Gautinger Filmgespräche

Filmgespräche im Kino Breitwand Gauting jeden letzten Donnerstag im Monat
Aktuelle Termine:
30.01.2020 19:30 Crescendo – #makemusicnotwar (Crescendo)
06.02.2020 16:00 Latte Igel und der magische Wasserstein
27.02.2020 19:30 Das Vorspiel

Gautinger Filmgespräch: Für Sama (For Sama, OmU)

Für Sama (For Sama, OmU)
UK / Syrien / USA 2019 | 100 Min. | Regie: Waad Al-Kateab, Edward Watts | mit Waad Al-Kateab, Hamza Al-Khateab, Sama Al-Khateab u.a.
Donnerstag, 25.06.2020 19:30
Kino Breitwand Gauting, Bahnhofsplatz 2 / 82131 Gauting

Auch in München öffnen die ersten Kinos wieder – am 18.06. das Breitwand Gauting! Schon eine Woche später setzen wir die Gautinger Filmgespräche fort, und wir würden wir uns besonders freuen, wenn ihr zahlreich erscheint – das Kino wird es euch danken.

Das idealistische Video-Tagebuch einer jungen Studentin wird zum erschütternden Kriegstagebuch einer verzweifelten Mutter, die ihrer kleinen Tochter diesen Film widmet. Ein schonungsloses Dokument, das angefangen von den Aufständen in der syrischen Stadt über die Liebe zu ihrem Mann, ihre Hochzeit bis hin zur Geburt ihrer Tochter Sama erzählt – und inmitten des Grauens der Kämpfe um Aleppo auch immer wieder Schönheit und Kraft findet.

Bester Dokumentarfilm beim Festival in Cannes. (Quelle: Kino)

Einführung und Diskussion: Pfarrer Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie.

Gautinger Filmgespräch: Das Vorspiel

Deutschland / Frankreich 2019 | 90 Min. | Regie: Ina Weisse | mit Nina Hoss, Simon Abkarian, Jens Albinus u.a.
Donnerstag, 27.02.2020 19:30
Kino Breitwand Gauting, Bahnhofsplatz 2 / 82131 Gauting

Im Gegensatz zu allen anderen Lehrern, setzt sich Anna (Nina Hoss) bei der alljährlichen Aufnahmeprüfung des Musikgymnasiums für Alexander (Ilja Monti) ein. Denn sie sieht eine große Begabung in ihm. Fortan begleitet Anna ihn mit viel Ehrgeiz und Zuneigung, um ihn so auf die Zwischenprüfung im kommenden Semester vorzubereiten. Sie will ihren Kollegen beweisen, dass sie mit Alexander ein gutes Gespür bewiesen hat. Das Nachsehen hat allerdings Annas 10-jähriger Sohn (Serafin Mishiev), der seine Mutter kaum noch zu Gesicht bekommt, weil die mehr Zeit mit ihrem neuen Schützling verbringt. Auch in Annas Ehe mit Philippe (Simon Abkarian) beginnt es zu kriseln. Sie entfernt sich mehr und mehr von ihrer eigenen Familie und beginnt eine Affäre mit ihrem Kollegen Christian (Jens Albinus), der ihr vorschlägt, einem Quintett beizutreten. Doch als sie bei einem Konzert auf der Bühne steht, versagen ihr die Nerven. Das ermuntert Anna noch viel mehr, denn was sie nicht schafft, soll für ihren begabten Schüler kein Problem sein. Als der Tag der Zwischenprüfung ansteht, kommt es jedoch zu einem folgenschweren Unglück… (Quelle: Kino)

Einführung und Diskussion: Filmpfarrer Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie.

