Archiv des Autor: Franz Indra

Kinotreff Rio: Herbst/Winter-Programm

Nachdem die Kinos wieder geöffnet sind, kann der Kinotreff Rio das ausgefallene Frühjahr/Sommer-Programm Buch trifft Film nachholen!

  • 22.09.2021 Anna Karenina (UK 2012, 129 min.) von Joe Wright
  • 27.10.2021 Arrival (USA / Canada 2016, 116 min.) von Denis Villeneuve
  • 24.11.2021 Emil und die Detektive (Deutschland 1931, 75 min.) von Gerhard Lamprecht
  • 19.01.2022 Zwei Herren im Anzug (Deutschland 2018, 139 min.) von Josef Bierbichler

22.09. Kinotreff Rio: Anna Karenina

UK 2012 | 129 min. | Regie: Joe Wright | mit Keira Knightley, Jude Law, Aaron Taylor-Johnson u.a.
Mittwoch, 22.09.2021 18:00
Rio Filmtheater, Rosenheimer Str. 46 / 81667 München

Russland im 19. Jahrhundert: Die weltbekannte Geschichte der verheirateten Anna Karenina und ihre Liebe zum Offizier Wronsky von Leo Tolstoi gilt als Weltliteratur. Umso spannender inszenierte der Regisseur Joe Wright den Konflikt zwischen Individuum und Gesellschaft wie eine Theateraufführung. Alle Protagonisten leben auf einer gesellschaftlichen Bühne, die keine Chance für die eigenen Persönlichkeit oder Gefühle zugesteht. Dieses Portrait, in der der äußere Schein wichtiger als die Individualität ist, zeigt sich heute aktueller denn je. (Quelle: Theatergemeinde München)

Einführung und Diskussion: Marion Mauer-Diesch, Theologin und Referentin der Frauenseelsorge

15.10. Münchner Filmgespräch: Ein Herz und eine Krone (Roman Holiday)

USA 1953 | 113 min. | Regie: William Wyler | mit Gregory Peck, Audrey Hepburn u.a.
Freitag, 15.10.2021 18:00
Münchenstift – Haus an der Effnerstraße, Effnerstr. 76 / 81925 München

Auf Staatsbesuch in Rom hat die junge Prinzessin Anne die nicht endenden protokollarischen Pflichten satt. Heimlich schleicht sie sich davon, um die „Ewige Stadt“ und das wahre Leben kennen zu lernen. Am Abend schläft sie völlig erschöpft inmitten antiker Ruinen ein. Hier findet sie der amerikanische Journalist Joe Bradley und bringt sie zu sich nach Hause. Als er ihr am nächsten Tag die Stadt zeigt, beginnt eine zauberhafte Romanze. (Quelle: Münchner Volkshochschule)

Im Anschluß an den Film haben Sie die Möglichkeit, sich im Gespräch mit Filmexperte und Pfarrer Eckart Bruchner auszutauschen.

30.09. Gautinger Filmgespräch: The Father

Vereinigtes Königreich / Frankreich 2020 | 97 min. | Regie: Florian Zeller | mit Anthony Hopkins, Olivia Colman, Mark Gatiss u.a.
Donnerstag, 30.09.2021 19:30
Kino Breitwand Gauting, Bahnhofsplatz 2 / 82131 Gauting

Oscar 2021 für Anthony Hopkins.

Anthony leidet unter Demenz in fortgeschrittenem Stadium. Helfen lassen will er sich nicht, auch wenn dies bitter nötig wäre: Denn das Leben in seiner großen Wohnung in London überfordert ihn zunehmend. Und seine Tochter, Anne, die mit Anthony in der Wohnung lebt, verliert mehr und mehr die Geduld mit ihrem Vater. Erschwerend kommt hinzu, dass Anne bald mit ihrem Mann nach Frankreich ziehen wird – und Anthony damit völlig auf sich allein gestellt wäre. Da Anthony immer häufiger Dinge verlegt und er die fremde Frau in der Wohnung, die behauptet seine Tochter zu sein, nicht zuordnen kann, bleibt nur eins: die Pflegerin Laura soll aushelfen und Anthony unterstützen.

