Gräfelfinger Filmgespräche

Einführung und Gesprächsleitung: Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie, in Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Pfarramt Lochham.
Weitere Informationen zu den Filmen finden Sie beim Filmeck Gräfelfing: Bahnhofplatz 1 / 82166 Gräfelfing, Tel 089 / 851822

Gräfelfinger Filmgespräch: Frau Müller muss weg!

D 2014 | 87 Min. | Regie: Sönke Wortmann | mit Justus von Dohnanyi, Ken Duken, Anke Engelke u.a.
Mittwoch, 08.04.2015, 19:45 Uhr
Filmeck Gräfelfing, Bahnhofplatz 1 / 82166 Gräfelfing

Frau Müller muss weg! - PosterFrau Müller muss weg! Soviel steht fest, als sich eine Gesandtschaft besorgter Eltern zu einem außerplanmäßigen Termin mit der Klassenlehrerin Frau Müller zusammenfindet. Weil die Noten schlecht sind und am Schuljahresende die Entscheidung fällt, ob die Kinder den Sprung aufs Gymnasium schaffen, sind die Eltern fest entschlossen, mit der Absetzung der Lehrerin zu retten, was noch zu retten ist – koste es, was es wolle! Doch Frau Müller spielt nicht mit.

Gräfelfinger Filmgespräch: Wir sind jung. Wir sind stark.

D 2014 | 128 Min. | Regie: Burhan Qurbani | mit Devid Striesow, Joel Basman, Saskia Rosendahl u.a.
Mittwoch, 01.04.2015, 19:45 Uhr
Filmeck Gräfelfing, Bahnhofplatz 1 / 82166 Gräfelfing

Wir sind jung. Wir sind stark. - PosterWir sind jung. Wir sind stark. zeigt eindringlich, wie eine Gesellschaft in einer lauen Sommernacht moralisch gegen die Wand fährt. Mit Feingefühl und Sensibilität folgt Burhan Qurbani dem schmalen Grat zwischen Verlust von Identität und der daraus resultierenden Flucht in eine Ideologie, die vermeintlich eine Perspektive verspricht. Mutig zeichnet der Regisseur das Bild einer verlorenen Generation und das moralische Versagen der Gesellschaft, sich um die Menschen zu kümmern.

Gräfelfinger Filmgespräch: Timbuktu

F/Mauretanien 2013 | 96 Min. | Regie: Abderrahmane Sissako | mit Hichem Yacoubi, Abel Jafri, Magali Noël u.a.
Mittwoch, 04.03.2015, 19:45 Uhr
Filmeck Gräfelfing, Bahnhofplatz 1 / 82166 Gräfelfing

Timbuktu -StillKidane lebt friedlich mit seiner Frau Satima, seiner Tochter Toya und Issan in den Dünen, nicht weit von Timbuktu, das in die Hände religiöser Fundamentalisten gefallen ist. In der Stadt erdulden die Einwohner ohnmächtig das Terrorregime, das von den Dschihadisten eingesetzt wurde, um ihren Glauben zu überwachen. Musik, Gelächter, Zigaretten und sogar das Fußballspielen wurden verboten. Als Kidane aus Versehen Amadou tötet, einen Fischer, der seine Lieblingskuh „GPS“ schlachtete, muss auch er sich den neuen Gesetzen der ausländischen Besatzer stellen.

Gräfelfinger Filmgespräch: Die Sprache des Herzens (Marie Heurtin)

F 2014 | 95 Min. | Regie: Jean-Pierre Améris | mit Brigitte Catillon, Isabelle Carré, Laure Duthilleul u.a.
Mittwoch, 18.02.2015, 19:45 Uhr
Filmeck Gräfelfing, Bahnhofplatz 1 / 82166 Gräfelfing

Marie Heurtin - PosterBlind und taub geboren, ist die 14-jährige Marie Heurtin unfähig zu jeder Art von Kommunikation. Entgegen dem Rat eines Arztes, der sie für „dumm“ hält, kann sich ihr Vater, ein einfacher Handwerker, nicht dazu durchringen, sie in eine Anstalt einzuliefern. Aus Verzweiflung wendet er sich an das Institut Larnay, wo sich Nonnen um taube junge Frauen kümmern. Trotz der Skepsis der Mutter Oberin nimmt die junge Schwester Marguerite das „wilde kleine Tier“ unter ihre Fittiche. Sie tut alles, was in ihrer Macht steht, um Marie der Dunkelheit zu entreißen…

Gräfelfinger Filmgespräch: Monsieur Claude und seine Töchter (Qu’est-ce qu’on a fait au Bon Dieu?)

