Interfilm-Akademie News

„Film und Gespräch“ bei der Münchner Volkshochschule an der Effnerstraße

„Der Film gibt keine Antworten, aber er hilft, eine Reihe von Fragen zu stellen, und er gibt den Fragen eine Richtung.“ Dem Zitat des Regisseurs Jean­Luc Godard folgend, präsen­tiert Ihnen der bekannte Filmpfarrer und Ehrenpräsident der Interfilm­-Akademie München, Prof. Eckart Bruchner, speziell aus­gewählte Filme. Sie haben die Möglichkeit, sich im anschließenden Gespräch über den Film auszutauschen.

4 x Freitag 18:00 bis 20:00
H172300 mit Eckart Bruchner
21 Euro bzw. Einzelkarte vor Ort 7 Euro, Ermäßigung mit Senior-Card möglich
geeignet für Rollstuhlfahrer

Programm (pdf):

  • Wilde Erdbeeren am 16.11.2018 (H172301)
  • Herbstsonate am 14.12.2018 (H172302)
  • Wie im Himmel am 11.01.2019 (H172303)
  • Wir Wunderkinder am 08.02.2019 (H172304)

Veranstaltungsort:

Münchenstift – Haus an der Effnerstraße
Effnerstraße 76 / 81925 München

Anfahrt:

  • U4 (Halt: Arabellapark)
  • Bus 187 (Halt: Odinpark)

Anmeldung:

Telefonische Anmeldung und Information unter 089 / 48006­65-67 oder 089 / 48006­65-68
Persönliche Anmeldung bei der Münchner Volkshochschule:

  • Zentrale Gasteig: Rosenheimer Straße 5 / 81667 München (1. Stock)
  • Stadtbereichszentrum Ost: Werinherstr. 33 / 81541 München
  • und an allen anderen Anmeldestellen der MVHS

Anmeldezeiten: Montag / Dienstag von 9:00 bis 13:00, Mittwoch / Donnerstag von 14:00 bis 19:00
Online­-Anmeldung

Gräfelfinger Filmgespräch: Nach dem Urteil (Jusqu’à la garde)

Frankreich 2017 | 99 Min. | Regie: Xavier Legrand | mit Léa Drucker, Denis Ménochet, Thomas Gioria u.a.
Mittwoch, 07.11.2018 19:45
Filmeck Gräfelfing, Bahnhofplatz 1 / 82166 Gräfelfing

Der 11-jährige Julien wünscht sich eigentlich bloß eine heile Familie. Diese Hoffnung hat seine Mutter Miriam schon längst aufgegeben. Die Scheidung von Antoine ist ein qualvoller Prozess. Antoine will nichts aufgeben. Als die Eltern sich vor Gericht um das Sorgerecht für Julien streiten, wird der Junge zum Mittelpunkt einer Schlammschlacht, die ihn innerlich zerreißt. (Quelle: Filmeck Gräfelfing)

Einführung und Diskussion: Filmpfarrer Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie, der zum Thema „Scheidung – Traumata und Chancen zum Neuanfang“ anschließend mit dem Publikum spricht.

Gautinger Filmgespräch: The Guilty (Den skyldige)

Dänemark 2018 | 85 Min. | Regie: Gustav Möller | mit Jakob Cedergren, Jessica Dinnage u.a.
Donnerstag, 25.10.2018 19:30
Kino Breitwand Gauting, Bahnhofsplatz 2 / 82131 Gauting

Ganz klein und zitternd ist Ibens Stimme am Telefon. Unter Todesangst tut sie so, als würde sie mit ihrer Tochter telefonieren. Ihr Entführer sitzt neben ihr im Wagen und darf unter keinen Umständen bemerken, dass sie den Notruf der Polizei gewählt hat. Dort nimmt Asger Holm Ibens Anruf entgegen. Er weckt alle Polizisteninstinkte in ihm. Er will ihr helfen! Sofort! Aber dafür hat er nur sein Telefon und keine Zeit zu verlieren… (Quelle: Kino Breitwand Gauting)

Einführung und Diskussion zum Thema „Polizei zwischen Anspruch und Wirklichkeit“: Filmpfarrer Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie

Gräfelfinger Filmgespräch: Geniale Göttin – Die Geschichte von Hedy Lamarr (Bombshell: The Hedy Lamarr Story)

USA 2017 | 88 Min. | Regie: Alexandra Dean
Mittwoch, 10.10.2018 19:45
Filmeck Gräfelfing, Bahnhofplatz 1 / 82166 Gräfelfing

Dokumentation über die Österreicherin Hedy Lamarr, die in den 1940er Jahren zum Hollywood-Star aufstieg. Als Schauspielschönheit war sie weltweit bekannt, eine andere Seite ihrer Karriere geriet aber in Vergessenheit: Nachdem die als Hedwig Eva Maria Kiesler geborene österreichische Jüdin nach Amerika emigriert war, half sie maßgeblich an der Erfindung des Frequenzsprungverfahrens mit, das bis heute essentiell für die drahtlose Datenübertragung etwa bei WLAN-, GPS- und Bluetooth-Verbindungen ist. Die Bedeutung dieser Erfindung wurde jedoch zunächst verkannt, erst kurz vor Hedy Lamarrs Tod im Jahr 2000 erhielt sie die verdiente Anerkennung für ihre technischen Errungenschaften. Regisseurin Alexandra Dean erzählt Lamarrs weitgehend unbekannte Geschichte mit Hilfe von verloren geglaubten Sprachaufnahmen und Interviews mit Angehörigen, Freunden und Bewunderern. (Quelle: filmstarts.de)

Einführung und Diskussion: Filmpfarrer Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie.

