Monatliches Archiv: Januar 2022

Kinotreff Rio: Frühlings-Programm

Das Frühlings-Programm des Kinotreffs Rio steht unter dem Motto Du bist, was du isst!

  • 09.02.2022 Monsieur Claude und seine Töchter (Frankreich 2014, 97 min.) von Philippe de Chauveron
  • 09.03.2022 Kirschblüten und rote Bohnen (Japan / F / D 2015, 113 min.) von Naomi Kawase
  • 06.04.2022 Soul Kitchen (Deutschland / Frankreich / Italien 2009, 99 min.) von Fatih Akin
  • 18.05.2022 Lunchbox (Indien / F / D / USA / Kanada 2013, 104 min.) von Ritesh Batra

09.02. Kinotreff Rio: Monsieur Claude und seine Töchter (Qu’est-ce qu’on a fait au Bon Dieu?)

F 2014 | 97 min. | Regie: Philippe de Chauveron | mit Christian Clavier, Chantal Lauby, Ary Abittan u.a.
Mittwoch, 09.02.2022 18:00
Rio Filmtheater, Rosenheimer Str. 46 / 81667 München

Vier Töchter haben Claude Verneuil (Christian Clavier) und seine Frau Marie (Chantal Lauby) großgezogen. Die Verneuils sind nicht nur treue Gaullisten, sondern auch ebenso glühende Katholiken. Und da die bisher schon verheirateten Töchter einen Juden, einen Araber und einen Chinesen mit in die Familie gebracht haben, wünschen sich die – wie sie betonen – enorm toleranten Eltern nichts sehnlicher als einen Schwiegersohn Nummer 4, der der römisch-katholischen Kirche nahe steht. Und Charles, der „Zukünftige“ der jüngsten Tochter Elodie, ist zwar katholisch, doch es gibt da einen kleinen anderen Makel, der die Toleranz der Verneuils auf eine harte Probe stellt…

Einführung und Diskussion: Prof. Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie

Gautinger Filmgespräche: Start ins neue Jahr

Die ersten Termine für die Gautinger Filmgespräche 2022 stehen fest:

  • 03.02.2022 Schattenstunde (Deutschland 2021, 79 min.) von Benjamin Martins
  • 24.02.2022 Belfast (Vereingtes Königreich 2021, 98 min.) von Kenneth Branagh
  • 24.03.2022 Silence Breakers (Deutschland / Frankreich / Israel 2021, 88 min.) von Silvina Landsmann
  • 28.04.2022 Eingeschlossene Gesellschaft (Deutschland 2022) von Sönke Wortmann

03.02. Gautinger Filmgespräch: Schattenstunde

Deutschland 2021 | 79 min. | Regie: Benjamin Martins | mit Christoph Kaiser, Beate Krist, Sarah Palarczyk, Dirk Waanders u.a.
Donnerstag, 03.02.2022 19:30
Kino Breitwand Gauting, Bahnhofsplatz 2 / 82131 Gauting

Dezember 1942: Im Büro von Adolf Eichmann. Der Romancier und Liederdichter Jochen Klepper wird zu einem der höchstrangigen Nazis zitiert. Kleppers Frau ist Jüdin. Der Mann soll sich scheiden lassen, dann darf er weiter schreiben. Jochen Klepper (1903-1942) kennen heute nur wenige. Wer heute ein evangelisches oder katholisches Gesangbuch aufschlägt, wird auf ihn stoßen. Mit dem Nazi-Regime bekam er keine Probleme wegen seiner Texte, sondern wegen seiner Mitgliedschaft in der SPD und vor allem wegen seiner Ehe. Jochen Klepper ging lieber gemeinsam in den Tod als getrennt zu werden. Es ist eine ergreifende, aber keineswegs untröstliche Inszenierung. Basierend auf Kleppers Tagebuchaufzeichnungen findet Martins immer neue, immer wieder überraschende Stilmittel, um innerste Gewissenbisse, Zweifel, aber auch die Hoffnung auf Erlösung äußerlich sichtbar zu machen. (Quelle: Kino)

