Thema: Prix Interculturel

Der Prix Interculturel 2017 geht an „Mamma“

Der Prix Interculturel 2017 geht an den Film Mamma von Julia Lindström von der Norwegian Film School DNF, Norwegen 2016.

Motivation:
Mamma is a powerful story about three women/girls on their quest to live a socalled normal life. A grandmother, a mother and her daughter. All still young. They are striving for freedom and independence. Love and desire. Devotion and attention. These challenges turn out to be quite difficult as they face inconvenient reality responsibly in a mediocre environment.
Julia Lindström shows us that the patterns of behavior of any generation can be inherited by the following one. Irrespective of culture and society, history repeats itself. The fine directing of Julia Lindström displays the inner turmoil of Amanda, her main character, with beautiful realism, unpretentious details and limited dialogues while trusting in the power of her story.
Julia Lindström, we look forward to being delighted by your films to come.

Der Prix Interculturel ist in diesem Jahr mit 1.500 € dotiert, die Preisträgerin Julia Lindström erhält außerdem eine von dem Künstler Bernd Sauter gestaltete Trophäe.

Die Interfilm-Akademie hat im Rahmen des 37. Internationalen Festivals der Filmhochschulen München am 25. November 2017 zum 13. Mal eine Auszeichnung vergeben. Die Preisverleihung fand am 25. November 2017 im Rahmen der Award Ceremony vor geladenen Gästen statt.

Zu der international besetzten Jury unter Vorsitz von Dr. Peter Marinković (Deutschland) gehörten in diesem Jahr die künstlerische Fotografin Sima Dehgani (Iran), die Theaterregisseurin Sapir Heller (Israel) und der Schauspieler Tim Seyfi (Türkei).

Pressemitteilung (pdf)

Der Prix Interculturel 2015 geht an „Do You Even Know…“

Der Prix Interculturel 2015 geht an den Film Au moins le sais-tu… (Do You Even Know…) von Arthur Lecouturier, Belgien 2014.

 

Begründung:
Nach dem plötzlichen Tod ihres Freunds schottet sich Alexandra komplett ab und versucht alles loszuwerden, was sie an ihn erinnern könnte – auch ihr ungeborenes Kind. Vor dem Abtreibungstermin bleiben noch sechs Tage, um die Entscheidung zu überdenken. Arthur Lecouturier thematisiert ein anthropologisches Grundproblem und eröffnet einen ethischen Diskurs, der in allen Kulturen relevant ist. Als Regisseur und Coautor gibt er Impulse ohne moralisch zu werten und einer Entscheidung vorzugreifen.
Die Handlung überrascht immer wieder und ist für den Zuschauer nicht abschätzbar. Das Ende ist offen und fordert den Zuschauer heraus, selbst weiterzudenken und zumindest virtuell eine eigene Entscheidung zu treffen.
Es gelingt ihm, in subtilen Bildern die Einsamkeit und Sprachlosigkeit, aber auch die allmähliche Entwicklung der Protagonistin einfühlsam und glaubwürdig darzustellen. Generationsübergreifend unterstützen sich zwei Frauen zunehmend aufgrund ihrer jeweiligen Verlusterfahrung, sodass sich die junge Frau dem Leben wieder zuwendet und entscheidungsfähig wird.
Zutreffendes Casting sowie behutsames Spiel mit Licht und reduzierten Farben zeichnen den Film aus. Die jeweilige seelische Lage der Protagonistin spiegelt sich in unterschiedlichen Raumatmosphären wider. Dramaturgisch wird die Beziehung zwischen den beiden Frauen symbolhaft, unprätentiös, intim, aber nicht voyeuristisch entwickelt.

Motivation:
After the sudden and unexpected death of her boyfriend, Alexandra, who is pregnant, has six days to decide whether or not to have the baby. At first she seems intent on having an abortion. She has six days to make a decision. Arthur Lecouturier focuses on a fundamental anthropological problem and opens an ethical discourse that is relevant in all cultures. He provides food for thought without becoming moralistic or prejudging any decision.
The plot remains surprising. The audience is challenged to make its own virtual decision.
Lecouturier succeeds in showing us loneliness and speechlessness with subtle imagery and portrays what the protagonist is going through with great sensitivity and authenticity.
The excellent casting, lighting and the reduced colors are also worthy of praise. Congratulations on an unpretentious film rich with symbolism, intimate and yet never voyeuristic.

Die Interfilm-Akademie München vergab den Prix Interculturel im Rahmen des Internationalen Festivals der Filmhochschulen, das vom 15. bis 21.11.2015 im Filmmuseum und der Hochschule für Fernsehen und Film München stattfand. Zu der international besetzten Jury unter Vorsitz von Pfarrer Eckart Bruchner (Deutschland) gehörten Galina Antoschewskaja (Russland),  Ileana Cosmovici (Italien/Deutschland) und Dr. Peter Marinković (Deutschland).

