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Das FILMFEST MÜNCHEN zeigt die besten neuen Filme aus aller Welt. Mehr als 200 Filme auf 15 Leinwänden. Das Fest der Film-Fans - mit Premieren, Stars und Partys. Feiern Sie mit beim Filmsommer auf der Isarmeile 2010!
Internationales Programm
  • Neue deutsche Kinofilme
  • American Independents
  • Nouveau Cinéma Français
  • Visiones Latinas
  • Fokus Fernost
  • Indien Special
  • Retrospektive
  • Open Air
  • Deutsche Fernsehfilme
  • Kinderfilmfest
          
One Future Preis
Die Menschen unseres Jahrhunderts haben nur eine einzige unteilbare Zukunft - One Future.
Der "One-Future-Preis" zeichnet jedes Jahr einen Film aus, der diesen Gedanken in ethisch wie filmästhetisch überzeugender Weise umsetzt.

2010 wird er bereits zum 26. Mal verliehen
am Samstag,
3.Juli 2010
im Gasteig (Black Box)
um 13.00 Uhr.

Jury-Begründung 2010

LO SPAZIO BIANCO (THE WHITE SPACE)
von Francesca Comenici, Italien 2009

LO SPAZIO BIANCO, der weiße Raum (Innenraum/Kosmos, basierend auf der gleichnamigen Novelle von Valeria Parrella), spiegelt das Thema einer „gemeinsamen Zukunft“ angesichts des Zerfalls traditionneller Familienstrukturen.
Marias Situation, eine intelligente, nicht mehr ganz junge Lehrerin, verstrickt in unstete Partnerbeziehungen, ist fast schon paradigmatisch für unsere moderne westliche Gesellschaft zwischen Selbständigkeit und Einsamkeit. Ihr Gleichgewicht bricht zusammen, als sie schwanger wird. Als Frühgeburt kommt das Kind im sechsten Monat zur Welt. Aber was heisst „zur Welt kommen“ ? Das Überleben im Brutkasten bleibt lange ungewiss. Die folgenden zwei Monate verbringt Maria bei ihrem Kind im Krankenhaus, in einem durch weisse Vorhänge umgebenen Raum der Selbstfindung. In der Einsamkeit des spazio bianco, der wie eine Spiegelung des Uterus für die Geburt des Kindes und der Mutter dient, wachsen beide in einer Art Initiation aufeinander zu. Zwischen Rückzug in einen inneren Raum und der Hinwendung zu Anderen gilt es, sich existentiellen Ängsten zu stellen, zur Ruhe zu kommen und sich dem schutzbedürfigen Kind zu widmen.
In bemerkenswerter Übereinstimmung zwischen Form und Inhalt bindet LO SPAZIO BIANCO den Zuschauer in sensibler Weise, vor allem durch Kameraführung und Schnittmontage, in den Prozess der Selbstwerdung ein, verwoben zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.



Lobende Erwähnung 2010

NATARANG
Von Ravi Jadhav, Indien 2010

Natarang porträtriert einen Landarbeiter, der in der indischen Provinz in einem populären Tamasha-Stück auf der Bühne eine „umgekehrte Hosenrolle“ mit ungeahnten Folgen spielt. Alle persönlichen Beziehungen scheitern an dieser Infragestellung der geschlechtsspezifischen Rollen.


CLEVELAND VERSUS WALLSTREET (MAIS MIT DÄ BÄNKLER)
Von Jean-Stéphane Bron, Schweiz / Frankreich 2010

Die Stadt Cleveland klagt gegen Wallstreet, weil sie durch die Banken und ihre Subprimes ruiniert wurde. Es kam jedoch nie zum Prozess. Diese Doku-Fiktion inszeniert einen realen Fall mit realen Protagonisten in einer fiktiven Gerichtsverhandlung, um sich Gehör zu verschaffen.

    
Jurymitglieder 2010
Zu der international besetzten Jury unter Vorsitz von Pfarrer Eckart Bruchner (Deutschland)
gehören:
Ileana Cosmovici (Italien/Deutschland),
Waltraud Verlaguet (Frankreich)
Galina Antoschewskaja (Russland ),
Bhagu T. Chellaney (Indien),
Wang Ai Qun (China).

Ehrenpreis an Regisseur Peter Fleischmann (Deutschland)
Mit einem Ehrenpreis für sein Gesamtwerk wird in diesem Jahr der Regisseur
Peter Fleischmann (Frankreich/Deutschland) ausgezeichnet.

Fleischmann studierte am Deutschen Institut für Film und Fernsehen (DIFF) in München und am Institut des hautes études cinématographiques (IDHEC) in Paris.
1963 bis 1965 inszenierte er Kurz- und Kinderfilme. Sein Dokumentarfilm „Herbst der Gammler“ über Generationenkonflikte in München erregte 1967 einiges Aufsehen.
Nach dem gesellschaftskritischen Theaterstück „Jagdszenen aus Niederbayern“ von Martin Sperr schuf er 1968 seinen ersten abendfüllenden Spielfilm.
Er galt seitdem als Repräsentant des Neuen Deutschen Films.

