Interfilm Academy News

Laurin und die Nouvelle Vague

Beim Filmportal Fluxkompensator ist eine Filmkritik von Franz Indra zu NOUVELLE VAGUE von Richard Linklater erschienen, der zur Zeit im Kino läuft.

Guillame Marbeck ignoriert als Jean-Luc Godard kettenrauchend einfach alle Hindernisse, bis er endlich, wie seine Kritikerkollegen von der Gazette du cinéma selber einen Film drehen kann. À BOUT DE SOUFFLE (AUSSER ATEM, 1960) sprengte dann gleich mal die damaligen Kinokonventionen und wurde mit Jean-Paul Belmondo und Jean Seberg (dargestellt von Aubry Dulin und Zoey Deutch) auch noch ein Überraschungserfolg beim Publikum.

Aber es fühlt sich ein bisschen wie ein Schulprojekt an, wie eine Fleißarbeit. Warum wird bei hundert Figuren der Name eingeblendet? Der Film gräbt nicht in die Tiefe und wird gerade Godard damit nicht gerecht. Danach hat man aber immerhin Lust, sich AUSSER ATEM wieder anzuschauen

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Stefan Preis wiederum hat eine ausführliche Kritik zu LAURIN (1989) von Robert Sigl für den Lovecrafter Online gerschrieben.

09.05. Hamburger Filmgespräch: Andy Warhol’s Frankenstein (Flesh for Frankenstein, OmU)

Italien/Frankreich 1973 | 94 min. | Regie: Paul Morrissey | mit Udo Kier, Joe Dallesandro, Monique van Vooren u.a.
Samstag, 09.05.2026 19:00
Metropolis, Kleine Theaterstr. 10 / 20354 Hamburg

Udo Kier ist als der vielleicht negativste Frankenstein der Filmgeschichte zu sehen – von den humanistischen Ansätzen aus Mary Shelleys Vorlage, die hier sehr frei interpretiert wird, ist nichts mehr übrig. Frankenstein, der seine Schwester geheiratet hat, plant, „höhere“ Menschen zu züchten. Eine Frau aus Leichenteilen wurde bereits hergestellt, der Mann ist noch unvollständig.

Andy Warhol produzierte diesen Film, der als Satire auf Genforschung und als Warnung vor dem wissenschaftlich Möglichen und vor einer Diktatur gesehen werden kann. Die Grundidee kam von Roman Polanski. Regisseur Paul Morrissey und Udo Kier drehten 1974 auch ANDY WARHOLS DRACULA, in dem Udo Kier wieder in der Titelrolle zu sehen ist. Der bekannte Horror- und Westernregisseur Antonio Margheriti soll auch am Set gesichtet worden sein, was Morrissey und Kier aber bestritten.

Moderiert wird die Veranstaltung von Filmemacher Franz Indra und Autor Stefan Preis. -> Tickets

Bonus: Im Rahmen der Retrospektive zum am 23. November 2025 verstorbenen Udo Kier führen Franz Indra und Stefan Preis zuvor um 17:00 in MY PRIVATE IDAHO – DAS ENDE DER UNSCHULD (My Own Private Idaho, deutsche Fassung, auf 35 mm) von Gus van Sant mit River Phoenix, Keanu Reeves und natürlich Udo Kier ein. Weitere Veranstaltungen folgen. -> Tickets

Filmkritik zu „Alpha“

Beim Filmportal Fluxkompensator ist eine Filmkritik von Franz Indra zu ALPHA von Julia Ducournau erschienen. Der Film kommt am 2. April in die deutschen Kinos.

Julia Ducournau hat vor vier Jahren mit ihrem alle Grenzen überschreitenden Geniestreich TITANE Cannes gerockt und in der Dankesrede nach dem Gewinn der Goldene Palme gesagt: „Danke, dass Sie die Monster herein gelassen haben!“ Ihr Nachfolgefilm ist kein (body) horror, aber Ducournau blickt erneut auf das Fleisch.

Alpha (Mélissa Boros) lebt als Dreizehnjährige in Paris. Ihre pubertären Experimente sorgen ihre alleinerziehende Mutter (Golshifteh Farahani), eine Ärztin. Wir befinden uns in den Achtziger Jahren, alle haben Angst vor einer neuen, unheimlichen Krankheit. Kaum denkt man dabei an Aids, bricht das Fantastische herein.

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Hitchcock als Vorbild

Was machte den Film damals so besonders? Wie fügt er sich in seine Entstehungszeit ein? Und warum wirkt er heute vielleicht anders als bei seiner Veröffentlichung? Bei Filme, Serien und Stars sprechen Jan Planinic und Stefan Preis über Die 27. Etage (1965) von Edward Dmytryk mit Gregory Peck.

Für den Lovecrafter Online hat Stefan Preis eine Kritik zu Die krumme Janet (1881) von Robert Louis Stevenson geschrieben.

Q&As auf der Berlinale 2026

Auch zur diesjährigen Berlinale gibt es auf Franz Indras Vimeo-Kanal einige Q&As:

Regisseur James Benning spricht über EIGHT BRIDGES.

Regisseurin Koxi, Sar Adina Scheer, Ben Münchow und Stephanie Stremler aus dem Cast, Co-Autor und Komponist Antonio de Luca sowie Editor Andreas Menn sprechen über LIEBHABERINNEN nach dem gleichnamigen Roman von Elfriede Jelinek.

Regisseurin Hanna Bergholm und die Hauptdarsteller Seidi Haarla und Rupert Grint präsentieren NIGHTBORN (Yön Lapsi).

Regisseur Hong Sang-soo und Hauptdarstellerin Song Seon-mi sprechen über THE DAY SHE RETURNS (Geunyeoga Doraon Nal).

Einige Ausschnitte aus dem Talents Panel Mixed Feelings: Empathy for the Monster in Genre mit Edwin, dem Regisseur von SLEEP NO MORE (MONSTER PABRIK RAMBUT). Hanna Bergholm, die Regisseurin von NIGHTBORN (Yön Lapsi), musste ihre Teilnahme leider absagen, da sie sich die berüchtigte Berlinale-Erkältung eingefangen hatte.

Regisseurin Ralitza Petrova, Hauptdarstellerin Snejanka Mihaylova und das Team sprechen über LUST.