Monatliches Archiv: Januar 2019

Welcome to Sodom

Österreich 2018 | 90 Min. | Regie: Christian Krönes, Florian Weigensamer | mit Mohammed Abubakar, Awal Mohammed, Kwasi Yefter u.a.
Dienstag, 19.02.2019 18:45
Monopol Kino, Schleißheimer Str. 127 / 80797 München

Der Film lässt die Zuschauer hinter die Kulissen von Europas größter Müllhalde mitten in Afrika blicken und porträtiert die Verlierer der digitalen Revolution. Dabei stehen nicht die Mechanismen des illegalen Elektroschrotthandels im Vordergrund, sondern die Lebensumstände und Schicksale von Menschen, die am untersten Ende der globalen Wertschöpfungskette stehen. Die Müllhalde von Agbogbloshie wird höchstwahrscheinlich auch letzte Destination für die Tablets, Smartphones und Computer sein, die wir morgen kaufen!

Welcome To Sodom erhielt eine Lobende Erwähnung der One-Future-Jury auf dem Filmfest München 2018; die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Interfilm-Akademie München statt. Anschließend Filmgespräch mit dem Regisseur Florian Weigensamer!

Gräfelfinger Filmgespräch: Der Trafikant

Österreich / Deutschland 2018 | 117 Min. | Regie: Nikolaus Leytner | mit Simon Morzé, Bruno Ganz, Johannes Krisch u.a.
Mittwoch, 16.01.2019 19:45
Filmeck Gräfelfing, Bahnhofplatz 1 / 82166 Gräfelfing

Österreich 1937: Der 17-jährige Franz Huchel (Simon Morzé) verlässt sein Heimatdorf am Attersee, um beim Wiener Trafikanten Otto Trsnjek (Johannes Krisch) in die Lehre zu gehen. Zu den Stammkunden des kleinen Tabakladens zählt auch der bereits von fortschreitendem Alter und Krankheit gezeichnete Sigmund Freud (Bruno Ganz), von dem Franz auf Anhieb fasziniert ist. Als der Junge sich unglücklich in die schöne Varietétänzerin Anezka (Emma Drogunova) verliebt, sucht er Rat bei Freud, muss aber feststellen, dass dem weltbekannten Psychoanalytiker das weibliche Geschlecht ein mindestens ebenso großes Rätsel ist. Franz ist dennoch fest entschlossen, um seine Liebe zu kämpfen, wird aber in den Strudel der politischen Ereignisse gezogen, als Hitlers Truppen das Kommando übernehmen… (Quelle: Verleih)

Einführung und Diskussion: Filmpfarrer Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie

Gräfelfinger Filmgespräch: Juliet, Naked

Vereinigtes Königreich / USA 2018 | 97 Min. | Regie: Xavier Legrand | mit Ethan Hawke, Chris O’Dowd, Rose Byrne u.a.
Mittwoch, 09.01.2019 19:45
Filmeck Gräfelfing, Bahnhofplatz 1 / 82166 Gräfelfing

Tucker Crowe: Der Name des geheimnisvollen Rockstars ist das Einzige, was in der leidenschaftslosen Beziehung von Annie (Rose Byrne) und Duncan (Chris O’Dowd) noch für Zündstoff sorgt. 20 Jahre ist es her, dass der gefeierte Musiker (Ethan Hawke) seine letzte Platte veröffentlichte. Im Gegensatz zu dem fanatischen Tucker Crowe-Fan Duncan verreißt Annie dessen neues Album „Juliet, Naked“ in einem Online-Forum – und bekommt plötzlich Post von Tucker Crowe höchstpersönlich… (Text: Verleih)

Einführung und Diskussion: Filmpfarrer Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie

Hamburger Filmgespräch: Picknick am Valentinstag (Picnic at Hanging Rock)

Australien 1975 | 115 min. | Regie: Peter Weir | mit Rachel Roberts, Anne-Louise Lambert u.a.
Mittwoch, 23.01.2019, 19:00
Metropolis, Kleine Theaterstr. 10 / 20354 Hamburg

Im Jahr 1900 kehren drei Schülerinnen und ihre Lehrerin nicht von einem Ausflug zum Hanging Rock, einer Kultstätte der australischen Aborigines, zurück und bleiben vermisst. Die Ereignisse brechen Wunden auf und zerstören zahlreiche Leben, nicht nur die der Angehörigen.

Nach dem Roman von Joan Lindsay, der auf einer wahren Begebenheit beruhen soll, gelang Peter Weir nicht nur ein „Meilenstein des australischen Kinos“ (Jonathan Rayner). Er setzte auch neue Akzente für das Horror-Kino. Die fast ausschließlich am Tag gefilmten Landschaftsaufnahmen sind voller Wärme und Poesie, wirken aber gleichzeitig bedrohlich und bedrückend. Die Repression des viktorianischen Zeitalters wird in erschütterten Bildern gezeigt.

Während die Neuverfilmung Erfolge als Serie feiert, zeigen wir das Original. Vor dem Hintergrund eines der rätselhaftesten Phänomene, mit denen sich die Kriminologie auseinandersetzt, nämlich dem unerklärlichen Verschwinden von Menschen, bleibt dieser Film bis heute brisant. Er thematisiert auch die unerträgliche Situation, nichts über das Schicksal eines nahestehenden Menschen zu erfahren.

Moderiert wird die Veranstaltung vom Filmemacher Franz Indra und dem Autor Stefan Preis.

Münchner Filmgespräch: Wie im Himmel (Så som i himmelen)

Schweden / Dänemark 2004 | 133 Min. | Regie: Kay Pollak | mit Michael Nyqvist, Frida Hallgren, Helen Sjöholm u.a.
Freitag, 11.01.2019, 18:00
Münchenstift – Haus an der Effnerstraße, Effnerstr. 76 / 81925 München

Schon als kleiner Junge träumt Daniel davon, mit seiner Musik die Herzen der Menschen zu erfüllen. Doch auf dem platten Land steckt er für sein Geigenspiel nur Prügel ein. Jahre später ist er unter seinem Künstlernamen Daniel Daréus (Michael Nyquist) zu einem Dirigenten von Weltrang aufgestiegen. Sein Terminkalender ist auf Jahre ausgebucht. Für den perfekten Klang und das fehlerfreie Spiel stellt er die eigene Gesundheit so lange hintan, bis ein Herzinfarkt seine Karriere abrupt zum vorläufigen Stillstand bringt.

Zur Erholung kehrt er in sein Heimatdorf zurück, in dem ihn keiner mehr kennt. Er zieht ins alte Schulhaus und heuert bei Pastor Stig (Niklas Falk) als Kantor an. Doch seine Arbeit als Chorleiter spaltet die Gemeinde. Während die offenherzige Lena (Frida Hallgren), der rechthaberische Arne (Lennart Jähkel), die missbrauchte Gabriella (Helen Sjöholm), der aufgrund seiner Behinderung von vielen ignorierte Tore (André Sjöberg) und Stigs vernachlässigte Ehefrau Inger (Ingela Olsson) unter Daniels Anleitung aufblühen, formt sich in Stig, dessen moralinsaurer Gehilfin Siv (Ylva Löv) und Gabriellas Mann Conny (Per Morber) immer stärkerer Widerstand. (Quelle: spielfilm.de)

Einführung und Diskussion mit Filmpfarrer Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie.