Thema: One-Future-Preis

Filmseminar beim 37. Filmfest München über Bernhard Wicki

Samstag, 06.07.2019, 10:00 – 12:30
Verstörung – und eine Art Poesie. Die Filmlegende Bernhard Wicki
Rio Palast, Rosenheimer Straße 46 / 81669 München

Unser traditionelles Filmseminar findet am 6. Juli 2019 von 10 bis 12.30 Uhr wieder im Rio Filmpalast statt. Wir zeigen in exklusiver Wiederaufführung Elisabeth Wickis Dokumentarfilm Verstörung – und eine Art von Poesie. Die Filmlegende Bernhard Wicki (D 2007), anschließend findet ein Filmgespräch mit einem Überraschungsgast statt.

Der Eintrittpreis beträgt 7 Euro, ermäßigt 5 Euro (Karten an der Rio-Kinokasse).

One-Future-Preis 2019 und Ehrenpreis für Elisabeth Wicki-Endriss

Die Interfilm-Akademie wird im Rahmen des 37. Filmfests München, das vom 27. Juni bis 6. Juli 2019 stattfinden wird, zum 34. Mal Auszeichnungen vergeben:

Die Menschen unseres Jahrhunderts haben eine einzige unteilbare Zukunft – One Future. In diesem Sinne zeichnet der One-Future-Preis jedes Jahr einen Film aus dem Programm des Filmfests München aus, der diesen Gedanken in ethisch wie filmästhetisch überzeugender Weise umsetzt.

Die Interfilm-Akademie vergibt außerdem einen Ehrenpreis für das Lebenswerk eines/r Filmschaffenden.

Internationale Jury

Der internationalen Jury unter Vorsitz des Direktors der Interfilm-Akademie Dr. Peter Marinković gehören auch in diesem Jahr drei weibliche Filmschaffende an:

Irina Kurbanova wurde 1995 in München geboren und ist zweisprachig aufgewachsen. Ihre Mutter stammt aus Odessa, der Vater aus Leningrad (heute St. Petersburg), beide sind 1993 nach Deutschland eingewandert.
Irina sammelte schon als Kind erste Bühnenerfahrung, später wirkte sie in der Theatergruppe Lo-Minor der IKG München und Oberbayern mit. Seit ihrem achten Lebensjahr ist sie regelmäßig in Fernseh- und Kinoproduktionen zu sehen, im Herbst 2019 kommt der Spielfilm Gipsy Queen in die Kinos. Nach erfolgreich abgeschlossenem Bachelor-Examen Kunst und Multimedia an der Ludwig-Maximilians-Universität München studiert sie seit 2017 an der Theaterakademie August Everding Schauspiel.
Irina Kurbanova wurde 2018 in die Studienstiftung des deutschen Volkes.aufgenommen, sie erhält eine zusätzliche Förderung für das Masterstudium an der Royal Academy of Dramatic Art in London, das sie diesen Herbst beginnen wird

Mirjam Orthen (Foto: Nina Bindl)

Mirjam Orthen wurde 1984 in München geboren, ihre Mutter ist Deutsche, der Vater stammt aus der Türkei.
Nach dem Abitur arbeitete sie von 2005 bis 2007 als Produktionsassistentin für Goldkind Film (Sophie Scholl) und Helmut Dietls Diana Film. Von 2007 bis 2015 studierte sie Spielfilmregie an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Ihre Studentenfilme Vatersprache und Wir haben eine Mission liefen erfolgreich auf internationalen Filmfestivals und gewannen einige angesehene Preise. Ihr Abschlussfilm ADA war nominiert für den First Steps Award 2016 und gewann den Starter Filmpreis München 2016. Im Jahr 2016/17 war sie Stipendiatin der 28. Drehbuch-Werkstatt München, in deren Rahmen sie das Langfilm-Drehbuch zu Wunschkind (AT) schrieb. Aktuell hat sie den Kurzfilm Die Gratwanderung fertiggestellt, den Kurzfilm Taxim in Produktion und den Langfilm Der Sommer 2001 (AT) in Drehbuchentwicklung.

