Interfilm-Akademie News

DOK.fest München 2017 – Rückblick

Das 32. Internationale Dokumentarfilmfestival München war mit knapp 43.000 Besuchern und 150 Gästen aus aller Welt ein großartiger Erfolg!

Der VIKTOR im Hauptwettbewerb ging an Nowhere To Hide von Zaradasht Ahmed, den VIKTOR DOK.deutsch erhielt Bruder Jakob von Elí Roland Sachs.

Etliche Festivalfilme laufen aktuell oder demnächst in den deutschen Kinot, darunter Beuys (Deutschland 2017, Regie: Andres Veiel), Wrong Elements (Belgien/Frankreich/Deutschland 2016, Regie: Jonathan Littell), Berlin Rebel Highschool (Deutschland 2017, Regie: Alexander Kleider) und 6 Jahre, 7 Monate, 16 Tage – Die Morde des NSU (Deutschland 2016, Regie:Sobo Swobodnik).

Kurzfilmtour am 8. Juni in München

Die Kurzfilmtour (ehem. Kinotournee Deutscher Kurzfilmpreis) macht am 8. Juni Station in München und zeigt im Neuen Maxim ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Kurzfilmprogramm aus Nominierten und Preisträgern des Deutschen Kurzfilmpreises 2016.

Zu sehen sind u.a. der Gewinner des Deutschen Kurzfilmpreises in Gold Homework, der von einem jungen Vater (27), seiner zwölfjährigen Tochter, einem Nachtclub, zwei Geheimnisse und einer Lüge erzählt. Bei Mayday Relay empfängt der Segler Max mit seiner Tochter ein „Mayday“ und muss schnell handeln. Günther und Hindrich, zwei sächsische Skilauf-Koryphäen, werden in Simply The Worst vom Fernweh gepackt: Der heimische Rodelberg ist nicht mehr genug. In Und ich so: Äh kämpft Klaus Grill, Taxifahrer, täglich mit den Absurditäten unserer Welt. Und Klara, deren Job es ist, Wohnungen auszuräumen, stößt in Aussetzer in einer angeblich leeren Wohnung auf deren alten Bewohner Friedrich.

Im Anschluss an das Filmprogramm findet ein Filmgespräch mit Drehbuchautorin Christine Heinlein (Aussetzer) statt. Heinlein wohnt in München und erwarb dort 2015 das Drehbuch-Diplom an der HFF.

Der Maschinist (The Machinist)

USA 2004 | 101 min. | Regie: Brad Anderson | mit Christian Bale, Jennifer Jason Leigh, Aitana Sánchez-Gijón u.a.
Dienstag, 16.05.2017, 21:15
Metropolis, Kleine Theaterstr. 10 / 20354 Hamburg

Der Maschinist Trevor Reznik hat seit einem Jahr nicht mehr geschlafen. Seine Schlaflosigkeit hat zu einem schockierenden Verfall seiner körperlichen und geistigen Verfassung geführt, den seine Kollegen mit Argwohn, seine einzigen Bezugspersonen – die Prostituierte Stevie und die Kellnerin Marie – mit Sorge verfolgen. Dann verschuldet Trevor auch noch einen Arbeitsunfall, bei dem ein Mann einen Arm verliert. Seine Schuldgefühle weichen jedoch bald einem wachsenden Misstrauen und schließlich einer ausgewachsenen Paranoia, als er in seiner Wohnung kryptische Notizen findet und von einem mysteriösen neuen Arbeitskollegen verfolgt wird, den es gar nicht geben soll.

Der Einfluss Dostojewskijs auf amerikanische Intellektuelle wurde von Horst-Jürgen Gerigk ausführlich beschrieben. Brad Andersons Interpretation der Verbrechen-und-Strafe-Thematik, unheimlich-düster und traurig zugleich, ist nicht nur mit zahlreichen Zitaten versehen (so liest die Hauptfigur Der Idiot, in einer Geisterbahn flackert Crime and Punishment auf), sondern beschreibt auch ein von der Kriminologie häufig bestätigtes Phänomen: dass eine begangene Schuld auch für den Täter eine unglaubliche, psychisch kaum verarbeitbare Belastung darstellen kann.

Moderiert wird die Veranstaltung vom Filmemacher Franz Indra und dem Autor Stefan Preis.

A United Kingdom

Tschechien / USA / Vereinigtes Königreich 2016 | 111 Min. | Regie: Amma Asante | mit David Oyelowo, Rosamund Pike, Tom Felton u.a.
Mittwoch, 07.06.2017 19:45
Filmeck Gräfelfing, Bahnhofplatz 1 / 82166 Gräfelfing

In den späten 1940er Jahren bereist der Thronfolger von Botswana, Seretse Khama (David Oyelowo), das weit von seiner Heimat entfernt liegende England. Hier trifft er in London auf die Büroangestellte und Krankenwagenfahrerin Ruth Williams (Rosamund Pike). Schnell entspinnt sich eine Romanze zwischen den beiden. Während die Liebe des afrikanischen Prinzen zu der weißen Engländerin von der Nation schon äußerst kontrovers aufgenommen wird, ist es schließlich seine Absicht, sie zu heiraten, die einen internationalen Aufschrei der Empörung hervorruft. Sowohl die Familien von Ruth und Seretse als auch das britische Parlament, die südafrikanische Apartheids-Regierung und die Stammesältesten aus Botswana stellen sich gegen die Ehe.

Das Drama A United Kingdom beruft sich auf wahre Ereignisse: 1947 lernte Seretse Khama tatsächlich die Engländerin Ruth Williams kennen und heiratete sie 1948 entgegen aller politischen und familiären Widerstände. 1966 wurde Seretse Khama zum ersten Präsidenten seines von diesem Zeitpunkt an freien Landes. Auch die zwei Söhne der beiden wurden einflussreiche afrikanische Politiker. Als Startdatum des Films A United Kingdom wurde der 50. Jahrestag der Unabhängigkeit von Botswana im Jahr 2016 gewählt. (Quelle: moviepilot.de)

Anschließend Diskussion mit Filmpfarrer Eckart Bruchner.

Macht, Manipulation und Demokratie – Die Welle

Samstag, 29.04.2017 09:30
Filmeck Gräfelfing, Bahnhofplatz 1 / 82166 Gräfelfing
Veranstalter: Hanns-Seidel-Stiftung

Der Psychologe Georg Sieber referiert zum Thema „Wählen die Jungen von heute wirklich anders?“ Danach wird der Film Die Welle (Deutschland 2008, 107 min., Regie: Dennis Gansel) mit anschließendem Filmgespräch gezeigt.

Die Hanns-Seidel-Stiftung lädt Sie herzlich – gemeinsam mit den Landesmediendiensten Bayern – zu diesem Filmseminar ein.

Tagungsleitung:

Artur Kolbe M.A., Referatsleiter im Institut für Politische Bildung der Hanns-Seidel-Stiftung e. V., München

Referenten:

Georg Sieber, Psychologe, München
Christine Weissbarth, Moderatorin, Schauspielerin, Starnberg

Programmheft (pdf)

Anmeldung üner ref0303@hss.de
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