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Dresen / Petzold / Schmid
»Nichts ist so wie es scheint«
Drei Autoren des deutschen Gegenwartskinos
Die Filmreihe ist Teil des Projektes
»Auf dem Weg zum ökumenischen Kirchentag München 2010«
und wird gemeinsam veranstaltet vom
- Filmmuseum München,
- der ökumenischen Fachstelle »medien und kommunikation« und
- der Evangelischen Stadtakademie München.
Beteiligt sind außerdem
- die Interfilm-Akademie München/Antwerpen,
- Kulturmanagement und Künstlerseelsorge der Erzdiözese München und Freising sowie
- das Münchner Bildungswerk.
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JERICHOW
Deutschland 2008 R+B: Christian Petzold K: Hans Fromm M: Stefan Will D: Benno Fürmann, Nina Hoss, Hilmi Sözer, André Hennicke, Marie Gruber, Claudia Geisler 90 min
Freitag, 11. Dezember 2009, 18.30 Uhr (Mit Einführung)
Liebe, Geld, Leidenschaft und Verrat ist die Inhaltskette eines Kriminialromans, den bereits Luchino Visconti 1942 in OSSESSIONE verfilmte und der Christian Petzold wieder als Vorlage dient für seine Interpretation der Sein- und Scheinwelt von Beziehung und Liebe. »Man kann doch nicht lieben, wenn man kein Geld hat«, meint Laura und das scheint der Schlüsselsatz des Films zu sein. Das Geflecht von finanzieller Abhängigkeit, Schuld und Liebe führt zu einem unlösbaren Konflikt. Zwei Männer und eine Frau treffen im konturlosen Nordosten Deutschlands zusammen: Ali und Laura betreiben eine Imbisskette, der Afghanistan-Veteran Thomas hilft ihnen, Waren auszufahren und Geld einzutreiben. So gut das Zusammenspiel der drei anfangs funktioniert, so schicksalhaft entwickelt sich die Geschichte.
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WOLKE 9
Deutschland 2008 R: Andreas Dresen
B: Andreas Dresen, Cooky Ziesche, Laila Stieler, Jörg
Hauschild K: Michael Hammon D: Ursula Werner,
Horst Rehberg, Horst Westphal, Steffi Kühnert 99 min
Freitag, 11. Dezember 2009, 21.00 Uhr (Mit Einführung und Diskussion)
Eine weitere Dreiecksgeschichte. Auch hier ein Trugbild von Beziehung. Die Ehe zwischen Inge und Werner scheint in Ordnung zu sein, doch Liebe auf den ersten Blick mag auch noch im Alter möglich sein. Aber mit welcher Konsequenz? Verheimlichen? Ein normales Leben weiterführen? Liebe ohne Kompromisse? Der knapp 80-jährige Horst lässt sich von der zehn Jahre jüngeren Inge seine Hosen aufnähen. Die beiden verlieben sich und die Begegnung verändert ihr Leben: Inges liebevolle, aber eingefahrene Ehe mit ihrem Mann Werner hat keine Chance mehr. |
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23 NICHTS IST SO WIE ES SCHEINT
Deutschland 1998 R: Hans-Christian Schmid B: Hans-Christian Schmid, Michael Gutmann K: Klaus Eichhammer M: Norbert Jürgen Schneider D: August Diehl, Fabian Busch, Dieter Landuris, Jan-Greogor Kremp, Lilly Tschörtner, Hanns Zischler 99 min
Samstag, 12. Dezember 2009, 18.30 Uhr (Mit Einführung)
Wer seine Weltsicht auf eine Verschwörungstheorie aufbaut, dem ist nichts mehr sicher. Alles gilt es zu hinterfragen, alles, was sicher scheint, bleibt verdächtig: Nichts ist so wie es scheint. Karl Koch ist ein junger Computerhacker und fasziniert von der Verschwörungstheorie aus Robert Anton Wilsons Roman-Trilogie »Illuminatus!«. Er überträgt diese Theorie auf seinen Alltag und auf die Politik der 80er Jahre. Plötzlich wird der Kalte Krieg neu verständlich.