Franziska Ball

Franziska Ball wurde 1971 in München geboren und ist dort aufgewachsen.
Sie erhielt in New York am Lee Strasberg Theatre Institute und in München an der Neuen Münchner Schauspielschule ihre Schauspiel- und Gesangsausbildung. Zusätzlich absolvierte sie an der Ludwig-Maximilians-Universität München ein Magisterstudium. Erste Engagements hatte sie in Essen, Feuchtwangen, Landshut, Bamberg und Karlsruhe, in München war sie u.a. im Metropoltheater zu sehen. Vor zehn Jahren gründete sie mit dem amerikanischen Pianisten Marty Jabara das Duo Ball & Jabara. Neben Film- und Fernsehrollen unterrichtet sie an der Hochschule für Musik und Theater München und arbeitet als Sprecherin für Hörbücher, Hörfilme, für Arte und den Bayerischen Rundfunk.

Die Regisseurin Suli Kurban wurde in die 31. DrehbuchWerkstatt München 2019/20 aufgenommen und kann deshalb erst im kommenden Jahr an der Jury mitwirken.

Ehrenpreis für Elisabeth Wicki-Endriss

Elisabeth Wicki-Endriss (Foto: Robert Auerbacher)

Mit dem Ehrenpreis der Interfilm-Akademie wird die Schauspielerin Elisabeth Wicki-Endriss für ihr Lebenswerk als Schauspielerin, Bewahrerin des Filmerbes von Bernhard Wicki (1919-2000) und Förderin der Film-Friedensarbeit ausgezeichnet.
Elisabeth Wicki-Endriss, geboren in Eger (Chep), erhielt ihre Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule München. Sie arbeitete vor allem am Theater, spielte aber auch in Kino- und Fernsehfilmen mit. 1977 lernte sie ihren späteren Mann Bernhard Wicki kennen, in dessen Filmen sie wiederholt mitwirkte.
Nach seinem Tod gründete sie 2001 den Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds e.V. zur Förderung von Bildung, Toleranz und Völkerverständigung, basierend auf dem filmischen Vermächtnis von Bernhard Wicki, und zur Förderung von Kunst und Kultur auf dem Gebiet des gesellschaftlich engagierten, für Toleranz und Menschenrechte werbenden Films.
Mit der Stiftung des Friedenspreis des Deutschen Films – Die Brücke hat sie die Film-Friedensarbeit wegweisend geprägt und es ermöglicht, Menschen über das Medium Film Orientierungshilfen zu geben für ihre Identitätsbildung und Willensentscheidung gegen jegliche Gewalt und Verfolgung von Menschen anderer geistiger Prägungen.
Die Laudatio hält Susanne Hermanski, Leiterin Kultur & SZ Extra der Süddeutschen Zeitung. Elisabeth Wicki-Endriss wird den Preis persönlich entgegennehmen.

Preisverleihung

Die feierliche Preisverleihung findet am Samstag, 6. Juli 2019, um 13:00 Uhr im Gasteig in der Black Box statt und wird musikalisch umrahmt von Catarina Wendtlandt (Deutschland) am Cello, Famadi Sako (Guinea) an der Djembe und Sören Grigat (Deutschland) am Balafon. Der Eintritt ist frei.

Filmseminar beim 36. Filmfest München

Samstag, 07.07.2018, 10:30 – 13:00 (Empfang bis 13:45)

Nelson Mandela 100 – Be the Legacy

Rio Palast, Rosenheimer Straße 46 / 81669 München

Interfilm-Akademie in Kooperation mit dem Südafrikanischen Generalkonsulat München

Anlässlich des 100. Geburtstages von Nelson Mandela (18.07.1918 – 05.12.2013) wird der Dokumentarfilm Mandela: Son of Africa, Father of a Nation (Südafrika, USA 1996, 118 min., Regie: Angus Gibson und Jo Menell) gezeigt, der sich mit dem Leben und Wirken des südafrikanischen Freiheitskämpfers, Friedensnobelpreisträgers und ersten schwarzen Präsidenten seines Landes auseinander setzt. Der Film war 1996 für den Oscar in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ nominiert.

