Thema: Stefanie Landgraf

Münchner Filmgespräch: Auf den Schwingen des Ikarus

Deutschland 2014 | 85 Min. | Regie: Stefanie Landgraf, Johannes Gulde
Sonntag, 20.03.2016, 17:00
VHS Gasteig, Saal 0.117 EG

Auf den Schwingen des Ikarus - StillVon den Flugzeugfenstern aus sind sie vor dem Start manchmal zu sehen: die Flugzeugabfertiger. Bei jedem Wind und jedem Wetter betanken und beladen sie die Flugzeuge. Mit zwölf dieser Flugzeugabfertiger – sie werden auch „Loader“ genannt – entstand 2012 am Flughafen München das weltweit einzigartige Musiktheaterprojekt mit dem Titel Schwerer als Luft. Der Dokumentarfilm Auf den Schwingen des Ikarus erzählt die Geschichte dieses ungewöhnlichen Musiktheaters, das zu einem bundesweit beachteten Theater- und Medienereignis wurde.

Die Regisseure sind anwesend

Wir weigern uns Feinde zu sein

Den Nahost-Konflikt verstehen lernen – Deutsche Jugendliche begegnen Israelis und Palästinensern.

Der neue Dokumentarfilm Wir weigern uns Feinde zu sein soll Jugendliche für den Nahost-Konflikt sensibilisieren.

Zwölf deutsche Jugendliche auf einer einzigartigen Begegnungsreise durch die Krisenregion Nahost. Ihr Ziel: Menschen kennenzulernen, die sich aus der Spirale von Gewalt und Gegengewalt gelöst haben, die auf individuelle Weise den Weg des Dialogs und der Verständigung gehen. Mit dabei ist der HipHop-Künstler ENZ, der seine Eindrücke während der Reise mit seinen „rhythm and rhymes“ wiedergibt. Im Gepäck der 16- bis 22-Jährigen: das Schulbuch Die Geschichte des Anderen kennen lernen – Israelis und Palästinenser des Friedensforschungsinstituts PRIME in Jerusalem. Die Vorbereitung mit diesem Buch war für die Jugendlichen der Einstieg, die unterschiedlichen Sichtweisen der Konfliktparteien wahrnehmen und verstehen zu können.
Begleitet wird die Gruppe durch Israel und Palästina von einer Israelin (Tochter von Holocaust-Überlebenden) und einem Palästinenser (ehemaliger Widerstandskämpfer, der mehrere Jahre in israelischen Gefängnissen saß).

Politische Grafitti-Aktion: Gemeinsam mit zwölf Jugendlichen aus dem Münchner Umland sprüht der Hip-Hop-Künstler Enz (im Bild vorne) "no peace without dignity" auf die Grenzmauer in der Westbank...

Politische Grafitti-Aktion: Gemeinsam mit zwölf Jugendlichen aus dem Münchner Umland sprüht der Hip-Hop-Künstler Enz (im Bild vorne) „no peace without dignity“ auf die Grenzmauer in der Westbank…

Der Film ist Teil eines Medienpaketes für die Bildungsarbeit in Deutschland, Schweiz und Österreich.
Das Gesamtprojekt steht unter der Schirmherrschaft von Landesbischof Dr. Johannes Friedrich und wurde von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, der Robert Bosch Stiftung und dem Auswärtigen Amt gefördert.

Wir weigern uns Feinde zu sein
von Stefanie Landgraf und Johannes Gulde
Dokumentarfilm, 89 Minuten

Terra Media Corp. Landgraf & Gulde
Bauerstr. 9 / 80796 MÜNCHEN
Tel 089 / 3543118
Email info@terramedia-online.de

Deutsch-Arabische Gesellschaft
Calvinstr. 23 D / 10557 Berlin
Tel 030 / 80941992
Email info@d-a-g.org

Interfilm-Seminar 2014

„Der Dokumentarfilm zwischen Experiment und Vision“
Samstag/Sonntag, 05./06.07.2014. jeweils 10 Uhr
Rio Filmpalast am Rosenheimer Platz

Veranstalter: Interfilm Akademie München in Kooperation mit den Landesmediendiensten Bayern (LMD) und dem Institut für Zusammenarbeit im Erziehungsbereich (IFZE).
Gesamtleitung: Pfarrer Eckart Bruchner, München
Eintritt: 5 Euro

Seit Anfang an begleitet die Interfilm-Akademie München das Filmfest München jeweils mit einem internationalen Filmseminar im Rio Filmpalast. In diesem Jahr sind Filmexperten und Medienpädagogen aus dem In- und Ausland zu Gast. Das Filmseminar ist öffentlich und für jeden zugänglich. Dieses Jahr widmen wir uns dem Thema Der Dokumentarfilm zwischen Experiment und Vision. Das Interfilm-Seminar findet am Samstag, 05. Juli, und Sonntag, 06. Juli, jeweils um 10 Uhr im Rio Filmpalast am Rosenheimer Platz unter Leitung von Pfarrer Eckart Bruchner statt.