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DIE INNERE SICHERHEIT
Deutschland 2000 R: Christian Petzold B: Harun Farocki, Christian Petzold K: Hans Fromm M: Stefan Will D: Barbara Auer, Richy Müller, Julia Hummer, Bilge Bingül, Günther Maria Halmer, Katharina Schüttler 106 min
Samstag, 12. Dezember 2009, 21.00 Uhr (Mit Einführung und Diskussion)
Die Bedrohung der inneren Sicherheit durch den Terrorismus führte in den 70er und 80er Jahren zu einer rigiden Antiterror-Gesetzgebung. Der Staat entwickelte sich zum Jäger. Welche Sicherheiten bleiben den Gejagten? Die Flucht wird zum labilen Sicherheitszustand, die eigene, innere Sicherheit bleibt Traum. Sicherheit bietet nur die Familie, der Partner, das Kind, aber reicht das? Ein Terroristenpaar befindet sich mit seiner Tochter seit 15 Jahren auf der Flucht. Nachdem das Versteck in Portugal auffliegt, müssen sie zurück nach Deutschland. Doch die Pubertät der Tochter und ihre erste Liebe bringt das bewährte Sicherheitsgefüge der Familie ins Wanken.
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DIE POLIZISTIN
Deutschland 2000 R: Andreas Dresen B: Laila Stieler K: Michael Hammon D: Gabriela Maria Schmeide, Axel Prahl, Jevgenij Sitochin, Katrin Saß, Horst Krause 97 min
Sonntag, 13. Dezember 2009, 18.30 Uhr (Mit Einführung)
Idealismus meets Pragmatismus, und so wie der Pragmatiker ziemlich genau weiß, was Wirklichkeit ist, so ist sich der Idealist ziemlich sicher, wie Wirklichkeit zu sein hat: eine Welt, zwei Sicht- und Erlebnisweisen. Doch welche ist die richtige? Gibt es sie denn? Die Frage der Perspektive und Deutung der Ereignisse findet hier in den Niederungen des Lebensalltags statt. Anne ist eine frisch ausgebildete Polizeimeisterin und wird nach Rostock in ein kleines Revier mit lauter männlichen Kollegen versetzt. Dem tristen sozialen und beruflichen Umfeld setzt sie ihren Idealismus entgegen, der sich schnell als Naivität
entpuppt. |
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STORM (STURM)
Deutschland/Dänemark 2009 R: Hans-Christian Schmid B: Bernd Lange, Hans-Christian Schmid K: Bogumil Godfrejów M: The Notwist D: Kerry Fox, Anamaria Marinca, Stephen Dillance, Rolf Lassgard, Alexander Fehling, Kresimir Mikic 110 min, OmU
Sonntag, 13. Dezember 2009, 21.00 Uhr (Mit Einführung und Diskussion)
Kriege hinterlassen Bilder, Spuren, Erinnerungen, Verletzungen, Traumata. Welche Wahrheiten und Wirklichkeiten zeigten sich in den serbischen Gewalttaten in Bosnien und welche Wahrheiten, Wirklichkeiten und Interessen zeigen sich jetzt in der Aufarbeitung dieser Taten? Hannah Maynard, Anklägerin am Kriegsverbrechertribunal in Den Haag, führt einen Prozess gegen einen ehemaligen Befehlshaber der jugoslawischen Volksarmee, der für den Tod von bosnisch-muslimischen Zivilisten verantwortlich sein soll. Um eine Zeugenaussage zu überprüfen, wird eine Delegation nach Bosnien geschickt, die zu neuen Erkenntnissen kommt. Gegen den Widerstand unterschiedlichster Interessen bringt die Juristin die Wahrheit ans Licht.
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