Interfilm Academy News
01.09. Gautinger Filmgespräch Extra: Wann kommst du meine Wunden küssen?
Deutschland 2022 | 111 min. | Regie: Hanna Doose | mit Bibiana Beglau, Gina Henkel, Alexander Fehling, Godehard Giese u.a.
Donnerstag, 01.09.2022 19:30
Kino Breitwand Gauting, Bahnhofsplatz 2 / 82131 Gauting
Kraftvolles Drama auf einem engen Hof im weiten Schwarzwald. Ein Trio kommt wieder zusammen, die Regisseurin Maria, die Jungschauspielerin Laura und DJ Jan. Damals waren sie beste Freunde und mischten gemeinsam das Berliner Künstler- und Nachtleben auf. Jetzt sind Jahre vergangen und die drei treffen sich auf jenem Hof im Schwarzwald wieder, auf den sich Laura und Jan für ihren Traum vom Landleben zurückgezogen haben. Von den einstigen Illusionen ist nur die alles andere als glamouröse Realität geblieben. Neue und alte Heimaten. Und Wunden, die nie geküsst werden. (Quelle: Kino)
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Fünf Seen Filmfestivals statt, die Regisseurin Hanna Doose ist angefragt.
Einführung & Moderation: Pfarrer Eckart Bruchner, Interfilm Academy Munich -> Tickets
One-Future-Preis 2022 an „Nicht ganz koscher – eine göttliche Komödie“
Die Menschen unseres Jahrhunderts haben eine einzige unteilbare Zukunft – One Future. In diesem Sinne zeichnet der One-Future-Preis jedes Jahr einen Film aus dem Programm des Filmfests München aus, der diesen Gedanken in ethisch wie filmästhetisch überzeugender Weise umsetzt. Die Interfilm Academy Munich e.V. hat im Rahmen des 39. Filmfests München am 2. Juli 2022 zum 37. Mal Auszeichnungen vergeben.
Preisträger
Der One-Future-Preis 2022 geht an den Film Nicht ganz koscher – eine göttliche Komödie (Deutschland 2022) von Stefan Sarazin und Peter Keller aus der Reihe Neues Deutsches Kino.
Begründung:
Ein orthodoxer Jude, der mit einem Sonderauftrag nach Alexandria durch die Wüste reist, und ein muslimischer Beduine, der sein Kamel sucht, begegnen sich in der Wüste Sinai. Damit beginnt notgedrungen eine gemeinsame Reise mit vielen Schwierigkeiten, auf der sie lernen, ihre unterschiedlichen religiösen und kulturellen Überzeugungen in zunehmend toleranter und humorvoller Weise gegenseitig zu respektieren. Vorwärts geht es für beide Männer nur gemeinsam, aber wie vereint man 613 jüdische Glaubensregeln mit den archaischen Gesetzen der Wüste? Als auch noch das Auto den Geist aufgibt, geht es bald nicht mehr nur ums gemeinsame Essen, sondern uns nackte Überleben.
Ein Roadtrip durch die Wüste Sinai, wie er absurder nicht sein kann, ein turbulenter wie nachdenklicher Film um unterschiedliche Kulturen und der Frage nach Identität, der das Kinopublikum ermutigt, sich kontroversen Themen zukünftig mit mehr Toleranz, Verständigungsbereitschaft und mehr Optimismus zu stellen. Obwohl der Film schon zuvor wichtige Preise gewonnen hat, entschied sich die Interfilm-Jury nach intensiver Diskussion für diesen Film, zumal diesmal andere Filme zur gefährdeten Zukunft der Welt nicht in ähnlicher Weise überzeugten. Mit Elan werden wir Nicht ganz koscher demnächst in Deutschland und woanders mit dem Kinopublikum diskutieren.
Lobende Erwähnung
Eine lobende Erwähnung erhält Paloma (Brasilien / Portugal 2022) von Marcelo Gomes.