Eröffnet wird das Seminar am Samstagvormittag mit Elke von Lindes Part Time Kings, ein Mut-Macher-Film: Visionen, Potentiale und Zukunftsträume von Jugendlichen weltweit. Elke von Linde, die bei der Vorstellung anwesend sein wird, sagt: „Was ist stärker als ein Traum, den viele träumen?“ Anschließend wird um 13 Uhr im nahgelegenen Gasteig (Black Box) dem Rio-Kinobetreiber Bruno Reich der One-Future-Ehrenpreis verliehen, wozu die Teilnehmer des Seminars herzlich eingeladen sind (Eintritt frei). Am Sonntagvormittag zeigen und diskutieren um 11 Uhr Johannes Gulde und Stefanie Landgraf ihren neuen Film Auf den Schwingen des Ikarus: Die Flugzeugabfertiger betanken und beladen die Flugzeuge. Die Loader sorgen dafür, dass wir sicher abheben und die Flieger wieder sicher verlassen. Mit zwölf Flugzeugabfertigern entstand am Flughafen München das weltweit einzigartige Musiktheaterprojekt Schwerer als Luft unter der künstlerischen Leitung von Nelida Bejar (Komposition) und Björn Potulski (Regie), die am Sonntag zusammen mit den Loadern anwesend sein werden. Ab 12 Uhr folgt eine Diskussion mit internationalen Gästen und dem Münchner Publikum.

"Part Time Kings" PosterDer Film Part Time Kings – und am Sonntag bin ich König zeigt, wie sich Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Ländern und Kulturen die Welt von Morgen wünschen. Die Regisseurin Elke von Linde nimmt uns in ihrer Dokumentation mit auf eine zweijährige Reise um die Welt, in der sie Kinder und Jugendliche in verschiedenen Projekten nach ihren Vorstellungen über unsere Zukunft befragt. Der Glaube der Jugendlichen an ihre Visionen und ihre Entschlossenheit, sich dafür einzusetzen, berührt und macht Mut. Part Time Kings bringt uns die Welt, so wie sie in Zukunft sein könnte, auf teils herzerfrischende, teils eindringliche Weise nah.

„Die Münchner Filmemacherin Elke von Linde hat einen Film gedreht, der Mut macht – ganz im Sinne Jane Goodalls, die nie müde wird zu betonen, dass es vor allem die jungen Leute sind, die ihr am meisten Hoffnung für die Zukunft geben.“ (Lorenz Knauer, Regisseur Jane’s Journey)

„Der Film Part Time Kings strahlt eine eindringliche Botschaft an uns aus: Wenn wir Kindern dabei helfen, ihre emotionale Einfühlung zu entwickeln, kann künftig – trotz der Verschiedenheit der Menschen – die Beachtung der Rechte jedes Einzelnen mehr und mehr gelingen.“ (Elfie Schloter, Leiterin des IFZE (ifze.de). Für ihre innovative Arbeit erhielt sie 2014 den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.)

Part Time Kings hat mich wie kein anderer Film im Blick auf die Zukunft berührt, da Elke von Linde die jungen Menschen verschiedener Kulturen wirklich ernst nimmt. Part Time Kings muss ins Interfilm-Seminar 2014 beim Filmfest München!“ (Pfarrer Eckart Bruchner, Direktor der Interfilm-Akademie München)

"Auf den Schwingen des Ikarus" StillAuf den Schwingen des Ikarus von Johannes Gulde und Stefanie Landgraf, 60 Min. 2014

„Jemand, der sie sah, staunte und glaubte, dass solche, die ihren Weg durch die Lüfte nehmen, Götter sein müssen.“ (Ovid)

Auf den Schwingen des Ikarus – ein Film über die Entstehung eines modernen Musiktheaters. Eine assoziative bewegte Bildergeschichte über den Traum vom Fliegen – mit Texten von Ovid, Leonardo da Vinci, Jean-Jacques Rosseau, Christoph Kolumbus und James Joyce.
Unter der künstlerischen Leitung von Nélida Béjar (Komposition) und Björn Potulski (Regie) entstand 2012 am Flughafen München das weltweit einzigartige Musiktheater Schwerer als Luft, gespielt und gesungen von zwölf Schichtarbeitern des Flughafens.
Der Dokumentarfilm Auf den Schwingen des Ikarus von den Münchner Filmautoren Stefanie Landgraf und Johannes Gulde erzählt die Geschichte dieses ungewöhnlichen Projekts, das zu einem bundesweit beachteten Musiktheater- und Medienereignis wurde. Im Mittelpunkt des Films stehen die Flugzeugabfertiger, auch Loader genannt, Uli Maier aus Niederbayern, der Türke Ali Tunc und der Spanier Mauricio Blázquez Jiménez. Vierzehn Monate lang begleiten die Filmautoren die drei Flugzeugabfertiger bei ihren wöchentlichen Theaterproben am Flughafen und ebenso bei ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit im Sicherheitsbereich auf dem Rollfeld. Und sie erleben mit, wie die Loader über die Proben zwischen ihren Schichtdiensten eine neue und bislang unbekannte Musik- und Theaterwelt entdecken und zu ihrer Bühne machen.