Als die attraktive neue Betreuerin ihren Dienst antritt, überschlägt sich Anthony mit Komplimenten, doch Anne warnt sie, dass der alte Mann nicht immer so charmant ist. Laura erinnert ihn an Annes Schwester Lucy, die als Künstlerin arbeitet und von der einige Bilder in seiner Wohnung hängen. (Quelle: Kino)

Einführung & Moderation: Pfarrer Eckart Bruchner, Interfilm Academy Munich

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21.09. Hamburger Filmgespräch stellt vor: Dune: Der Wüstenplanet (Dune, 35 mm, dF)

Dune: Der Wüstenplanet (Dune, 35 mm, dF)
USA / Mexiko 1984 | 137 min. | Regie: David Lynch | mit Kyle MacLachlan, Anne Baxter, Jürgen Prochnow, Brad Dourif, Patrick Stewart, Sting u.a.
Dienstag, 21.09.2021, 19:30
Metropolis, Kleine Theaterstr. 10 / 20354 Hamburg

Im Jahr 10191 ist der Weltraum besiedelt und die Menschheit lechzt nach der bewusstseinserweiternden Droge Spice. Sie ermöglicht die Reise in Lichtgeschwindigkeit und schützt vor dem Altern. Spice wird nur auf einem einzigen Planeten abgebaut: Arrakis, genannt Dune, der Wüstenplanet. Um mit den Erntemaschinen an die begehrte Droge zu gelangen, gilt es in der unwirtlichen Ödnis die gefährlichen Sandwürmer zu schlagen. Durch politische Verstrickungen entspinnt sich anhand der Droge ein Machtkampf um die Vorherrschaft im Universum.

Während die Neuinterpretation von Denis Villeneuve am 03. September Weltpremiere in Venedig feierte, zeigen wir eine gut erhaltene 35mm-Archivkopie des Kultfilms von David Lynch. In der Einführung geht der Soziologe Stefan Preis auf das letztlich nicht realisierte, aber dennoch einflussreiche Projekt des Regisseurs Alejandro Jodorowsky (El Topo, Santa Sangre) ein, der in den 1970er Jahren Frank Herberts Roman aufwendig verfilmen wollte: The greatest movie never made.

Der Kinobesuch ist nach den jeweils aktuell gültigen Hygienevorgaben möglich. Tickets können an der Kasse gekauft werden, das Kino empfiehlt aber den Online-Verkauf. Reservierungen sind nicht möglich.
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So war der Ökumenische Gottesdienst im Kreuzlinger Forst

Licht-durchflutet und schön besucht war der Gottesdienst im Forst Kasten am Tag der Schöpfung, Freitag, dem 03.09.2021. Der Gottesdienst hat eine Kollekte von 111 Euro eingebracht. Diese Summe wurde an den Bund Naturschutz in Bayern e.V. gespendet, mit dem Betreff: „Forst Kasten“. Vielen herzlichen Dank.

Der Münchner Merkur schreibt über den „Gottesdienst am Tag der Schöpfung“:

Aufgrund unserer Solidarität mit dem Hambacher Forst möchten wir auf folgenden Artikel im Spiegel vom 08.09.2021 hinweisen:
Räumung von Baumhäusern war rechtswidrig

Ein paar Impressionen vom Gottesdienst:

Ökumenischer Gottesdienst im Kreuzlinger Forst

Zusammen mit seinem Team von Kino und Kirche engagiert sich Pfarrer Eckart Bruchner für die Erhaltung von Kreuzlinger Forst und Lochhamer Schlag und wird im Team am Tag der Schöpfung, Freitag, den 3. September, um 18 Uhr, einen Ökumenischen Gottesdienst auf der großen Wiese zwischen dem Wald Forst Kasten und der Gaststätte Forsthaus Kasten halten.

