Münchner Filmgespräche

Die Münchner Filmgespräche werden seit 27 Jahren unter Moderation des Filmexperten Eckart Bruchner durchgeführt. Eckart Bruchner, Pfarrer, Professor an der FVG Antwerpen, war von 1980 bis 2016 Direktor der Interfilm-Akademie in München und ist seither deren Ehrenpräsident. Die Münchner Filmgespräche finden in Zusammenarbeit mit der Münchenstift GmbH und der Münchner Volkshochschule im Gasteig statt.

Münchner Filmgespräch: Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes (Pope Francis: A Man of His Word)

Schweiz / Heiliger Stuhl (Vatikanstaat) / Italien / Deutschland / Frankreich 2018 | 96 Min. | Regie: Wim Wenders | mit Papst Franziskus, Joe Biden, Paul Ryan u.a.
Montag, 16.07.2018, 15:00
Rio Filmtheater, Rosenheimer Str. 46 / 81667 München

Im März 2013 wurde der argentinische Kardinal Jorge Mario Bergoglio im Vatikan zum neuen Papst gewählt. Er gab sich als erster Heiliger Vater den Namen Franziskus, der auf sein Vorbild, den heiligen Franz von Assisi verweist. Papst Franziskus ist auch das erste Oberhaupt der katholischen Kirche, das aus der südlichen Hemisphäre kommt. Der 1936 in Buenos Aires geborene Papst hat bald nach dem Amtsantritt begonnen, die Kurie zu reformieren. Er vertritt Werte wie Bescheidenheit und Demut und sucht, auch auf seinen Reisen, die Begegnung mit Armen, Flüchtlingen, Notleidenden. Er kritisiert die Raffgier und den Neid vieler Menschen. In seiner Enzyklika von 2015 mahnt er den Schutz der Umwelt an. Auch ein gutes Verhältnis der katholischen Kirche zu anderen Religionen ist dem Papst wichtig.

Wim Wenders ist ein bewegendes Porträt des Papstes gelungen, er zeigt den Papst bei der Begegnung mit Menschen in aller Welt und lässt ihn seine Positionen in Interviews näher erläutern. Es wird ersichtlich, dass dieser Papst sein großes Ansehen nicht nur seinem Amt, sondern vor allem auch der Aufrichtigkeit verdankt, mit der er seine Botschaft des Teilens und der Anteilnahme vertritt. (Quelle: spielfilm.de)

Einführung und Diskussion mit Filmpfarrer Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie: „Wim Wenders kenne ich als Mitstudent seit den Anfängen der HFF München. Immer wieder sind wir uns in Filmseminaren, auf Festivals etc begegnet. 2005 haben wir Wim Wenders zu seinem 60. Geburtstag in Locarno anlässlich des 50. Jahrestags von Interfilm mit einem Ökumenischen Ehrenpreis gewürdigt. Vor einigen Jahren haben wir ihn für seinen Film Das Salz der Erde mit dem One-Future-Preis ausgezeichnet. Da ich zudem in Rom an der Päpstlichen Universität Gregoriana und Waldenserfakultät studiert, seitdem mehrmals filmisch und theologisch in Rom, auch im Vatikan gearbeitet habe, reizt es mich als Filmpfarrer besonders, Wim Wenders‘ Film Franziskus erstmals im Breitwand-Kino Gauting vorzustellen und mit dem Publikum anschließend zu diskutieren.“

Münchner Filmgespräch: Lemon Tree

Deutschland/Frankreich/Irland 2008 | 102 Min. | Regie: Eran Riklis | mit Hiam Abbass, Rona Lipaz-Michael, Ali Suliman u.a.
Sonntag, 24.07.2016, 17:00
VHS Gasteig, Saal 0.117 EG

Lemon Tree - PosterDie palästinensische Witwe Salma geht vor Gericht, um ihren Zitronenhain vor der Abholzung zu retten. Er gilt ihrem neuen Nachbarn auf der anderen Seite der Grenze, dem israelischen Verteidigungsminister, als Sicherheitsrisiko. Während die israelische wie auch die palästinensische Männerwelt Salma am liebsten Knebel verpassen würden, findet sie Unterstützung von unerwarteter Seite: Mira, die Gattin des Verteidigungsministers, zeigt Verständnis für die Nöte der Frau aus dem verfeindeten Nachbarland.

Münchner Filmgespräch: Jesus liebt mich

Deutschland 2012 | 100 Min. | Regie: Florian David Fitz | mit Florian David Fitz, Jessica Schwarz, Johannes Allmayer u.a.
Sonntag, 26.06.2016, 17:00
VHS Gasteig, Saal 0.117 EG

Jesus liebt mich - StillMarie sucht ihn, den Mann fürs Leben. Doch immer wieder verliebt sie sich in die falschen Typen. Dann begegnet sie Jeshua und er scheint all die Eigenschaften zu besitzen, die sonst bei Männern vergeblich suchte. Nur irgendwie ist er etwas merkwürdig. Jeshua kommt aus Palästina, hat noch nie eine Tomate gesehen und wäscht fremden Menschen die Füße. Jeshua hat Großes vor. Seine Mission: Er muss den Weltuntergang vorbereiten.

Münchner Filmgespräch: Touch the Sound

Deutschland/Schottland 2004 | 97 Min. | Regie: Thomas Riedelsheimer
Sonntag, 08.05.2016, 17:00
VHS Gasteig, Saal 0.117 EG

Touch the Sound - StillDie weltberühmte Perkussionistin Evelyn Glennie hat nach einer Gehörerkrankung im Kindesalter gelernt, ihren Körper als Resonanzraum zu nutzen, den Klang zu spüren. Gemeinsam mit Regisseur Thomas Riedelsheimer und musikalischen Weggefährten wie Fred Frith und Za Ondekoza begibt sie sich auf eine Reise rund um die Welt: eine packende Expedition ins Innere der Klangwelten.

Münchner Filmgespräch: Wüstenblume

Deutschland/Ukraine 2009 | 127 Min. | Regie: Sherry Hormann | mit Soraya Omar-Scego, Idriss Abdillahi Houfaneh, Awa Saïd Darar u.a.
Sonntag, 24.04.2016, 17:00
VHS Gasteig, Saal 0.117 EG

Wüstenblume - StillDie junge und hübsche Somalierin Waris Dirie wird eines Tages in einem Londoner Fastfood-Restaurant von dem Starfotografen Terry Donaldson angesprochen. Was daraus folgt, ist eine steile Karriere als Model auf den Laufstegen der Welt. Doch die junge Frau verbirgt ein tragisches Schicksal: Im Alter von drei Jahren wurde sie in ihrer Heimat Somalia im Genitalbereich verstümmelt. Nun nutzt sie ihre Bekanntheit dazu, auf dieses grausame Ritual an kleinen Mädchen aufmerksam zu machen und dagegen vorzugehen.

Münchner Filmgespräch: Auf den Schwingen des Ikarus

Deutschland 2014 | 85 Min. | Regie: Stefanie Landgraf, Johannes Gulde
Sonntag, 20.03.2016, 17:00
VHS Gasteig, Saal 0.117 EG

Auf den Schwingen des Ikarus - StillVon den Flugzeugfenstern aus sind sie vor dem Start manchmal zu sehen: die Flugzeugabfertiger. Bei jedem Wind und jedem Wetter betanken und beladen sie die Flugzeuge. Mit zwölf dieser Flugzeugabfertiger – sie werden auch „Loader“ genannt – entstand 2012 am Flughafen München das weltweit einzigartige Musiktheaterprojekt mit dem Titel Schwerer als Luft. Der Dokumentarfilm Auf den Schwingen des Ikarus erzählt die Geschichte dieses ungewöhnlichen Musiktheaters, das zu einem bundesweit beachteten Theater- und Medienereignis wurde.