Prix Interculturel 2015 - Trophäe

Die vom Bildhauer Bernd Sauter neu gestaltete Trophäe

Internationales Festival der Filmhochschulen München 2015

Vom 15.11. bis 21.11.2015 findet das Internationale Festival der Filmhochschulen im Filmmuseum und in der Hochschule für Fernsehen und Film München statt. Festivalzentrum ist das Filmmuseum am St.-Jakobs-Platz 1 / 80331 München.

Im Rahmen des Festivals vergibt die Interfilm-Akademie München den Prix Interculturel. Zu der international besetzten Jury unter Vorsitz von Pfarrer Eckart Bruchner (Deutschland) gehören Galina Antoschewskaja (Russland),  Ileana Cosmovici (Italien / Deutschland) und Dr. Peter Marinković (Deutschland).

Parvaneh bei den Oscars

Prix Interculturel 2012 - Parvaneh 1Talkhon Hamzavi drehte Parvaneh während ihres Studiums an der Zürcher Hochschule der Künste. Auf dem Internationalen Festival der Filmhochschulen München 2012 verlieh ihr die Interfilm-Akademie München dafür den Prix Interculturel. 2015 war Parvaneh für den Oscar in der Kategorie Kurzfilm nominiert. Herzlichen Glückwunsch!

Prix Interculturel 2012 - Parvaneh 2„Die junge afghanische Asylbewerberin Parvaneh und ein Mädchen aus behütetem Schweizer Hause begegnen sich angesichts einer Notlage in Zürich. Trotz ihrer Vorurteile gehen sie aufeinander zu und schließen unerwartet Freundschaft. Durch ihre subtile Darstellung der Parvaneh erzeugt besonders die Hauptdarstellerin eine große Empathie für Menschen aus unterschiedlichen Kulturen.“

Internationales Festival der Filmhochschulen München 2014

Vom 16.11. bis 22.11.2014 findet das Internationale Festival der Filmhochschulen im Filmmuseum und in der Hochschule für Fernsehen und Film München statt. Festivalzentrum ist das Filmmuseum am St.-Jakobs-Platz 1 / 80331 München.

Im Rahmen des Festivals vergibt die Interfilm-Akademie München den Prix Interculturel. Zu der international besetzten Jury unter Vorsitz von Pfarrer Eckart Bruchner (Deutschland) gehören Galina Antoschewskaja (Russland),  Ileana Cosmovici (Italien) und Roman Metz (Deutschland).

Prix Interculturel 2014 an Deserted

Die Interfilm-Akademie München vergab den Prix Interculturel im Rahmen des Internationalen Festivals der Filmhochschulen, das vom 16. bis 22.11.2014 im Filmmuseum und der Hochschule für Fernsehen und Film München stattfand. Zu der international besetzten Jury unter Vorsitz von Pfarrer Eckart Bruchner (Deutschland) gehörten Galina Antoschewskaja (Russland),  Ileana Cosmovici (Italien) und Roman Metz (Deutschland).

Der Prix Interculturel 2014 geht an den Film Deserted (Nivut Golem) von Yoav Hornung, Tel Aviv University, Israel.

Yoav Hornung, Prof. Eckart Bruchner

Yoav Hornung, Prof. Eckart Bruchner

Begründung:
In einer Parabel erzählt der Regisseur die Begegnung zwischen einem Beduinen und einer jungen israelischen Soldatin, die ihr Gewehr in der Wüste verloren hat. Eindrucksvoll schildert der Film, wie Angst, Vorurteile und rücksichtsloser Ehrgeiz den Dialog zwischen Kulturen nicht nur verhindert, sonden zu Lüge, Hass und Einsamkeit führt. Deserted fordert auf, seine eigenen Ziele und seinen eigenen Weg dorthin zu hinterfragen.

„Ruthless ambition and fear are the enemies of the interculturel dialogue.“

Lobende Erwähnung:
Solidarity von Dustin Brown, Santa Monica College, USA
Der Fim sensibilisiert, wie einsam illegale Einwanderer sind und sie in ihrer Situation umso mehr ausgebeutet werden.

Prof. Salvador Carrasco, Prof. Eckart Bruchner

Prof. Salvador Carrasco, Prof. Eckart Bruchner

Lobende Erwähnung:
Sunny von Barbara Ott, Filmakademie Baden-Württemberg, Deutschland
Der Film zeigt beispielhaft, wie junge Eltern mit Baby in finanzieller Not in persönliche und gesellschaftliche Rollenkonflikte geraten und alleine gelassen werden.