Filmanalysen

Auf diesen Seiten veröffentlicht die Interfilm-Akademie Filmanalysen des Hamburger Soziologen und Kriminologen Stefan Preis, M.A.

Kuss der Spinnenfrau

Für den renommierten Filmkritiker Georg Seeßlen gilt der Thriller als das innerhalb des populären Films sich am meisten einer eindeutigen Definition widersetzende Genre. Das gleiche gilt für die Variante des politischen Thrillers, worunter Horst Schäfer und Wolfgang Schwarzer „Kino-Spielfilme, die aus einer erkennbar partei-engagierten Position heraus authentische oder der Realität nahe politische Ereignisse, Prozesse oder Wirkungsmechanismen darstellen bzw. rekonstruieren“ verstehen. Diese parteiergreifende Filmgattung wendet sich mit der Zielsetzung „Betroffenheit, Anteilnahme oder Reaktionen“ bei einem Massenpublikum zu erzeugen. Die hier diskutierten Spielfilme sind diesem Genre zuzuordnen. Sie thematisieren im Auftrag von Regierungen begangene Menschenrechtsverletzungen in südamerikanischen Staaten.
Kuss der Spinnenfrau – Die filmische Aufarbeitung von Diktaturen in Südamerika (pdf)

Die filmische Darstellung von Gated Communities

Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Exklusion und einer paranoiden Sicherheitspolitik hat das Kino als Reaktion immer wieder merkwürdige und traurige Geschichten hervorgebracht. The Stepford Wives etwa handelt von der schrecklichen Vision einer frauenlosen Welt und The Village erzählt von der tragischen Utopie, in einer Gesellschaft ohne Gewalt leben zu wollen. Der vorliegende Text vergleicht beide Filme miteinander und reflektiert den sozioökonomischen Kontext, in welchen sie entstanden sind.
Die filmische Darstellung von Gated Communities am Beispiel von „The Stepford Wives“ und „The Village“ (pdf)