Die Regisseure sind anwesend

Münchner Filmgespräch: Casomai – Trauen wir uns?! (Casomai)

Italien 2002 | 117 Min. | Regie: Alessandro D’Alatri | mit Stefania Rocca, Fabio Volo, Gennaro Nunziante u.a.
Sonntag, 14.02.2016, 17:00
VHS Gasteig, Saal 0.117 EG

Casomai - PosterItalien, Mailand, heute. Tommaso und Stefania zwei ganz normale junge Menschen haben sich bei der Arbeit kennen gelernt, verliebt und wollen nun heiraten. In einer kleinen romantischen Kirche auf dem Land, ist alles vorbereitet. Aber dem Priester, einem modernen Don Camillo, kommen Zweifel, ob er das glückliche Paar in die sichere Katastrophe schicken darf. Dem Spagat zwischen Leistungsgesellschaft und Familie scheint ihm in einer immer egoistischer werdenden Gesellschaft niemand mehr gewachsen…

Münchner Filmgespräch: Billy Elliot – I Will Dance (Billy Elliot)

USA 2000 | 106 Min. | Regie: Stephen Daldry | mit Jamie Bell, Julie Walters, Jean Heywood u.a.
Sonntag, 10.01.2016, 17:00
VHS Gasteig, Saal 0.117 EG

Billy Elliot - StillDer elfjährige Billy aus Durham entdeckt seine Liebe zum Tanz, als sich Box- und Ballettgruppe eine Halle teilen müssen. Erleichtert hängt er die Boxhandschuhe an den Nagel und trainiert heimlich Ballett. Sein streikender Minenarbeiter-Vater würde ihn nie verstehen. Doch seine Ballettlehrerin unterstützt ihn

Münchner Filmgespräch: Memory Books – Damit du mich nie vergisst

Deutschland/Schweiz 2008 | 90  Min. | Regie: Christina Graf
Sonntag, 13.12.2015, 17:00
VHS Gasteig, Saal 0.117 EG

Memory Books - Damit du mich nie vergisst - StillIm Schein der Öllampe putzen sich Dennis und Chrissi jeden Abend die Zähne. Sehr gewissenhaft achtet der 10jährige dabei auf seine kleine Schwester. Seit ihre Mutter vor knapp einem Jahr gestorben ist, sind die beiden Vollwaisen. Zwei von ca. 2 Millionen AIDS-Waisen Ugandas. In dem ostafrikanischen Land ist deshalb ein besonderes Projekt entstanden: Infizierte Eltern schreiben mit ihren Kindern sogenannte Memory Books, Erinnerungsbücher. Offen und ehrlich, gleichzeitig aber sehr sensibel wird den Kindern nahe gebracht, dass sie bald auf sich alleine gestellt sein werden. Eltern und Kinder finden in dem Prozess des gemeinsamen Erinnerns und Schreibens unerwartete Stärke und Trost. Später werden die entstandenen Bücher den wohl wichtigsten Leitfaden im Leben der Waisenkinder bilden.

Die Regisseurin Christina Graf ist anwesend.

Münchner Filmgespräch: Albert warum?

D 1978 | 108 Min. | Regie: Josef Rödl | mit Fritz Binner, Elfriede Bleisteiner, Michael Eichenseer u.a.
Sonntag, 15.11.2015, 17 Uhr
VHS Gasteig, Saal 0.117 EG
Albert warum? - StillDer Bauernsohn Albert, ein gutmütiger Riese, wird aus der Nervenheilanstalt entlassen und kehrt in sein Heimatdorf in der Oberpfalz zurück. Sein Vater hat den Hof inzwischen seinem Neffen Hans übergeben. Albert fühlt sich unnütz, überdies behandeln ihn die Nachbarn nur noch als „Dorf-Depp“, auch die Kinder verspotten ihn. Bei den Tieren, die ihn im Gegensatz zu seinen Mitmenschen nicht peinigen, sucht er Trost und Zuflucht – doch auch im Alkohol, der ihn endgültig zerstört.

Der Regisseur Josef Rödl ist anwesend.