FILMFEST MUENCHEN 2011
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Midsommar in München - das Schweden-Special 2011
Schweden steht im Mittelpunkt des diesjährigen FILMFEST MÜNCHEN, das genau zum Midsommar-Fest seine Pforten öffnet. Das Filmfest zeigt als Special junges Kino aus Schweden und ehrt den schwedischen Regisseur Roy Andersson. Rund zwanzig der mehr als 200 Filme, die vom 24. Juni bis 2. Juli 2011 auf dem größten Sommerfestival Deutschlands gezeigt werden, kommen aus dem skandinavischen Land.

Freuen Sie sich auf spannende Neuentdeckungen in den Festivalreihen:

• Internationales Programm
• Neue deutsche Kinofilme
• American Independents
• Nouveau Cinéma Français
• Visiones Latinas
• Fokus Fernost
• Retrospektive
• Open Air
• Deutsche Fernsehfilme
• Kinderfilmfest


One Future Preis 2011

Mit einem Ehrenpreis für sein Lebenswerk wird in diesem Jahr der Regisseur, Schauspieler und Theaterleiter Juliano Mer-Khamis aus Israel/Palästina posthum ausgezeichnet.

Im Zeichen der Grenzüberschreitungen stand das Leben von Juliano Mer-Khamis, Sohn einer jüdisch-israelischen Mutter und christlich-palästinensischen Vater.

Als Schauspieler, Regisseur und Theatermacher erlangte er internationale Anerkennung, die er unermüdlich für sein

Freedom Theatre in Jenin Palästina) nutzte.
Die Idee des Theaters für Jugendliche geht auf seine Mutter zurück, die während der 1.Intifada das "Theater der Steine" gründete, um traumatisierte Jugendlichen im Flüchtlingslager von Jenin eine Perspektive zu bieten.



Jury-Begründung 2011

"One Future Preis 2011" der Interfilm Akademie München
geht an

CAIRO EXIT (Ägypten/Deutschland 2010)
von Hesham Issawi

Hesham Issawis existenzielles Drama Cairo Exit ist eine Geschichte, in dem die Liebe der koptischen Christin Amal zum Muslimen Tarek eine wahrhaft inter-religiöse Kraft entfaltet.

Inmitten eines bestürzend hoffnungslosen Milieus drohen zwei Familien im Dickicht sozialer und konfessioneller Feindseligkeit zu ersticken.

Nicht einmal Träume bieten einen Ausweg. Der Film lebt von einer Ästhetik der Kontraste.

Obwohl eine Welt des stummen Schmerzes die Charaktere mit Armut und Schicksalsschlägen peinigt, strahlt der Kampf des Liebespaars um Haltung und Würde jene Menschlichkeit aus, die den arabischen Frühling ermöglicht hat. Trotz Trennung, Schmerz, Auswegslosigkeit und Tod scheint nur noch die Farbe des Meeres Himmel und Hölle metaphorisch zu versöhnen. Am Ende fragen sich Amal und Tarek, ob es denn das gleiche Paradies sei, das sie sich als Liebende trotz unterschiedlicher Religion teilen könnten.


Reasons
Hesham Issawis existential drama Cairo Exit is a story in which the love between a Coptic Christian woman Amal and a Muslim man Terek unfolds with a powerful inter-religious force. The two families are facing the threat of suffocation in the ruined everyday hopeless milieu of the social and religious hostility, in which even the dreams are unable to offer a way out. The film is literally pregnant with the aesthetics of contrasts. Although the characters in film are pounded by the world of poverty and pain, their struggle emanates the humanity characterized by integrity and dignity that makes the Arabic Spring possible. Through separation, pain, hopelessness and death only the colour of the ocean seems to reconcile heaven and hell as mutually reflective images. Even the exit to paradise is tainted by the question of whether it can be shared by two people of different convictions.

    
Jurymitglieder 2011
Zu der international besetzten Jury unter Vorsitz von Pfarrer Eckart Bruchner (Deutschland)
gehören:
Pfarrer Eckart Bruchner (Chairman/ Germany)
Galina Antoschewskaja (Russia)
Bhagu T. Chellaney (India)
Ileana Cosmovici (Italy/Germany)
Wang Ai Qun (China)
Dr. Gatis Lidums (Latvia)
Giuseppe Maruozzo (Italy)
Christine Weissbarth (CM/Austria)


Interfilm-Seminar 2011
   
Herzliche Einladung auch zum Interfilm - Seminar


"Filmland Nahost" im Rio-Filmpalast

(2./3. Juli, 10.00 Uhr), an alle,
die an den Frühling einer gemeinsamen, gerechteren Zukunft glauben: one future.

Pfarrer Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie München



Der Nahe Osten macht immer wieder Schlagzeilen als Region der Kriege, Terrorakte und Flüchtlingsschicksale.
Was sind die Wurzeln dieses bislang ungelösten Konflikts?
Auf einer ungewöhnlichen Reise erlebt eine Gruppe junger Deutscher zwischen 16 und 22 Jahre den Nahost-Konflikt unmittelbar aus den unterschiedlichen Perspektiven von Israelis und Palästinensern.. Was sie dabei in Israel und in den besetzten Gebieten erfahren haben, was sie berührt, bewegt und auch schockiert hat, präsentieren die Jugendlichen mit aktuellen Filmausschnitten auf dem Interfilm-Seminar zum Filmfest München. Mit dabei sind Pfarrer Eckart Bruchner und die Filmautoren Stefanie Landgraf und Johannes Gulde, die diese Begegnungsreise geleitet und filmisch dokumentiert haben.

„Israel-Palästina, das Narrativ des Anderen kennen lernen“ steht als Begegnungspilot unter der Schirmherraschaft von Landesbischof Dr. Johannes Friedrich und wird von der Evangelischen Landeskirche Bayern, der Robert-Bosch-Stiftung und dem Auswärtigen Amt gefördert
.



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