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Projekt 2005: Tanztheaterprojekt Odessa
Denn ich habe euer Joch zerbrochen
Carola von Herder
Novoselskovo 57 ka. 28, 65029 Odessa, Ukraine
Tel. 00-380-482-239459, E-Mail: carola@tm.odessa.ua
Tanztheaterprojekt in Odessa
September diesen Jahres kam auf dem Gelände der ev. lutherischen Kirche in Odessa ein Tanztheater zur Aufführung. Mitwirkende waren Mitglieder des therapeutischen Zentrums für jugendliche Drogenabhängige. OASIS und Kinder der deutsch-ukrainischen Tanzgruppe aus dem von der GTZ erbauten Dorf Dobrealeksandrovskaya, Bezirk Obessa.
Das Projekt ist eine gemeinsame Initiative der deutschen Choreographin und Tänzerin Carola von Herder und dem ev. Pfarrer der Odessaer Gemeinde Dr. Markus Huck.
Es entstand in viermonatiger Arbeit mit den ehemals süchtigen Jugendlichen, die bei Eintritt in das Therapiezentrum OASIS natürlich drogenfrei sind und dort ein bis eineinhalb Jahre verbringen bis der Resozialisierungsprozess beendet ist.
In dieser Periode wurde versucht, durch Improvisation so viel dramatisches Material wie möglich zu erarbeiten, um es dann in die Gesamtchoreografie einzubeziehen. So ist ein Gutteil des Endproduktes von den Jugendlichen selber beigesteuert worden.
Bei der Aufführung wirken 7 professionelle Musiker mit, die ebenfalls in dreimonatiger Arbeit zu den Szenen des Stückes originelle Musik entworfen haben.
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Bild links: Evangelisch-lutherische Kirche in Odessa
Bild rechts: Die deutsche Choreographin und Tänzerin Carola von Herder im Gespräch mit Kindern
Bild unten: Ehemals süchtige Jugendliche vor dem Therapiezentrum OASIS

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Filmproduktion in Zusammenarbeit mit der Interfilm-Akademie München
Während der Vorbereitungsarbeit entstand auch ein Film - in Kooperation mit der Interfilm-Akademie München -, der die Jugendlichen der OASIS in ihrer Beteiligung an den Improvisationen, ihren originellen Beiträgen festhält. Man sieht wie im Spiel mit viel Lachen und Hingabe, Konzentration und Anstrengung das Stück gereift ist, wie die Teilnehmer zusehens selbstbewußter werden und am Ende ohne Scheu und mit natürlicher Ausdruckskraft auf der Bühne stehen.
Inhalt des Tanztheaters
- Erzählt wird die biblische Geschichte der Knechtschaft des Volkes Israel in Ägypten,
- der Auszug und ihre Befreiung,
- ihre Freude nach der Errettung beim Durchgang durch das Rote Meer
- sowie der Tanz ums Goldene Kalb, wobei jenes ein "zeitgenössisches" Kalb ist, also falsche Idole unserer Zeit darstellt unter anderem von sexueller Käuflichkeit, Glorifizierung männlicher Gewalt (Fernsehen), Macht des Mammons bis hin zum Drogenmißbrauch.
Publikumsreaktionen
Das Stück wurde vom Publikum mit großer Begeisterung aufgenommen. Obwohl von Laien ausgeführt hält es professionellen Kriterien stand.
Dass Menschen, die nach bisweilen 10jährigem Drogenmissbrauch (meist Heroin) und nach Absinken auf die unterste Stufe sozialen Daseins und oft jahrelanger krimimeller Tätigkeiten zu so einer Verhaltensveränderung befähigt sind ist besonders erfreulich und ermutigend.
Therapiezentrum OASIS
Seit seiner Gründung vor 5 Jahren hat das Therapiezentrum OASIS 25 jungen Menschen zur Heilung verholfen. Kein einziger wurde rückfällig. Dabei haben aber nur 30% der jungen Menschen, die bei OASIS Hilfe suchten, das Programm beendet.
