Hamburger Filmgespräche
28.05. Hamburger Filmgespräch präsentiert: Melancholia (35 mm)
Deutschland/Dänemark/Frankreich/Schweden 2011 | 136 min. | Regie: Lars von Trier | mit Kirsten Dunst, Charlotte Gainsbourg, Charlotte Rampling, Alexander Skarsgård, Kiefer Sutherland, Stellan Skarsgård, Udo Kier u.a.
Donnerstag, 2805.2026 21:15
Metropolis, Kleine Theaterstr. 10 / 20354 Hamburg
Zu den Klängen der Ouvertüre von „Tristan und Isolde“ fällt das Leben scheinbar vom Himmel – Endzeitstimmung: Ein Planet rast unaufhaltsam auf die Erde zu! Justine und Michael feiern eine prachtvolle Hochzeit, organisiert von Justines Schwester Claire und deren Mann John. Doch die Feier wird überschattet von der schwierigen Beziehung der ungleichen Schwestern und einer apokalyptischen Vorahnung, die in der Luft liegt. Udo Kier spielt den exzentrisch-peniblen Hochzeitsplaner! (Quelle: Kino)
Die Veranstaltung ist Teil der Retrospektive zu Udo Kier.
Einführung: Stefan Preis -> Tickets
Stefan Preis vergleicht darüber hinaus bei Splatting Image die Filme Sein Freund Jello (1957) und Cujo (1983) in Der beste Freund des Menschen und hat für Filme, Serien und Stars den Essay Stephen King kommt an einem Freitag, dem 13. zum Crystal Lake geschrieben.
27.05. Hamburger Filmgespräch präsentiert: Dogville (35 mm)
Deutschland/Dänemark/Finnland/Frankreich/Niederlande/Norwegen/Schweden/UK 2003 | 178 min. | Regie: Lars von Trier | mit Nicole Kidman, Paul Bettany, Lauren Bacall, Chloë Sevigny, Stellan Skarsgård, Udo Kier u.a.
Mittwoch, 27.05.2026 17:00
Metropolis, Kleine Theaterstr. 10 / 20354 Hamburg
Die junge Grace sucht in der abgelegenen Stadt Dogville Zuflucht. Zunächst aufgenommen, kippt die Stimmung, als ihre Identität ans Licht zu kommen droht – und der Schutz der Bewohner:innen fordert einen grausamen Preis. Das auf einer Theaterbühne angelegte dreistündige Drama, das sich durch eine faszinierende Kameraarbeit sowie die exzellente Montage auszeichnet, hat Kino neu definiert! (Quelle: Kino)
Die Veranstaltung ist Teil der Retrospektive zu Udo Kier.
Einführung: Franz Indra -> Tickets
Franz Indra hat außerdem einen Kurzauftritt im neuen Imagefilm zum Tarifvertrag „Betriebliche Altersversorgung für Filmschaffende“ der Pensionskasse Rundfunk. Wer kann ihn entdecken?
18.03. Hamburger Filmgespräch: Speak No Evil (Gæsterne, OmU)
Dänemark 2023 | 97 min. | Regie: Christian Tafdrup | mit Morten Burian, Sidsel Siem Koch u.a.
Mittwoch, 18.03.2026 19:00
Metropolis, Kleine Theaterstr. 10 / 20354 Hamburg
Ein Ehepaar mit einer kleinen Tochter erlebt den blanken Horror, als sie von Bekannten aus dem letzten Urlaub auf ein einsames Anwesen in den Niederlanden eingeladen werden. Als sie Hinweise entdecken, dass ihre Gastgeber Mörder sind, versuchen sie zu fliehen – und kehren trotzdem zurück.
SPEAK NO EVIL ist inspiriert von Clive Barkers Kurzgeschichte Dread sowie zahlreichen pessimistischen Thrillern, die die Frage aufwerfen, warum Täter anderen Menschen solches Leid zufügen. In FUNNY GAMES (1997) heißt es zynisch „Warum nicht?“ und in THE STRANGERS (2008) nur lapidar „Weil ihr zu Hause wart.“ Die Antwort bei SPEAK NO EVIL ist die vielleicht schockierendste.