Einführung & Moderation: Pfarrer Eckart Bruchner, Interfilm Academy Munich

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30.03. Hamburger Filmgespräch: Die Elixiere des Teufels

BRD 1976 | 113 min. | Regie: Manfred Purzer | mit Dieter Laser, Christine Buchegger, Horst Frank u.a.
Mittwoch, 30.03.2022 19:30
Metropolis, Kleine Theaterstr. 10 / 20354 Hamburg

Mit den Elixieren des Teufels schuf E.T.A. Hoffmann ein Meisterwerk der Schwarzen Romantik. Der Kapuzinermönch Medardus trinkt im Kloster von einem verbotenen Elixier. Immer wieder begegnet er daraufhin seinem Doppelgänger, der ihn auf seinen fluchbeladenen und blutigen Irrfahrten verfolgt. Mit der dunklen Geschichte nimmt Hoffmann Aspekte der Freudschen Psychoanalyse und der modernen kriminologischen Forschung vorweg. Wir freuen uns auf schaurig-schönen Abend mit der werkgetreuen Verfilmung von Manfred Purzer!

Die Interfilm-Akademie zeigt den Film in Kooperation mit der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft. Als Gast begrüßen wir Rainer Lewandowski, den früheren Intendanten des E.T.A.-Hoffmann-Theaters in Bamberg. Wir zeigen eine 35mm-Kopie.

Moderiert wird die Veranstaltung von Filmemacher Franz Indra und Autor Stefan Preis. Der Kinobesuch ist nach den jeweils aktuell gültigen Hygienevorgaben möglich. -> Tickets

„Die Elixiere des Teufels“ DE 1976 Szene mit Dieter Laser

26.01. Hamburger Filmgespräch: Die Nacht des Jägers (The Night of the Hunter, OF)

USA 1955 | 92 min. | Regie: Charles Laughton | mit Robert Mitchum, Shelley Winters, Lillian Gish u.a.
Mittwoch, 26.01.2022 19:30
Metropolis, Kleine Theaterstr. 10 / 20354 Hamburg

Der wegen Raubmordes zum Tode verurteilte Ben Harper teilt seine Zelle mit dem Wanderprediger Harry Powell, der nach seiner Entlassung Harpers Beute in seinen Besitz bringen will. Charles Laughton einzige Regiearbeit ist ein Meisterwerk des film noir mit Elementen des Märchenfilms. Robert Mitchum ist als missionsorientierter Serienmörder in einer seiner wenigen deutlich negativ konnotierten und zugleich besten Rollen zu sehen. (Nur in Heirate niemals einen Fremden, Ein Köder für die Bestie und Todfeinde verkörperte er ähnliche Charaktere.)

Entstanden ist der Film nach dem gleichnamigen Roman von David Grubb. Der Autor hat angegeben, einmal ein Springmesser gefunden zu haben, auf dem der Name Harry Powell eingraviert war. Dies habe ihn zu seiner Geschichte inspiriert. Kritik und Publikum reagierten ablehnend auf einen im expressionistischen Stil gedrehten Schwarzweißfilm, während der Farbfilm erste Erfolge feierte. 2008 kürte ihn das renommierte französische Filmmagazin Cahiers du Cinéma zum zweitbesten Film aller Zeiten.

