Archiv des Autor: Franz Indra

29.07. Gautinger Filmgespräch: Gaza mon amour entfällt!

Frankreich / Deutschland / Portugal / Katar / Israel 2020 | 87 min. | Regie: Arab Nasser, Tarzan Nasser | mit Hiam Abbass, Maisa Abd Elhadi, Namil Alraee u.a.
Donnerstag, 29.07.2021 19:30 entfällt!
Kino Breitwand Gauting, Bahnhofsplatz 2 / 82131 Gauting

Gaza, heute: Issa, um die 60, lebt als Fischer im Hafen von Gaza. Heimlich ist er in die geschiedene Marktverkäuferin Siham (Hiam Abbass) verliebt. Eines Tages findet Issa in seinem Fischernetz eine Bronze-Statue des olympischen Gottes Apollo mit einem imposanten, erigierten Penis. Dieser Fund ist nur der Anfang vieler Scherereien. Denn der Gott der männlichen Schönheit wirbelt in der Folge Issas Leben und das der Menschen um ihn herum gehörig auf und stellt sogar die heuchlerische und rückständige Regierung Gazas auf den Prüfstand. (Quelle: Kino-Zeit)

Einführung & Moderation: Pfarrer Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie.

One-Future-Preis 2021 an „Nahschuss“

Die Menschen unseres Jahrhunderts haben eine einzige unteilbare Zukunft – One Future. In diesem Sinne zeichnet der One-Future-Preis jedes Jahr einen Film aus dem Programm des Filmfests München aus, der diesen Gedanken in ethisch wie filmästhetisch überzeugender Weise umsetzt. Die Interfilm-Akademie, dieses Jahr in ihrer neuen Rechtsform als Interfilm Academy Munich e.V., hat im Rahmen des 38. Filmfests München am 10. Juli 2021 zum 36. Mal Auszeichnungen vergeben.

Preisträger

Der One-Future-Preis 2021 geht an den Film Nahschuss (Deutschland 2021) von Franziska Stünkel aus der Reihe Neues Deutsches Kino. Der Förderpreis Neues Deutsches Kino für das beste Drehbuch ging ebenfalls an Nahschuss.

Eine lobende Erwähnung erhalten A Nuvem Rosa (Brasilien 2021) von luli Gerbasse sowie der Kinderfilm Mission Ulja Funk (Deutschland/Luxemburg/Polen 2021) von Barbara Kronenberg. Mission Ulja Funk erhielt auch den Kinder-Medien-Preis „Der weiße Elefant“ für die beste Nachwuchsdarstellerin.

Mit dem Ehrenpreis der Interfilm-Akademie wurde der Filmproduzenten Rob Houwer (München/Amsterdam) für besondere Verdienste ausgezeichnet.

One-Future-Preis 2021 und Ehrenpreis für Rob Houwer

Die Interfilm Academy, dieses Jahr schon in ihrer neuen Rechtsform als Interfilm Academy Munich e.V., wird im Rahmen des 38. Filmfest München, das vom 1. Juli bis 10. Juli 2021 stattfindet, zum 36. Mal ihre Auszeichnungen vergeben.

Die Menschen unseres Jahrhunderts haben eine einzige unteilbare Zukunft – One Future. In diesem Sinne zeichnet die Interfilm Academy mit dem One-Future-Preis jedes Jahr einen Film aus dem Programm des Filmfest München aus, der diesen Gedanken in ethisch und filmästhetisch überzeugender Weise umsetzt.

Die Interfilm Academy Munich e.V. vergibt außerdem einen Ehrenpreis für besondere Verdienste eines/r Filmschaffenden. Dieses Jahr erhält ihn der Filmproduzent Rob Houwer (München/Amsterdam).

2020 wurde der 35. One-Future-Preis coronabedingt auf dem Fünf Seen Film Festival (FSFF) verliehen. Dieser ging an The Great Green Wall (UK 2020) von Jared P. Scott. Eine lobende Erwähnung erhielt Corpus Christi (Polen 2019) von Jan Komasa. Der One-Future-Ehrenpreis 2020 ging an Matthias Helwig, Initiator des Fünf Seen Film Festivals (FSFF), u.a. für seine Programmarbeit in den Breitwandkinos Gauting, Starnberg und Seefeld.

Preisverleihung

Die feierliche Verleihung der diesjährigen Preise findet am Samstag, 10. Juli 2021, um 17:00 Uhr im Gasteig in der Black Box statt und wird musikalisch von „Teufelsgeiger“ Florian Meierott (Deutschland) umrahmt. Der Eintritt – unter Corona-Bedingungen – ist frei.

