Monatliches Archiv: November 2018

Hamburger Filmgespräch meets Bizarre Cinema: Candymans Fluch (Candyman)

USA / Vereinigtes Königreich 1992 | 99 min. | Regie: Bernard Rose | mit Virginia Madsen, Xander Berkeley, Tony Todd u.a.
Samstag, 15.12.2018, 21:15
Metropolis, Kleine Theaterstr. 10 / 20354 Hamburg

Die Filmreihe Bizarre Cinema zeigt am 15.12. im Hamburger Metropolis Kino als double feature Darkman (um 19:00) und Candyman (um 21:15), beides in der deutschen Fassung auf 35 mm. Die Einführung zu Candyman wird Stefan Preis vom Hamburger Filmgespräch halten.

Jan Minck von Bizarre Cinema über Candyman: „Candyman erzählt von historisch verankertem und systemimmantenten Rassismus, forcierter städtischer Segregation und geplanter Ghettoisierung. Das daraus erwachsende Stigma der Armut verdammt die Menschen zum Leben in einem albtraumhaften Teufelskreis. Candyman ist nahezu klassisches haunted house-Kino, ausgedehnt auf ein ganzes Stadtviertel: Der Spuk fordert nicht nur Todesopfer, er dringt auch in die Köpfe derer, die sich ihm aussetzen, verzerrt deren Wahrnehmung und treibt sie in den Wahnsinn.“

Prix Interculturel beim Internationalen Festival der Filmhochschulen München 2018

Die Interfilm-Akademie vergibt im Rahmen des 38. Internationalen Festivals der Filmhochschulen München (18. bis 24. November 2018) den Prix Interculturel.

Der Prix Interculturel fördert den interkulturellen Dialog zwischen jungen Filmschaffenden, insbesondere den von Toleranz geprägten Erfahrungsaustausch zwischen den Weltreligionen. In diesem Sinne wird von der Internationalen Jury ein Film aus dem Wettbewerbsprogramm ausgezeichnet, der diesen Gedanken in ethisch wie filmästhetisch überzeugender Weise umsetzt. Der Prix Interculturel ist mit 1.500 € dotiert. Der Preisträger bzw. die Preisträgerin erhält außerdem eine von dem Künstler Bernd Sauter gestaltete Trophäe.

Die Preisverleihung findet am Samstag, den 24. November 2018, im Rahmen der Award Ceremony vor geladenen Gästen statt.

Der internationalen Jury unter Vorsitz des Direktors der Interfilm-Akademie Dr. Peter Marinković gehören in diesem Jahr an:

Radmila Besic, 1980 in Kroatien geboren, erhielt ab dem Alter von 7 Jahren Gitarren­unterricht, den sie 1999 als Preis­trägerin mehrerer Wett­bewerbe und mit Musik­abitur abschloss. Bis 2005 verfeinerte sie ihr Können an der Hochschule für Musik und Theater München bei Matthias Kläger und in zahlreichen Meisterkursen. Radmila Besic ist derzeit solistisch und kammer­musi­ka­lisch im In- und Ausland tätig. Auch in ihrer Wahlheimat München ist sie regelmäßig im Kulturleben präsent, etwa mit ihrer Kammermusikreihe „Radmilas Wohnzimmerkonzert“, in die sie immer wieder neue Kammermusikpartner einlädt und die Vielfalt ihres Instruments zeigt.

Zur Zeit präsentiert sie sich außerdem in charakterlich sehr unterschiedlichen Kammermusikbesetzungen: mit Bratsche, Fagott, Schlagzeug, Klarinette, Panflöte und Akkordeon. Zudem arbeitet Sie mit Tänzern, Schauspielern und Schriftstellern an etwas ungewöhnlicheren Konzertformaten. Bei verschiedenen Bildenden Künstlern finden sich Kunstwerke, die durch ihre Auftritte inspiriert wurden.

Susan Gordanshekan ist deutsch-iranische Filmemacherin. Sie studierte Regie an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Ihr Kinodebüt Die defekte Katze kam Anfang Oktober 2018 deutschlandweit ins Kino. Am 4. November erhielt sie für diesen Film den Deutschen Regiepreis „Metropolis“ des Bundesverbandes Regie in der Kategorie „Beste Regie Nachwuchs“.

„Ich bin gespannt darauf zu sehen, welchen Ideen und Themen sich der aktuelle Filmnachwuchs widmet und wie sich eventuelle neue Stile und Strömungen abzeichnen, die den Zeitgeist widerspiegeln.“

Johannes Sternagel kam nach dem Diplom als Innenarchitekt über das Studium der Film- und Fernsehszenografie zum Film. Seither arbeitet er als Szenenbildner bei Kinoproduktionen sowie Fernsehfilmen oder Fernsehserien, darunter Amelie rennt, Dreiviertelmond, die Trilogie Beste Zeit / Beste Gegend / Beste Chance, Maria, ihm schmeckt’s nicht und Winterreise. Trautmann von Marcus H. Rosenmüller kommt nächstes Jahr in Kino.