Die Teilnehmer durchlaufen einen langen psychologischen Prozess, in dem sie sich und die Wurzel ihrer Probleme verstehen und überwinden lernen. Am Ende der Therapie sieht man selbstbewußte, positive junge Menschen.
Träger des Tanztheaterprojektes
- Hoffnung für Osteuropa
- Interfilm-Akademie München
- Goethe Institut Kiew
- GTZ
Angebot einer Tournee in Deutschland
gefördert von Interfilm-Akademie München
Wir bieten ein kombiniertes Programm an
- Aufführung des Tanztheaters "Denn ich habe euer Joch zerbrochen"
- Seminare und Workshops mit örtlichen Drogengruppen und Therapiezentren
- Zusammenarbeit mit den Gruppen (entweder 2-3 Stunden an Aufführtagen oder in ganztägigen Seminaren)
- Erarbeitung von Improvisationen und Etuden
- Musikalische Unterstützung der Ergebnisse durch unsere Musiker
- Realisierung einer kleinen Aufführung innerhalb der beiden Gruppen
- Kontaktmöglichkeiten und Erfahrungsaustausch zwischen den Gruppen aus Deutschland und Odessa
Projekt 2005: Fortführung der Lupe 2
Die Lupe ist tot - Lang lebe die Lupe
Am 11. Mai 2005 ging in München eine über 30jährige Kino-Ära zu Ende.
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Das Kino Lupe 2 in der Ungererstraße mußte schließen. Nicht aus mangelndem Interesse seitens des Publikums, sondern aufgrund eines bereits seit Jahren bestehenden Konfliktes mit dem Vermieter über die zu hohe Miete.
Der letzte Film, der dort gezeigt wurde, war Schlussstrich und Fazit dieses Konfliktes in einem und hätte nicht treffender gewählt sein können - "Der Krieg ist vorbei" von Alain Resnais.
Das was das Programm der Lupe, im wahrsten Sinne des Wortes, auszeichnete, war die Möglichkeit sich das 1x1 der Filmgeschichte und der internationalen Filmkunst im Kino anzusehen.
Das Programm der Lupe umfasste sowohl die Namen der ganz großen Regisseure und Darsteller wie die der inzwischen in Vergessenheit Geratenen und die man somit "neu sehen" oder "wieder entdecken" konnte.
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Das Filmcasino Gauting, mehrfach auf Landes- wie Bundesebene für ein qualitativ gutes Jahresprogramm ausgezeichnet, wird diese Lücke, zumindest teilweise, wieder schließen.
Dabei werden im Schwerpunkt Filme aus dem Bestand des Lupe Filmverleihs gezeigt, die wir in unserem Programm mit dem Hinweis "Lupe 2 - das aktuelle Programm" ankündigen.
Zu den einzelnen Filmen, außerhalb der Gautinger Filmgespräche, wird es zudem eine kurze Einführung des ehemaligen Kinoleiters der Lupe und heutigen Mitbetreibers des Filmcasino Gauting, Stephan Döpke, geben.
Im Gautinger Filmgespräch am 10. November 2005 zeigen wir "Sein oder Nichtsein" 1942 von Ernst Lubitsch.
Zusammen mit Stephan Döpke will Pfarrer Eckart Bruchner (Interfilm-Akademie), der über 20 Jahre die Lupe2 durch Schwabinger Kinoseminare unterstützt hat, diese legendäre Kino-Ära soweit wie möglich im Filmcasino Gauting fortführen.
Über das neue Konzept im Filmcasino Gauting gibt Stephan Döpke gerne Auskunft:
Telefon: 089 - 8502444 in der Zeit von 16.00 bis 22.00 Uhr.
Auch privat: 089 - 260 26018.
Handy: 0172 - 2038031.
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