Moderiert wird die Veranstaltung von Filmemacher Franz Indra und Autor Stefan Preis. -> Tickets
20.02. Hamburger Filmgespräch präsentiert: Die Fliege (The Fly, OF)
USA 1986 | 96 min. | Regie: David Cronenberg | mit Jeff Goldblum, Geena Davis, John Getz u.a.
Freitag, 20.02.2026 21:30
Metropolis, Kleine Theaterstr. 10 / 20354 Hamburg
Willkommen zu einem der schrecklichsten Meisterwerke der Filmgeschichte! Wer diesen Film sieht, wird ihn nie wieder vergessen. Realistisch gezeichnete Charaktere ereilt ein unmenschliches Schicksal. Der tragische Held fängt an, sich zu verändern, seine Reise in den Wahnsinn wird durch Effekte flankiert, die auch nach vierzig Jahren nichts von ihrer Wirkung verloren haben.
Mel Brooks (ja, der Mel Brooks) holte David Cronenberg aus Kanada nach Hollywood, um beim Remake der Verfilmung einer Kurzgeschichte aus den Fünfziger Jahren die Regie zu übernehmen. Cronenberg schrieb alle Dialoge um und machte aus einem biederen Ehepaar eine verhängnisvolle Dreieckskonstellation. John Getz, Geena Davis und natürlich vor allem Jeff Goldblum stürzten sich furchtlos in ihre Rollen, Howard Shaw komponierte die Musik.
Be afraid. Be very afraid.
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe Retro-Horror.
Einführung: Stefan Preis und Franz Indra -> Tickets
Nach der Vorführung gibt es keine Diskussion. Stattdessen laden wir dazu ein, unsere Podcast-Folge zu Die Fliege anzuhören – aber bitte erst nach dem Kino-Erlebnis.
15.01. Hamburger Filmgespräch: Der Schläfer (Sleeper, OF)
USA 1973 | 89 min. | Regie: Woody Allen | mit Woody Allen, Diane Keaton John Beck u.a.
Donnerstag, 15.01.2026 19:00
Metropolis, Kleine Theaterstr. 10 / 20354 Hamburg
Anlässlich des Todes von Diane Keaton
Miles Monroe wird in den Siebziger Jahren versehentlich eingefroren und erwacht erst Jahrhunderte später wieder. Er hat Schwierigkeiten, sich in der Schönen Neuen Welt der Sexroboter und Riesengemüse zurecht zu finden. Schließlich entpuppt sich das vermeintliche Paradies als bizarre Diktatur. Miles verliebt sich in Luna und versucht, gemeinsam mit ihr die Nase des Führers zu kidnappen.
Diane Keatons zweite Arbeit mit Woody Allen ist eine Hommage an das frühe Slapstick-Kino und endet mit einem (kleinen) Knall.
Moderiert wird die Veranstaltung von Filmemacher Franz Indra und Autor Stefan Preis. -> Tickets
03.11. Hamburger Filmgespräch: Die 120 Tage von Sodom (Salò o le 120 giornate di Sodoma, OmeU)
Italien 1975 | 117 min. | Regie: Pier Paolo Pasolini | mit Sonia Saviange, Paolo Bonacelli, Aldo Valetti u.a.
Montag, 03.11.2025 19:15
Metropolis, Kleine Theaterstr. 10 / 20354 Hamburg
Zum 50. Todestag von Pier Paolo Pasolini
Nach der Trilogie des Lebens (Pasolini verfilmte das Dekameron, die Canterbury Tales und die Geschichten aus 1001 Nacht) entstand mit den 120 TAGEN VON SODOM eines der umstrittensten Werke der Filmgeschichte, das Kritik wie Publikum bis heute schockiert und in zahlreichen Ländern nicht gezeigt werden darf. Pasolini verlegt in seinem letzten Film die Handlung der ebenso kontrovers diskutierten Vorlage des Marquis de Sade vom Ancien Regime in das faschistische Italien: Die Geschichte von vier angesehenen Bürgern, die an einem abgelegenen Ort furchtbare Gräueltaten begehen, ist eine Kritik an Machtmissbrauch, autoritären Regimen und der Konsumgesellschaft.