Internationale Jury

Der internationalen Jury unter Vorsitz von Pfr. Eckart Bruchner (Deutschland) gehören in diesem Jahr an:

Galina Antoschewskaja
geb. in Leningrad/St. Petersburg, Russland
Studium der Journalistik an der Lomonossow-Universität Moskau
Filmjournalistin, Dramaturgin, Filmhistorikerin

© Foto: Benjamin Boldt

Eckart Bruchner, geb. in Amberg, Deutschland
Studium der Theologie, Philosophie, Archäologie und Kunstgeschichte, in Erlangen, Rom, Heidelberg und München. HFF-München (Abschlussfilm Sacra Romana Rota)
Pfarrer, Dozent und Pädagoge, Professor an der FVG-Antwerpen, 1. Vorsitzender der Interfilm Academy Munich e.V., Stifter der Preise: One-Future-Preis und Prix Interculturel

Bhagu T. Chellaney
geb. in Kotri, Indien
Studium der Architektur, Fine Arts and Design, Kunstgeschichte in Indien
Langjährige Berufsausübung als Architekt, Stadtplaner, Designer VFA, Filmgutachter

Ileana Cosmovici
geb. in München, aufgewachsen in Italien und Deutschland
Studium an Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF). Ihr Abschlussfilm Aschermittwoch wurde auf der Berlinale 2007 uraufgeführt und hat im gleichen Jahr das erste Fünf-Seen-Filmfestival eröffnet.
Regisseurin, Autorin und Regiescout bei Namoto

Natalia Putintseva
geb. in Omsk/Sibirien, Russland, aufgewachsen in Nord-Kasachstan
Studium der Anglistik und Germanistik an der Nord-Kasachstanischen
Universität. BWL an der Hochschule für angewandte Wissenschaften München. USA-Aufenthalt.
Langjährige berufliche Tätigkeit auf dem Gebiet interkultureller Kommunikation und internationalen Projektmanagements, Autorin und Kunstmalerin

Christine Weissbarth
geb. in Wien, Österreich
Studium der Kunstgeschichte an der LMU München
Moderatorin und Schauspielerin, Studienleiterin bei der Interfilm Academy Munich e.V.

Münchner Filmgespräch: Ein Sommer in New York (The Visitor)

USA 2007 | 104 min. | Regie: Tom McCarthy | mit Richard Jenkins, Haaz Sleiman, Danai Gurira u.a.
Freitag, 16.07.2021 18:00
Münchenstift – Haus an der Effnerstraße, Effnerstr. 76 / 81925 München

Walter Vale, einst brillanter Wirtschaftsprofessor, lässt sich nach dem Tod seiner Frau ziellos durchs Leben treiben. Für einen Vortrag muss er nach New York und trifft dort in seiner alten Wohnung ein junges, afrikanisches Pärchen. Tarek und Zainab sind Opfer eines Immobilienbetrugs geworden, sie haben keinen anderen Ort zum Wohnen. Walter gestattet ihnen zu bleiben. Zwischen ihm und Tarek entwickelt sich eine Freundschaft, der junge Syrer bringt dem alten Professor das Trommeln bei. Die wilden Rhythmen erwecken in Walter neue Lebensfreude. Doch bei einer Fahrkartenkontrolle fliegt auf, dass Tarek illegal in den USA ist und er wird verhaftet. Ihm droht die Abschiebung. Zusammen mit Tareks verwitweter Mutter Mouna kämpft Walter für die Freilassung seines neuen Freundes… (Quelle: Münchner Volkshochschule)

Einführung und Diskussion: Filmpfarrer Eckart Bruchner, Interfilm Academy Munich e.V.

Hamburger Filmgespräch: Enemy (OmU)

USA 2013 | 91 min. | Regie: Denis Villeneuve | mit Jake Gyllenhaal, Mélanie Laurent, Jake Gyllenhaal, Sarah Gadon u.a.
Dienstag, 13.07.2021, 20:00
Metropolis, Kleine Theaterstr. 10 / 20354 Hamburg

„Auf meine Stirne tritt kaltes Metall / Spinnen suchen mein Herz.“ (Georg Trakl) Das eintönige Leben eines Historikers beginnt massiv zu schwanken, als er einem Mann begegnet, der ihm aufs Haar gleicht. Immer wieder wird er mit bizarren Situationen und seltsamen Spinnen-Visionen konfrontiert. Enemy zu sehen ist wie ein Hineintauchen in die dunkle Symbolik der Psychoanalyse und noch mehr in die unheimliche Welt E.T.A. Hoffmanns, die nur in Ansätzen psychologisch erklärbar ist. Wir werden auch das Motiv des Doppelgängers in der deutschen Romantik und dessen Bedeutung für die moderne Kriminologie diskutieren. Die Interfilm-Akademie zeigt den Film in Kooperation mit der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft.

Regie führte Denis Villeneuve (Blade Runner 2049, Arrival). Die Hauptrollen spielen Jake Gyllenhaal (Brokeback Mountain, Source Code), Mélanie Laurent (Shosanna in Inglourious Basterds), Sarah Gadon (Cosmopolis, Dracula Untold) – und noch einmal Jake Gyllenhaal (Donnie Darko, Okja). In einer Nebenrolle tritt Isabella Rossellini (Blue Velvet, Green Porno) auf. Die literarische Vorlage Der Doppelgänger stammt von José Saramago (Die Stadt der Blinden), der 1998 den Nobelpreis für Literatur erhielt.

Moderiert wird die Veranstaltung von Filmemacher Franz Indra und Autor Stefan Preis. Der Kinobesuch ist nach den jeweils aktuell gültigen Hygienevorgaben möglich. Tickets können an der Kasse gekauft werden, das Kino empfiehlt aber den Online-Verkauf. Reservierungen sind nicht möglich. -> Tickets

Hamburger Filmgespräch stellt vor: Zum Schweigen verurteilt (I confess)

Zum Schweigen verurteilt (I Confess, 35 mm, dF)
USA / Kanada 1953 | 95 min. | Regie: Alfred Hitchcock | mit Montgomery Clift, Anne Baxter, Karl Malden, O.E. Hasse u.a.
Montag, 21.06.2021, 20:00
Metropolis, Kleine Theaterstr. 10 / 20354 Hamburg

Der katholische Priester Logan (Montgomery Clift) wird verdächtigt, einen Rechtsanwalt ermordet zu haben und hätte hierfür auch ein Motiv. Logan kennt den wahren Täter, er ist jedoch an das Beichtgeheimnis gebunden und schweigt. Der Film handelt auch davon, wie Logan im Konflikt steht zwischen seinen Glauben und seiner unerfüllten Liebe. Die öffentliche Meinung hat derweil schon lange ihr Urteil über den Unschuldigen gefällt. In keinen seiner Filme thematisiert Alfred Hitchcock so stark Religiösität wie in Zum Schweigen verurteilt (Alternativtitel: Ich beichte). Die düstere Atmosphäre Ingmar Bergmans vorwegnehmend begründet dieser Film auch die Tradition des theologischen Thrillers, der besonders in den 1980er Jahren erfolgreich war.

Der Autor und Kriminologe Stefan Preis führt in den Film ein.

Der Kinobesuch ist nach den jeweils aktuell gültigen Hygienevorgaben möglich. Tickets können an der Kasse gekauft werden, das Kino empfiehlt aber den Online-Verkauf. Reservierungen sind nicht möglich.
-> Tickets

Hamburger Filmgespräch stellt vor: Haie der Großstadt (The Hustler, OF)

Haie der Großstadt (The Hustler, OF, 35 mm, amerikanische Erstaufführungskopie!)
USA 1961 | 134 min. | Regie: Robert Rossen | mit Paul Newman, Jackie Gleason, Piper Laurie u.a.
Samstag, 19.06.2021, 21:45
Metropolis, Kleine Theaterstr. 10 / 20354 Hamburg

Der junge Poolbillardspieler Eddie Felson (Paul Newman) gerät nach einer Niederlage immer mehr unter den Einfluss des Kriminellen Bert Gordon (George C. Scott). Sarah (Piper Laurie), die in Eddie verliebt ist, versucht verzweifelt, ihm zu helfen. Robert Rossen, als junger Mann selbst ein passionierter Billardspieler, zeigt eine düstere, von Männern dominierte Welt und die Verschränkung von Sport, Gewalt und organisierter Kriminalität. Die Figuren könnten von Jack London erfunden worden sein (nicht zufällig schrieb Rossen auch das Drehbuch für eine Seewolf-Verfilmung). Haie der Großstadt ist ein Meisterwerk des gesellschaftskritischen amerikanischen Kinos, mit Die Farbe des Geldes (1986) drehte Martin Scorsese eine Fortsetzung.

Der Autor und Kriminologe Stefan Preis führt in den Film ein.

Der Kinobesuch ist nach den jeweils aktuell gültigen Hygienevorgaben möglich. Tickets können an der Kasse gekauft werden, das Kino empfiehlt aber den Online-Verkauf. Reservierungen sind nicht möglich.
-> Tickets

24.06. Gautinger Filmgespräch: The Trouble With Being Born entfällt!

Österreich / Deutschland 2020 | 94 min. | Regie: Sandra Wollner | mit Ingrid Burkhard, Susanne Gschwendtner, Simon Hatzl u.a.
Donnerstag, 24.06.2021 19:30 entfällt!
Kino Breitwand Gauting, Bahnhofsplatz 2 / 82131 Gauting

Eine unbeschreibliche Grandezza trägt diesen fantastischen Noir-Science-Fiction-Film durch das vielschichtige Unbehagen, das er zu erzeugen vermag. Ist es ein goldener Sommer? Die elfjährige Elli verbringt lange Tage mit ihrem Vater am Pool. Sie lassen sich durch den Sommer treiben. Elli macht ihn glücklich, dazu ist sie da. Er hat sie nach einer Erinnerung erschaffen. Für sie ist es lediglich eine Programmierung, der sie folgt – eines Nachts tief in den Wald hinein, einem verblassenden Echo hinterher. Wird sie anders programmiert, überlagert die eine Figur die nächste. Die Geschichte einer Maschine, einer Zukunftswelt und der Geister, die wir in uns tragen. (Quelle: Kino)

Einführung & Moderation: Pfarrer Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie. Der Film lief beim Fünf-Seen-Filmestival 2020.