Fünf-Seen-Filmfestival 2018: Die Preise

Am 15. September endete das Fünf-Seen-Filmfestival, inzwischen nach München und Hof das wichtigste Filmfestival Bayerns.

Genesis von Árpád Bogdán gewann den Hauptpreis des Festivals. Aus der Begründung der Jury: „Mit glühender Intensität, ganz dicht an den Figuren erzählt, konfrontiert uns Regisseur Árpád Bogdán immer wieder mit erschütternd roher Gewalt und der universellen Frage, wer das Recht hat, über Leben und Tod zu entscheiden.“ Mit dem Filmpreis Perspektive Junges Kino wurde Lemonade von Ioana Uricaru ausgezeichnet. Der Dokumentarfilmpreis geht an Playing Men von Matjaz Invanisin. Mit dem Publikumspreis wurde Der Affront von Ziad Doueiri prämiert. Der Short Plus Award geht an Die Spieler von Samuel Auer und der Video Art Preis an Paradise Later von Ascan Breuer.

In dieser Ausgabe war der Zeit eine Retrospektive gewidmet. Die 13. Ausgabe im nächsten Jahr wird unter dem Motto „Raum“ stehen.

Gautinger Filmgespräch: Wackersdorf

Deutschland 2018 | 123 Min. | Regie: Oliver Haffner | mit Anna Maria Sturm, August Zirner, Johannes Zeiler, Sigi Zimmerschied u.a.
Donnerstag, 27.09.2018 19:30
Kino Breitwand Gauting, Bahnhofsplatz 2 / 82131 Gauting

Wackersdorf ist ein packendes Polit-Drama über die Hintergründe, die zu dem legendären Protest gegen den Bau der WAA in der Oberpfalz führten. Johannes Zeiler (Faust) spielt den Lokalpolitiker Hans Schuierer, der seine Karriere und seine Zukunft aufs Spiel setzte, weil er kompromisslos für Recht und Gerechtigkeit kämpfte. An Originalschauplätzen im Landkreis Schwandorf gedreht, verfolgt der Film die Geburtsstunde der zivilen Widerstandsbewegung in der BRD. Ein Plädoyer für demokratische Werte und Bürgerengagement, heute so aktuell wie damals. Ausgezeichnet mit dem Publikumspreis auf dem Filmfest München! (Quelle: Kino Breitwand Gauting)

Einführung und Diskussion: Filmpfarrer Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie.
Als damaliger Zeitzeuge und Mitstreiter diskutiert der gebürtige Oberpfälzer Eckart Bruchner das erneut aktuelle Thema „Wackersdorf im deutschen Herbst 2018“.

Fünf-Seen-Filmfestival 2018

Derzeit läuft das 12. Fünf-Seen-Filmfestival. Es findet vom 06. bis 15.09.2018 statt, als Spielstätte neu hinzugekommen ist das Kino Gauting.

Zur Eröffnung wurde das deutsche Drama Styx gezeigt, das bereits auf der Berlinale ausgezeichnet worden ist und parallel auch auf dem Toronto International Film Festival lief. Dieses Jahr sind u.a. Dominik Graf und Josef Bierbichler zu Gast.

Wir freuen uns über den großen Erfolg dieses schönen Festivals!

Gräfelfinger Filmgespräch: Don’t Worry, weglaufen geht nicht (Don’t Worry, He Won’t Get Far on Foot)

USA / Frankreich 2018 | 114 Min. | Regie: Gus van Sant | mit Joaquin Phoenix, Jonah Hill, Rooney Mara u.a.
Mittwoch, 12.09.2018 19:45
Filmeck Gräfelfing, Bahnhofplatz 1 / 82166 Gräfelfing

Dem Alkoholiker John Callahan gelingt es, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen, als er bei einer Entzugstherapie sein Talent zum Zeichnen entdeckt.

Im Anschluss Filmgespräch mit Pfarrer Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie.

Kinotreff Rio: Persona

Schweden 1966 | 85 min. | Regie: Ingmar Bergman | mit Bibi Andersson, Liv Ullmann u.a.
Mittwoch, 19.09.2018, 18 Uhr
Rio Filmtheater, Rosenheimer Str. 46 / 81667 München

Nach einer Theateraufführung verharrt die Schauspielerin Elisabet schweigend in ihrer Rolle. Die junge Krankenschwester Alma kümmert sich um die apathische Künstlerin. Auf einer einsamen Insel verbringen die beiden Frauen einige Wochen gemeinsam. Alma und Elisabet entwickeln eine sonderbare Beziehung gegenseitiger Abhängigkeit. Nach Abschluss der „religiösen Trilogie“ (Wie in einem Spiegel, Licht im Winter, Das Schweigen), in der er „Alpträume seiner Jugend bewältigt habe“, weicht der im Jahr 1918 geborene schwedische Meisterregisseur von seinem Realismus-Konzept ab. So verblüfft der Film formal durch eine neue surrealistische Filmsprache, die inhaltlich auf faszinierende Weise Grundmotive Bergmans variiert. Für die Filmzeitschrift „Cahiers Du Cinema“ war dieses Werk der schönste Film Bergmans, weil hier das Kino über sich selbst nachdenkt.

Einführung und Diskussion: Prof. Eckart Bruchner, Interfilm Akademie