Kinotreff Rio

Die Filmgespräche der Reihe Kinotreff Rio werden von der Theatergemeinde München in Zusammenarbeit mit der Fachstelle Medien und Kommunikation und der Interfilm-Akademie München veanstaltet.
Rio Filmtheater: Rosenheimer Str. 46 / 81667 München, Tel 089 / 486979
Theatergemeinde München: Goethestraße 24 / 80336 München, Tel 089 / 53297-222

Cinema Paradiso

Italien / Frankreich 1989 | 142 Min. | Regie: Giuseppe Tornatore | mit Philippe Noiret, Jacques Perrin, Salvatore Cascio, Marco Leonardi, Antonella Attili u.a.
Mittwoch, 17.05.2017, 18 Uhr
Rio Filmtheater, Rosenheimer Str. 46 / 81667 München

In den späten 1940er Jahren freundet sich der aus ärmlichen Verhältnissen stammende kleine Salvatore mit dem erblindeten Kinovorführer Alfredo an und beginnt bei ihm zu arbeiten. So lernt er nicht nur sein späteres Handwerk, sondern findet auch einen väterlichen Freund. Doch in Sizilien ist kein Platz für Träumer und Künstler, und so muss Salvatore auf Anraten von Alfredo seine geliebte Heimat verlassen, um seinem Talent in der großen weiten Welt freien Lauf zu lassen. Nach 30 Jahren steht er wieder vor dem „Cinema Paradiso“ und lässt seine Vergangenheit Revue passieren. Eine nostalgische Hommage an die Magie des Kinos und an die Kraft von Liebe und Freundschaft, Glück und Trauer.

Einführung und Diskussion: Dr. Matthias Wörther, Medienpädagoge

Sagrada: Das Wunder der Schöpfung (Sagrada: The Mystery of Creation)

Schweiz 2010 | 93 Min. | Regie: Stefan Haupt
Mittwoch, 12.04.2017, 18 Uhr
Rio Filmtheater, Rosenheimer Str. 46 / 81667 München

UNDATED — Undated handout photo from SAGRADA film. HANDOUT: ByTowne

Die Kirche „Sagrada Familia“ in Barcelona stellt ein faszinierendes Projekt dar, an der mittlerweile 134 Jahren gebaut wird. Antoni Gaudí war und ist als Visionär ein verbindendes Glied einer Familie von vielen Generationen, die an einem Traum festhielten: den Himmel auf die Erde zu bringen. Dabei zeigt das Wort „Schöpfung“ die menschliche Suche nach dem Kern des Lebens und der Schöpfungskraft. Der Regisseur Stefan Haupt zeigt in faszinierenden Bildern sowohl die Arbeit und das Denken Gaudís als auch die Suche nach Anlehnung der nachfolgenden Architekten.

Einführung und Diskussion: Rainer Hepler, Künstlerseelsorger

Freunde fürs Leben (Truman)

Spanien/ Argentinien 2015 | 113 Min. | Regie: Cesc Gay | mit Ricardo Darín, Javier Cámara, Dolores Fonzi, Eduard Fernández, Alex Brendemühl u.a.
Mittwoch, 15.03.2017, 18 Uhr
Rio Filmtheater, Rosenheimer Str. 46 / 81667 München

Julián und Tomás, einst unzertrennlich, haben lange nichts voneinander gehört. Der eine lebt, geschieden von seiner Frau, als Schauspieler immer noch in Madrid. Der andere hat sich als Lehrer eine Karriere in Kanada aufgebaut, wo er ein beschauliches Leben mit Frau und Kindern führt. Als Tomás sich entschließt, einen Überraschungsbesuch bei Julián in Madrid zu machen, verbringen die beiden unvergessliche Tage, voll von gemeinsamen Erinnerungen. Getragen von ungebrochener Freundschaft lachen und weinen sie miteinander in dem Bewusstsein, dass sie einander nun zum allerletzten Mal sehen werden. Ein ehrlicher, humorvoller Film über bedingungslose Freundschaft mit zwei großartigen, zu Recht mehrfach preisgekrönten Darstellern.

