen
Dresden, Leipzig/München
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Anmeldung
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Rita Niedermaier, Telefon: 08158 251-128, Telefax: 08158 99 64 28
Email: niedermaier@ev-akademie-tutzing.de beantwortet Ihre Anfragen
zu der Veranstaltung in der Zeit von Montag bis Freitag von 9.00 Uhr
bis 12.00 Uhr.
Anmeldeschluss ist der 26. Oktober 2011
Teilnahmebeitrag € 80. , Ermäßigung € 40. |
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| Titel |
Zivilcourage - von der Bürgerpflicht, Nein zu sagen
von Ilona Ziok |
| Seminarthema |
In den Dokumentarfilmen von Ilona Ziok steht die Zivilcourage heute weitgehend zu Unrecht vergessener Persönlichkeiten. |
| Zeit |
08. Oktober 2011 |
| Ort |
Konferenzzentrum München |
| Veranstalter |
Hanns Seidel Stiftung, Bildungswerk |
| Seminarleitung |
Artur Kolbe M.A., Bildungswerk der Hans Seidel Stiftung, München
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| Referenten |
Ilona Ziok, Regisseurin
Christine Weissbarth, Filmjournalistin, Interfilm-Akademie München
Artur Kolbe M.A., Bildungswerk der Hans Seidel Stiftung, München
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| Moderation |
Christine Weissbarth |
Anmeldung
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Giovanni Sammataro
Hanns-Seidel-Stiftung e.V. Bildungswerk,
Postfach 19 08 46, 80608 München
Telefon: 0 89 - 12 58 - 299, Fax: 0 89 - 12 58 - 338,
E-Mail: ref031@hss.de |
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| Titel |
UTOPIEN, SCIENCE, FICTION
Staatsmodelle der Zukunft |
| Seminarthema |
(Anti-) Utopien im SF-Film zeigen eine oft erschreckende, totalitäre und unsoziale Gesellschaft der Zukunft auf; sie sind im Film - im Gegensatz zur literarischen Gattung - realistisch gestaltet und der Parabel verwandt.
Wir wollen anhand ausgewählter Sciencefiction Filme die gesellschaftliche, insbesondere politische Relevance und visionäre Kraft untersuchen, in Abgrenzung zur bloßen "phantastische Form" des SF-Films und laden Sie herzlich ein. |
| Zeit |
16. bis 18. September 2011
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| Ort |
Bildungszentrum Kloster Banz |
| Veranstalter |
Hanns Seidel Stiftung, Bildungswerk |
| Seminarleitung |
Artur Kolbe M.A., Bildungswerk der Hans Seidel Stiftung, München
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| Referenten |
Artur Kolbe M.A., Bildungswerk der Hans Seidel Stiftung, München
PD Dr. Johannes Schmitt, Theater- und Medienwissenschaftler
Universität Erlangen-Nürnberg
Christine Weissbarth, Filmjournalistin, Interfilm-Akademie München
Stefan Preis, Student, Interfilm-Akademie München
Sarah Kovacs, Stipendiatin der HSS, Pfarrkirchen
Matthias J. Lange, Journalist und Social-Media-Experte, redaktion 42, Maisach
Dr.Ann-Kristin Drenkpohl, Medienwissenschaftlerin, München |
Anmeldung
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Giovanni Sammataro
Hanns-Seidel-Stiftung e.V. Bildungswerk,
Postfach 19 08 46, 80608 München
Telefon: 0 89 - 12 58 - 299, Fax: 0 89 - 12 58 - 338,
E-Mail: ref031@hss.de |
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| 2011 |
FILMFEST MÜNCHEN 2011
| Interfilm-Seminar 2011 |
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Herzliche Einladung auch zum
Interfilm - Seminar
"Filmland Nahost"
im Rio-Filmpalast
(2./3. Juli, 10.00 Uhr), an alle, die an den Frühling einer gemeinsamen, gerechteren Zukunft glauben: one future.
Pfarrer Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie München |
FILMFEST MÜNCHEN 2011 Film im Interkulturellen Dialog:
F i l m l a n d N a h o s t

Der Nahe Osten macht immer wieder Schlagzeilen als Region der Kriege, Terrorakte und Flüchtlingsschicksale.