Nur kurze Zeit nach den Dreharbeiten wurde Pasolini ermordet aufgefunden, mögliche politische Motive werden bis heute vermutet.
Moderiert wird die Veranstaltung von Filmemacher Franz Indra und Autor Stefan Preis. -> Tickets
Die Dämonen der Städte
Ende Juli / Anfang August zeigte das Hamburger Kommunale Kino Metropolis in der Reihe Retro-Horror ROSEMARY’S BABY (1968) von Roman Polanski sowie POSSESSION (1981) von Andrzej Zulawski. Stefan Preis und Franz Indra haben jeweils in den Film eingeführt und nun einen Artikel für den Lovecrafter Online geschrieben: In Die Dämonen der Städte untersuchen sie Gemeinsamkeiten der beiden Filme, auch in Hinsicht auf den damaligen Zeitgeist.
10.09. Hamburger Filmgespräch: Hexenjagd (The Crucible, OF)
USA 1996 | 124 min. | Regie: Nicholas Hytner | mit Daniel Day-Lewis, Winona Ryder, Paul Scofield, Joan Allen u.a.
Mittwoch, 10.09.2025 19:00
Metropolis, Kleine Theaterstr. 10 / 20354 Hamburg
Hexenverfolgungen waren nicht nur ein europäisches Phänomen: 1692 klagten verblendete puritanische Fanatiker unschuldige Menschen in Salem der Zauberei und Teufelsanbetung an. Dieses dunkle Kapitel in der Geschichte der ‚Neuen Welt‘ wurde 1953 von Arthur Miller dramatisiert, der hier Parallelen zu der McCarthy-Ära zog. Auch in der Gegenwart erscheint Hytners Adaption des Bühnenstücks bedrückend aktuell.
Moderiert wird die Veranstaltung von Filmemacher Franz Indra und Autor Stefan Preis. -> Tickets
VHS-Reviews und der Goldene Handschuh
Beim Media Collectors Club von Filme, Serien und Stars spricht „Mr. VHS“ Christoph in einem ausführlichen Interview mit Stefan Preis über den Kult-Horrorfilm FREITAG DER 13. aus dem Jahr 1980, der als Meilenstein des Slasher-Genres gilt.
Im Januar hatten Stefan Preis und Franz Indra bei den Hamburger Filmgesprächen Fatih Akin zu Gast. Sie zeigten und diskutierten seinen Film DER GOLDENE HANDSCHUH über den Serienmörder Fritz Honka. Kürzlich erschienen zwei Artikel in Zusammenhang mit den Verbrechen, die Hamburg in den 1970ern erschütterten: Die Tagesschau fragt angesichts einer Escape-Room-Tour zu den Morden: „Darf echtes Verbrechen zur Unterhaltung werden?“ Und die taz berichtet über einen neu aufgestellten Gedenkstein, der an die vier Frauen erinnert, die Fritz Honka umbrachte.
Über 100 Zuschauer bei Wicker Man
Kriminologe Stefan Preis und Filmwissenschaftler Christoph Dobbitsch konnten am 1. Mai über 100 Zuschauer zum Filmgespräch über THE WICKER MAN begrüßen! Beim Lovecrafter ist ein Artikel über die Veranstaltung erschienen, eine Kooperation mit der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und dem Bizarre Cinema in der Reihe Movies meet Music.
Aber auch zu den Veranstaltungen der Reihe Lynch on 35 – Blue Velvet, The Elephant Man, Lost Highway, Mulholland Drive und Inland Empire – im Metropolis Kino konnten Stefan Preis und Franz Indra regelmäßig 70 bis 90 Zuschauer begrüßen – obwohl die Filme bereits Anfang des Jahres in mehreren anderen Hamburger Kinos liefen. Vielen Dank an das Publikum, die nächsten Veranstaltungen sind bereits in Vorbereitung!










