Filmanalysen

Auf diesen Seiten veröffentlicht die Interfilm Academy e.V. Filmanalysen und -rezensionen.

Filmkritik zu „Alpha“

Beim Filmportal Fluxkompensator ist die Filmkritik von Franz Indra zu ALPHA von Julia Ducournau erschienen. Der Film kommt am 2. April in die deutschen Kinos.

Julia Ducournau hat vor vier Jahren mit ihrem alle Grenzen überschreitenden Geniestreich TITANE Cannes gerockt und in der Dankesrede nach dem Gewinn der Goldene Palme gesagt: „Danke, dass Sie die Monster herein gelassen haben!“ Ihr Nachfolgefilm ist kein (body) horror, aber Ducournau blickt erneut auf das Fleisch.

Alpha (Mélissa Boros) lebt als Dreizehnjährige in Paris. Ihre pubertären Experimente sorgen ihre alleinerziehende Mutter (Golshifteh Farahani), eine Ärztin. Wir befinden uns in den Achtziger Jahren, alle haben Angst vor einer neuen, unheimlichen Krankheit. Kaum denkt man dabei an Aids, bricht das Fantastische herein.

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Hitchcock als Vorbild

Was machte den Film damals so besonders? Wie fügt er sich in seine Entstehungszeit ein? Und warum wirkt er heute vielleicht anders als bei seiner Veröffentlichung? Bei Filme, Serien und Stars sprechen Jan Planinic und Stefan Preis über Die 27. Etage (1965) von Edward Dmytryk mit Gregory Peck.

Für den Lovecrafter Online hat Stefan Preis eine Kritik zu Die krumme Janet (1881) von Robert Louis Stevenson geschrieben.

Q&As auf der Berlinale 2026

Auch zur diesjährigen Berlinale gibt es auf Franz Indras Vimeo-Kanal einige Q&As:

Regisseur James Benning spricht über EIGHT BRIDGES.

Regisseurin Koxi, Sar Adina Scheer, Ben Münchow und Stephanie Stremler aus dem Cast, Co-Autor und Komponist Antonio de Luca sowie Editor Andreas Menn sprechen über LIEBHABERINNEN nach dem gleichnamigen Roman von Elfriede Jelinek.

Regisseurin Hanna Bergholm und die Hauptdarsteller Seidi Haarla und Rupert Grint präsentieren NIGHTBORN (Yön Lapsi).

Regisseur Hong Sang-soo und Hauptdarstellerin Song Seon-mi sprechen über THE DAY SHE RETURNS (Geunyeoga Doraon Nal).

Einige Ausschnitte aus dem Talents Panel Mixed Feelings: Empathy for the Monster in Genre mit Edwin, dem Regisseur von SLEEP NO MORE (MONSTER PABRIK RAMBUT). Hanna Bergholm, die Regisseurin von NIGHTBORN (Yön Lapsi), musste ihre Teilnahme leider absagen, da sie sich die berüchtigte Berlinale-Erkältung eingefangen hatte.

Regisseurin Ralitza Petrova, Hauptdarstellerin Snejanka Mihaylova und das Team sprechen über LUST.

When Reiner met King

Nach seinem tragischen Tod ist bereits am 26. Dezember ein Video über die Filme von Rob Reiner von David Dietrich, Christoph Niederberger und Stefan Preis bei Filme, Serien und Stars erschienen, das hiermit endich nachgereicht wird. Der Coming-of-Age-Klassiker STAND BY ME (1986), die romantische Kömodie HARRY UND SALLY (1989), der Psycho-Thriller MISERY (1990) und das Gerichtsdrama EINE FRAGE DER EHRE (1992) – Rob Reiner bewegte sich scheinbar mühelos zwischen den Genres.

David Dietrich und Stefan Preis sprechen bei Filme, Serien und Stars außerdem über Die Wahrheit hinter Conjuring 2 (2016). Für die Fantastische Antike hat Stefan Preis einen Artikel über Stephen King und die nordeuropäische Folklore geschrieben, von dem bekanntlich auch die Romanvorlage zu MISERY stammt. Und bei Splatting Image schließlich erschien seine Kritik zu Nightmare II – Die Rache.

Dario Aguirre spricht über „Wir, die Wolfs“

Mein ehemaliger und sehr geschätzter Kommilitone Dario Aguirre sprach am 22. Januar 2026 im Hamburger Studio Kino über seinen neuen Film WIR, DIE WOLFS. Nach FIVE WAYS TO DARIO (2010), CESARS GRILL (2013) und IM LAND MEINER KINDER (2018) führt er damit seine Reflexionen darüber fort, was Identität bedeuten mag.

Leider war es im Saal recht dunkel, so dass das Bild vor allem zu Beginn etwas unscharf ist. Wir bitten, das zu entschuldigen! Dafür ist der Ton sauber 🙂

Seltsame Träume

Zum 250. Geburtstag von E.T.A. Hoffmann ist bei Splatting Image, dem „Magazin für den unterschlagenen Film“, ein Essay von Stefan Preis und Franz Indra erschienen. Diesmal geht es um Seltsame Träume in BLUE VELVET (1986) und A NIGHTMARE ON ELM STREET (1984). Letztes Jahr hatten sie anlässlich des Todes von David Lynch ein Hamburger Filmgespräch zu BLUE VELVET veranstaltet.

Stefan Preis hat außerdem einen Artikel über Nikolai Gogols Hexengeschichte Der Wij für den Lovecrafter Online geschrieben sowie Kritiken zu Todesträume (1989) beim Fluxkompensator und bei Warp Core zu The Midnight Meat Train (2008), der in ersterer erwähnt wird. Am 13. März schließlich präsentiert er X-Tro im Rahmen der Reihe Bizarre Cinema im Hamburger Kommunalen Kino Metropolis.

Eine Anklage gegen die Perversion der Macht

Stefan Preis und Franz Indra haben für Splatting Image, das „Magazin für den unterschlagenen Film“, einen Beitrag zu DIE 120 TAGE VON SODOM (Salò o le 120 giornate di Sodoma, 1975) geschrieben. Grundlage war ihr Hamburger Filmgespräch anlässlich des 50. Todestages des Regisseurs Pier Paolo Pasolini.

DIE 120 TAGE VON SODOM ist beim ersten Sehen wie ein Schlag ins Gesicht, obwohl er kaum krasse explizite Bilder enthält und Pasolini jeglichen Voyeurismus konsequent unterbindet. Erst auf den zweiten oder dritten Blick erkennt man, was alles in ihm steckt – wie etwa die stille Anklage gegen Künstler, die sich mit dem Unrecht arrangieren, durch Pasolini, der sein Leben lang gegen alle Widrigkeiten und Gefährdungen zu seinen Prinzipien stand.

Es dürfte Pasolini auch weniger um das gegangen sein, was als Sadomasochismus bezeichnet wird. Dabei handelt es sich auch um etwas Anderes als die in de Sades Schriften geschilderten Ereignisse. Sie waren aber die Vorlage für Pasolinis eigentliches Thema: Präzise und unerbittlich zeigt er, wie im Faschismus Menschen zerstört werden. Die Gräuel der faschistischen Regimes im 20. Jahrhundert sind inzwischen nicht mehr so präsent, der Begriff Faschismus wird zunehmend beliebig verwendet. Gerade deshalb ist es heute wichtig, die Filme Pasolinis zu sehen und seine Schriften zu lesen.

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Für Filme, Serien und Stars hat Stefan Preis darober hinaus einen Artikel über Augen der Angst (1960) von Michael Powell geschrieben. Er geht dabei insbesondere auf Bezüge zu E.T.A. Hoffmanns „Der Sandmann“ ein. Am 24. Januar jährte sich Hoffmanns Geburtstag zum 250. Mal, weswegen übrigens auch gerade eine Sonderbriefmarke erschienen ist.

Video-Podcast zu „Vertigo“

In der aktuellen Filmanalyse bei Filme, Serien und Stars blicken David Dietrich, Stefan Preis und Franz Indra auf Obsession, Schuld und Begehren in Alfred Hitchcocks Meisterwerk VERTIGO von 1958. Sie sprechen über die Symbolik, den berühmten Vertigo-Zoom, die Filmmusik sowie darüber, weshalb der Film bis heute moderne Psychothriller geprägt hat. Außerdem: Was macht Scotties Perspektive so gefährlich – und warum fühlt sich Liebe hier wie ein Labyrinth an?

Stefan Preis hat außerdem beim Fluxkompensator einen Artikel über MARKHEIM (1971) geschrieben, Janusz Majewskis Verfilmung einer weniger bekannten Erzählung von Robert Louis Stevenson („The Strange Case of Dr. Jekyll and Mr. Hyde“). Beim Lovecrafter Online erschien seine Kritik zu Stephen Kings NACHTSCHICHT (Graveyard Shift, 1990). Stefan zeigt NACHTSCHICHT am 20.02. im Rahmen von Bizarre Cinema im Hamburger Kommunalen Kino Metropolis.

Kafka geht in die Elm Street

Stefan Preis trotzt der Generativen Künstlichen Intelligenz, die das Internet immer weiter zumüllt, und hält mit menschengemachten Filmanalysen dagegen:

Für das Filmportal Fluxkompensator hat er Texte über JULIAS UNHEIMLICHE WIEDERKEHR (FULL CIRCLE, 1977) von Richard Loncraine mit Mia Farrow und Keir Dullea sowie MORD AN EINEM REGNERISCHEN SONNTAG (Mort un dimanche de pluie, 1986) von Joël Santoni geschrieben.

Bei unserem Kooperationspartner, der Deutschen Lovecraft Gesellschaft, ist seine Kritik zu CREEPSHOW 2 (1987) erschienen und bei Filme, Serien und Stars seine Betrachtung zu A NIGHTMARE ON ELM STREET 4 in der Lesart von Franz Kafka: A Nightmare on Elm Street 4: The Dream Master – Kafka kommt in die Elm Street. Auf dem YouTube-Kanal von Filme, Serien und Stars erzählt er, warum hinter Freitag der 13. (1980) mehr steckt, als du denkst…

Zuguterletzt hat der Oldlib Verlag ein Buch publiziert, an dem Stefan Preis mitgeschrieben hat: „Von Robin Hood zu Robin of Sherwood“.

Franz Indra kann da nicht ganz mithalten, hat aber zumindest beim Fluxkompensator eine Kritik zu DIE MY LOVE von Lynne Ramsay mit Jennifer Lawrence, Robert Pattinson, Sissy Spacek und Nick Nolte geschrieben.