Was sind die Wurzeln dieses bislang ungelösten Konflikts?
Auf einer ungewöhnlichen Reise erlebt eine Gruppe junger Deutscher zwischen 16 und 22 Jahre den Nahost-Konflikt unmittelbar aus den unterschiedlichen Perspektiven von Israelis und Palästinensern.. Was sie dabei in Israel und in den besetzten Gebieten erfahren haben, was sie berührt, bewegt und auch schockiert hat, präsentieren die Jugendlichen mit aktuellen Filmausschnitten auf dem Interfilm-Seminar zum Filmfest München. Mit dabei sind Pfarrer Eckart Bruchner und die Filmautoren Stefanie Landgraf und Johannes Gulde, die diese Begegnungsreise geleitet und filmisch dokumentiert haben.
„Israel-Palästina, das Narrativ des Anderen kennen lernen“ steht als Begegnungspilot unter der Schirmherrschaft von Landesbischof Dr. Johannes Friedrich und wird von der Evangelischen Landeskirche Bayern, der Robert-Bosch-Stiftung und dem Auswärtigen Amt gefördert.
Stimmen der Jugendlichen nach Rückkehr im Mai 2011
Jana, 16 Jahre
Wie so viele Jugendliche wusste ich vor Beginn der Reise nicht viel -im Grunde nichts- ueber den Konflikt zwischen den Israelis und den Palaestinensern. Dies lag vermutlich daran, dass wir nichts darueber in der Schule lernten... mir wird vor allem ein Eindruck sehr stark in Erinnerung bleiben, naemlich der Checkpoint in Hebron. Ein Soldat richtete sein Gewehr auf jeden Einzelnen, der diesen passierte. Sein Finger zum Abzug bereit, hatte er in dieser Sekunde die Macht ueber mein Leben. Dies ist ein absolut ungeheuerliches und entwuerdigendes Gefuehl, dass die Palaestinenser aber tagtaeglich ueber sich ergehen lassen muessen...Besonders bewegt hat mich auch der Wechsel von der Westbank in das eigentliche Israel. In der "normalen", scheinbar heilen Welt, war nichts von der Besatzung spuerbar. Es machte mich wahnsinnig, dass die Leute hier so sorglos und unwissend lebten, waehrend nebenan so grosses Leid herrscht...
Roman, 17 Jahre
Auf der Reise habe ich die unmittelbaren Auswirkungen der Politik auf des Leben der Menschen erlebt, was sonst nur abstraktes Wissen war... Das Leben in Palästina ist durch die vielen Checkpoints und Schikanen der israelischen Soldaten sehr hart...
Christopher, 17 Jahre
Zum ersten Mal wurden mir durch das Werk „Das historische Narrativ des Anderen kennen lernen“ die Augen geöffnet. Da die Thematik in keiner Weise in der Schule oder nur sehr begrenzt im Fernsehen eine Rolle spielt, lernte ich an dieser Stelle erstmals über die historischen Hintergründe des Konflikts...
Durch die persönliche Begegnung mit „Opfern und Tätern“, aber auch mit den beiden Kulturen wurde es uns ermöglicht, sich eine eigene Meinung zu bilden... Bei aller Verzweiflung habe ich auch Momente der Hoffnung durchlebt: viele palästinensische Aktivisten setzen inzwischen auf friedliche Methoden des Widerstandes. In zahlreichen Begegnungen trafen wir Künstler... sprachen mit Menschen, die trotz Repressionen nicht ihr Haus räumen. Wir besuchten Ziegenhirten, die trotz Schlägertrupps nicht von ihrem Weideland weichen, weil schon ihre Vorfahren hier lebten! Diese Stärke hat mich persönlich tief berührt. Doch auch auf israelischer Seite hatten wir hoffnungsvolle Momente: Es gibt auch hier zahlreiche Organisationen, die sich für Frieden und Verständigung einsetzen Leider sind diese noch in der Minderheit.
