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ONE FUTURE PREIS 2011 UND
EHRENPREIS FÜR JULIANO MER-KHAMIS (+)
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PREISVERLEIHUNG:
SAMSTAG, 2. JULI
UM 13.00 Uhr
IM GASTEIG (BLACK BOX)
Film im interkulturellen Dialog
Veranstalter : Interfilm- Akademie in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Stadtakademie München und den Landesmediendiensten Bayern.
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Die Menschen unseres Jahrhunderts haben eine einzige, unteilbare Zukunft - One Future.
In diesem Sinne zeichnet der One Future Preis jedes Jahr einen Film aus dem Programm des Filmfest München aus, der diesen Gedanken in ethisch wie filmästhetisch überzeugender Weise umsetzt. Im letzten Jahr wurde LO SPAZIO BIANCO / THE WHITE SPACE von Francesca Comencini (Italien) ausgezeichnet.
Die Interfilm-Akademie vergibt diesen Preis - seit der Tschernobyl-Katastrophe 1986 - nun 25 Jahre in München und intensiviert nach der Atomkatastrophe in Japan weiterhin ihr Engagement für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung.
"One Future Preis 2011" der Interfilm Akademie München
geht an
CAIRO EXIT (ÄGypten/Deutschland 2010)
von Hesham Issawi
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Hesham Issawis existenzielles Drama Cairo Exit ist eine Geschichte, in dem die Liebe der koptischen Christin Amal zum Muslimen Tarek eine wahrhaft inter-religiöse Kraft entfaltet.
Inmitten eines bestürzend hoffnungslosen Milieus drohen zwei Familien im Dickicht sozialer und konfessioneller Feindseligkeit zu ersticken.
Nicht einmal Träume bieten einen Ausweg.
Der Film lebt von einer Ästhetik der Kontraste. |
Obwohl eine Welt des stummen Schmerzes die Charaktere mit Armut und Schicksalsschlägen peinigt, strahlt der Kampf des Liebespaars um Haltung und Würde jene Menschlichkeit aus, die den arabischen Frühling ermöglicht hat. Trotz Trennung, Schmerz, Auswegslosigkeit und Tod scheint nur noch die Farbe des Meeres Himmel und Hölle metaphorisch zu versöhnen.
Am Ende fragen sich Amal und Tarek, ob es denn das gleiche Paradies sei, das sie sich als Liebende trotz unterschiedlicher Religion teilen könnten.
Reasons
Hesham Issawis existential drama Cairo Exit is a story in which the love between a Coptic Christian woman Amal and a Muslim man Terek unfolds with a powerful inter-religious force. The two families are facing the threat of suffocation in the ruined everyday hopeless milieu of the social and religious hostility, in which even the dreams are unable to offer a way out. The film is literally pregnant with the aesthetics of contrasts. Although the characters in film are pounded by the world of poverty and pain, their struggle emanates the humanity characterized by integrity and dignity that makes the Arabic Spring possible. Through separation, pain, hopelessness and death only the colour of the ocean seems to reconcile heaven and hell as mutually reflective images. Even the exit to paradise is tainted by the question of whether it can be shared by two people of different convictions.
Zu der international besetzten Jury unter Vorsitz von Pfarrer Eckart Bruchner (Deutschland)
gehören:
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Pfarrer Eckart Bruchner (Chairman/ Germany)
Galina Antoschewskaja (Russia)
Bhagu T. Chellaney (India)
Ileana Cosmovici (Italy/Germany)
Wang Ai Qun (China)
Dr. Gatis Lidums (Latvia)
Giuseppe Maruozzo (Italy)
Christine Weissbarth (CM/Austria)
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| EHRENPREIS FÜR JULIANO MER-KHAMIS 2011 |
Mit einem Ehrenpreis für sein Lebenswerk wird in diesem Jahr der Regisseur, Schauspieler und Theaterleiter Juliano Mer-Khamis aus Israel/Palästina posthum ausgezeichnet.
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Im Zeichen der Grenzüberschreitungen stand das Leben von Juliano Mer-Khamis, Sohn einer jüdisch-israelischen Mutter und christlich-palästinensischen Vater.
Als Schauspieler, Regisseur und Theatermacher erlangte er internationale Anerkennung, die er unermüdlich für sein
Freedom Theatre in Jenin Palästina) nutzte.
Die Idee des Theaters für Jugendliche geht auf seine Mutter zurück, die während der 1.Intifada das "Theater der Steine" gründete, um traumatisierte Jugendlichen im Flüchtlingslager von Jenin eine Perspektive zu bieten.
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| Juliano Mer Khamis 2009 in Kempten. |
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In seinem Film "Arnas Kinder"(2003) zeigt Juliano Mer-Khamis, was aus den jungen Schauspielern von damals geworden ist, nachdem das Theater während der 2.Intifada zerstört worden war.
2006 setzte er das Werk seiner Mutter fort und gründete das "Freedom Theatre" in Jenin zusammen mit israelischen und palästinensischen Aktivisten. Das Freedom Theatre ist ein Gemeinschaftstheater, das Kindern und Jugendlichen ermöglicht, ihr Talent und Selbstvertrauen zu entwickeln.
2008 wurde eine Schauspielschule eröffnet. Neben einem großangelegten Filmprojekt und weiteren Gastvortägen war 2011 auch der Umzug in eines größeren Gebäude geplant. Das Theaterprojekt "Frühlingserwachen" von Frank Wedekind war im Entstehen. Vom Freedom Theatre sollte eine künstlerische und politische Bewegung ausgehen, die gegen die Zwänge der Besatzung ebenso die Stimme erheben sollte wie gegen die Diskrimierung von Frauen und Kindern.