Begründung:
Der brasilianische Film Paloma von Marcelo Gomes feierte seine Weltpremiere beim Filmfest München. Eine Transfrau kämpft um ihr Recht zu heiraten. Die brasilianische Schauspielerin Kika Sena ist als Paloma in der Titelrolle mit ihrem Filmdebüt zu sehen. Paloma erzählt in einer romantisch-tragischen Geschichte über „Jemanden auf der Suche nach Selbstbestimmung“. Paloma führt als Transfrau ein einfaches und glückliches Leben mit Tochter und Partner. Ihr Leben ist stabil und geordnet, wäre da nicht ihr sehnlichster Wunsch, kirchlich getraut zu werden. Der Priester lehnt ihr Ansinnen ab mit der Begründung, die Kirche würde derartige Trauungen nicht erlauben. Vergeblich bittet sie in einem Schreiben an den Papst um Erlaubnis einer Eheschließung mit all ihren Freund*innen als Gäste. Zugleich ist es ein Ringen um gesellschaftlich Annerkennung.
Marcelo Gomes und seiner Hauptdarstellerin Kika Sena gelingt es, diesen Weg auf sehr authentische, zugleich poetische Weise zu erzählen. Paloma wird Opfer von Gewalt, Verrat, Vorurteilen und Ungerechtigkeit. Aber nichts kann den Glauben und die Enschlossenheit dieser Transfrau erschüttern. Gomes setzt auf die Kraft der Bildsprache, geht sparsam mit Dialogen um. Man nimmt feinsinnig gearbeitetes Sounddesign wahr, um Palomas Innerlichkeit nachzuempfinden, die für jeden das Recht zu träumen postuliert. Der Film erzählt zugleich von der brasilianischen Gesellschaft, von den Schwierigkeiten, Bedrohungen und Gefahren, denen Transfrauen nicht nur in Brasilien ausgesetzt sind.
Ein starker, sehr überzeugender Film, der Mut macht, nicht aufzugeben. Das Changieren zwischen Traum und Realität stellt die Situation der Hauptfigur und ihren Kampf für Akzeptanz dar, der auch übertragen werden kann auf andere Bereiche, andere Kämpfe eines Individuums für Veränderung, Menschlichkeit und Freiheit, mehr Freiheit, mehr Menschlichkeit, mehr Toleranz, nicht nur in Brasilien, sondern überall.
Marcelo Gomes Film Paloma ist ein hoffnungsvolles Plädoyer für eine gemeinsame bessere Zukunft: ONE FUTURE, erzählt mit einer großartigen Hauptdarstellerin.
Ehrenpreis
Mit dem Ehrenpreis der Interfilm-Akademie wurden die Kommunikationswissenschaftlerin und Filmautorin Stefanie Landgraf und der Kameramann und Filmregisseur Johannes Gulde (beide München) für besondere Verdienste als Filmschaffende ausgezeichnet.
Ihre Reportagen und Dokumentarfilme für das Fernsehen aus Krisen- und Kriegsgebieten im Nahen und Mittleren Osten haben Maßstäbe für die Wahrnehmung von Konfliktlösungen gesetzt, ebenso ihre Filme über den „Kampf gegen Hunger und Dürre in Afrika“, die mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet wurden. Mit dem von ihnen entwickelten internationalen Begegnungsprogramm „Fremde und eigene Lebenswelten wahrnehmen und verstehen lernen“ fördern sie seit Jahrzehnten einen gelingenden interkulturellen Verständigungsprozess zwischen Deutschen und Flüchtlingen, der vor dem Hintergrund rassistischer Hetze und Gewalt notwendiger denn je ist.
24.08. Hamburger Filmgespräch: Die Mächte des Wahnsinns (In the Mouth of Madness, 35 mm)
USA 1994 | 95 min. | Regie: John Carpenter | mit Sam Neill, Jürgen Prochnow, Julie Carmen u.a.
Mittwoch, 24.08.2022, 19:30
Metropolis, Kleine Theaterstr. 10 / 20354 Hamburg
Im nächsten Hamburger Filmgespräch diskutieren wir lovecraftsche Elemente im Gesamtwerk von John Carpenter: Bei der Suche nach dem spurlos verschwundenen Romanschriftsteller Sutter Cane gerät der Detektiv Trent in ein seltsames Dorf, das auch in den Büchern des Vermissten beschrieben wird. Von entsetzlichen Albträumen gequält, taucht Trent immer stärker in die Horror-Welten Canes ein… Die Mächte des Wahnsinns bildeten den Abschluss von Carpenters apokalyptischer Trilogie. Mehr noch als bei den Vorgängern Das Ding aus einer anderen Welt und Die Fürsten der Dunkelheit orientiert sich Carpenter an den unheimlichen Erzählungen von Howard Phillips Lovecraft und lässt das Publikum daran teilnehmen.