Danach findet ein Filmgespräch statt mit dem Generalkonsul der Republik Südafrika in München George Monyemangene und Dr. Peter Marinković, Direktor der Interfilm-Akademie.

Anschließend Empfang (bis ca.13:45 Uhr) im Foyer und Café.

Der Eintritt ist frei.

Pressemitteilung (pdf)

One-Future-Preis 2018 und Ehrenpreis an Gerd Baumann

Die Interfilm-Akademie wird im Rahmen des 36. Filmfests München, das vom 28. Juni bis 7. Juli 2018 stattfinden wird, zum 33. Mal Auszeichnungen vergeben:

Die Menschen unseres Jahrhunderts haben eine einzige unteilbare Zukunft – One Future. In diesem Sinne zeichnet der One-Future-Preis jedes Jahr einen Film aus dem Programm des Filmfests München aus, der diesen Gedanken in ethisch wie filmästhetisch überzeugender Weise umsetzt.

Mit dem Ehrenpreis der Interfilm-Akademie wird Prof. Gerd Baumann (Komposition für Film und Medien – Hochschule für Musik und Theater München) ausgezeichnet. Er hat mit seinem unverwechselbaren Sound die deutsche Filmmusiklandschaft maßgeblich geprägt mit einer ganz eigenen musikalischen Handschrift, die seinen Filmen eine besondere Tiefe und Wahrhaftigkeit verleiht. Als Hochschulprofessor hat er den Studiengang „Komposition für Film und Fernsehen“ um entscheidende Kooperationen erweitert, z.B. mit den Münchner Symphonikern. Die Laudatio hält ein Überraschungsgast.

Für den musikalischen Rahmen der Preisverleihung sorgt Radmila Besic an der klassischen Gitarre.

Preisverleihung:
Samstag, 07.07.2018, 14 Uhr
Black Box im Gasteig, Rosenheimer Straße 5 / 81667 München
Der Eintritt ist frei.

Der internationalen Jury unter Vorsitz des Direktors der Interfilm-Akademie Dr. Peter Marinković gehören in diesem Jahr an:

Navina Neverla, geboren 1984 in München, indisch-österreichischer Hintergrund, lebt und arbeitet zwischen Hamburg und Lissabon. Navina kreeiert experimentelle Filme, Dokumentationen, Video-Installationen und Performances. Ihre Arbeiten werden seit 2009 weltweit auf Filmfestivals und in diversen Kunstkontexten international präsentiert: Ihr essayistischer Dokumentarfilm Moveo Ergo Sum lief seitdem auf Kurzfilmfestivals weltweit, ihr experimenteller Super8-Kurzfilm Sauerbrunn – Abschied vom Paradies von 2017 u.a. auf den Kurzfilmtagen in Oberhausen, Indie Lisboa, der Cannes Short Film Corner sowie im Centro Negra (Murcia, Spanien). 2012 erhielt sie eine Residenz am Fleetstreet Theater Hamburg. Navina (MA in Creative Practice von Trinity Laban, London; Diplom in Visueller Kommunikation mit Schwerpunkt Film, Hochschule für bildende Künste Hamburg und BA in Medienkultur (Fokus Film)) arbeitet freiberuflich im Film- und Medienbereich: am Set als Kamerafrau, in der Produktion, redaktionell sowie für diverse Filmfestivals seit 2004; 2017 für Performance Studies international #23 in der Kongressorganisation.

Tomasz E. Rudzik beginnt 2001 sein Regiestudium an der Hochschule für Fernsehen und Film in München (Abteilung Kino- und Fernsehfilm). Sein abendfüllender Abschlussfilm Desperados on the Block wird in den Wettbewerb des renommierten 57. San Sebastian Internationalen Filmfestivals eingeladen und startet von dort aus eine große Festivaltour mit zahlreichen nationalen und internationalen Auszeichnungen. 2010 wird Tomasz E. Rudzik Meisterschüler an der Andrzej Wajda Master School in Warschau. Dort entdeckt er neben der Regie seine Leidenschaft für das Drehbuchschreiben. Beflügelt durch diese Erfahrungen wird er als Stipendiat der 22. Drehbuchwerkstatt München aufgenommen und entwickelt das Drehbuch für seinen Debütfilm Agnieszka, das 2011 für den Tankred Dorst Preis nominiert wird. Im Frühjahr 2015 wird Tomasz E. Rudzik für Agnieszka mit dem Bayerischen Filmpreis für die “Beste Nachwuchsregie” ausgezeichnet.
Im Mai 2017 nimmt Rudzik mit dem Kinoprojekt Die Schwarze Madonna an der 20. Screenwriters Master Class eQuinoxe Europe in Balestrand, Norwegen teil.

Foto: Bernd Hußnätter

Verena Marisa ist eine deutschbrasilianische Komponistin, außerdem eine der wenigen Interpreten am Theremin, dem einzigen berührungslos gespielten Instrument. Als Komponistin zeichnet sie für die Musik zu mehreren preisgekrönten Fernsehfilmen sowie zu vier Tatort-Folgen verantwortlich. Ihr Orchesterwerk New Era hatte kürzlich in der Münchner Philharmonie Premiere. Vergangenes Jahr brachte sie ihre Komposition Morphology mit großem Kritikerlob in der Tonhalle München zur Uraufführung. Mit dem Theremin trat sie beim Nockherberg-Singspiel vor knapp 3 Millionen Fernsehzuschauern auf. Ihr Soloprogramm spielt sie regelmäßig bei internationalen Festivals, zuletzt war sie damit beim Filmfestival Bozen zu Gast. Verena Marisa erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Deutschen Filmmusikpreis, den Berliner Opernpreis, den Franz-Grothe-Filmmusikpreis, den Deutschen Fernsehpreis (Bester Film) und den Förderpreis Musik der Stadt München.

Pressemitteilung (pdf)

Ehrenpreis für Artur Brauner

Dr. Alice Brauner und Dr. Peter Marinković, Direktor der Interfilm-Akademie
Foto: Bernd Lindenthaler

Mit dem Ehrenpreis der Interfilm-Akademie für sein Lebenswerk wurde der Produzent, Grenzgänger und Brückenbauer Artur Brauner ausgezeichnet. Die Interfilm-Akademie würdigt den von der deutschen Geschichte geprägten Lebensweg des 1918 in Polen geborenen Artur Brauner, der als Jude den Holocaust überlebte und im Land der Täter zum wichtigsten Filmproduzenten seiner Zeit wurde. Die von ihm 1946 gegründete Central Cinema Comp. Film GmbH – kurz CCC – zählte zu den größten und erfolgreichsten Filmproduktionsfirmen der deutschen Nachkriegszeit und gilt heute als das älteste, noch aktiv produzierende, unabhängige Filmunternehmen Deutschlands.
Die Laudatio hielt der Vorjahrespreisträger Prof. Heiner Stadler, er ist seit 2004 Hauptamtlicher Professor der Abteilung IV Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik an der Hochschule für Fernsehen und Film München und hat den Preisträger schon vor über 40 Jahren persönlich kennengelernt.
Dr. Alice Brauner, die einen Teil der CCC-Firmengruppe seit 2007 leitet, nahm den Preis für ihren Vater entgegen, der aus gesundheitlichen Gründen leider nicht nach München kommen konnte und sich in einer Video-Botschaft bedankte:

Die feierliche Preisverleihung fand am Samstag, 1. Juli 2017, im Gasteig (Black Box) statt und wurde musikalisch umrahmt von Catarina Wendtlandt (Deutschland) am Cello, Famadi Sako (Guinea) an der Djembe und Sören Grigat (Deutschland) am Balafon.

