Thema: A Nightmare on Elm Street

Quo Vadis, Filmförderung?

Wie fördern wir Filme, Talente und kreative Vielfalt in Zukunft?
Eine Kooperation von DDV und BVR

Die deutsche Filmwirtschaft hat zwei Jahre Krise hinter sich, wie nicht zuletzt die Umfrage „Survive 2025 – Fix 2026“ des Regieverbands BVR belegt. Die Novellierung des Filmförderungsgesetzes für 2025 konnte erst auf den letzten Drücker auf den Weg gebracht werden, was monatelange Verzögerungen für aktuelle Produktionen zur Folge hatte. Gleichzeitig plant der Hamburger Senat, die 2025 eingeführte Etaterhöhung für die Filmförderung zu verstetigen, und die MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein hat mit NEST die Entwicklungsförderung neu strukturiert.

Was bedeutet das alles für Regisseur*innen und Drehbuchautor*innen?

Zeit: Montag, 28.09.2026 16-17 Uhr
Ort: Seminarraum der Fabrique im Gängeviertel, Valentinskamp 34a, 20355 Hamburg

Auf dem Panel:

  • Helge Albers, Geschäftsführer der MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein
  • Franz Indra (BVR)
  • Gerrit Hermanns (DDV)
  • Jana Forkel (DDV)
  • Moderation: Anja Badeck (BVR)

Die Veranstaltung ist eine offenes Sonderformat der monatlichen Regietreffen des BVR und findet auf Einladung des DDV im Rahmen der Screenwriter’s Lounge statt. Es ist keine Akkreditierung für das Filmfest erforderlich. Im Anschluss findet bis 19 Uhr ein Get-Together in lockerer Atmosphäre statt.

Bei Filme, Serien und Stars ist soeben Stefan Preis‘ Essay Edgar Allan Poes Maelstrom in „A Nightmare on Elm Street“ (1984) erschienen.

Seltsame Träume

Zum 250. Geburtstag von E.T.A. Hoffmann ist bei Splatting Image, dem „Magazin für den unterschlagenen Film“, ein Essay von Stefan Preis und Franz Indra erschienen. Diesmal geht es um Seltsame Träume in BLUE VELVET (1986) und A NIGHTMARE ON ELM STREET (1984). Letztes Jahr hatten sie anlässlich des Todes von David Lynch ein Hamburger Filmgespräch zu BLUE VELVET veranstaltet.

Stefan Preis hat außerdem einen Artikel über Nikolai Gogols Hexengeschichte Der Wij für den Lovecrafter Online geschrieben sowie Kritiken zu Todesträume (1989) beim Fluxkompensator und bei Warp Core zu The Midnight Meat Train (2008), der in ersterer erwähnt wird. Am 13. März schließlich präsentiert er X-Tro im Rahmen der Reihe Bizarre Cinema im Hamburger Kommunalen Kino Metropolis.

Blutsauger und Bourgeoisie – Eine Soziologische Betrachtung

In einem neuen Video-Podcast analysieren Stefan Preis und Nils Gampert den Vampirfilm. Im Zentrum ihrer Diskussion stehen drei ikonische Vampirfilme: Jonathan (1970) von Hans W. Geissendörfer, Andy Warhols Dracula (1974) und Werner Herzogs Nosferatu (1979).

Diese Filme dienen nicht nur der Unterhaltung, sondern fungieren auch als Spiegelbild gesellschaftlicher und politischer Strukturen. Durch die Linse der soziologischen Theorie, insbesondere unter Bezugnahme auf die Ideen von Karl Marx, decken sie faszinierende Parallelen zwischen den Figuren der Vampire und den Mechanismen der kapitalistischen Gesellschaft auf. Ihre Betrachtungen werfen ein neues Licht auf diese klassischen Werke des Horrorgenres und regen zum Nachdenken über die tiefgreifenden sozialen und politischen Themen an, die in ihnen verwoben sind.

In einer Besprechung zu Sliver (1993) ebenfalls bei Filme, Serien und Stars beleuchten Stefan Preis und Jan Planinic verschiedene Aspekte des Films, einschließlich seiner Handlung, Charaktere und insbesondere der Art und Weise, wie die Kameraarbeit die psychologischen Elemente des Films verstärkt. Insgesamt bieten sie eine tiefgreifende Analyse von Sliver, die nicht nur an der Oberfläche des Films kratzt, sondern auch seine tieferen psychologischen Dimensionen und die Rolle der Überwachung bei der Verstärkung dieser Aspekte beleuchtet.

Unser Kooperationspartner, die Deutsche Lovecraft Gesellschaft e.V., feiert ihr 10jähriges Bestehen mit folgendem Programm:

Lovecraft Shorts – Kurzfilme und Einführung zum Werk von H.P. Lovecraft
Freitag, 22.03.2024 18:00
Künstlerhaus Hannover, Sophienstr. 2 / 30159 Hannover

mit Einführung und Gästen, und im Anschluss

Die Farbe
Deutschland 2010 | 86 min. | Regie: Huân Vu | mit Paul Dorsch, Jürgen Heimüller, Ingo Heise u.a.
Freitag, 22.03.2024 20:30
Künstlerhaus Hannover, Sophienstr. 2 / 30159 Hannover

Arkham, 1975: Jonathan Davis Vater ist verschwunden. Seine Spur führt nach Deutschland, in den Schwäbisch-Fränkischen Wald, wo er nach dem 2. Weltkrieg stationiert war. Jonathan folgt ihm, um ihn heimzubringen, doch tief in den Wäldern offenbaren sich ihm die Geheimnisse aus der Vergangenheit. Nach der Kurzgeschichte The Colour Out of Space von H. P. Lovecraft.

Zu Gast: Regisseur Huân Vu, Einführung: Nils Gampert

Und zu guter (?) Letzt: A Nightmare on Elm Street (OV, 35mm)
USA 1984 | 91 min. | Regie: Wes Craven | mit Heather Langenkamp, John Saxon, Johnny Depp, Robert Englund u.a.
Sonntag, 31.03.2023 14:30
Metropolis, Kleine Theaterstr. 10 / 20354 Hamburg

40 Jahre Freddy Krueger! 1984 erschien ein Meisterwerk des Teenager-Horrorfilms: Jugendliche einer amerikanischen Kleinstadt träumen von einem mit Brandnarben entstellten Mann, der sie mit einem Messerhandschuh verfolgt. Die unheimliche Geschichte um eine schreckliche Vergangenheit in einer repressiven Gesellschaft inszenierte der Regisseur Wes Craven wie ein modernes Märchen. Einflüsse auf den früheren Literaturwissenschaftler Craven reichen von Fritz Lang bis Ingmar Bergman, von E.T.A. Hoffmann bis H. P. Lovecraft. Und selbstverständlich William Shakespeare, der in einer Szene sogar im Unterricht behandelt wird. -> Tickets

Einführung: Stefan Preis (im Rahmen der Filmreihe Bizarre Cinema)

Filmkritik zu „Nosferatu: Phantom der Nacht“

Stefan Preis war mal wieder fleißig und hat nicht nur bei den Video-Podcasts zum zweiten Teil der Reihe über A Nightmare on Elm Street und den Slasher Horrorfilm im Allgemeinen mitgewirkt, sondern auch eine Kritik zu Nosferatu: Phantom der Nacht (1979) von Wernber Herzog geschrieben.

Nosferatu zu sehen mit seinen schönen Landschafts- und Gebirgsaufnahmen ist wie ein Hineintauchen in eine phantastische Tradition, die von der Romantik über Bram Stoker bis zu modernen Vampir-Geschichten reicht – der Film wirkt wie ein zu Bildern gewordenes Stück Literatur! Zugleich werden auch die Schattenseiten der Moderne angeschnitten: Vereinsamung, gesellschaftliche Isolation, Inkompetenz der Behörden und Arbeitsdruck. Letztlich stellt der Film auch die brisante philosophische Frage, ob Unsterblichkeit eine wünschenswerte Vorstellung ist.

-> zur vollständigen Kritik

Neue Rezensionen

Stefan Preis hat beim Fluxkompensator die interessante Neuerscheinung Antikenrezeption im Horror rezensiert und auf dem Blog Fantastische Antike die Filmanalyse A Nightmare on Elm Street – Freddy Krueger als antiker Vampir veröffentlicht.

Franz Indra hat für den Fluxkompensator Kritiken zum schönen Überraschungserfolg Past Lives von Celine Song geschrieben und zu Dalíland von Mary Harron, der am 7. September in den deutschen Kinos anläuft.

Bezüge zu Hitchcock in Shining

Stefan Preis und Franz Indra sind beim YouTube-Kanal Filme, Serien und Stars zu Gast und sprechen über Bezüge zu Hitchcock in Shining (1980).

Außerdem hat Stefan Preis für den Fluxkompensator neue Filmkritiken zu Nightmare – Mörderische Träume (1984) und Hellraiser V – Inferno (2000) geschrieben sowie für den Lovecrafter Online eine ausführlichere Analyse zu Hellraiser.

Und schließlich hält er die Einführung zu Das Gesicht im Dunkeln (BRD / Italien 1969, 80 min., Regie: Riccardo Freda, mit Klaus Kinski, Sydney Chaplin, Günther Stoll, Christiane Krüger u.a.), der im Rahmen der Edgar-Wallace-Reihe am 04.03.2023 um 17:00 im Hamburger Kino Metropolis gezeigt wird.