In Schulen und Gemeindezentren wird Pfarrer Bruchner außerdem mit seinem Team auch den neuen Dokumentarfilm Der wilde Wald von Lisa Eder zum Thema „Traumhaft gefilmte Wildnis: Eine berührende Zukunftsvision für Mensch und Natur“ zeigen und diskutieren.

26.08. Gautinger Filmgespräch: Das Land meines Vaters (Au nom de la terre)

Frankreich 2020 | 103 min. | Regie: Edouard Bergeon | mit Guillaume Canet, Veerle Baetens, Anthony Bajon, Rufus
Donnerstag, 26.08.2021 20:00
Kino Breitwand Gauting, Bahnhofsplatz 2 / 82131 Gauting

Die wahre Geschichte einer Familie auf dem französischen Land – konsequent ehrlich, berührend und wahrhaftig, liebenswert und authentisch.

Pierre ist 25 Jahre alt, als er aus Wyoming zurückkehrt, um mit seiner Verlobten Claire den Hof seines Vaters in der französischen Heimat zu übernehmen. Der junge Landwirt strotzt nur so vor neuen Ideen und Tatendrang, wohingegen sein Vater Jacques nur schwer loslassen kann. Pierre ist gewillt den Hof ertragreich zu bewirtschaften. Doch im Laufe der Jahre müssen er und seine Familie feststellen, dass ihnen, trotz des großen Engagements, immer größere Steine in den Weg gelegt werden, von EU-Auflagen und Preisdumping für landwirtschaftliche Rohstoffe. (Quelle: Kino)

Im Rahmen des Fünf-Seen-Filmfestivals 2021 findet dieses Gautinger Filmgespräch statt, das jedoch ausnahmsweise erst um 20 Uhr (!) beginnt. Einführung und Diskussionsleitung mit Filmpfarrer Eckart Bruchner, Interfilm Academy Munich.

01.09. Hamburger Filmgespräch: Candymans Fluch (Candyman, dF, 35 mm)

USA / Vereinigtes Königreich 1992 | 99 min. | Regie: Bernard Rose | mit Virginia Madsen, Xander Berkeley, Tony Todd u.a.
Mittwoch, 01.09.2021, 20:00
Metropolis, Kleine Theaterstr. 10 / 20354 Hamburg

Unheimliche Ereignisse geschehen in dem Chicagoer Sozialwohnungsbau-Projekt Cabrini Green, das von der Stadt durch einen Highway abgetrennt ist. „Die Bevölkerung schreibt den alltäglichen Horror ihres Lebens einer mythischen Figur zu,“ kommentiert eine junge Doktorandin, die sich von dem Viertel und eben diesen Mythos magisch angezogen fühlt – dem Candyman, der vor langer Zeit grausam gequält und getötet wurde. Regisseur Bernard Rose (Paperhouse) schuf nach einer Vorlage von Clive Barker (Hellraiser) einen der vielschichtigsten und komplexesten Horrorfilme der 1990er Jahre, dessen Grundthemen damals wie heute von erschreckender Brisanz sind – Armut, soziale Ausgrenzung, prekäre Lebens- und Wohnverhältnisse, historisch verankerter und systemimmanenter Rassismus. Philip Glass (Koyannisqatsi) komponierte den düsteren, klirrenden Soundtrack.

Am 26. August läuft die Neuverfilmung in den Kinos an – Zeit für uns, das Original zu zeigen!

Moderiert wird die Veranstaltung von Filmemacher Franz Indra und Autor Stefan Preis. Der Kinobesuch ist nach den jeweils aktuell gültigen Hygienevorgaben möglich. Tickets können an der Kasse gekauft werden, das Kino empfiehlt aber den Online-Verkauf. Reservierungen sind aktuell nicht möglich. -> Tickets

Stefan Preis hat außerdem eine Filmkritik zu Candyman bei Splatting Image geschrieben.