Pressemitteilung (pdf)

PS: Im Beitrag zur Verleihung des One-Future-Preises wurden noch Fotos und ein Video ergänzt.

Ehrenpreis an Artur Brauner

Mit dem Ehrenpreis der Interfilm-Akademie für sein Lebenswerk wird der Produzent, Grenzgänger und Brückenbauer Artur Brauner ausgezeichnet.

Die von ihm 1946 gegründete Central Cinema Comp. Film GmbH – kurz CCC – zählte zu den größten und erfolgreichsten Filmproduktionsfirmen der deutschen Nachkriegszeit und gilt heute als das älteste, noch aktiv produzierende, unabhängige Filmunternehmen Deutschlands. Die Laudatio hält der Vorjahrespreisträger Prof. Heiner Stadler, er ist seit 2004 Hauptamtlicher Professor der Abteilung IV Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik an der Hochschule für Fernsehen und Film München und hat den Preisträger schon vor über 40 Jahren persönlich kennengelernt. Soweit es seine Gesundheit zulässt, wird Artur Brauner zusammen mit seiner Tochter Dr. Alice Brauner, die einen Teil der Firmengruppe seit 2007 leitet, den Preis persönlich entgegennehmen.

Für den musikalischen Rahmen der Preisverleihung sorgen Catarina Wendtlandt (Deutschland) am Cello, Famadi Sako (Guinea) an der Djembe und Sören Grigat (Deutschland) am Balafon.

Preisverleihung:
Samstag, 01.07.2017, 13 Uhr
Black Box im Gasteig, Rosenheimer Straße 5 / 81667 München
Der Eintritt ist frei.

Im Anschluss an die Preisverleihung findet von 14.30 bis 16.30 im Rio Filmpalast am Rosenheimer Platz das traditionelle Filmseminar statt. Wir zeigen als Süddeutschland-Premiere die Dokumentation Marina, Mabuse und Morituri (Deutschland 2017, 52 Min., Original mit engl. Untertiteln, Regie Kathrin Anderson).

Der Film erzählt die Geschichte der Central Cinema Comp. Film GmbH, die mittlerweile von seiner Tochter Dr. Alice Brauner geleitet wird, und zeigt den durch die deutsche Geschichte geprägten Lebensweg des 1918 in Polen geborenen Brauner, der als Jude den Holocaust überlebte und im Land der Täter zum wichtigsten Filmproduzenten seiner Zeit wurde. Es ist ein eindrucksvoller, informativer und unterhaltsamer Streifzug durch 70 Jahre deutsche Filmgeschichte, der durch die Aussagen herausragender Persönlichkeiten und Weggefährten Brauners getragen wird. Das Porträt eines besonderen Menschen, der sich bis heute voll und ganz seiner Leidenschaft Film verschrieben hat.

Anschließend findet ein Filmgespräch mit der Familie Brauner und weiteren ZeitzeugInnen statt, geleitet von Dr. Peter Marinković, Direktor der Interfilm-Akademie. Zum Ausklang laden wir die TeilnehmerInnen zu einem Glas Wein ins Foyer ein. Der Eintrittpreis beträgt 7,50 Euro, ermäßigt 5,50 Euro, Kartenreservierung wird empfohlen per Email an karten.interfilmakademie@gmail.com.

Pressemitteilung (pdf)

One-Future-Preis 2017 und Ehrenpreis an Artur Brauner

Die Interfilm-Akademie wird im Rahmen des 35. Filmfests München, das vom 22. Juni bis 1. Juli 2017 stattfinden wird, zum 32. Mal Auszeichnungen vergeben:

Die Menschen unseres Jahrhunderts haben eine einzige unteilbare Zukunft – One Future. In diesem Sinne zeichnet der One-Future-Preis jedes Jahr einen Film aus dem Programm des Filmfests München aus, der diesen Gedanken in ethisch wie filmästhetisch überzeugender Weise umsetzt.

