Interfilm Academy News

17.12. Kinotreff Rottmann: Was uns verbindet (L’attachement)

Frankreich / Belgien 2024 | 106 min. | Regie: Carine Tardieu | mit Valeria Bruni Tedeschi, Pio Marmaï, Vimala Pons u.a.
Mittwoch, 17.12.2025 18:00
Neues Rottmann, Rottmannstr. 15 / 80333 München

Als das Ehepaar aus der Nachbarwohnung zur Entbindung ins Krankenhaus muss, erklärt sich eine alleinstehende Buchhändlerin Mitte 50 bereit, auf deren kleinen Sohn aufzupassen. Doch als die Mutter bei der Geburt stirbt, entwickelt die Nachbarin zu dem Jungen, dem verwitweten Vater und dem Neugeborenen eine tiefe Bindung, auch wenn sie dabei austarieren muss, wo ihre Grenzen sind. Ein warmherziges Porträt einer Frau, die sich in einem Leben als Single eingerichtet hat und sich darin wohlfühlt, aber durch die Umstände unversehens in eine Familie hineinwächst, ohne die klassische Mutterrolle übernehmen zu wollen. Ein unaufgeregtes Drama, das von überzeugenden Darstellern und liebevoll gezeichneten Figuren getragen wird. (Quelle: Kino)

Einführung und Gespräch: Filmpfarrer Eckart Bruchner, Interfilm Academy Munich e.V.

18.12. Gautinger Filmgespräch: Sentimental Value

Norwegen / Dänemark / Frankreich / Deutschland 2025 | 135 min. | Regie: Joachim Trier | mit Renate Reinsve, Stellan Skarsgård, Inga Ibsdotter Lilleaas, Elle Fanning u.a.
Donnerstag, 18.12.2025 19:30
Kino Breitwand Gauting, Bahnhofsplatz 2 / 82131 Gauting

Im Film SENTIMENTAL VALUE erträgt das Haus schweigend die Ereignisse von drei Generationen, das den Künstlervater und die Psychologenmutter, dann auch die beiden Töchter nach der Trennung der Eltern beherbergt hat. Die unerwartete Rückkehr ihres charismatischen, aber schwierigen Vaters wirbelt das Leben der Schwestern durcheinander – und eröffnet zugleich die Chance auf einen Neuanfang.

Am Ende steht SENTIMENTAL VALUE als leise Offenbarung. Nicht bloß Nostalgie, sondern die Traurigkeit über das, was war, und die zarte Hoffnung auf das, was noch sein könnte.

Einführung und Diskussion: Filmpfarrer Eckart Bruchner

27.11. Gautinger Filmgespräch: Paternal leave – Drei Tage Meer

Deutschland / Italien 2025 | 96 min. | Regie: Alissa Jung | mit Juli Grabenhenrich, Luca Marinelli, Arturo Gabbriellini, Joy Falletti Cardillo, Gaia Rinaldi u.a.
Donnerstag, 27.11.2025 19:30
Kino Breitwand Gauting, Bahnhofsplatz 2 / 82131 Gauting

Gewinner des Perspektive Spielfilmpreises beim Fünf Seen Filmfestival 2025

Ein bewegendes Vater-Tochter-Drama über Nähe und Distanz, über Verantwortung, Versäumnisse – und die zarte Hoffnung auf einen Neuanfang.

Die 15-jährige Leo ist in Deutschland ohne Vater aufgewachsen. Als sie von seiner Identität erfährt, macht sie sich sofort auf die Suche nach ihm. Sie findet Paolo in einer verrammelten Strandbar an der winterlichen Küste Norditaliens, mit einer kleinen Tochter und deren Mutter. Auch zu ihnen hat er sich nicht wirklich bekannt. Ihn überwältigt und überfordert das Wiedersehen. Nach Leos plötzlichem Auftauchen hat er Mühe, seine Balance zwischen ihr und seiner neuen Familie zu finden. Zunächst will Leo nur Antworten, doch schon bald sehnt sie sich nach einem Platz in Paolos Leben. Da sie weder Geld noch einen Plan hat, bleibt sie erst mal in dem kleinen Ort. Je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto mehr Gemeinsamkeiten entdecken Leo und Paolo. Doch die Realität holt die beiden unweigerlich ein.
Über den Bildern liegt aber die Möglichkeit, die die Musik mit ihrem Text andeutet:

When time pulls live apart, hold your own / when everything is fluid, nothing can be known
with any certainty, hold your own / hold it till you feel it there, as dark and dense
and wet as earth, as vast and bright / and sweet as air / when all there is, is knowing that you feel / what you are feeling / Hold your own, ask your hands / to know the things they hold / ... / swaying like an open door, when storms are coming / hold.
Time isn´t onslaught, love is a mission / ... / feel each decision that you make, make it,
hold it, hold your own. / Hold your lovers, hold their hands. (Quelle: Kino)

Einführung und Diskussion: Filmpfarrer Eckart Bruchner

29.10. Gräfelfinger Filmgespräch: Amrum

USA / Deutschland 2025 | 93 min. | Regie: Fatih Akin | mit Diane Kruger, Matthias Schweighöfer, Laura Tonke u.a.
Mittwoch, 29.10.2025 19:45
Filmeck Gräfelfing, Bahnhofplatz 1 / 82166 Gräfelfing

Amrum, Frühjahr 1945. Nichts ist zu gefährlich oder zu mühsam für den 12-jährigen Nanning um seiner Mutter in den letzten Kriegstagen zu helfen, die Familie zu ernähren. Nanning und seine Familie wurden in Hamburg ausgebombt und mußten auf die Nordsee-Insel ziehen, wo niemand auf sie wartet.

Der türkisch-deutsche Regisseur Fath Akin verfilmt die Kindheit seines deutschen Lehrmeisters Hark Bohm, der wohl das Drehbuch mitverfasste, aber aus Altersgründen nicht mehr die Regiearbeit übernehmen konnte. Filmpfarrer Eckart Bruchner, der in den Film einführt und die Gesprächsleitung nach dem Film übernimmt, betont, wie großartig der junge Jasper Billerbeck seine erste Hauptrolle als Zeitzeuge der kontroversen Umbruchsituation zwischen Kriegsende und Neuanfang in Deutschland spielt und gleichzeitig deutlich wird, in welcher Umbruchsituation wir heute leben.

AMRUM lief in Cannes und Venedig und wird bereits in Deutschland kontrovers diskutiert. Atmosphärisch ergreifen die stimmungsvollen Bilder der Norddseeinsel  Amrum das Publikum ebenso wie die Aktualität verschiedener Themen.

Einführung und Filmgespräch: Filmpfarrer Eckart Bruchner