Gautinger Filmgespräch: Latte Igel und der magische Wasserstein

Deutschland 2019 | 89 Min. | Regie: Mimi Maynard, Regina Welker
Donnerstag, 06.02.2020 16:00
Kino Breitwand Gauting, Bahnhofsplatz 2 / 82131 Gauting

Rund um eine tief im Wald verborgene Lichtung leben Latte Igel und seine Freunde. Doch mit dem friedlichen Miteinander ist es eines Tages vorbei, als der nahe Bach versiegt. Wochen später gehen auch die letzten Wasservorräte zur Neige und Angst und Not breiten sich aus. Es heißt, der magische Wasserstein, der dafür sorgt, dass der Bach fließt, sei gestohlen worden. Einzig das Igelmädchen Latte macht sich gemeinsam mit dem ängstlichen Eichhörnchenjungen Tjum auf den Weg zu der Palasthöhle des Bären Banthur, um von dort den Stein zurück zum Gipfel des Weißen Berges zu bringen, wo er hingehört. Auf dem Weg erwarten sie zahlreiche Abenteuer und Gefahren und nach und nach werden die beiden Tiere zu echten Freunden. (Quelle: Kino)

Einführung und Diskussion: Filmpfarrer Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie, Pädagogin Michaela Reißfelder-Zessin und ein Überraschungsgast!

Gautinger Filmgespräch: Crescendo – #makemusicnotwar (Crescendo)

USA 2019 | 102 Min. | Regie: Dror Zahavi | mit Götz Otto, Daniel Donskoy, Peter Simonischek u.a.
Donnerstag, 30.01.2020 19:30
Kino Breitwand Gauting, Bahnhofsplatz 2 / 82131 Gauting

Im Rahmen von Friedensverhandlungen zwischen Diplomaten aus Israel und Palästina soll in Südtirol ein Konzert eines Jugendorchesters junger Palästinenser und Israelis unter massiven Sicherheitsvorkehrungen stattfinden. Als ein berühmter Dirigent − mit nationalsozialistischer Vergangenheit in seiner Familie − die Arbeit übernimmt, stellt er schnell fest, dass die Jugendlichen in sich nicht die Freiheit spüren, miteinander, also mit der jeweils verhassten anderen Volksgruppe, zu spielen. Der Orchesterleiter spürt, dass er erst die Barrieren abbauen und die Fragen lösen muss, um musikalisch weiter voranzukommen. So stellt er eines Tages beide Gruppen in einer Reihe einander gegenüber auf. Die jungen Leute sollen sagen, schreien oder anders ausdrücken, was sie eigentlich denken und fühlen.

Hat die Musik die Kraft, trotz der vielen Herausforderungen und Hindernisse Brücken zwischen den jungen Menschen verschiedener Religionen und verhasster Nationalitäten zu bauen? (Quelle: Kino)

Filmpfarrer Eckart Bruchner, Interfilm Akademie München, spricht zum Thema „Israel/Palästina zwischen Vision und Realität“.

Gautinger Filmgespräch: A Rainy Day in New York

USA 2019 | 92 Min. | Regie: Woody Allen | mit Timothée Chalamet, Elle Fanning, Liev Schreiber u.a.
Donnerstag, 19.12.2019 19:30
Kino Breitwand Gauting, Bahnhofsplatz 2 / 82131 Gauting

Eine Liebeserklärung an das alte New York und ein liebevoller Blick auf die kleinen und großen Wunder und Katastrophen des Lebens.
Mit seiner Freundin Ashleigh plant Gatsby ein romantisches Wochenende in New York. Ashleigh soll für die College-Zeitung den berühmten Regisseur Roland Pollard interviewen. In der verbleibenden Zeit möchte Gatsby Ashleigh seine Stadt zeigen. Als Ashleigh nach dem Interview von einer unerwarteten Situation in die nächste schlittert, lässt sich Gatsby durch das verregnete New York treiben. Dabei trifft er auf Chan, die schlagfertige jüngere Schwester seiner Ex-Freundin. So ist am Ende eines langen Tages für beide, Gatsby und Ashleigh, nichts mehr so, wie es einmal war. (Quelle: Kino)

Einführung und Diskussion: Filmpfarrer Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie.

