Münchner Filmgespräche

Die Münchner Filmgespräche werden seit 27 Jahren unter Moderation des Filmexperten Eckart Bruchner durchgeführt. Eckart Bruchner, Pfarrer, Professor an der FVG Antwerpen, war von 1980 bis 2016 Direktor der Interfilm-Akademie in München und ist seither deren Ehrenpräsident. Die Münchner Filmgespräche finden in Zusammenarbeit mit der Münchenstift GmbH und der Münchner Volkshochschule im Gasteig (wenn nicht anders angegeben) statt.

Münchner Filmgespräch: Babettes Fest (Babettes gæstebud)

Dänemark 1987 | 103 Min. | Regie: Gabriel Axel | mit Stéphane Audran, Bodil Kjer, Birgitte Federspiel u.a.
Freitag, 05.07.2019, 18:00
Münchenstift – Haus an der Effnerstraße, Effnerstr. 76 / 81925 München

Paris, 1871: Der Bürgerkrieg zwingt Meisterköchin Babettes zur Flucht in ein kleines Dorf an der Küste Jütlands. Nach der streng protestantischen Lehre des örtlichen Pfarrers Leben die wortkargen Menschen hier ein Leben in Demut und Enthaltsamkeit. Jahre vergehen, in denen sich Babette bei den beiden altjüngerlichen Töchtern des inzwischen verstorbenen Pfarrers als Haushälterin verdingt. Das anfängliche Misstrauen der Dorfbewohner weicht einer zurückhaltenden Sympathie für die geheimnisvolle Französin, die noch aus den kärglichsten Zutaten einen kulinarischen Genuss zu zaubern im Stande ist. Als sie aus ihrer alten Heimat ein überraschender Lotteriegewinn erreicht, erfüllt sich Babette einen langgehegten Wunsch: Anlässlich des 100. Geburtstags des Dorfpfarrers lädt sie die gesamte Gemeinde zu einem echten französischen Dinner ein. Und während die erlesenen Genüsse die asketischen Regeln der Dorfbewohner langsam aber sicher auf den Kopf stellen, enthüllt Babette ihr lange gehütetes Geheimnis… (Quelle: Spielfilm.de)

Einführung und Diskussion mit Filmpfarrer Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie.

Münchner Filmgespräch: Ninotschka (Ninotchka)

USA 1939 | 110 Min. | Regie: Ernst Lubitsch | mit Greta Garbo, Melvyn Douglas, Ina Claire u.a.
Freitag, 07.06.2019, 18:00
Münchenstift – Haus an der Effnerstraße, Effnerstr. 76 / 81925 München

In den 1930er Jahren werden drei sowjetische Beamte nach Paris geschickt, um zwecks Devisenbeschaffung einige Juwelen zu veräußern, die im Laufe der Revolution beschlagnahmt wurden. Dummerweise bekommt die Adelige Swana Wind von der Sache und erwirkt eine Verfügung, um den Verkauf zu stoppen und ihren Anspruch auf den Schmuck geltend zu machen. Während die drei in Paris ausharrenden Beamten dem Reiz der Stadt verfallen und einem ausschweifenden Lebensstil frönen, wird ihnen ihre spröde Parteigenossin Ninotchka als Aufpasserin hintergeschickt. Doch auch sie erliegt bald der Schönheit der Stadt – und vor allem dem Charme von Swanas Anwalt, dem Luftikus und Herzensbrecher Leon… (Quelle: Spielfilm.de)

Einführung und Diskussion mit Filmpfarrer Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie.

Münchner Filmgespräch: Da geht noch was

Deutschland 2013 | 101 Min. | Regie: Holger Haase | mit Florian David Fitz, Henry Hübchen, Marius V. Haas u.a.
Freitag, 03.05.2019, 18:00
Münchenstift – Haus an der Effnerstraße, Effnerstr. 76 / 81925 München

Seine Familie kann man sich nicht aussuchen, und deshalb beschränkt Conrad (Florian David Fitz) die Besuche bei seinen Eltern auf ein absolutes Minimum. Sein Vater Carl (Henry Hübchen) ist ein mürrischer alter Knochen, der kein gutes Haar an seinem Sohn oder dessen Frau Tamara (Thekla Reuten) lässt, während Enkel Jonas (Marius Haas) die Besuche ganz pragmatisch sieht: Seine gute Laune lässt er sich von Papa bezahlen. Beim diesjährigen Geburtstagstreffen überrascht Mutter Helene (Leslie Malton) allerdings mit Neuigkeiten. Sie hat Carl nach 40 Jahren Ehe verlassen und bittet Conrad um einen Gefallen: einen Botengang ins Elternhaus – mit  ungeahnten Folgen. Denn dort versinkt Carl nicht nur in leeren Bierdosen, sondern auch in jeder Menge Selbstmitleid. Als Carl dann noch in den leeren Pool stürzt und sich dabei verletzt, müssen Conrad und Jonas notgedrungen in Conrads altem Jugendzimmer campieren. Drei Generationen unter einem Dach: Alptraum oder die Chance für einen Neuanfang? (Quelle: Constantin Film)

Einführung und Diskussion mit Filmpfarrer Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie.