Die Interfilm-Akademie vergibt außerdem einen Ehrenpreis für das Lebenswerk an Artur Brauner.

Für den musikalischen Rahmen der Preisverleihung sorgen Catarina Wendtlandt (Deutschland) am Cello, Famadi Sako (Guinea) an der Djembe und Sören Grigat (Deutschland) am Balafon.

Preisverleihung:
Samstag, 01.07.2017, 13 Uhr
Black Box im Gasteig, Rosenheimer Straße 5 / 81667 München
Der Eintritt ist frei.

Der internationalen Jury unter Vorsitz des Direktors der Interfilm-Akademie Dr. Peter Marinković gehören in diesem Jahr an:

Fatima Geza Abdollahyan wurde 1977 in Frankfurt am Main geboren, ihre Eltern stammen aus dem Iran. Sie hat in Lyon und München Politikwissenschaften studiert und 2001 mit einem Master of Arts in International Relations an der Westminster University London abgeschlossen. Im gleichen Jahr begann sie ihr Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film München im Studiengang Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik. 2009 graduiert sie mit dem Dokumentarfilm Kick in Iran, der seine Weltpremiere 2010 auf dem renommierten Sundance Filmfestival in den USA feierte. Für ihren Film Freedom Bus wurde sie beim Filmfest 2013 mit dem One-Future-Preis ausgezeichnet. Fatima Geza Abdollahyan ist Film-Redakteurin und Moderatorin beim Bayerischen Rundfunk.

 

Svetlana Belesova wurde 1988 in Simferopol, Autonome Republik Krim, geboren. 2005 bis 2007 studierte sie dort Germanistik, bevor sie 2007 nach Deutschland zog, um in Dresden ein Studium der Medienwissenschaften aufzunehmen, das sie 2011 mit der Bachelorprüfung erfolgreich abschloss. Schon während ihres Studiums spielte sie an der Bühne Dresden. 2013 begann sie ihr Schauspielstudium an der Theaterakademie August Everding und war dort u.a. in den Produktionen Der Weg zum Glück und Der goldene Drache am Münchner Metropoltheater sowie der Erfolgsproduktion Tschick zu sehen. 2014 wurde sie Stipendiatin des Deutschen Bühnenvereins. 2017 hat sie den Master-Studiengang erfolgreich abgeschlossen. Svetlana Belesova ist Teil des ensemble-netzwerks.

 

Sampaguita I. Mönck wurde 1992 in Berlin geboren, ihre Mutter stammt von den Philippinen. Sie absolvierte ihr Abitur in München, 2015 schloss sie den Studiengang Diplom-Musicaldarstellerin an der Theaterakademie August Everding mit einem Stipendium des Deutschen Bühnenvereins erfolgreich ab. Seit 2012 ist sie Stipendiatin der Richard-Stury-Stiftung. 2015 übernahm sie die Titelrolle in The Drowsy Chaperone – Vier Hochzeiten und ein Musical am Prinzregententheater München. Als Consuelo ist sie an der Oper Leipzig in West Side Story zu sehen, am Theater Bonn spielt sie in Der kleine Horrorladen das Soulgirl Ronette. Im Juni 2017 hat sie am Kammertheater Karlsruhe Premiere mit dem Musical Non(n)sens. Ab September wird sie dann wieder in der Titelrolle von The Drowsy Chaperone – Hochzeit mit Hindernissen an der Oper Chemnitz zu sehen sein.

