Interfilm-Akademie News

Bauer Unser

Österreich 2016 | 92 Min. | Regie: Robert Schabus
Mittwoch, 14.06.2017 19:45
Filmeck Gräfelfing, Bahnhofplatz 1 / 82166 Gräfelfing

Der Dokumentarfilm zeigt gleichermaßen ungeschönt wie unaufgeregt, wie es auf Österreichs Bauernhöfen zugeht. Schabus bleibt vordergründig unparteiisch. Doch so vielfältig die Bauern, vom Biobauern bis zum konventionellen Agraringenieur, so einhellig der Tenor: So wird es nicht weitergehen. Es läuft etwas falsch. Das Mantra der Industrie – schneller, billiger, mehr – stellen die meisten von ihnen in Frage.
Effizient ist unser Agrarsystem allerdings nicht: 40 Prozent der derzeit weltweit in der Landwirtschaft produzierten Kalorien werden verschwendet oder gehen irgendwo auf dem Weg zwischen Produzenten und Konsumenten verloren. Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ließen sich derzeit global 12 Milliarden Menschen ernähren – ohne radikale Umstellungen. Einfach nur durch eine nachhaltigere Verteilung und Nutzung der Nahrungsmittel. (Quelle: Offizielle Webseite)

Vorfilm: Good Stuff

Anschließend Diskussion mit Filmpfarrer Eckart Bruchner.

Ehrenpreis an Artur Brauner

Mit dem Ehrenpreis der Interfilm-Akademie für sein Lebenswerk wird der Produzent, Grenzgänger und Brückenbauer Artur Brauner ausgezeichnet.

Die von ihm 1946 gegründete Central Cinema Comp. Film GmbH – kurz CCC – zählte zu den größten und erfolgreichsten Filmproduktionsfirmen der deutschen Nachkriegszeit und gilt heute als das älteste, noch aktiv produzierende, unabhängige Filmunternehmen Deutschlands. Die Laudatio hält der Vorjahrespreisträger Prof. Heiner Stadler, er ist seit 2004 Hauptamtlicher Professor der Abteilung IV Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik an der Hochschule für Fernsehen und Film München und hat den Preisträger schon vor über 40 Jahren persönlich kennengelernt. Soweit es seine Gesundheit zulässt, wird Artur Brauner zusammen mit seiner Tochter Dr. Alice Brauner, die einen Teil der Firmengruppe seit 2007 leitet, den Preis persönlich entgegennehmen.

Für den musikalischen Rahmen der Preisverleihung sorgen Catarina Wendtlandt (Deutschland) am Cello, Famadi Sako (Guinea) an der Djembe und Sören Grigat (Deutschland) am Balafon.

Preisverleihung:
Samstag, 01.07.2017, 13 Uhr
Black Box im Gasteig, Rosenheimer Straße 5 / 81667 München
Der Eintritt ist frei.

Im Anschluss an die Preisverleihung findet von 14.30 bis 16.30 im Rio Filmpalast am Rosenheimer Platz das traditionelle Filmseminar statt. Wir zeigen als Süddeutschland-Premiere die Dokumentation Marina, Mabuse und Morituri (Deutschland 2017, 52 Min., Original mit engl. Untertiteln, Regie Kathrin Anderson).

Der Film erzählt die Geschichte der Central Cinema Comp. Film GmbH, die mittlerweile von seiner Tochter Dr. Alice Brauner geleitet wird, und zeigt den durch die deutsche Geschichte geprägten Lebensweg des 1918 in Polen geborenen Brauner, der als Jude den Holocaust überlebte und im Land der Täter zum wichtigsten Filmproduzenten seiner Zeit wurde. Es ist ein eindrucksvoller, informativer und unterhaltsamer Streifzug durch 70 Jahre deutsche Filmgeschichte, der durch die Aussagen herausragender Persönlichkeiten und Weggefährten Brauners getragen wird. Das Porträt eines besonderen Menschen, der sich bis heute voll und ganz seiner Leidenschaft Film verschrieben hat.

Anschließend findet ein Filmgespräch mit der Familie Brauner und weiteren ZeitzeugInnen statt, geleitet von Dr. Peter Marinković, Direktor der Interfilm-Akademie. Zum Ausklang laden wir die TeilnehmerInnen zu einem Glas Wein ins Foyer ein. Der Eintrittpreis beträgt 7,50 Euro, ermäßigt 5,50 Euro, Kartenreservierung wird empfohlen per Email an karten.interfilmakademie@gmail.com.

Pressemitteilung (pdf)

One-Future-Preis 2017 und Ehrenpreis an Artur Brauner

Die Interfilm-Akademie wird im Rahmen des 35. Filmfests München, das vom 22. Juni bis 1. Juli 2017 stattfinden wird, zum 32. Mal Auszeichnungen vergeben:

Die Menschen unseres Jahrhunderts haben eine einzige unteilbare Zukunft – One Future. In diesem Sinne zeichnet der One-Future-Preis jedes Jahr einen Film aus dem Programm des Filmfests München aus, der diesen Gedanken in ethisch wie filmästhetisch überzeugender Weise umsetzt.

Die Interfilm-Akademie vergibt außerdem einen Ehrenpreis für das Lebenswerk an Artur Brauner.

Für den musikalischen Rahmen der Preisverleihung sorgen Catarina Wendtlandt (Deutschland) am Cello, Famadi Sako (Guinea) an der Djembe und Sören Grigat (Deutschland) am Balafon.