Münchner Filmgespräch: Angst essen Seele auf

BRD 1973 | 92 Min. | Regie: Rainer Werner Fassbinder | mit Brigitte Mira, El Hedi ben Salem, Barbara Valentin u.a.
Freitag, 29.03.2019, 18:00
Münchenstift – Haus an der Effnerstraße, Effnerstr. 76 / 81925 München

Emmi ist um die 60, Witwe und verdient ihr Geld als Putzfrau. Ihr eintöniger Alltag endet abrupt, als sie sich in den 20 Jahre jüngeren marokkanischen Gastarbeiter Ali verliebt. Ihre Heirat wird zum Skandal und das Paar bekommt die Ablehnung seiner Umwelt in voller Härte zu spüren: Emmis erwachsene Kinder schämen sich ihrer Mutter, die Nachbarn tuscheln, die Arbeitskollegen verachten sie, und der Kolonialwarenhändler weist Emmi sogar aus dem Laden. Doch die junge Ehe wird nicht nur von außen bedroht. Die innere Krise wird deutlich, als Ali ein Verhältnis mit einer Kellnerin beginnt…
Das berührende Drama über Vorurteile und bürgerliche Moralvorstellungen gehört zu Fassbinders bekanntesten und eindringlichsten Filmen und wurde mit dem Kritikerpreis bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes ausgezeichnet. (Quelle: Spielfilm.de)

Einführung und Diskussion mit Filmpfarrer Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie.

„Film und Gespräch“ bei der Münchner Volkshochschule an der Effnerstraße

„Der Film gibt keine Antworten, aber er hilft, eine Reihe von Fragen zu stellen, und er gibt den Fragen eine Richtung.“ Dem Zitat des Regisseurs Jean­-Luc Godard folgend, präsen­tiert Ihnen der bekannte Filmpfarrer und Ehrenpräsident der Interfilm­-Akademie München, Prof. Eckart Bruchner, speziell aus­gewählte Filme. Sie haben die Möglichkeit, sich im anschließenden Gespräch über den Film auszutauschen.

4 x Freitag 18:00 bis 20:00
I172300 mit Eckart Bruchner
Telefonische Anmeldung und Information unter 089 / 48006­-6239
Einzelkarte vor Ort 7 Euro

Programm:

  • 29.03.2019: Angst essen Seele auf (BRD 1973 92 Min.) von Rainer Werner Fassbinder
  • 03.05.2019: Da geht noch was (Deutschland 2013, 101 Min.) von Holger Haase
  • 07.06.2019: Ninotschka (USA 1939, 110 Min.) von Ernst Lubitsch
  • 05.07.2019: Babettes Fest (Dänemark 1987, 103 Min.) von Gabriel Axel

Veranstaltungsort:

Münchenstift – Haus an der Effnerstraße
Effnerstr. 76 / 81925 München
Raum 346 (3. Stock)
Anfahrt: U4 (Haltestelle Arabellapark) oder Bus 187 (Haltestelle Odinpark)

Münchner Filmgespräch: Wir Wunderkinder

BRD 1958 | 108 Min. | Regie: Kurt Hoffmann | mit Johanna von Koczian, Hansjörg Felmy, Wera Frydtberg, Liesl Karlstadt u.a.
Freitag, 08.02.2019, 18:00
Münchenstift – Haus an der Effnerstraße, Effnerstr. 76 / 81925 München

1913 – 1955 in einer deutschen Kleinstadt: Hans Böckel und Bruno Teches erleben gemeinsam das Ende des Kaiserreichs, die Weimarer Republik, den Nationalsozialismus und das erste Nachkriegsjahrzehnt bis hin zu den Wirtschaftswunderjahren.

Während der wendige Konjunkturritter Bruno Tiches sich stets gewinnbringend mit den Mächtigen arrangiert, bleibt der Journalist Hans Böckel ein aufrechter Idealist, der immer den geraden Weg wählt, jedoch erfolglos bleibt. Aber eines Tages platzt dem Journalisten der Kragen und er greift in seiner Zeitung den ehemaligen Obernazi und Großindustriellen Teches hart an. Natürlich bleibt sein Artikel nicht ohne Folgen… (Quelle: Filmdatenbank)

Einführung und Diskussion mit Filmpfarrer Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie.

 

Welcome to Sodom

Österreich 2018 | 90 Min. | Regie: Christian Krönes, Florian Weigensamer | mit Mohammed Abubakar, Awal Mohammed, Kwasi Yefter u.a.
Dienstag, 19.02.2019 18:45
Monopol Kino, Schleißheimer Str. 127 / 80797 München

Der Film lässt die Zuschauer hinter die Kulissen von Europas größter Müllhalde mitten in Afrika blicken und porträtiert die Verlierer der digitalen Revolution. Dabei stehen nicht die Mechanismen des illegalen Elektroschrotthandels im Vordergrund, sondern die Lebensumstände und Schicksale von Menschen, die am untersten Ende der globalen Wertschöpfungskette stehen. Die Müllhalde von Agbogbloshie wird höchstwahrscheinlich auch letzte Destination für die Tablets, Smartphones und Computer sein, die wir morgen kaufen!

