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Sonntagsblatt-Bayern. 19. November 2006

Filmpreis für religiöse Toleranz

München. Zum zweiten Mal vergibt die kirchliche Interfilm-Akademie München zum Abschluß des Münchner Filmfestivals der Filmhochschulen (19.-25. November ihrem mit 5000 EUR dotierten "Prix Intercultur". Mit dem Preis zeichnet die internationale ökumenische Filmorganisation am 25. November im Münchner Gloriakino einen Film aus dem Programm des 26. internationalen Filmfestivals der Filmhochschulen aus, der "in filmästhetisch wie ethisch überzeugender Weise den interkulturellen Dialog thematisiert".

Bei dem Filmfest stellen Jung-Regisseure von Filmhochschulen aus aller Welt persönlich ihre Arbeiten vor. Der 2005 anläßlich des 25-jährigen Jubiläums der Interfilm-Akademie gestiftete "Prix Interculturel" soll, so der Akademie-Leiter Pfarrer Eckart Bruchner, den interkulturellen Dialog zwischen jungen Filmschaffenden fördern und einen von "Toleranz geprägten Erfahrungsaustausch zwischen den Weltreligionen" unterstützen.

Erster Preisträger des "Prix Interculturel" war im vergangenen Jahr der Libanese Chamoun Issa (32), den die aus Christen, Muslimen und Juden bestehende Jury für seinen Kurzfilm "Bilingual" auszeichnete - nach Ansicht der Jury eine "geistreiche Komödie über eine bevorstehende Hochzeit in einer Londoner libanesischen Immigranten-Familie mit interkultuellen Komplikationen".

Das Münchner Filmfest der Filmhochschulen ist mit 42 teilnehmenden Filmhochschulen aus 23 Ländern eines der weltweit bedeutendsten Nachwuchsfestivals. Insgesamt werden Preise im Gesamtwert von rund 55.000 EURO vergeben. ms


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