Filmkritik zu „Broker“

Beim Fluxkompensator ist meine Filmkritik zu Broker erschienen.

Zwei Männer entführen hin und wieder ausgesetzte Babys aus einer Babyklappe, um sie dann heimlich an Paare zu verkaufen, denen der offizielle Adoptionsweg verwehrt ist. Eine junge Mutter, die ihre Entscheidung am nächsten Tag (vielleicht) bereut, weihen sie kurzerhand ein. Sie schließt sich ihnen an, einen Käufer für ihr Kind zu finden. Da die Stimmung nicht einen Problemfilm, sondern eine Feel-Good-Komödie vermuten lässt, ahnt man kommende Entwicklungen, die der Film aber konsequent sabotiert.

Broker zeigt eine ähnliche Gesellschaft wie Südkoreas Oscar-Gewinner von 2020, Parasite: Wir erleben Menschen in prekären Verhältnissen, die ihre Ausgeschlossenheit vom sozialen Aufstieg als naturgegeben hinnehmen und gar nicht mehr auf die Idee kommen zu rebellieren oder überhaupt nur ihre Rechte einzufordern. Stattdessen spielen sie Teilhabe an der Gesellschaft, indem sie mit kriminellen Aktionen Arbeit in für sie unerreichbaren Berufen imitieren.

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