Zusammen mit Volker Schlöndorff gründete er 1969 die Filmproduktionsfirma Hallelujah Film.
Auch Fleischmanns spätere Arbeiten kreisen um das Problem der erzwungenen Anpassung des Einzelnen an eine verständnislose Umgebung. Immer wieder entpuppt sich dabei der vermeintlich Böse als gut und die vermeintlich Guten als böse. In den 1990er Jahren war er auch an der Leitung der Babelsberg Studios (früher UFA bzw. DEFA) beteiligt.

1991 drehte er, als Regisseur, Drehbuchautor und Produzent, „Deutschland, Deutschland“, eine Dokumentation, die sich mit der deutschen Wende auseinandersetzt.
Im Jahr 2006 entstand „Mein Freund, der Mörder“, ein Dokumentarfilm über seinen Freund Bernhard Kimmel.
Mit seinem Spielfilm „Jagdszenen aus Niederbayern“, der Toleranz gegenüber einem Homosexuellen im eigenen Dorf fordert, hat er in den 70er Jahren für einen Skandal gesorgt.
Seitdem engagierte er sich für Toleranz und Menschenrechte in den verschiedensten Gesellschaftsschichten und Ländern, ohne in Klischees abzugleiten.

Peter Fleischmann wird bei der Preisverleihung persönlich zugegen sein.
PREISVERLEIHUNG: SAMSTAG, DEN 3. JULI IM GASTEIG, BLACK BOX
Eintritt frei

Interfilm-Seminar 2010
Interfilm-Seminar 2010:
Gesellschaftspolitisches Kino -
gestern und heute
Film im interkulturellen Dialog

03 - 04. Juni 2009, jeweils 10.00 Uhr
Ort: Rio Filmpalast, Rosenheimer Platz
Leitung: Pfarrer Eckart Bruchner

Veranstalter : Interfilm- Akademie in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Stadtakademie München und den Landesmediendiensten Bayern.

INTERFILM-SEMINAR 2010
Gesellschaftspolitisches Kino gestern und heute

Während im Filmfest-Programm eine Werkschau zum Filmland Indien läuft, wird sich das Interfilm-Seminar dieses Jahr auf aktuelle soziale Konflikte in Krisengebieten konzentrieren.
Das Interfilm- Seminar findet am Samstag, 3. Juli und Sonntag, 4. Juli, jeweils um 10 Uhr, im Rio Filmpalast unter Leitung von Pfarrer Eckart Bruchner statt.


SAMSTAG
Eröffnet wird das Seminar am Samstagvormittag, 10 Uhr mit „HipHop und Kalashnikow“ in Anwesenheit der Regisseure Stefanie Landgraf und Johannes Gulde.
„HipHop und Kalashnikow“ beschreibt eine ungewöhnliche Begegnung von jungen Deutschen und Palästinensern und Israelis in Beirut und in der Westbank: Die 19-jährige Yasmin hat ihren eigenen Kopf: „Ich bin mal weg“ sagt sie zu ihrer Mutter, packt ihren Laptop und steigt mit dem Hip-Hop- Künstler Enz in einen Flieger nach Beirut. Gemeinsam wollen sie herausfinden, was aus den palästinensischen Flüchtlingen geworden ist, die Yasmins Vater dort vor fast 30 Jahren gefilmt hat.

Um 15 Uhr wird der vielfach preisgekrönte Film „Memory Books“ von Christa Graf gezeigt, in dem Aids-kranke Mütter in Afrika eine Botschaft an ihre Kinder hinterlassen. Die Regisseurin Christa Graf wird anwesend sein.

SONNTAG
Am Sonntag ist um 10 Uhr „Jagdszenen aus Niederbayern“ zu sehen. In der 1968 entstandenen Verfilmung von Peter Fleischmann spielte er selbst den Abram. 1969 fand erstmals in München unter der Regie von Ulrich Heising eine Aufführung an den Münchner Kammerspielen mit Hans Brenner, Maria Singer, Therese Giehse, Günther Maria Halmer und Ruth Drexel statt.


Ab 12 Uhr folgt eine Diskussion mit internationalen Gästen in Anwesenheit des Regisseurs.

Veranstalter:
Interfilm-Akademie München in Zusammenarbeit mit
der Evangelischen Stadtakademie und
den Landesmediendiensten Bayern e.V.

WANN: 3. UND 4. JULI, JEWEILS 10 UHR
WO: RIO FILMPALAST, ROSENHEIMER PLATZ
Eintritt 5 Euro


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