Pressemitteilung (pdf)

VGF-Nachwuchsproduzentenpreis für „Die Reise mit Vater“

Der Münchner Produzent David Lindner Leporda von Filmallee erhält den mit 60.000 Euro höchstdotierten deutschen Nachwuchsproduzentenpreis für die Produktion des Kinofilms Die Reise mit Vater (Regie: Anca Miruna Lazarescu). Der Preis, den die Verwertungsgesellschaft für Nutzungsrechte an Filmwerken mbH (VGF) seit 1995 jährlich auslobt, wird im Rahmen der Verleihung des Bayerischen Filmpreises am 20. Januar 2017 im Münchner Prinzregententheater verliehen. Unter den bisherigen Preisträgern sind Kinoerfolge wie Das Leben der Anderen, Die Wilden Kerle und zuletzt der Jugend-Thriller Boy 7.

Die Interfilm-Akademie hat Die Reise mit Vater auf dem diesjährigen Filmfest München mit einer lobenden Erwähnung gekürt.

Die Reise mit Vater ist ein Roadmovie, das von Liebe und Freiheit vor dem Hintergrund der politischen Ereignisse von 1968 in Ost und West handelt und den Zuschauer auf eine tragikomische Reise voller Überraschungen aus der rumänischen Heimat über die DDR nach München mitnimmt. Der Film entstand als deutsch-rumänisch-ungarisch-schwedische Koproduktion mit Strada Film, Mirage Film Studio, BR, Arte sowie Film Väst, Chimney und Ber Film & TV.

Die Reise mit Vater startet am 17. November im Kino. In München läuft er im Neuen Maxim in der Landshuter Allee 33.

Rezension bei Programmkino.de

One-Future-Preis 2016 an „Eine unerhörte Frau“

Die Interfilm-Akademie hat im Rahmen des 34. Filmfests München am 2. Juli 2016 zum 31. Mal Auszeichnungen vergeben.

Preisträger

Der One-Future-Preis 2016 geht an den Film Eine unerhörte Frau (Deutschland 2015) von Hans Steinbichler.

Begründung:
Die wahre Geschichte der Bäuerin Hanni, grandios und anrührend von Rosalie Thomass verkörpert, ist ein starkes Plädoyer dafür, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.
Von der Gesellschaft und ihrer Familie alleine gelassen, schenkt Hanni ihrer kranken, kleinen Tochter als Einzige Glauben und nimmt erfolgreich den Kampf gegen oft selbstherrliche Autoritäten auf. Nicht ernst genommen und herabgewürdigt verliert sie nicht die Hoffnung und setzt sogar ihre Existenz aufs Spiel, um ihre Tochter retten zu können.
Der One-Future-Preis geht in diesem Jahr an Eine unerhörte Frau, ein Film, der nachvollziehbar und glaubwürdig zeigt, wie wichtig es ist, auch auf Schwächere zu hören.

Der Preis wurde vom Regisseur Hans Steinbichler, dem Produzenten Nils Dünker sowie den Drehbuchautoren Angelika Schwarzhuber und Christian Lex persönlich entgegengenommen.

Hans Steinbichler, Rosalie Thomass, Nils Dünker, Daniel Blum, Angelika Schwarzhuber und Christian Lex (v.l.n.r.) bei der Premiere von "Eine unerhörte Frau" (Foto: Dominik Bindl / Filmfest München 2016)

Hans Steinbichler, Rosalie Thomass, Nils Dünker, Daniel Blum, Angelika Schwarzhuber und Christian Lex (v.l.n.r.) bei der Premiere von „Eine unerhörte Frau“ (Foto: Dominik Bindl / Filmfest München 2016)

Lobende Erwähnungen

Die Reise mit Vater (Deutschland/Rumänien/Schweden/Ungarn 2016) von Anca Miruna Lăzărescu
Begründung:
In den politischen Wirren während des Prager Frühlings suchen zwei Brüder nach Selbstfindung und ringen um die Frage, ob man den Lauf der Geschichte beeinflussen kann. Der Film bearbeitet die Frage: Schaffen wir Menschen es, unsere Gesellschaften so einzurichten, dass wir in Freiheit leben können, ohne dass Gerechtigkeit und Geschwisterlichkeit dabei zu kurz kommen? Oder existiert so etwas nur in Büchern, Songtexten oder Filmen?