PROGRAMM
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| Samstag 2.7.11 |
10 Uhr I Rio Filmpalast
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Das Narrativ des anderen kennenlernen
Die jugendlichen Teilnehmer der Nahostreise zeigen aktuelle Filmausschnitte über ihre Begegnungen mit Israelis und Palästinensern. Dabei steht die unterschiedliche Sicht - und Erzählweise beider Seiten über den seit Jahrzehnten ungelösten Konflikt im Vordergrund.
Diskussion mit dem Publikum.
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13 Uhr I Blackbox im Gasteig
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Verleihung des One-Future-Preises
Verleihung des „One-Future-Preises“ aus dem aktuellen Programm des Filmfest München
Verleihung des Ehren-One-Future-Preises“ posthum an den im April ermordeten Regisseur Juliano Mer Khamis, dem Leiter des „Freedom Theatre“ in Jenin.
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15 Uhr I Rio Filmpalast
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Ist Frieden im Nahen Osten möglich?
Die jugendlichen Teilnehmer berichten mit aktuellen Filmausschnitten über die Auswirkungen der israelischen Besatzungs- und Siedlungspolitik, über ihre Begegnungen mit Israelis und Palästinensern, die mit ihrer Informations- und Aufklärungsarbeit Wege der Verständigung und Zusammenarbeit zwischen den Konfliktparteien suchen.
Diskussion mit dem Publikum.. |
| Sonntag, 3.7.11 |
10 Uhr I Rio Filmpalast
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Filmvorführung „Diploma“ von Yaelle Kayam, 11Min. Israel 2009 (Prix Interculturel 2009)
Filmvorführung „Arnas Kinder“ von Juliano Mer Khamis, 84 Min. Israel/Palästina 2004
Diskussion mit internationalen Gästen, den Jugendlichen der Begegnungsreise und den Filmautoren Stefanie Landgraf und Johannes Gulde.
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Das ganze Seminar über werden HipHop-Künstler aus Israel und Palästina anwesend sein.
ORT: Rio Filmpalast, Rosenheimer Platz
EINTRITT: jeweils € 5.-
GESAMTLEITUNG: Eckart Bruchner, Pfarrer und Leiter der Interfilm-Akademie München/Antwerpen
25. -27. März 2011 Vorbereitungsseminar in Ruhpolding
mit Diakon Peter Klentzan, Leiter von “wings of hope”
27. April 8. Mai 2011 Begegnungsreise Israel/Palästina
„Begegnungen im Nahen Osten -
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Das historische Narrativ des Anderen kennen lernen“
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| Zwölf deutsche Jugendliche treffen Palästinenser und Israelis |
Workshop / Film /Medienpaket
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Leitung: Pfarrer Eckart Bruchner, Direktor der Interfilm-Akademie München /Antwerpen und
Stefanie Landgraf und Johannes Gulde Terra Media Corp. München
in Kooperation mit Diakon Peter Klentzan,
Leiter von „wings of hope“, München
Trägerin: Evangelische Stadtakademie München
Schirmherr: Landesbischof Dr. Johannes Friedrich, Evangelisch-Lutherische Landeskirche Bayern
„Begegnungsworkshop Naher Osten -
Das historische Narrativ des Anderen kennen lernen“
Dreizehn deutsche Jugendliche treffen Israelis und Palästinenser
Im Rahmen eines Pilotprojekts erfahren zwölf junge Deutsche zwischen 16 und 22 Jahren den NahostKonflikt gezielt aus zwei Perspektiven, die sich häufig radikal widersprechen. Zur Vorbereitung wird dabei u.a. das Geschichtsbuch „Das historische Narrativ des Anderen kennen lernen Israelis und Palästinenser“ verwendet, das vom israelisch-palästinensischen Friedensforschungsinstitut PRIME herausgegeben wurde und seit 2009 in deutscher Übersetzung vorliegt. In diesem Buch steht auf der linken Seite die israelische Sicht auf die Geschichte, auf der rechten Seite die palästinensische Sicht. Zu ein und denselben Fakten gibt es unterschiedliche Interpretationen. Das Jahr 1948 etwa erinnern die Israelis als das Jahr der Staatsgründung und des Unabhängigkeitskriegs, für die Palästinenser ist es das Jahr der Katastrophe („Al-Naqbah“) und Vertreibung aus ihrer Heimat.