Einführung und Diskussion: Dr. Barbara Fischer, Psychologin und Kunstpublizistin

Little Miss Sunshine

USA 2006 | 103 Min. | Regie: Jonathan Dayton, Valerie Faris | mit Abigail Breslin, Greg Kinnear, Paul Dano, Alan Arkin, Toni Collette u.a.
Mittwoch, 08.02.2017, 18 Uhr
Rio Filmtheater, Rosenheimer Str. 46 / 81667 München

Trotz Hornbrille und einem Bauch will die kleine Olive unbedingt Schönheitskönigin werden. Also begibt sich die schräge Familie in einem VW-Bus auf die Odyssee nach Kalifornien, um dem Mädchen diesen Traum zu erfüllen. Die widrigen Umstände dieser Reise helfen den einzelnen Mitgliedern, wieder zueinander zu finden und den Begriff „Familie“ als tragenden Pfeiler des Lebens zu begreifen. Das Roadmovie räumt mit dem Gewinner- und Verliererdenken tüchtig auf und macht diese Tragikomödie mit seiner herausragenden Besetzung und einem umwerfenden Soundtrack zu einem Juwel.durch seinen anarchischen Umgang mit Autoritäten, seinen Einsatz für das Gute, seine zündenden Musiknummern und seine kultigen Hauptdarsteller auszeichnet.

Einführung und Diskussion: Markus Hille, Drehbuchautor

Blues Brothers

USA 1979 | 142 Min. | Regie: John Landis | mit John Belushi, Dan Aykroyd, Kathleen Freeman, Cab Calloway, James Brown u.a.
Mittwoch, 20.01.2016, 18 Uhr
Rio Filmtheater, Rosenheimer Str. 46 / 81667 München

Blues Brothers - StillMusikfilme faszinieren – und so werden sie oft zu Kultfilmen. Einer davon ist John Landis‘ Film Blues Brothers aus dem Jahr 1979 als kulturelles Zeugnis dieser Dekade des Aufbruchs. Zwei Kleinganoven und Musiker gründen eine Band, um mit den Einnahmen einer Tournee die Steuerschulden eines Waisenhauses zu tilgen. Ein rasanter Musik- und Actionfilm, der sich durch seinen anarchischen Umgang mit Autoritäten, seinen Einsatz für das Gute, seine zündenden Musiknummern und seine kultigen Hauptdarsteller auszeichnet.

Einführung und Diskussion: Axel Nitz, Komponist und Autor

Die rote Violine (Le violon rouge)

Kanada/Italien/USA/Vereinigtes Königreich/Österreich 1998 | 130 Min. | Regie: François Girard | mit Carlo Cecchi, Jean-Luc Bideau, Christoph Koncz u.a.
Mittwoch, 25.11.2015, 18 Uhr
Rio Filmtheater, Rosenheimer Str. 46 / 81667 München

Die rote Violine - StillEine rote Violine macht eine Zeitreise durch mehrere Jahrhunderte der Geschichte. In packenden Bildern und Episoden zeigt der Film die faszinierende Wirkung von Musik auf den Menschen, die Obsessionen und Leidenschaften und die immerwährende Frage nach dem Einfluss von Musik auf das Leben in einem unterschiedlichen politischen und sozialen Umfeld. Belohnt wurde dieses aufregende Sittengemälde mit einem Oscar für die Musik. Die Macht der Musik und die Unvergänglichkeit der Kunst: packend und inspirierend!

Einführung und Diskussion: Prof Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie München

Im Garten der Klänge (Nel giardino dei suoni)

Schweiz 2010 | 89 Min. | Regie: Nicola Bellucci
Mittwoch, 21.10.2015, 18 Uhr
Rio Filmtheater, Rosenheimer Str. 46 / 81667 München

Nel giardino dei suoni - StillDer Schweizer Musiker, Klangforscher und Musiktherapeut Wolfgang Fasser arbeitet seit einer krankheitsbedingten Erblindung in einem Atelier für musikalische Improvisation mit Kindern, die an unterschiedlichen, schweren Behinderungen leiden. Er versucht mittels Klängen und Musik einen Kontakt zwischen den Kindern und der Außenwelt herzustellen. Dem Dokumentarfilmer Nicola Bellucci ist ein bezaubernd stiller, geradezu meditativer Film über die Macht der Musik gelungen. Man beginnt nicht nur mit den Ohren zu sehen, sondern auch mit den Augen zu hören.

Einführung und Diskussion: Dr. Frauke Schwaiblmaier, Musiktherapeutin

Die Regenschirme von Cherbourg (Les parapluies de Cherbourg)

Frankreich/BRD 1963 | 91 Min. | Regie: Jacques Demy | mit Catherine Deneuve, Nino Castelnuovo, Anne Vernon, Marc Michel, Ellen Farmer u.a.
Mittwoch, 23.09.2015, 18 Uhr
Rio Filmtheater, Rosenheimer Str. 46 / 81667 München

Les parapluies de Cherbourg - StillEiner der Höhepunkte der Kinotreff Rio-Geschichte war der Film Die Regenschirme von Cherbourg von Jacques Demy aus dem Jahre 1963. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Filmreihe und zum Gedenken an Paula Linhart, die Gründerin des Kinotreff Rio, die 2012 im Alter von 106 Jahren verstarb, führen wir einen ihrer Lieblingsfilme nochmals auf. Er zeigt eine musikalisch erzählte Liebesgeschichte zwischen der Tochter einer Ladeninhaberin in Cherbourg und einem jungen Autoschlosser, der in den Algerienkrieg ziehen muss. Nach seiner Rückkehr finden beide zwar andere Ehepartner, doch sie leiden an der vergebenen Chance einer großen Liebe.

Einführung und Diskussion: Kirsten Martins, Kulturjournalistin (BR)

Die Wand

Österreich/D 2012 | 108 Min. | Regie: Julian Roman Pölsler | mit Martina Gedeck, Karlheinz Hackl, Ulrike Beimpold, Julia Gschnitzer, Hans-Michael Rehberg u.a.
Mittwoch, 20.05.2015, 18 Uhr
Rio Filmtheater, Rosenheimer Str. 46 / 81667 München

Die Wand - StillDer Film erzählt die Geschichte einer Frau, die sich auf einer Hütte dem Alleinsein stellen muss, da eine Wand sie von der Außenwelt isoliert. In dieser Abgeschiedenheit versucht sie, alles zum Überleben zu organisieren und mit der Natur, aber auch mit sich selbst als Freund und Feind zu leben und zu überleben. Diese weltentrückte Person ohne soziale Bindungen, auf sich und ihren Geist allein gestellt, verkörpert Martina Gedeck in dem Kammerspiel mit Brillanz und Einfühlungsgabe – umso beeindruckender, da das berühmte Buch von Marlen Haushofer als nicht verfilmbar galt.

Einführung und Diskussion: Dr. Matthias Wörther, Medienpädagoge

Die Hochstapler

D 2006 | 87 Min. | Regie: Alexander Adolph, Nina Ergang
Mittwoch, 15.04.2015, 18 Uhr
Rio Filmtheater, Rosenheimer Str. 46 / 81667 München

Die Hochstapler - StillVier Hochstapler erzählen, wie sie andere Menschen belogen und manipulierten, um sich Geld, Aufmerksamkeit, Macht sowie Liebe zu erschwindeln. Dabei verstehen sie es besser als viele andere, die Menschen und ihre innersten Bedürfnisse wahrzunehmen und ihnen zu erzählen, was sie hören wollen. Diese Gier dient als Grundlage für ihren Betrug und befriedigt sowohl die Betrüger als auch die Betrogenen. Ein glänzender und überaus unterhaltsamer Film über Chuzpe und Dummheit, über falsche Autoritäten und geblendete Menschen, über Sein und Schein.

Einführung und Diskussion: Dr. Hans Peter Schmalzl, Diplompsychologe und Leiter des Zentralen Psychologischen Dienstes der Bayerischen Polizei