Gautinger Filmgespräch: Bis dann, mein Sohn

China 2019 | 185 Min. | Regie: Xiaoshuai Wang | mit Liya Ai, Jiang Du, Zhao-Yan Guo-Zhang u.a.
Donnerstag, 28.11.2019 19:30
Kino Breitwand Gauting, Bahnhofsplatz 2 / 82131 Gauting

Goldener Bär Berlinale 2019. Großes chinesisches Familientableau um zwei Familien in drei Jahrzehnten chinesischer Geschichte vom Aufbruch nach der Kulturrevolution in den 1980er-Jahren bis in den prosperierenden Turbokapitalismus der Gegenwart.
Ein Unglück im Jahre 1994 am Ufer eines Staudamms. Zwei befreundete Jungen spielen, der Mutigere hänselt den Ängstlicheren und wenig später, nachdem der Draufgängerische davongelaufen ist, treibt der andere, Xingxing, leblos im Wasser. Für ihn kommt jede Hilfe zu spät.
Die Eltern der Kinder bleiben zurück, mit dem Unglück lebend und darunter leidend. Yaojun und seine Frau Liyun bleiben ohne Xingxing alleine zurück. Sie durften nur ein Kind bekommen. Als sie ein zweites erwarteten, wurde es von der Partei verboten. Direktorin war damals Li Haiyan, die Mutter des anderen Jungen. Die Jahre vergehen und ein neues China wächst heran. (Quelle: Kino)

Einführung und Diskussion zum Thema „Chinesische Meisterregisseure zwischen politischen und sozialen Umbrüchen im heutigen China „: Filmpfarrer Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie.

Gautinger Filmgespräch: Es gilt das gesprochene Wort

Deutschland / Frankreich 2019 | 120 Min. | Regie: Ilker Çatak | mit Anne Ratte-Polle, Ogulcan Arman Uslu, Godehard Giese u.a.
Donnerstag, 05.09.2019 19:30
Kino Breitwand Gauting, Bahnhofsplatz 2 / 82131 Gauting

Gegensätzlicher könnten die Lebenswelten von Marion und Baran kaum sein, als sie sich am Strand von Marmaris zum ersten Mal begegnen: Marion, die selbstbewusste, unabhängige Pilotin aus Deutschland, trifft auf Baran, den charmanten Aufreißer wider Willen, der von einem besseren Leben jenseits des Bosporus träumt. Zielstrebig bittet er Marion, ihn mit nach Deutschland zu nehmen. Und sie lässt sich auf dieses Wagnis ein, ganz gegen ihre sonst so überlegte, reservierte Art, und schließt einen Deal mit ihm. Vielleicht, weil sie gerade selbst dazu gezwungen ist, ihr bisheriges Leben zu überdenken? (Quelle: Kino)

Eine Veranstaltung im Rahmen des Fünf-Seen-Festivals. Im Filmgespräch diskutiert Pfarrer Eckart Bruchner mit dem Publikum vor allem zum Thema „Interkulturelle Partnerschaften – Flucht oder Chance“.

Gautinger Filmgespräch: Ich war zuhause, aber…

Deutschland / Serbien 2019 | 105 Min. | Regie: Angela Schanelec | mit Thorbjörn Björnsson, Esther Buss, Martin Clausen u.a.
Donnerstag, 29.08.2019 20:00
Kino Breitwand Gauting, Bahnhofsplatz 2 / 82131 Gauting

Preis für die Beste Regie auf den Filmfestspielen von Berlin 2019. Nicht zu Unrecht, denn Schanelec erweist sich erneut als präzise Regisseurin, die genau weiß, was und wie sie erzählen will.