Welcome To Sodom erhielt eine Lobende Erwähnung der One-Future-Jury auf dem Filmfest München 2018; die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Interfilm-Akademie München statt. Anschließend Filmgespräch mit dem Regisseur Florian Weigensamer!

Münchner Filmgespräch: Wie im Himmel (Så som i himmelen)

Schweden / Dänemark 2004 | 133 Min. | Regie: Kay Pollak | mit Michael Nyqvist, Frida Hallgren, Helen Sjöholm u.a.
Freitag, 11.01.2019, 18:00
Münchenstift – Haus an der Effnerstraße, Effnerstr. 76 / 81925 München

Schon als kleiner Junge träumt Daniel davon, mit seiner Musik die Herzen der Menschen zu erfüllen. Doch auf dem platten Land steckt er für sein Geigenspiel nur Prügel ein. Jahre später ist er unter seinem Künstlernamen Daniel Daréus (Michael Nyquist) zu einem Dirigenten von Weltrang aufgestiegen. Sein Terminkalender ist auf Jahre ausgebucht. Für den perfekten Klang und das fehlerfreie Spiel stellt er die eigene Gesundheit so lange hintan, bis ein Herzinfarkt seine Karriere abrupt zum vorläufigen Stillstand bringt.

Zur Erholung kehrt er in sein Heimatdorf zurück, in dem ihn keiner mehr kennt. Er zieht ins alte Schulhaus und heuert bei Pastor Stig (Niklas Falk) als Kantor an. Doch seine Arbeit als Chorleiter spaltet die Gemeinde. Während die offenherzige Lena (Frida Hallgren), der rechthaberische Arne (Lennart Jähkel), die missbrauchte Gabriella (Helen Sjöholm), der aufgrund seiner Behinderung von vielen ignorierte Tore (André Sjöberg) und Stigs vernachlässigte Ehefrau Inger (Ingela Olsson) unter Daniels Anleitung aufblühen, formt sich in Stig, dessen moralinsaurer Gehilfin Siv (Ylva Löv) und Gabriellas Mann Conny (Per Morber) immer stärkerer Widerstand. (Quelle: spielfilm.de)

Einführung und Diskussion mit Filmpfarrer Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie.

 

Münchner Filmgespräch: Herbstsonate (Höstsonaten)

Frankreich / BRD / Schweden / Vereinigtes Königreich 1978 | 99 Min. | Regie: Ingmar Bergman | mit Ingrid Bergman, Liv Ullmann, Lena Nyman u.a.
Freitag, 14.12.2018, 18:00
Münchenstift – Haus an der Effnerstraße, Effnerstr. 76 / 81925 München

Die gefeierte Pianistin Charlotte bemüht sich nach siebenjähriger Trennung um die Versöhnung mit ihrer ältesten Tochter Eva. Nach anfänglicher Freude über das Wiedersehen kommen schnell wieder alte Spannungen auf. Eva wirft ihrer Mutter vor, sich mehr um die Karriere, als um ihre Familie gekümmert zu haben und gibt ihr die Schuld an ihrer Unfähigkeit zu Lieben. Das gestörte Verhältnis der beiden Frauen gipfelt in offenem Hass und Aggressionen… Der letzte Film von Ingrid Bergman war gleichzeitig die einzige Zusammenarbeit mit dem schwedischen Meisterregisseur, der die Schauspielerin an die Grenze ihre Belastbarkeit trieb. Das Psychodrama gewann 1979 den Golden Globe als Bester Fremdsprachiger Film. (Quelle: spielfilm.de)

Einführung und Diskussion mit Filmpfarrer Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie.

 

Münchner Filmgespräch: Wilde Erdbeeren (Smultronstället)

Schweden 1957 | 91 Min. | Regie: Ingmar Bergman | mit Victor Sjöström, Bibi Andersson, Ingrid Thulin u.a.
Freitag, 16.11.2018, 18:00
Münchenstift – Haus an der Effnerstraße, Effnerstr. 76 / 81925 München

Bergmans Meisterwerk über den Wandel eines Menschen mit dem großen schwedischen Stummfilm- und Theaterregisseur Victor Sjöström in der Hauptrolle.

Der berühmte Mediziner Isak Borg soll an der südschwedischen Universität Lund zum 50. Jahrestag seiner Promotion ausgezeichnet werden. Gemeinsam mit seiner Schwiegertochter Marianne tritt der 78-Jährige die Reise nach Lund an. Doch die Fahrt wird zu einem ernüchternden Trip in die Vergangenheit. In Tagträumen und Erinnerungen lässt er Stationen seines Lebens passieren und muss feststellen, dass er viele Jahre seines Lebens durch seine Herzenskälte verschenkt hat. Borg beschließt, ein anderer Mensch zu werden… (Quelle: spielfilm.de)

Einführung und Diskussion mit Filmpfarrer Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie.