Monatliches Archiv: Juni 2020

Hamburger Filmgespräch stellt vor: Der Frauenmörder von Paris (Désiré Landru)

Der Frauenmörder von Paris (Désiré Landru)
Frankreich 2005 | 96 min. | Regie: Pierre Boutron | mit Patrick Timsit, Julie Delarme, Catherine Arditi u.a.
Freitag, 03.07.2020, 17:00
Metropolis, Kleine Theaterstr. 10 / 20354 Hamburg

Um seine Familie ernähren zu können, ermordet der Antiquitätenhändler Landru reihenweise gut betuchte Damen, die er beerbt. 1919 wird er verhaftet und 1922 hingerichtet für den Mord an zehn Frauen und einem Jungen, obwohl er nie gestanden hat. „Von Claude Chabrol und Françoise Sagan als schwarze Komödie konzipiert und durch Einblendung von Weltkriegsszenen in Verbindung gebracht zum staatlich legitimierten Völkermord. Ein bewusst dekadentes Spiel mit menschlichen Grundwerten.“ (Quelle: Film-Dienst)

Der Kriminologe Stefan Preis führt in den Film ein mit einem Beitrag über den historischen Kriminalfall Landru, der auch Monsieur Verdoux von Charles Chaplin beeinflusste, und einer Theorie des Serienmordes.

Gautinger Filmgespräch: Für Sama (For Sama, OmU)

Für Sama (For Sama, OmU)
UK / Syrien / USA 2019 | 100 Min. | Regie: Waad Al-Kateab, Edward Watts | mit Waad Al-Kateab, Hamza Al-Khateab, Sama Al-Khateab u.a.
Donnerstag, 25.06.2020 19:30
Kino Breitwand Gauting, Bahnhofsplatz 2 / 82131 Gauting

Auch in München öffnen die ersten Kinos wieder – am 18.06. das Breitwand Gauting! Schon eine Woche später setzen wir die Gautinger Filmgespräche fort, und wir würden wir uns besonders freuen, wenn ihr zahlreich erscheint – das Kino wird es euch danken.

Das idealistische Video-Tagebuch einer jungen Studentin wird zum erschütternden Kriegstagebuch einer verzweifelten Mutter, die ihrer kleinen Tochter diesen Film widmet. Ein schonungsloses Dokument, das angefangen von den Aufständen in der syrischen Stadt über die Liebe zu ihrem Mann, ihre Hochzeit bis hin zur Geburt ihrer Tochter Sama erzählt – und inmitten des Grauens der Kämpfe um Aleppo auch immer wieder Schönheit und Kraft findet.

Bester Dokumentarfilm beim Festival in Cannes. (Quelle: Kino)

Einführung und Diskussion: Pfarrer Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie.

Hamburger Filmgespräch: Durst (Bakjwi, OmU)

Durst (Bakjwi, OmU, Blu-ray)
Südkorea 2009 | 134 min. | Regie: Park Chan-wook | mit Song Kang-ho, Choi Hee-jin, Kim Ok-bin u.a.
Mittwoch, 08.07.2020,
Metropolis, Kleine Theaterstr. 10 / 20354 Hamburg

Die Hamburger Kinos dürfen wieder öffnen, und die Kriminologische Filmreihe ist sofort zur Stelle! Auch unter Abstandsbedingungen bietet der Saal des Metropolis-Kinos Platz für viele Gäste, also würden wir uns besonders freuen, wenn ihr zahlreich erscheint – das Kino wird es euch danken.

In seinem theologischen Horror-Drama untersucht Park Chan-Wook die Ursprünge des Vampir-Mythos und verbindet diesen mit einer werkgetreuen Interpretation von Thérèse Raquin nach Émile Zola, verlegt in das Südkorea der Gegenwart. Der katholische Priester Sang-hyeon wird während einer Epidemie durch eine Bluttransfusion in einen Vampir verwandelt. Konfrontiert mit dem ethischen Dilemma, um seinen „Durst“ zu stillen, verletzen und töten zu müssen, beginnt er zugleich eine Liebesbeziehung mit Tae-joo, der Frau seines Freundes Kang-woo. Eines Tages tötet er Kang-woo und tarnt den Mord als Unfall. Dann erfährt er, dass er auch von Tae-joo belogen wurde.

Zola, der am 2. April seinen 180. Geburtstag gefeiert hätte, beschrieb seine Romanfiguren als von ihren Leidenschaften beherrschte „menschliche Bestien“ ohne freien Willen.

Moderiert wird die Veranstaltung von dem Filmemacher Franz Indra und dem Autor Stefan Preis.

Aufgrund der aktuellen Abstandsregelung sind die Plätze sind begrenzt, es gibt nur noch Platzkarten. Am 15.06. beginnt der Online-Vorverkauf. -> Tickets