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| FILMFEST MUENCHEN | ||||||
Neustart für das Filmfest München 2004 geglückt ![]() Gelungener Einstand für den neuen Chef: Andreas Ströhl, Festivaldirektor des Filmfest München, konnte bei der öffentlichen Abschlussparty des 22. Filmfests eine rundum positive Bilanz ziehen. Es waren:
München ist nach Berlin das wichtigste und größte Filmfestival Deutschlands. Die Zahl der Besucher ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen.
Das 22. Filmfest München stellt in diesem Jahr insgesamt 197 Filme aus 35 Ländern vor.
Schwerpunkt des Filmfests ist dieses Jahr das unabhängige asiatische Kino, das in der Reihe Junges asiatisches Kino ein eigenes Forum bekommt. In zehn Filmen zeigen junge Regisseure aus Taiwan, China, Japan, Korea, Malaysia, Thailand und Kasachstan ihren unbekümmerten und provokativen Blick auf das Leben. Die American Independents bieten mit 20 Filmen einen guten Überblick über das vielschichtige Schaffen amerikanischer Filmemacher, die sich nicht am Mainstream orientieren: Von der Oscar-prämierten Dokumentation "The Fog of War" über das Versinken der USA im Morast des Vietnamkriegs, über Jim Jarmuschs politisch unkorrekten Episodenfilm "Coffee and Cigarettes", der Prominente beim Rauchen und Kaffee trinken vorführt, bis hin zu dem aufrüttelnden Cop-Thriller "Evenhand" von Joseph Pierson. Altmeister und junge Hoffnungen vereint die Reihe Nouveau Cinéma Français in zehn Filmen. Neben den jüngsten Filmen verdienter Veteranen wie Jean-Luc Godard ("Notre Musique") oder Jacques Rivette ("Histoire de Marie et Julien") darf man sich auf die fulminanten Überraschungen freuen, die junge Regisseure wie Nicolas Boukhrief ("Le Convoyeur") oder Yann Samuell ("Jeux d'Enfants") bereiten. Das Kinderfilmfest gliedert sich in zwei Teile. Zum einen werden sechs wunderschöne neue Jugendfilme wie "Das Geheimnis der Frösche" vorgestellt, zum anderen werden sechs Klassiker wie "Goldrausch" aufgeführt, die zum "Kinder-Filmkanon" gehören. Die Reihe Deutsche Fernsehfilme ist dieses Jahr drastisch entschlackt und auf 13 exzellente TV-Produktionen beschränkt, an denen hochkarätige Namen wie Dominik Graf, Rainer Kaufmann oder Roland Suso Richter beteiligt waren. In den 14 Filmen der Reihe Neue Deutsche Kinofilme schließlich sind die beiden deutschen Cannes-Teilnehmern dieses Jahres ("Die fetten Jahre sind vorbei") von Hans Weingartner / "Marseille" von Angela Schanelec) und andere ebenso bemerkenswerte Filme junger hiesiger Regisseure zu sehen. Quer durch die Reihen gibt es dieses Jahr viele Filme, die sich mit Musik befassen. Von Dokumentationen über Hardrocker beim Psychiater ("Metallica - Some Kind of Monster") über fast wahre Geschichten von toten Rockstars ("Grand Theft Parsons"), bis hin zu Spielfilmen über Komponistenlegenden wie Cole Porter ("De-Lovely") gibt es kaum eine Musikrichtung, die nicht vorkommt. Ein ganz besonderer Musikfilm, nämlich "The Commitments", wird zu Ehren von Sir Alan Parker noch einmal aufgeführt. Dem britischen Ausnahmeregisseur wird der CineMerit Award verliehen. Mit dem Bernhard Wicki Preis - Die Brücke - Der Friedenspreis des Deutschen Films wird Oscar-Preisträger Volker Schlöndorff geehrt. Aus diesem Anlass gibt es eine Sondervorführung von Schlöndorffs jüngstem Film "Der neunte Tag". zum Seitenanfang |
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