Die Autoren Dan Bar-On (1938-2008), Sami Adwan und ihr Team teilen die Überzeugung, „dass die Überwindung von Feindschaft in den Köpfen beginnen muss und dass die Grundlagen für Verständigung in der Schule gelegt werden müssen“. Sie verstehen das Buch dabei explizit als „Beitrag zur Verständigung in Palästina und Israel“, weil nur durch Kenntnis der jeweils anderen Narration ein Verstehen überhaupt erst möglich gemacht wird.
„Das historische Narrativ des Anderen kennen lernen“ ist für die deutschen Jugendlichen Ausgangspunkt für einen neuen und bisher einzigartigen Ansatz, den Konfliktparteien im Nahen Osten zu begegnen.
Aus diesem Grund sind allein vier bis fünf Tage der Begegnung in Beit Jalah angesetzt. Beit Jalah ist der einzige Ort "zwischen" Israel und Palästina, in dem sich Israelis und Palästinensern treffen können! Zusammen mit Diakon Peter Klentzan von „wings of hope“ wurde hierfür ein eigenes Programm erarbeitet, das den Deutschen über diesen Zeitraum ein Zusammensein mit gleichaltrigen jüdischen Israelis und Palästinensern ermöglicht.
Hier begegnen sie auch den Pädagogen des PRIME-Instituts zu einem Erfahrungsaustausch über „das historische Narrativ des Anderen kennen lernen“....
Der Workshop vermittelt den Jugendlichen einen Zugang in Familien und den Lebensalltag auf israelischer und palästinensischer Seite. Was werden die 17- bis 22Jährigen in der Begegnung mit Gleichaltrigen erfahren, wie Vertretern aus Politik, Kultur und den verschiedenen Religionen begegnen?
Im Zentrum steht außerdem die Begegnung mit jungen palästinensischen und israelischen Künstlern, die über Musik, Malerei und Theater ihre Lebenssituation zum Ausdruck bringen. In der HipHop-Szene z.B. kommunizieren Rapper schon seit Jahren mit ihren „rhythm and rhymes“ via Internet miteinander - über jede „Schutz - oder Trennmauer“ hinweg.
Wie sehr hilft „Die Narration des Anderen kennenlernen“ den Jugendlichen, die Positionen beider Seiten im bislang ungelösten Nahostkonflikt besser zu verstehen? Wie werden sie den jungen Künstlern aus der Musik- und Theaterszene in Israel und Westjordanland begegnen und mit ihnen ihre Erfahrungen austauschen?
Die Reise ist eine Spurensuche im Nahen Osten, auf der die Jugendlichen auf beide Seiten zugehen, den Israelis und Palästinensern zuhören, wenn sie über ihre Ängste sprechen, aber auch über ihre Zukunftserwartungen erzählen. Sie suchen Antworten auf die Fragen: Wie kann man in einem Krisengebiet leben und überleben, und welche Hoffnung auf Frieden gibt es?
Die TeilnehmerInnen kommen aus dem Raum München und Münster. Fünf gehen auf ein Gymnasium, eine auf eine Realschule. Vier sind Abiturienten und machen derzeit ein berufsbildendes Praktikum. Zwei studieren. Zusätzlich mit dabei ein HipHop-Künstler, der den Nahen Osten kennt und in München mit Jugendlichen mit Migrationshintergrund arbeitet.
| Zielgruppen / Medienpaket |
Der gesamte Workshop wird als Film durch ein kleines Team „teilnehmender Beobachter“ professionell dokumentiert und zu einem Medienpaket für den Einsatz in der Bildungsarbeit bearbeitet. Seine einzelnen Kapitel (Vorbereitung, Verlauf der Reise, Erfahrungen und Reflektionen der Jugendlichen) werden mit ausführlichem Begleitmaterial versehen und didaktisch aufbereitet. Das Medienpaket liefert wichtige Diskussionsimpulse und Reflexionen für einen neuen, kultur- und religionsübegreifenden Zugang zum Verständnis des sehr komplexen Konflikts im Nahen Osten. Zudem ermöglicht es durch seine jungen Protagonisten ein hohes Maß an Identifikation.
Das geplante Gesamtunternehmen (Workshop, Film und Medienpaket) ist für den Bildungsbereich das erste Projekt dieser Art, über das Kennenlernen unterschiedlicher historischer und persönlicher Narrative aus Israel und Palästina Brücken für einen Dialog zu bauen.
Das Medienpaket bietet Interessierten ab 15 Jahre einen Einstieg unter den Schlagworten Israel; Palästina; Flüchtlinge; Naher Osten; Krieg; Frieden; Konflikt; Zionismus; Gewalt; Terror; Ziviler Widerstand;; Judentum; Islam; Christentum; Kultur Musik,Theater,
in die Sachgebiete: Geschichte - Neuere Geschichte seit 1948 Religion Ethik - Sozialkunde Internationale Entwicklung - Vereinte Nationen Völkerrecht Menschenrechte - Recht Friedenspolitik, Sicherheitspolitik.
Ab Herbst 2011 werden kommunale und kirchliche Vertriebe das Medienpaket über die Filmdienste und Medienzentralen im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz,) in Schulen, Universitäten sowie in der gesamten Bildungsarbeit für Jugendliche und Erwachsene einsetzen.
Workshop Daten:
25. -27. März 2011 Vorbereitungsseminar in Ruhpolding
mit Diakon Peter Klentzan, Leiter von “wings of hope”
27. April 8. Mai 2011 Begegnungsreise Israel/Palästina
28. - 29. Mai 2011 Nachbereitungsseminar in Ruhpolding
mit Diakon Peter Klentzan, Leiter von „wings of hope“
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Terra Media Corp,. Landgraf und Gulde
Bunzlauerstr. 42 A 80992 München
Tel: 089 3543118 E-Mail: info(at)terramedia-online.de
Interfilm Akademie München/Antwerpen, Pfr. Eckart Bruchner
Pippinstr. 17 82131 Gauting
Tel: 089 8502221 E-Mail: office@interfilm-academy.net
Früh
Abflug München
Ankunft Tel Aviv am Nachmittag
Weiterfahrt nach Beit Jala ins Hotel „Everest“, das genau an der Mauer steht.
Später Nachmittag/Abend
Atmosphärischer Gang durch Beit Jala
Plenum: Vorstellung unserer israelischen Begleiterin Lotty Camerman und unseres palästinensischen Begleiters Ali Abu Awwad (beide von der Organisation Al Tariq, Partnerorganisation von „wings of hope“)
Besprechung über Programm der folgenden Tage.
Früh
Fahrt zum „Tent of Nation“ bei Bethlehem. Daoud Nassar erläutert wie er zusammen mit seinem Bruder seit Jahren um sein Land kämpft, das Siedler annektieren wollen.
Nachmittag
Zu Gast im Flüchtlingslager Daheishe bei Bethlehem. Rückfahrt nach Beit Jala.
Abend
Plenum.
Früh
Führung mit Eitan Katz von „Ir Amim“ um Jerusalem. Zur Geschichte und heutigen Auseinandersetzung um die Altstadt.
Nachmittag
In „Abrahams Herberge“ in Beit Jala Gespräch mit dem evangelischen Pfarrer Jadallah Shihadeh, Imam Isaa Maali und Rabbiner Jeremy Milgrom
Abend
Plenum
Früh
Fahrt nach Hebron zu palästinensischen Familien, die über ihre Lebensbedinungen unter israelischem Militär und Siedlern erzählen.
Nachmittag
Auf dem Rückweg nach Beit Jala Besuch einer palästinensischen Kooperative, die Honig herstellt.
Abends
Plenum und Gespräch mit Lotty und Ali.
Früh
Fahrt ins Flüchtlingslager Kalandia. Treffen mit Müttern, deren Söhne gefallen sind oder noch in israelischen Gefängnissen sitzen. Besuch einer Mutter zu Hause. Organisiert von Mona Alkhalali von der Palästinensischen Frauenunion.
Nachmittag
Treffen mit Roni Hammermann von „Wachsom Watch“ am Checkpoint Kalandia.
Abend
Freier Abend.