Als Vorfilm läuft Die Betroffenen (Norwegen 2020, 13 min.) von Rikke Gregersen. Wir zeigen Die Mächte des Wahnsinns in Kooperation mit der Deutschen Lovecraft Gesellschaft und begrüßen den Theaterregisseur Levin Handschuh für die anschließende Diskussion mit dem Filmemacher Franz Indra und dem Autor Stefan Preis! -> Lovecrafter Online
Der Kinobesuch ist nach den jeweils aktuell gültigen Hygienevorgaben möglich. -> Tickets
27.07. Hamburger Filmgespräch: Z (OmU)
Frankreich / Algerien 1969 | 127 min. | Regie: Costa-Gavras | mit Yves Montand, Jean-Louis Trintignant, Irene Papas, Jacques Perrin, Pierre Dux
Mittwoch, 27.07.2022 19:00
Metropolis, Kleine Theaterstr. 10 / 20354 Hamburg
Nach dem Mord an einem prominenten Linken versucht ein Ermittler, die Wahrheit aufzudecken, während Regierungsbeamte alles daransetzen, ihre Rolle dabei zu vertuschen. „Übereinstimmung mit Personen und wahren Ereignissen ist gewollt“ heißt es zu Beginn dieses Klassikers des politischen Films. Der zugrundeliegende Roman wurde noch am Vorabend des Militärputsches in Griechenland geschrieben.
Das Attentat auf einen Helden der Friedensbewegung löst eine Kette an Ereignissen aus, die die Gesellschaft Richtung Diktatur stolpern lässt. Costa-Gavras inszenierte einen Thriller, in dem sogar behördliche Vorgänge und ein unglaublich dilettantischer Mordversuch zu packenden Szenen werden. Der Buchstabe Z steht hier freilich für „er lebt“ und hat damit die gegenteilige Bedeutung seines aktuellen Wiedergängers.
Am 17. Juni ist Jean-Louis Trintignant im Alter von 91 Jahren verstorben. Er spielte in Z den Untersuchungsrichter, der die Seiten wechselt.
Moderiert wird die Veranstaltung von Filmemacher Franz Indra und Autor Stefan Preis. Der Kinobesuch ist nach den jeweils aktuell gültigen Hygienevorgaben möglich.
-> Tickets
28.07. Gautinger Filmgespräch: Rifkin’s Festival
USA / Spanien / Italien 2022 | 92 min. | Regie: Woody Allen | mit Wallace Shawn, Gina Gershon, Christoph Waltz, Steve Guttenberg u.a.
Donnerstag, 28.07.2022 19:30
Kino Breitwand Gauting, Bahnhofsplatz 2 / 82131 Gauting
Ein amerikanisches Ehepaar besucht das San Sebastian Film Festival. Dort fesselt sie die Magie des Festivals, die Schönheit und der Charme von Spanien sowie die Fantasie der Filme. Sie beginnt eine Affäre mit einem brillanten französischen Regisseur, er verliebt sich in eine wunderschöne spanische Frau, die dort lebt. (Quelle: Kino)
Einführung & Moderation: Pfarrer Eckart Bruchner, Interfilm Academy Munich
-> Tickets
One-Future-Preis 2022 und Ehrenpreis für Stefanie Landgraf und Johannes Gulde
Die Interfilm Academy Munich e.V., wird im Rahmen des 39. Filmfest München, das vom 23. Juni bis zum 6. Juli 2022 stattfindet, zum 37. Mal ihre Auszeichnungen vergeben.
Die Menschen unseres Jahrhunderts haben eine einzige unteilbare Zukunft – One Future. In diesem Sinne zeichnet die Interfilm Academy mit dem One-Future-Preis jedes Jahr einen Film aus dem Programm des Filmfest München aus, der diesen Gedanken in ethisch und filmästhetisch überzeugender Weise umsetzt.
