Interfilm-Akademie News

Interfilm-Seminar 2016 mit Heiner Stadler (HFF München)

„Das trügerische Bild – Über Widersprüchliches zwischen Leinwand und Leben“
Samstag, 02.07.2016, 10-12 Uhr
Rio Filmpalast am Rosenheimer Platz

Veranstalter: Interfilm Akademie München
Leitung: Dr. Peter Marinković, München
Eintritt: 6 Euro

Zwei Filme, zwei Dokumentarfilme, die Geschichten erzählen, die auch in den Nachrichten vorkommen, von denen man aber so noch nichts gehört und gesehen hat.

Mars Closer - Still

Still aus „Mars Closer“


In Mars Closer (17 Min.) von Annelie Boros und Vera Brückner haben sich zwei Männer bereits auf den Weg zum Mars gemacht. One Way. Rückkehr nicht möglich. Und Über Bilder (30 Min.) von Heiner Stadler erzählt von Menschen, die selbst keine Bilder herstellen, die aber ohne Bilder nicht leben könnten. Sind wir, die Filmemacher, eine Ausnahme?

Über Bilder - Still

Still aus „Über Bilder“


„Wir in unserer Welt schlafen mit dem Bild und essen es und beten es an und tragen es am Körper.“
– Don DeLillo, Mao II

Auf die Vorführung folgt eine Diskussion mit Prof. Heiner Stadler, Annelie Boros, Vera Brückner und internationalen Gästen unter Einbeziehung des Publikums.

Pressemitteilung (pdf)

One-Future-Preis 2016 und Ehrenpreis an Heiner Stadler

Die Menschen unseres Jahrhunderts haben eine einzige unteilbare Zukunft – One Future. In diesem Sinne zeichnet der One-Future-Preis jedes Jahr einen Film aus dem Programm des Filmfest München aus, der diesen Gedanken in ethisch wie filmästhetisch überzeugender Weise umsetzt. Im letzten Jahr wurde Babai von Visar Morina prämiert. Die Interfilm-Akademie München vergibt den Preis in diesem Jahr zum 31. Mal.

Zu der international besetzten Jury unter Vorsitz von Dr. Peter Marinković (Deutschland) gehören Galina Antoschewskaja (Russland), Bhagu T. Chellaney (Indien), Ileana Cosmovici (Italien) und Franz Indra (Deutschland).

Mit einem Ehrenpreis für sein Schaffen als Dokumentarfilmer und als Hochschullehrer wird in diesem Jahr Prof. Heiner Stadler ausgezeichnet, er ist Hauptamtlicher Professor der Abteilung IV Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik und Vize-Präsident der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF). Mit einem außerordentlichen Gespür für Bilder zeigt er in seinen Filmen oft ungeschönt, „was ist“, und stellt dabei „en passant die Fragen nach unserer Zukunft“. An der HFF München begleitet und fördert er seit 2004 den Filmnachwuchs mit unnachahmlicher Leidenschaft und prägt ihn nachhaltig. Die Laudatio hält Maximilian Plettau, dessen Diplomfilm Comeback Heiner Stadler vor neun Jahren betreut hat und der heute erfolgreich als Produzent mit seiner Firma Nominal Film arbeitet – mehrfach preisgekrönt, u.a. mit dem VGF-Nachwuchsproduzentenpreis 2012 für Nemez.

Für den musikalischen Rahmen der Preisverleihung sorgen Catarina Wendtlandt (Deutschland) am Cello, Famadi Sako (Guinea) an der Djembe und Sören Grigat (Deutschland) am Balafon.

Preisverleihung:
Samstag, 02.07.2016, 13 Uhr
Black Box im Gasteig, Rosenheimer Straße 5 / 81667 München
Der Eintritt ist frei.

Pressemitteilung (pdf)

Overgames

Deutschland 2016 | 164 Min. | Regie: Lutz Dammbeck
Freitag, 29.04.2016, 19:00
Kino Breitwand Seefeld, Schlosshof 7 / 82229 Seefeld-Hechendorf

Overgames - PosterIn einer Talkshow erzählt der Schauspieler Joachim Fuchsberger, dass die Spiele seiner 1960 erstmals im westdeutschen Fernsehen ausgestrahlten Show Nur nicht nervös werden in der amerikanischen Psychiatrie entwickelt wurden. Auf die Frage: „Und wie viele Patienten haben dir da zugeschaut?“ antwortet er: „Eine verrückte, eine psychisch gestörte Nation“.
Wieso waren die Deutschen, genauer: die Westdeutschen, damals eine psychisch gestörte Nation?

Ein Film über heitere und ernste Spiele, Therapien zur Um- und Selbstumerziehung, sowie die Ideengeschichte einer permanenten Revolution. Es treten auf: Regisseure und Produzenten von Gameshows, Psychiater, Anthropologen und Paranoiker verschiedenster Coleur.

Im Anschluß an die Vorführung spricht Regisseur Lutz Dammbeck mit Stefan Preis, M.A.
Eine Veranstaltung der Interfilm-Akademie München/Antwerpen (Direktor Prof.Eckart Bruchner) und der Landesmediendienste Bayern.
zur Film-Webseite

Premiere von „So wollen wir leben!“

Letzten Freitag fand in Nürnberg die Premiere von So wollen wir leben!, des ersten medienpädagogischen Filmprojektes der Landesmediendienste Bayern, statt, die Interfilm-Akademie hatte die Einladung weitergeleitet.

Als 2. LMD-Vorsitzender und Direktor der Interfilm-Akademie München/Antwerpen war auch Prof. Eckart Bruchner zugegen. Am 8. Mai wird er mit diesem Film zum Sommersemester 2016 die Filmgespräche Schule neu leben! des Lehrerbildungszentrums zusammen mit den jungen Protagonisten im Filmstudio im Alten Stadttheater Eichstätt für die Universität Eichstätt starten.

Weitere Informationen finden Sie in der Pressemeldung.

Gräfelfinger Filmgespräch: Das brandneue Testament (Le tout nouveau testament)

Belgien/Frankreich/Luxemburg 2015 | 113 Min. | Regie: Jaco Van Dormael | mit Pili Groyne, Benoît Poelvoorde, Catherine Deneuve u.a.
Mittwoch, 27.01.2016, 19:30 Uhr
Filmeck Gräfelfing, Bahnhofplatz 1 / 82166 Gräfelfing

Das brandneue Testament - StillGott existiert. Er wohnt in Brüssel und ist ein Scheusal. Er drangsaliert seine Frau und seine kleine Tochter mit übler Laune und cholerischen Ausbrüchen. Und er hat eine sadistische Freude daran, den Menschen den Tag zu vermiesen: ein Telefon, das klingelt, wenn man es sich gerade in der Badewanne bequem gemacht hat. Oder es fängt an zu regnen, und der Schirm ist zu Hause. Wenn Gott schlecht drauf ist – und das ist er eigentlich immer -, soll es allen schlecht gehen. Das ist himmlisches Gesetz. Ea, seine zehnjährige Tochter, mag das nicht nicht mehr länger mitansehen. Sie hackt sich heimlich in den Rechner ihres Vaters, auf dem sich die Daten der gesamten Menschheit befinden, und verschickt an jeden Erdenbewohner eine Nachricht mit seinem persönlichen Sterbedatum. Das darauf folgende Chaos lässt nicht lange auf sich warten. (Programm Filmfest Hamburg)

Kuss der Spinnenfrau

Für den renommierten Filmkritiker Georg Seeßlen gilt der Thriller als das innerhalb des populären Films sich am meisten einer eindeutigen Definition widersetzende Genre. Das gleiche gilt für die Variante des politischen Thrillers, worunter Horst Schäfer und Wolfgang Schwarzer „Kino-Spielfilme, die aus einer erkennbar partei-engagierten Position heraus authentische oder der Realität nahe politische Ereignisse, Prozesse oder Wirkungsmechanismen darstellen bzw. rekonstruieren“ verstehen. Diese parteiergreifende Filmgattung wendet sich mit der Zielsetzung „Betroffenheit, Anteilnahme oder Reaktionen“ bei einem Massenpublikum zu erzeugen. Die hier diskutierten Spielfilme sind diesem Genre zuzuordnen. Sie thematisieren im Auftrag von Regierungen begangene Menschenrechtsverletzungen in südamerikanischen Staaten.
Kuss der Spinnenfrau – Die filmische Aufarbeitung von Diktaturen in Südamerika (pdf)

Gräfelfinger Filmgespräch: Sture Böcke (Hrútar)

Island/Dänemark/Norwegen/Polen 2015 | 93 Min. | Regie: Grímur Hákonarson | mit Sigurður Sigurjónsson, Theodór Júlíusson, Charlotte Bøving u.a.
Mittwoch, 20.01.2016, 19:45 Uhr
Filmeck Gräfelfing, Bahnhofplatz 1 / 82166 Gräfelfing

Sture Böcke - StillDie Brüder Gummi und Kiddi sind Nachbarn, aber noch eigensinniger als ihre preisgekrönten Schafböcke. Seit vierzig Jahren haben sie nicht miteinander gesprochen. Als Kiddis Tiere an BSE erkranken, müssen sich die beiden Sturköpfe irgendwie zusammenraufen. (Cinema)

Gräfelfinger Filmgespräch: Ich bin dann mal weg

Deutschland 2015 | 92 Min. | Regie: Julia von Heinz | mit Devid Striesow, Martina Gedeck, Karoline Schuch u.a.
Mittwoch, 13.01.2016, 19:45 Uhr
Filmeck Gräfelfing, Bahnhofplatz 1 / 82166 Gräfelfing

1506_Artworkposter_IBDMW_k2.inddSpielfilm nach dem gleichnamigen Sachbuch-Bestseller. Nachdem er einen stressbedingten Zusammenbruch erlitten hat, beschließt der Entertainer Hape Kerkeling, eine Auszeit zu nehmen. Da er nicht einfach in den Urlaub fahren will, kommt er auf eine ungewöhnliche Idee: Mit der Erinnerung an seine gläubige Großmutter im Kopf will er auf dem Jakobsweg pilgern. Er beginnt seine mehrere Monate dauernde Wanderung im französischen Saint-Jean-Pied-de-Port. Kerkeling startet frohen Mutes, aber der Weg erweist sich als beschwerlich, die überfüllten Pilgerunterkünfte als wenig komfortabel. Immer wieder überlegt er, die Wanderung abzubrechen. Doch auf seinem Weg lernt er eine ganze Reihe höchst unterschiedlicher Menschen kennen, die ihn mit ihren persönlichen Sichtweisen inspirieren und ihm den Mut geben, den endlos erscheinenden Marsch bis zum Ende durchzuhalten. (filmportal.de)