Als ehemaliges Mitglied der israelischen Fallschirm-Brigade und nun Friedensaktivist bekannte er:
"Ich bin zu 100 Prozent Palästinenser und zu 100 Prozent Jude".

Als Pendler zwischen Haifa und Jenin durch Checkpoints, Mauer und Stracheldraht wurde er am 4. April dieses Jahres vor dem Eingang des Freadom Theatre von Unbekannten erschossen.
Zusammen mit terra media corp. und wings of hope hatten zwölf junge Deutsche aus München vor, im Rahmen des Medienprojekts "Begegnungsreise in Israel/Palästina" im Mai auch den Theatermacher und sein Team in Jenin aufzusuchen.
Sicher hätte er wieder gesagt: "Wir glauben, dass die 3. Intifada, die kommende Intifada, eine kulturelle sein musss - mit Dichtung, Musik, Theater, Kameras und Zeitschriften".
Pfarrer Eckart Bruchner, Interfilm Akademie München
Zu der international besetzten Jury unter Vorsitz von Pfarrer Eckart Bruchner (Deutschland)
gehören:
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Ileana Cosmovici (Italien/Deutschland),
Galina Antoschewskaja (Russland ),
Gatis Lidums (Lettland),
Christine Weissbarth (Österreich),
Bhagu T. Chellaney (Indien),
Wang Ai Qun (China).
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| Interfilm-Seminar 2011 |
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Herzliche Einladung auch zum
Interfilm - Seminar
"Filmland Nahost"
im Rio-Filmpalast
(2./3. Juli, 10.00 Uhr), an alle, die an den Frühling einer gemeinsamen, gerechteren Zukunft glauben: one future.
Pfarrer Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie München |
FILMFEST MÜNCHEN 2011 Film im Interkulturellen Dialog:
F i l m l a n d N a h o s t

Der Nahe Osten macht immer wieder Schlagzeilen als Region der Kriege, Terrorakte und Flüchtlingsschicksale.
Was sind die Wurzeln dieses bislang ungelösten Konflikts?
Auf einer ungewöhnlichen Reise erlebt eine Gruppe junger Deutscher zwischen 16 und 22 Jahre den Nahost-Konflikt unmittelbar aus den unterschiedlichen Perspektiven von Israelis und Palästinensern.. Was sie dabei in Israel und in den besetzten Gebieten erfahren haben, was sie berührt, bewegt und auch schockiert hat, präsentieren die Jugendlichen mit aktuellen Filmausschnitten auf dem Interfilm-Seminar zum Filmfest München. Mit dabei sind Pfarrer Eckart Bruchner und die Filmautoren Stefanie Landgraf und Johannes Gulde, die diese Begegnungsreise geleitet und filmisch dokumentiert haben.
„Israel-Palästina, das Narrativ des Anderen kennen lernen“ steht als Begegnungspilot unter der Schirmherraschaft von Landesbischof Dr. Johannes Friedrich und wird von der Evangelischen Landeskirche Bayern, der Robert-Bosch-Stiftung und dem Auswärtigen Amt gefördert.
PROGRAMM:
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| Samstag 2.7.11 |
10 Uhr I Rio Filmpalast
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Das Narrativ des anderen kennenlernen
Die jugendlichen Teilnehmer der Nahostreise zeigen aktuelle Filmausschnitte über ihre Begegnungen mit Israelis und Palästinensern. Dabei steht die unterschiedliche Sicht - und Erzählweise beider Seiten über den seit Jahrzehnten ungelösten Konflikt im Vordergrund.
Diskussion mit dem Publikum.
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13 Uhr I Blackbox im Gasteig
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Verleihung des One-Future-Preises
Verleihung des „One-Future-Preises“ aus dem aktuellen Programm des Filmfest München
Verleihung des Ehren-One-Future-Preises“ posthum an den im April ermordeten Regisseur Juliano Mer Khamis, dem Leiter des „Freedom Theatre“ in Jenin.
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15 Uhr I Rio Filmpalast
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Ist Frieden im Nahen Osten möglich?
Die jugendlichen Teilnehmer berichten mit aktuellen Filmausschnitten über die Auswirkungen der israelischen Besatzungs- und Siedlungspolitik, über ihre Begegnungen mit Israelis und Palästinensern, die mit ihrer Informations- und Aufklärungsarbeit Wege der Verständigung und Zusammenarbeit zwischen den Konfliktparteien suchen.
Diskussion mit dem Publikum.. |
| Sonntag, 3.7.11 |
10 Uhr I Rio Filmpalast
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Filmvorführung „Diploma“ von Yaelle Kayam, 11Min. Israel 2009 (Prix Interculturel 2009)
Filmvorführung „Arnas Kinder“ von Juliano Mer Khamis, 84 Min. Israel/Palästina 2004
Diskussion mit internationalen Gästen, den Jugendlichen der Begegnungsreise und den Filmautoren Stefanie Landgraf und Johannes Gulde.
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Das ganze Seminar über werden HipHop-Künstler aus Israel und Palästina anwesend sein.
ORT: Rio Filmpalast, Rosenheimer Platz
EINTRITT: jeweils € 5.-
GESAMTLEITUNG: Eckart Bruchner, Pfarrer und Leiter der Interfilm-Akademie München/Antwerpen
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