Die Interfilm Academy Munich e.V wird damit ihrem Satzungszweck gerecht, das Verständnis der
ästhetischen, spirituellen und sozialen Bedeutung der Medien, insbesondere des Kinofilms, in Kirche und
Gesellschaft zu fördern.
Die Interfilm Academy Munich e.V. vergibt außerdem einen Ehrenpreis für besondere Verdienste eines/r Filmschaffenden. Dieses Jahr erhalten ihn die Kommunikationswissenschaftlerin und Filmautorin
Stefanie Landgraf und der Kameramann und Filmregisseur Johannes Gulde.
Preisverleihung
Die feierliche Verleihung der diesjährigen Preise findet am Samstag, den 2. Juli 2022, um 14:00 Uhr im Amerikahaus München am Carolinenplatz 3 statt und wird musikalisch von Dieter Herbert an der Gitarre umrahmt. Der Eintritt – unter Corona-Bedingungen – ist frei.
Internationale Jury
Der internationalen Jury unter Vorsitz von Pfr. Eckart Bruchner (Deutschland) gehören in diesem Jahr an:
Galina Antoschewskaja
geb. in Leningrad/St. Petersburg, Russland
Studium der Journalistik an der Lomonossow-Universität Moskau
Filmjournalistin, Dramaturgin, Filmhistorikerin
Eckart Bruchner, geb. in Amberg, Deutschland
Studium der Theologie, Philosophie, Archäologie und Kunstgeschichte in Erlangen, Rom, Heidelberg und München. HFF München (Abschlussfilm Sacra Romana Rota)
Pfarrer, Dozent und Pädagoge, Professor an der FVG Antwerpen, 1. Vorsitzender der Interfilm Academy Munich e.V., Stifter der Preise One-Future-Preis und Prix Interculturel
Bhagu T. Chellaney
geb. in Kotri, Indien
Studium von Architektur, Fine Arts and Design, Kunstgeschichte in Indien
Langjährige Berufsausübung als Architekt, Stadtplaner, Designer VFA und Filmgutachter
Ileana Cosmovici
geb. in München, aufgewachsen in Italien und Deutschland
Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF). Ihr Abschlussfilm Aschermittwoch wurde auf der Berlinale 2007 uraufgeführt und hat im gleichen Jahr das erste Fünf-Seen-Filmfestival eröffnet.
Regisseurin, Autorin und Schauspielcoach
Natalia Putintseva
geb. in Omsk/Sibirien, Russland, aufgewachsen in Nord-Kasachstan
Studium der Anglistik und Germanistik an der Nord-Kasachstanischen
Universität. BWL an der Hochschule für angewandte Wissenschaften München. USA-Aufenthalt.
Langjährige berufliche Tätigkeit auf dem Gebiet interkultureller Kommunikation und internationalen Projektmanagements, Autorin und Kunstmalerin
Christine Weissbarth
geb. in Wien, Österreich
Studium der Kunstgeschichte an der LMU München
Moderatorin, Schauspielerin und Studienleiterin bei der Interfilm Academy Munich e.V.
30.06. Gautinger Filmgespräch: Zum Tod meiner Mutter
Deutschland 2022 | 135 min. | Regie: Jessica Krummacher | mit Birte Schnöink, Elsie de Brauw u.a.
Donnerstag, 30.06.2022 19:30
Kino Breitwand Gauting, Bahnhofsplatz 2 / 82131 Gauting
Vom Verlust eines Elternteils dargestellt ohne Düsterkeit, aber mit wichtigen Details – von gesprochenen Worten zu liebevollen Gesten. Sie berühren und bleiben haften.