Moderiert wird die Veranstaltung von Filmemacher Franz Indra und Autor Stefan Preis. Der Kinobesuch ist nach den jeweils aktuell gültigen Hygienevorgaben möglich. -> Tickets

19.01. Kinotreff Rio: Zwei Herren im Anzug

Deutschland 2018 | 139 min. | Regie: Josef Bierbichler | mit Josef Bierbichler, Martina Gedeck, Simon Donatz u.a.
Mittwoch, 19.01.2022 18:00
Rio Filmtheater, Rosenheimer Str. 46 / 81667 München

Die Sprachgewalt seines eigenen Romans Mittelreich hat Josef Bierbichler zu einem Drehbuch kondensiert und selbst als Regisseur und Hauptdarsteller in Bildgewalt übertragen: Mit vielfältigen filmgeschichtlichen Bezügen wird eine Familiensaga als Vergangenheitsbewältigung erzählt. Heimat wird zum Schicksal, filmische Detailtreue trifft auf emotionale Holzschnittartigkeit. Zwei Herren im Anzug werden zu geheimnisvollen Begleitern einer inneren Reise ins Vergessene und Verdrängte. Der Autor wird sein eigener Interpret. (Quelle: Theatergemeinde München)

Einführung und Diskussion: Rainer Hepler, Kunstpastoral

Neujahrs-Pressespiegel

Wir beginnen das neue Jahr mit einem Blick zurück: Die legendäre Filmkritikerin Ponkie ist am 30. Dezember im Alter von 95 Jahren gestorben. Die Süddeutsche Zeitung erwähnt in ihrem Nachruf auch den One-Future-Ehrenpreis, den ihr die Interfilm-Akademie beim Münchner Filmfest 2013 verliehen hat.

Durch das ständige kurzfristige Hin und Her bei den Vorgaben für Kulturveranstaltungen ist die Situation für das Kino Breitwand Starnberg – und damit natürlich auch für das Fünf-Seen-Festival – inzwischen recht bedrohlich geworden, schreibt ebenfalls die Süddeutsche Zeitung. Wir haben inzwischen ja gelernt, dass Kultur unter die Rubrik „Freizeit“ gezählt wird, hoffen aber darauf, unsere Zusammenarbeit mit Matthias Helwig auch dieses Jahr fortsetzen zu können.

Das Cinemamobile von Wolf Gaudlitz ist abgebrannt! Auch dies berichtet die Süddeutsche Zeitung, wenn auch hinter der Bezahlschranke. Doch es gibt Hoffnung: Ein Nachfolgegefährt ist bereits in Arbeit, damit Wolf Gaudlitz das mobile Wüstenkino schon bald wieder fortsetzen kann. Damit hatte er auch einen Auftritt in der Dokumentation Burkina Faso – Zwischen gestern und morgen der Interfilm-Akademie.

Und noch ein Hinweis: Im Beitrag zum Prix Interculturel 2021 wurde ein Foto ergänzt.

14.01. Ein Sommer in New York (The Visitor)

USA 2007 | 104 min. | Regie: Tom McCarthy | mit Richard Jenkins, Haaz Sleiman, Danai Gurira u.a.
Freitag, 14.01.2022 18:00
Münchenstift – Haus an der Effnerstraße, Effnerstr. 76 / 81925 München

Walter Vale, einst brillanter Wirtschaftsprofessor, lässt sich nach dem Tod seiner Frau ziellos durchs Leben treiben. Für einen Vortrag muss er nach New York und trifft dort in seiner alten Wohnung ein junges, afrikanisches Pärchen. Tarek und Zainab sind Opfer eines Immobilienbetrugs geworden, sie haben keinen anderen Ort zum Wohnen. Walter gestattet ihnen zu bleiben. Zwischen ihm und Tarek entwickelt sich eine Freundschaft, der junge Syrer bringt dem alten Professor das Trommeln bei. Die wilden Rhythmen erwecken in Walter neue Lebensfreude. Doch bei einer Fahrkartenkontrolle fliegt auf, dass Tarek illegal in den USA ist und er wird verhaftet. Ihm droht die Abschiebung. Zusammen mit Tareks verwitweter Mutter Mouna kämpft Walter für die Freilassung seines neuen Freundes… (Quelle: Münchner Volkshochschule)

Im Anschluß an den Film haben Sie die Möglichkeit, sich im Gespräch mit Filmexperte und Pfarrer Eckart Bruchner auszutauschen.