Preisverleihung:
Samstag, 01.07.2017, 13 Uhr
Black Box im Gasteig, Rosenheimer Straße 5 / 81667 München
Der Eintritt ist frei.

Der internationalen Jury unter Vorsitz des Direktors der Interfilm-Akademie Dr. Peter Marinković gehören in diesem Jahr an:

Fatima Geza Abdollahyan wurde 1977 in Frankfurt am Main geboren, ihre Eltern stammen aus dem Iran. Sie hat in Lyon und München Politikwissenschaften studiert und 2001 mit einem Master of Arts in International Relations an der Westminster University London abgeschlossen. Im gleichen Jahr begann sie ihr Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film München im Studiengang Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik. 2009 graduiert sie mit dem Dokumentarfilm Kick in Iran, der seine Weltpremiere 2010 auf dem renommierten Sundance Filmfestival in den USA feierte. Für ihren Film Freedom Bus wurde sie beim Filmfest 2013 mit dem One-Future-Preis ausgezeichnet. Fatima Geza Abdollahyan ist Film-Redakteurin und Moderatorin beim Bayerischen Rundfunk.

 

Svetlana Belesova wurde 1988 in Simferopol, Autonome Republik Krim, geboren. 2005 bis 2007 studierte sie dort Germanistik, bevor sie 2007 nach Deutschland zog, um in Dresden ein Studium der Medienwissenschaften aufzunehmen, das sie 2011 mit der Bachelorprüfung erfolgreich abschloss. Schon während ihres Studiums spielte sie an der Bühne Dresden. 2013 begann sie ihr Schauspielstudium an der Theaterakademie August Everding und war dort u.a. in den Produktionen Der Weg zum Glück und Der goldene Drache am Münchner Metropoltheater sowie der Erfolgsproduktion Tschick zu sehen. 2014 wurde sie Stipendiatin des Deutschen Bühnenvereins. 2017 hat sie den Master-Studiengang erfolgreich abgeschlossen. Svetlana Belesova ist Teil des ensemble-netzwerks.

 

Sampaguita I. Mönck wurde 1992 in Berlin geboren, ihre Mutter stammt von den Philippinen. Sie absolvierte ihr Abitur in München, 2015 schloss sie den Studiengang Diplom-Musicaldarstellerin an der Theaterakademie August Everding mit einem Stipendium des Deutschen Bühnenvereins erfolgreich ab. Seit 2012 ist sie Stipendiatin der Richard-Stury-Stiftung. 2015 übernahm sie die Titelrolle in The Drowsy Chaperone – Vier Hochzeiten und ein Musical am Prinzregententheater München. Als Consuelo ist sie an der Oper Leipzig in West Side Story zu sehen, am Theater Bonn spielt sie in Der kleine Horrorladen das Soulgirl Ronette. Im Juni 2017 hat sie am Kammertheater Karlsruhe Premiere mit dem Musical Non(n)sens. Ab September wird sie dann wieder in der Titelrolle von The Drowsy Chaperone – Hochzeit mit Hindernissen an der Oper Chemnitz zu sehen sein.

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DOK.fest München 2017 – Rückblick

Das 32. Internationale Dokumentarfilmfestival München war mit knapp 43.000 Besuchern und 150 Gästen aus aller Welt ein großartiger Erfolg!

Der VIKTOR im Hauptwettbewerb ging an Nowhere To Hide von Zaradasht Ahmed, den VIKTOR DOK.deutsch erhielt Bruder Jakob von Elí Roland Sachs.

Etliche Festivalfilme laufen aktuell oder demnächst in den deutschen Kinot, darunter Beuys (Deutschland 2017, Regie: Andres Veiel), Wrong Elements (Belgien/Frankreich/Deutschland 2016, Regie: Jonathan Littell), Berlin Rebel Highschool (Deutschland 2017, Regie: Alexander Kleider) und 6 Jahre, 7 Monate, 16 Tage – Die Morde des NSU (Deutschland 2016, Regie:Sobo Swobodnik).

Kurzfilmtour am 8. Juni in München

Die Kurzfilmtour (ehem. Kinotournee Deutscher Kurzfilmpreis) macht am 8. Juni Station in München und zeigt im Neuen Maxim ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Kurzfilmprogramm aus Nominierten und Preisträgern des Deutschen Kurzfilmpreises 2016.

Zu sehen sind u.a. der Gewinner des Deutschen Kurzfilmpreises in Gold Homework, der von einem jungen Vater (27), seiner zwölfjährigen Tochter, einem Nachtclub, zwei Geheimnisse und einer Lüge erzählt. Bei Mayday Relay empfängt der Segler Max mit seiner Tochter ein „Mayday“ und muss schnell handeln. Günther und Hindrich, zwei sächsische Skilauf-Koryphäen, werden in Simply The Worst vom Fernweh gepackt: Der heimische Rodelberg ist nicht mehr genug. In Und ich so: Äh kämpft Klaus Grill, Taxifahrer, täglich mit den Absurditäten unserer Welt. Und Klara, deren Job es ist, Wohnungen auszuräumen, stößt in Aussetzer in einer angeblich leeren Wohnung auf deren alten Bewohner Friedrich.

Im Anschluss an das Filmprogramm findet ein Filmgespräch mit Drehbuchautorin Christine Heinlein (Aussetzer) statt. Heinlein wohnt in München und erwarb dort 2015 das Drehbuch-Diplom an der HFF.