Der 13-jährige Phillip verschwindet spurlos. Erst nach einer Woche taucht der Junge wortlos wieder auf. Was genau Phillip dazu gebracht hat wegzugehen, darüber können seine alleinerziehende Mutter Astrid und die Lehrer nur spekulieren. Sein Verhalten bleibt für alle rätselhaft. Astrid verändert in der Folge ihren Blickwinkel auf ihr bürgerliches Leben, ihre Arbeit im Berliner Kulturbetrieb und stellt auch ihre bisherige Kunstauffassung in Frage. Ihr fällt es schwerer, damit zurechtzukommen, dass Phillip ein eigenes Leben führt. Als ihr Sohn mit einer Blutvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert wird, beginnt Astrid die Nerven zu verlieren. (Quelle: Kino)

Einführung und Diskussion: Filmpfarrer Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie. Beginn dieses Mal um 20 Uhr!

Gautinger Filmgespräch: Tel Aviv on Fire

Luxemburg / Belgien / Israel / Frankreich 2018 | 100 Min. | Regie: Sameh Zoabi | mit Kais Nashif, Lubna Azabal, Yaniv Biton u.a.
Donnerstag, 25.07.2019 19:30
Kino Breitwand Gauting, Bahnhofsplatz 2 / 82131 Gauting

Herrliche Komödie. Tel Aviv on fire ist eine Soap Opera, die jeden Abend über die TV-Bildschirme flimmert und Israelis wie Palästinenser vor dem Fernseher vereint. Der scheue Palästinenser Salam hat gerade ein Praktikum bei der erfolgreichen TV-Soap angetreten. Um das Fernsehstudio zu erreichen, muss er täglich den Check-Point zwischen seinem Wohnort Jerusalem und Ramallah passieren. Dort trifft er auf Assi, den israelischen Chef des Grenzübergangs, der nicht schlecht staunt, einem der Macher der Lieblingsserie seiner Frau gegenüberzustehen. Um seiner Liebsten zu imponieren, übt Assi zunehmend Druck auf Salam aus, die Serie nach seinen Vorlieben zu gestalten. Und Salam begreift, dass die kreativen Einfälle Assis seine große Chance sind, zum Drehbuchautor aufzusteigen. Als sich die Forderungen Assis nicht mehr mit jenen der arabischen Macher vereinbaren lassen, steckt Salam in einem Dilemma. (Quelle: Kino)

Einführung und Diskussion zum Thema „Der Israel-Palästina-Konflikt  gestern, heute, morgen“: Filmpfarrer Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie

Gautinger Filmgespräch: Zwischen den Zeilen (Doubles vies)

Deutschland / Frankreich 2018 | 108 Min. | Regie: Olivier Assayas | mit Guillaume Canet, Juliette Binoche, Vincent Macaigne u.a.
Donnerstag, 27.06.2019 19:30
Kino Breitwand Gauting, Bahnhofsplatz 2 / 82131 Gauting

Ein feines Sittenbild des intellektuellen Pariser Literaturbetriebs. Subtil wird das Doppelleben der Helden offen gelegt und in treffenden Dialogen gezeigt, wie vieles doch gleich bleibt, selbst wenn ständig von Veränderungen die Rede ist. Léonard schreibt Romane, in denen er vergangene Liebschaften verarbeitet und die realen Bezüge mehr schlecht als recht verschleiert. Sein Verleger Alain ist jedoch von dem letzten Manuskript wenig überzeugt und im Augenblick auch mehr mit der Digitalisierung seines Verlags beschäftigt – oder vielmehr mit der attraktiven jungen Mitarbeiterin, die hierfür zuständig ist. Alains Frau Selena dagegen gefällt Léonards Text, vielleicht, weil sie selbst mit einer Affäre in die Angelegenheit verstrickt ist. Ehrlichkeit ist hier ein zumindest flexibles Konzept. Und so diskutieren alle mit viel Witz über Dichtung und Wahrheit sowie den kulturellen und digitalen Wandel, und sehen über ihr zweifelhaftes frivoles Handeln entspannt hinweg. Ein großes Vergnügen! (Quelle: Kino)

Einführung und Diskussion: Filmpfarrer Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie