Archiv des Autor: Franz Indra

One-Future-Preis 2022 und Ehrenpreis für Stefanie Landgraf und Johannes Gulde

Die Interfilm Academy Munich e.V., wird im Rahmen des 39. Filmfest München, das vom 23. Juni bis zum 6. Juli 2022 stattfindet, zum 37. Mal ihre Auszeichnungen vergeben.

Die Menschen unseres Jahrhunderts haben eine einzige unteilbare Zukunft – One Future. In diesem Sinne zeichnet die Interfilm Academy mit dem One-Future-Preis jedes Jahr einen Film aus dem Programm des Filmfest München aus, der diesen Gedanken in ethisch und filmästhetisch überzeugender Weise umsetzt.

Die Interfilm Academy Munich e.V wird damit ihrem Satzungszweck gerecht, das Verständnis der
ästhetischen, spirituellen und sozialen Bedeutung der Medien, insbesondere des Kinofilms, in Kirche und
Gesellschaft zu fördern.

Die Interfilm Academy Munich e.V. vergibt außerdem einen Ehrenpreis für besondere Verdienste eines/r Filmschaffenden. Dieses Jahr erhalten ihn die Kommunikationswissenschaftlerin und Filmautorin
Stefanie Landgraf und der Kameramann und Filmregisseur Johannes Gulde.

Preisverleihung

Die feierliche Verleihung der diesjährigen Preise findet am Samstag, den 2. Juli 2022, um 14:00 Uhr im Amerikahaus München am Carolinenplatz 3 statt und wird musikalisch von Dieter Herbert an der Gitarre umrahmt. Der Eintritt – unter Corona-Bedingungen – ist frei.

Internationale Jury

Der internationalen Jury unter Vorsitz von Pfr. Eckart Bruchner (Deutschland) gehören in diesem Jahr an:

Galina Antoschewskaja
geb. in Leningrad/St. Petersburg, Russland
Studium der Journalistik an der Lomonossow-Universität Moskau
Filmjournalistin, Dramaturgin, Filmhistorikerin

© Foto: Benjamin Boldt

Eckart Bruchner, geb. in Amberg, Deutschland
Studium der Theologie, Philosophie, Archäologie und Kunstgeschichte in Erlangen, Rom, Heidelberg und München. HFF München (Abschlussfilm Sacra Romana Rota)
Pfarrer, Dozent und Pädagoge, Professor an der FVG Antwerpen, 1. Vorsitzender der Interfilm Academy Munich e.V., Stifter der Preise One-Future-Preis und Prix Interculturel

Bhagu T. Chellaney
geb. in Kotri, Indien
Studium von Architektur, Fine Arts and Design, Kunstgeschichte in Indien
Langjährige Berufsausübung als Architekt, Stadtplaner, Designer VFA und Filmgutachter

Ileana Cosmovici
geb. in München, aufgewachsen in Italien und Deutschland
Studium an Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF). Ihr Abschlussfilm Aschermittwoch wurde auf der Berlinale 2007 uraufgeführt und hat im gleichen Jahr das erste Fünf-Seen-Filmfestival eröffnet.
Regisseurin, Autorin und Schauspielcoach

Natalia Putintseva
geb. in Omsk/Sibirien, Russland, aufgewachsen in Nord-Kasachstan
Studium der Anglistik und Germanistik an der Nord-Kasachstanischen
Universität. BWL an der Hochschule für angewandte Wissenschaften München. USA-Aufenthalt.
Langjährige berufliche Tätigkeit auf dem Gebiet interkultureller Kommunikation und internationalen Projektmanagements, Autorin und Kunstmalerin

Christine Weissbarth
geb. in Wien, Österreich
Studium der Kunstgeschichte an der LMU München
Moderatorin, Schauspielerin und Studienleiterin bei der Interfilm Academy Munich e.V.

30.06. Gautinger Filmgespräch: Zum Tod meiner Mutter

Deutschland 2022 | 135 min. | Regie: Jessica Krummacher | mit Birte Schnöink, Elsie de Brauw u.a.
Donnerstag, 30.06.2022 19:30
Kino Breitwand Gauting, Bahnhofsplatz 2 / 82131 Gauting

Vom Verlust eines Elternteils dargestellt ohne Düsterkeit, aber mit wichtigen Details – von gesprochenen Worten zu liebevollen Gesten. Sie berühren und bleiben haften.
„Wir wissen, dass es zu Ende geht; mehr nicht“, sagt Juliane über ihre leidende Mutter Kerstin, die mit nur 64 Jahren sterben wird. Freunde und Angehörige kommen, um sich von ihrer Mutter zu verabschieden; emotionsgeladene Erinnerungen und Vorgefühle der Trauer mischen sich. Juliane kämpft gegen die Zeit – eine unerbittliche, apathische und monochrome Zeit… (Quelle: Kino)

Einführung & Moderation: Pfarrer Eckart Bruchner, Interfilm Academy Munich

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Romantik, Bamberg und Politik – Zum 200. Todestag von E.T.A. Hoffmann

Donnerstag, 23.06.2022 18:00
online
Veranstalter: Hanns-Seidel-Stiftung

Als der Schriftsteller, Maler und Komponist E.T.A. Hoffmann am 25. Juni 1822 im Alter von nur 46 Jahren starb, hinterließ er ein umfangreiches Gesamtwerk, das nicht nur die fantastische Literatur bis heute beeinflusst. Obwohl er nur wenige Jahre in Bamberg lebte, hinterließ er dort einen prägenden Eindruck: Seine damalige Wohnung am Schillerplatz ist heute ein Museum (E.T.A.-Hoffmann-Haus), Das Bamberger Theater, an dem er wirkte, ist nach ihm benannt und seinen Roman Die Elixiere des Teufels schrieb er nach dem Besuch des Bamberger Kapuzinerklosters. In diesem Seminar widmen wir uns dem ereignisreichen Leben und der Weltanschauung dieses Universalgenies: Seine Novelle Das Fräulein von Scuderi markiert den Anfang der modernen Detektivgeschichte, weitere Erzählungen können als gesellschaftskritische Reflexionen seiner Zeit gelesen werden. Wir untersuchen Hoffmanns Einfluss auf die Freudsche Psychoanalyse, die moderne Soziologie und natürlich auf das Kino. (Quelle: Hanns-Seidel-Stiftung)

Referenten:

Matthias J. Lange
Stefan Preis

Programmheft (pdf)

Anmeldung

14.06. Hamburger Filmgespräch: Schattenstunde

Deutschland 2021 | 79 min. | Regie: Benjamin Martins | mit Christoph Kaiser, Beate Krist, Sarah Palarczyk, Dirk Waanders u.a.
Dienstag, 14.06.2022 18:00
Abaton-Kino, Allendeplatz 3 / 20146 Hamburg

Dezember 1942: Im Büro von Adolf Eichmann. Der Romancier und Liederdichter Jochen Klepper wird zu einem der höchstrangigen Nazis zitiert. Kleppers Frau ist Jüdin. Der Mann soll sich scheiden lassen, dann darf er weiter schreiben. Jochen Klepper (1903-1942) kennen heute nur wenige. Wer heute ein evangelisches oder katholisches Gesangbuch aufschlägt, wird auf ihn stoßen. Mit dem Nazi-Regime bekam er keine Probleme wegen seiner Texte, sondern wegen seiner Mitgliedschaft in der SPD und vor allem wegen seiner Ehe. Jochen Klepper ging lieber gemeinsam in den Tod als getrennt zu werden. Es ist eine ergreifende, aber keineswegs untröstliche Inszenierung. Basierend auf Kleppers Tagebuchaufzeichnungen findet Martins immer neue, immer wieder überraschende Stilmittel, um innerste Gewissenbisse, Zweifel, aber auch die Hoffnung auf Erlösung äußerlich sichtbar zu machen.

Moderiert wird die Veranstaltung von Filmemacher Franz Indra und Autor Stefan Preis

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24.06. Der Hauptmann von Köpenick

BRD 1956 | 93 min. | Regie: Helmut Käutner | mit Heinz Rühmann, Martin Held, Hannelore Schroth u.a.
Freitag, 24.06.2022 18:00
Münchenstift – Haus an der Effnerstraße, Effnerstr. 76 / 81925 München

In jungen Jahren ist Wilhelm Voigt auf die schiefe Bahn geraten und landet hinter Gittern. Nach seiner Entlassung beschließt er, endlich ein ehrliches Leben zu führen. Doch Wilhelm Voigt hat keinen Pass. Seine ständigen Versuche, sich Papiere zu beschaffen, bringen ihn immer wieder in Schwierigkeiten. (Quelle: Münchner Volkshochschule)

Im Anschluß an den Film haben Sie die Möglichkeit, sich im Gespräch mit Filmexperte und Pfarrer Eckart Bruchner auszutauschen.

Neue Gautinger Filmgespräche

Die Gautinger Filmgespräche gehen weiter:

  • 26.05.2022 Nawalny (USA 2022, 98 min.) von Daniel Roher
  • 30.06.2022 Zum Tod meiner Mutter (Deutschland 2022, 135 min.) von Jessica Krummacher
  • 28.07.2022 Rifkin’s Festival (USA / Spanien / Italien 2022, 92 min.) von Woody Allen
  • 25.08.2022 Mirakel
  • 29.09.2022 Alice Schwarzer (Österreich 2022) von Sabine Derflinger
  • 27.10.2022 Girl Gang (Schweiz 2022) von Susanne Regina Meures

Ausführliche Ankündigungen erscheinen jeweils am Montag der Woche vor dem Termin.

Nachlese zum Hamburger Filmgespräch: Nahschuss

Das schöne Wetter hatte die Kinoreihen leider etwas geleert, aber das Publikum bekam etwas geboten: Die Regisseurin Franziska Stünkel hatte sich freundlicherweise die Zeit für unsere Veranstaltung genommen, obwohl sie Nahschuss am Abend zuvor in Istanbul präsentiert hatte und noch in der Nacht nach Düsseldorf für eine Foto-Präsentation am nächsten Tag weiterreiste.

So sprach sie vor der Vorführung eine Dreiviertelstunde lang von ihrer jahrelangen Recherchearbeit, den Dreharbeiten mit Lars Eidinger, Devid Striesow sowie Luise Heyer und ihren Erlebnissen auf der Festival-Tour mit dem fertigen Film. Es handelt sich erst um ihre zweite fiktionale Arbeit, aber ihr zurückhaltendes, ernsthaftes und dabei den Menschen zugewandtes Auftreten lässt erahnen, wie dieser meisterhafte Film entstehen konnte.

Nach der Vorführung diskutierten wir noch eine halbe Stunde lang mit dem Publikum. Wir danken allen Beteiligten für den tollen Abend und freuen uns auf weitere Filmgespräche mit Gästen!

26.05. Gautinger Filmgespräch: Nawalny (Navalny)

USA 2022 | 98 min. | Regie: Daniel Roher
Donnerstag, 26.05.2022 19:30
Kino Breitwand Gauting, Bahnhofsplatz 2 / 82131 Gauting

Der Weg des bedeutenden russischen Oppositionellen und Putin-Gegner Alexei Nawalny von dem Attentat des russischen Geheimdienstes bis zu seiner Rückkehr nach Moskau und seiner Inhaftierung.
In einem Flugzeug sollte Alexei Nawalny mit dem russischen Nervengift Nowitschok ermordet werden. Er wird in ein russisches Krankenhaus eingeliefert und kämpft dort um sein Leben. Erst sein Transport in die Berliner Charité hilft ihm und im Schwarzwald wird er wieder zu Kräften kommen. Der dortige Aufenthalt steht im Zentrum des Films. Zusammen mit seiner Familie, seinem Team und dem bulgarischen Journalisten Christo Grozev gelang es Nawalny hier, den Mordanschlag gegen ihn aufzudecken. (Quelle: Kino)

Einführung & Moderation: Pfarrer Eckart Bruchner, Interfilm Academy Munich

-> Tickets

Neue Filmkritiken

Stefan Preis hat wieder für Lesestoff gesorgt:

Außerdem zitiert das Stadtkino Basel in seiner Ankündigung zu Die Tausend Augen des Dr. Mabuse Stefans Filmkritik beim Fluxkompensator.

Und auch Franz Indra war nicht untätig und hat beim Fluxkompensator eine Filmkritik zu Alles ist eins. Ausser der 0. (2020) geschrieben.