„Für die jeweilige Geschichte eine eigene ’stimmige Realität‘ zu erstellen, ist für mich die schöne Herausforderung an der Teamarbeit Film. Ich freue mich auf viele spannende, unterhaltsame, gefühlvolle, nachdenkliche, verstörende, inspirierende Welten und Geschichten beim Filmschoolfest.“

Hamburger Filmgespräch: Lone Star (OmaU)

USA 1996 | 135 min. | Regie: John Sayles | mit Chris Cooper, Elizabeth Peña, Kris Kristofferson u.a.
Mittwoch, 28.11.2018, 19:00
Metropolis, Kleine Theaterstr. 10 / 20354 Hamburg

Nicht weit von der texanischen Kleinstadt Frontera findet Sheriff Sam Deeds ein Skelett – und gleich daneben einen Sheriff-Stern. Damit beginnt für ihn eine Reise in die Vergangenheit. Der Hauptverdächtige ist sein eigener Vater, der legendäre Buddy Deeds, der Mann, der immer alles richtig gemacht hat. Lone Star ist auch ein Film über das Leben der Menschen an der texanisch-mexikanischen Grenze, über kulturelle Befindlichkeiten und kulturelle Vorherrschaft. Geschichte wird immer von den Siegern geschrieben.

Der Film zeigt den Sheriff beim Lösen eines sogenannten „cold case“. In der Diskussion möchten wir auf die tatsächliche Ermittlerarbeit eingehen.

Der Film wird als 35mm-Kopie mit arabischen Untertiteln gezeigt!

Moderiert wird die Veranstaltung vom Filmemacher Franz Indra und dem Autor Stefan Preis.

Münchner Filmgespräch: Wilde Erdbeeren (Smultronstället)

Schweden 1957 | 91 Min. | Regie: Ingmar Bergman | mit Victor Sjöström, Bibi Andersson, Ingrid Thulin u.a.
Freitag, 16.11.2018, 18:00
Münchenstift – Haus an der Effnerstraße, Effnerstr. 76 / 81925 München

Bergmans Meisterwerk über den Wandel eines Menschen mit dem großen schwedischen Stummfilm- und Theaterregisseur Victor Sjöström in der Hauptrolle.

Der berühmte Mediziner Isak Borg soll an der südschwedischen Universität Lund zum 50. Jahrestag seiner Promotion ausgezeichnet werden. Gemeinsam mit seiner Schwiegertochter Marianne tritt der 78-Jährige die Reise nach Lund an. Doch die Fahrt wird zu einem ernüchternden Trip in die Vergangenheit. In Tagträumen und Erinnerungen lässt er Stationen seines Lebens passieren und muss feststellen, dass er viele Jahre seines Lebens durch seine Herzenskälte verschenkt hat. Borg beschließt, ein anderer Mensch zu werden… (Quelle: spielfilm.de)

Einführung und Diskussion mit Filmpfarrer Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie.

 

„Film und Gespräch“ bei der Münchner Volkshochschule an der Effnerstraße

„Der Film gibt keine Antworten, aber er hilft, eine Reihe von Fragen zu stellen, und er gibt den Fragen eine Richtung.“ Dem Zitat des Regisseurs Jean­Luc Godard folgend, präsen­tiert Ihnen der bekannte Filmpfarrer und Ehrenpräsident der Interfilm­-Akademie München, Prof. Eckart Bruchner, speziell aus­gewählte Filme. Sie haben die Möglichkeit, sich im anschließenden Gespräch über den Film auszutauschen.

4 x Freitag 18:00 bis 20:00
H172300 mit Eckart Bruchner
21 Euro bzw. Einzelkarte vor Ort 7 Euro, Ermäßigung mit Senior-Card möglich
geeignet für Rollstuhlfahrer

Programm (pdf):

  • Wilde Erdbeeren am 16.11.2018 (H172301)
  • Herbstsonate am 14.12.2018 (H172302)
  • Wie im Himmel am 11.01.2019 (H172303)
  • Wir Wunderkinder am 08.02.2019 (H172304)

Veranstaltungsort:

Münchenstift – Haus an der Effnerstraße
Effnerstraße 76 / 81925 München

Anfahrt:

  • U4 (Halt: Arabellapark)
  • Bus 187 (Halt: Odinpark)

Anmeldung:

Telefonische Anmeldung und Information unter 089 / 48006­65-67 oder 089 / 48006­65-68
Persönliche Anmeldung bei der Münchner Volkshochschule:

  • Zentrale Gasteig: Rosenheimer Straße 5 / 81667 München (1. Stock)
  • Stadtbereichszentrum Ost: Werinherstr. 33 / 81541 München
  • und an allen anderen Anmeldestellen der MVHS

Anmeldezeiten: Montag / Dienstag von 9:00 bis 13:00, Mittwoch / Donnerstag von 14:00 bis 19:00
Online­-Anmeldung

Gräfelfinger Filmgespräch: Nach dem Urteil (Jusqu’à la garde)

Frankreich 2017 | 99 Min. | Regie: Xavier Legrand | mit Léa Drucker, Denis Ménochet, Thomas Gioria u.a.
Mittwoch, 07.11.2018 19:45
Filmeck Gräfelfing, Bahnhofplatz 1 / 82166 Gräfelfing

Der 11-jährige Julien wünscht sich eigentlich bloß eine heile Familie. Diese Hoffnung hat seine Mutter Miriam schon längst aufgegeben. Die Scheidung von Antoine ist ein qualvoller Prozess. Antoine will nichts aufgeben. Als die Eltern sich vor Gericht um das Sorgerecht für Julien streiten, wird der Junge zum Mittelpunkt einer Schlammschlacht, die ihn innerlich zerreißt. (Quelle: Filmeck Gräfelfing)

Einführung und Diskussion: Filmpfarrer Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie, der zum Thema „Scheidung – Traumata und Chancen zum Neuanfang“ anschließend mit dem Publikum spricht.