F 2014 | 97 Min. | Regie: Philippe de Chauveron | mit Christian Clavier, Chantal Lauby, Ary Abittan u.a.
Mittwoch, 11.02.2015, 19:45 Uhr
Filmeck Gräfelfing, Bahnhofplatz 1 / 82166 Gräfelfing

Monsieur Claude und seine Töchter - PosterVier Töchter haben Claude Verneuil (Christian Clavier) und seine Frau Marie (Chantal Lauby) großgezogen. Die Verneuils sind nicht nur treue Gaullisten, sondern auch ebenso glühende Katholiken. Und da die bisher schon verheirateten Töchter einen Juden, einen Araber und einen Chinesen mit in die Familie gebracht haben, wünschen sich die – wie sie betonen – enorm toleranten Eltern nichts sehnlicher als einen Schwiegersohn Nummer 4, der der römisch-katholischen Kirche nahe steht. Und Charles, der „Zukünftige“ der jüngsten Tochter Elodie, ist zwar katholisch, doch es gibt da einen kleinen anderen Makel, der die Toleranz der Verneuils auf eine harte Probe stellt…

Anschließend Filmgespräch mit Filmpfarrer Eckart Bruchner. Veranstalter: Equipes Notre-Dame.

Gräfelfinger Filmgespräch: Im Labyrinth des Schweigens

D 2014 | 123 Min. | Regie: Giulio Ricciarelli | mit Johann von Bülow, Alexander Fehling, Johannes Krisch u.a.
Mittwoch, 04.02.2015, 19:30 Uhr
Filmeck Gräfelfing, Bahnhofplatz 1 / 82166 Gräfelfing

Im Labyrinth des Schweigens - Poster 1Deutschland 1958 – Wiederaufbau, Wirtschaftswunder. Johann Radmann ist seit Kurzem Staatsanwalt und muss sich wie alle Neulinge um Verkehrsdelikte kümmern. Als der Journalist Thomas Gnielka im Gerichtsgebäude für Aufruhr sorgt, wird er hellhörig: Ein Freund Gnielkas hat einen Lehrer als ehemaligen Auschwitz-Wärter erkannt, doch niemand will seine Anzeige aufnehmen. Gegen den Willen seiner direkten Vorgesetzten beginnt Radmann sich mit dem Fall zu beschäftigen…

Gräfelfinger Filmgespräch: Das Salz der Erde (The Salt of the Earth)

F/BR/I 2014 | 110 Min. | Regie: Wim Wenders, Juliano Ribeiro Salgado | mit Sebastião Salgado u.a.
Mittwoch, 14.01.2015, 19:30 Uhr
Filmeck Gräfelfing, Bahnhofplatz 1 / 82166 Gräfelfing

Das Salz der Erde - StillSchon in Cannes ist Wenders für diesen Film über den großen Fotografen Sebastiao Salgado mit tosendem Beifall und stehenden Ovationen belohnt worden. Parallel zur Werkbiografie Salgados entsteht ein faszinierendes und zugleich erschütterndes Bild der vergangenen 50 Jahre. In feinsinniger Weise gelingt es dem Film, die Zuschauer aus dem Tal der Resignation abzuholen und einen möglichen Weg in die Zukunft anzudeuten. Das Salz der Erde erhielt auf dem Filmfest München dafür den One-Future-Preis 2014 der Interfilm-Akademie München.

Filmpfarrer Eckart Bruchner spricht zum Thema „Film zwischen Ästhetik und Ethik“.