„Wir wissen, dass es zu Ende geht; mehr nicht“, sagt Juliane über ihre leidende Mutter Kerstin, die mit nur 64 Jahren sterben wird. Freunde und Angehörige kommen, um sich von ihrer Mutter zu verabschieden; emotionsgeladene Erinnerungen und Vorgefühle der Trauer mischen sich. Juliane kämpft gegen die Zeit – eine unerbittliche, apathische und monochrome Zeit… (Quelle: Kino)
Einführung & Moderation: Pfarrer Eckart Bruchner, Interfilm Academy Munich
-> Tickets
Romantik, Bamberg und Politik – Zum 200. Todestag von E.T.A. Hoffmann
Donnerstag, 23.06.2022 18:00
online
Veranstalter: Hanns-Seidel-Stiftung
Als der Schriftsteller, Maler und Komponist E.T.A. Hoffmann am 25. Juni 1822 im Alter von nur 46 Jahren starb, hinterließ er ein umfangreiches Gesamtwerk, das nicht nur die fantastische Literatur bis heute beeinflusst. Obwohl er nur wenige Jahre in Bamberg lebte, hinterließ er dort einen prägenden Eindruck: Seine damalige Wohnung am Schillerplatz ist heute ein Museum (E.T.A.-Hoffmann-Haus), Das Bamberger Theater, an dem er wirkte, ist nach ihm benannt und seinen Roman Die Elixiere des Teufels schrieb er nach dem Besuch des Bamberger Kapuzinerklosters. In diesem Seminar widmen wir uns dem ereignisreichen Leben und der Weltanschauung dieses Universalgenies: Seine Novelle Das Fräulein von Scuderi markiert den Anfang der modernen Detektivgeschichte, weitere Erzählungen können als gesellschaftskritische Reflexionen seiner Zeit gelesen werden. Wir untersuchen Hoffmanns Einfluss auf die Freudsche Psychoanalyse, die moderne Soziologie und natürlich auf das Kino. (Quelle: Hanns-Seidel-Stiftung)
Referenten:
Matthias J. Lange
Stefan Preis
14.06. Hamburger Filmgespräch: Schattenstunde
Deutschland 2021 | 79 min. | Regie: Benjamin Martins | mit Christoph Kaiser, Beate Krist, Sarah Palarczyk, Dirk Waanders u.a.
Dienstag, 14.06.2022 18:00
Abaton-Kino, Allendeplatz 3 / 20146 Hamburg
Dezember 1942: Im Büro von Adolf Eichmann. Der Romancier und Liederdichter Jochen Klepper wird zu einem der höchstrangigen Nazis zitiert. Kleppers Frau ist Jüdin. Der Mann soll sich scheiden lassen, dann darf er weiter schreiben. Jochen Klepper (1903-1942) kennen heute nur wenige. Wer heute ein evangelisches oder katholisches Gesangbuch aufschlägt, wird auf ihn stoßen. Mit dem Nazi-Regime bekam er keine Probleme wegen seiner Texte, sondern wegen seiner Mitgliedschaft in der SPD und vor allem wegen seiner Ehe. Jochen Klepper ging lieber gemeinsam in den Tod als getrennt zu werden. Es ist eine ergreifende, aber keineswegs untröstliche Inszenierung. Basierend auf Kleppers Tagebuchaufzeichnungen findet Martins immer neue, immer wieder überraschende Stilmittel, um innerste Gewissenbisse, Zweifel, aber auch die Hoffnung auf Erlösung äußerlich sichtbar zu machen.
Moderiert wird die Veranstaltung von Filmemacher Franz Indra und Autor Stefan Preis
-> Tickets
24.06. Münchner Filmgespräch: Der Hauptmann von Köpenick
BRD 1956 | 93 min. | Regie: Helmut Käutner | mit Heinz Rühmann, Martin Held, Hannelore Schroth u.a.
Freitag, 24.06.2022 18:00
Münchenstift – Haus an der Effnerstraße, Effnerstr. 76 / 81925 München
In jungen Jahren ist Wilhelm Voigt auf die schiefe Bahn geraten und landet hinter Gittern. Nach seiner Entlassung beschließt er, endlich ein ehrliches Leben zu führen. Doch Wilhelm Voigt hat keinen Pass. Seine ständigen Versuche, sich Papiere zu beschaffen, bringen ihn immer wieder in Schwierigkeiten. (Quelle: Münchner Volkshochschule)
Im Anschluß an den Film haben Sie die Möglichkeit, sich im Gespräch mit Filmexperte und Pfarrer Eckart Bruchner auszutauschen.
