Früh
Fahrt nach Susya (südlich von Hebron) mit Yahuda Shaoul von „Breaking the Silence (ehem. israelische Soldaten, die gegen den militärischen Dienst in den besetzten Gebieten sind)
Nachmittag
In Abrahams Herberge in Beit Jala Gespräch mit Professor Adwam Sami, dem Mitherausgeber von „Das historische Narrativ des Anderen kennenlernen“. (Sein israelischer Kollege konnte nicht kommen)
Abend
Plenum. Gespräch mit Lotty und Ali.
Früh
Macram El Arja erklärt an der Mauer vor seinem Hotel, dass der Oberste Gerichtshof in Israel die Mauer auf seinem Grund für illegal erklärte und an dieser Stelle nicht weitergebaut werden darf.
Mitttag
Fahrt ans Tote Meer. Freizeit.
Später Nachmittag
Filmvorführung von „Zwischen HipHop und Kalaschnikow“ im Goetheinstitut in Ramallah.
Treffen mit Schauspielern und Rappern aus Jenin.
Früh
Die Gruppe beschließt an der Mauer vor dem Hotel ein Graffiti anzubringen: „No peace without dignity“.
Nachmittag
Fahrt nach Jenin.
Abend
Treffen mit einem Rapper und einem Schauspieler vom Freedom Theatre Rapsongs, Gedicht von Mahmoud Darwich, Gespräch mit der Gruppe.
Früh
Fahrt über die Nordgrenze Richtung Acca.
Besuch des Holocaust-Museums im Kibbutz Lohamei Hagetaot, das den Kämpfern des Warschauer Ghettos gewidmet ist.
Rundgang durch das Kibbutz.
Abend
Fahrt nach Natanya.
Plenum und Gespräch mit Lotty und Ali.
Vormittag
Gang mit Lotty durch Natanya. Sie erläutert die Probleme mit den vielen Einwanderen aus Russland und Äthiopien, zeigt die Viertel der orthodoxen Juden.
Nachmittag
Zu Gast bei Familie Shahak, dessen 15jährige Tochter Bat-Chen 1995 bei einem Attentat ums Leben gekommen ist. Der Vater Tzvika Shahak, ein hoher Marine-Admiral, hatte sich daraufhin mit seiner Frau dem „Parent-Circle“ angeschlossen, in dem Palästinenser und Israelis, die Familienangehörige verloren haben, gemeinsam Friedensarbeit leisten.
Abend
Plenum. Lotty und Ali erzählen jeweils ihr Narrativ.
Früh
Fahrt nach Jerusalem. Gemeinsamer Rundgang durch die Altstadt.
Freizeit.
Nachmittag
Fahrt mit Reuven Moscovitz nach Neve Shalom, dem Gründer des Dorfes, in dem Juden und Palästinenser zusammen leben.
Ansichten von Reuven Moscovitz über die politische Entwicklung in Israel.
Gemeinsame Sitzung im „Haus der Besinnung“.
Rückfahrt Natanya.
Abend
Schlussplenum.
Früh
Freizeit.
Mittag
Fahrt zum Flughafen. Nachmittags Abflug.
| Titel |
Der Regisseur
Andreas Gruber |
| Seminarthema |
Bei seiner Antrittsvorlesung 2002 hat Prof. Gruber den Film als eine "Frage des Augenblicks" bezeichnet. Es ist "spannend, gerade aufgrund der filmischen Möglichkeiten über den Augenblick und dessen Vergegenwärtigung als dramaturgischer Möglichkeit, vielleicht Notwendigkeit, nachzudenken." |
| Zeit |
22. Januar 2011 |
| Ort |
Konferenzzentrum München |
| Veranstalter |
Hanns Seidel Stiftung, Bildungswerk |
| Seminarleitung |
Artur Kolbe M.A., Bildungswerk der Hans Seidel Stiftung, München
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| Referenten |
Prof. Andreas Gruber, Regisseur
Christine Weissbarth, Filmjournalistin, Interfilm-Akademie München |
| Moderation |
Christine Weissbarth |
Anmeldung
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Giovanni Sammataro
Hanns-Seidel-Stiftung e.V. Bildungswerk,
Postfach 19 08 46, 80608 München
Telefon: 0 89 - 12 58 - 299, Fax: 0 89 - 12 58 - 338,
E-Mail: ref031@hss.de |
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