Die Ehrung wurde von Regisseurin Anca Miruna Lăzărescu und Produzent David Lindner Leporda persönlich entgegengenommen.

Lo and Behold: Reveries on the Connected World (USA 2016) von Werner Herzog
Begründung:
Der namhafte und hochgeschätzte Regisseur Werner Herzog beschäftigt sich mit der gerade stattfindenden Revolution der globalen Vernetzung und entwirft mit Gesprächspartnern aus der ganzen Welt mögliche Visionen unserer Zukunft.

Ehrenpreis

Mit einem Ehrenpreis für sein Schaffen als Dokumentarfilmer und als Hochschullehrer wurde in diesem Jahr Prof. Heiner Stadler ausgezeichnet, er ist Hauptamtlicher Professor der Abteilung IV Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik und Vize-Präsident der Hochschule für Fernsehen und Film München.
Prof. Heiner Stadler nahm den Ehrenpreis persönlich entgegen.

Die Preisverleihung fand am Samstag, 2. Juli 2016 im Gasteig (Black Box) statt und wurde musikalisch umrahmt von Catarina Wendtlandt (Deutschland) am Cello, Famadi Sako (Guinea) an der Djembe und Sören Grigat (Deutschland) am Balafon.

Die Interfilm-Jury 2016:
Dr. Peter Marinković (Vorsitz, Deutschland)
Galina Antoschewskaja (Russland)
Bhagu T. Chellaney (Indien)
Ileana Cosmovici (Italien)
Franz Indra (Deutschland)

One-Future-Preis 2016 und Ehrenpreis an Heiner Stadler

Die Menschen unseres Jahrhunderts haben eine einzige unteilbare Zukunft – One Future. In diesem Sinne zeichnet der One-Future-Preis jedes Jahr einen Film aus dem Programm des Filmfest München aus, der diesen Gedanken in ethisch wie filmästhetisch überzeugender Weise umsetzt. Im letzten Jahr wurde Babai von Visar Morina prämiert. Die Interfilm-Akademie München vergibt den Preis in diesem Jahr zum 31. Mal.

Zu der international besetzten Jury unter Vorsitz von Dr. Peter Marinković (Deutschland) gehören Galina Antoschewskaja (Russland), Bhagu T. Chellaney (Indien), Ileana Cosmovici (Italien) und Franz Indra (Deutschland).

Mit einem Ehrenpreis für sein Schaffen als Dokumentarfilmer und als Hochschullehrer wird in diesem Jahr Prof. Heiner Stadler ausgezeichnet, er ist Hauptamtlicher Professor der Abteilung IV Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik und Vize-Präsident der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF). Mit einem außerordentlichen Gespür für Bilder zeigt er in seinen Filmen oft ungeschönt, „was ist“, und stellt dabei „en passant die Fragen nach unserer Zukunft“. An der HFF München begleitet und fördert er seit 2004 den Filmnachwuchs mit unnachahmlicher Leidenschaft und prägt ihn nachhaltig. Die Laudatio hält Maximilian Plettau, dessen Diplomfilm Comeback Heiner Stadler vor neun Jahren betreut hat und der heute erfolgreich als Produzent mit seiner Firma Nominal Film arbeitet – mehrfach preisgekrönt, u.a. mit dem VGF-Nachwuchsproduzentenpreis 2012 für Nemez.

Für den musikalischen Rahmen der Preisverleihung sorgen Catarina Wendtlandt (Deutschland) am Cello, Famadi Sako (Guinea) an der Djembe und Sören Grigat (Deutschland) am Balafon.

Preisverleihung:
Samstag, 02.07.2016, 13 Uhr
Black Box im Gasteig, Rosenheimer Straße 5 / 81667 München
Der Eintritt ist frei.

Pressemitteilung (pdf)