Thema: David Cronenberg

20.02. Hamburger Filmgespräch präsentiert: Die Fliege (The Fly, OF)

USA 1986 | 96 min. | Regie: David Cronenberg | mit Jeff Goldblum, Geena Davis, John Getz u.a.
Freitag, 20.02.2026 21:30
Metropolis, Kleine Theaterstr. 10 / 20354 Hamburg

Willkommen zu einem der schrecklichsten Meisterwerke der Filmgeschichte! Wer diesen Film sieht, wird ihn nie wieder vergessen. Realistisch gezeichnete Charaktere ereilt ein unmenschliches Schicksal. Der tragische Held fängt an, sich zu verändern, seine Reise in den Wahnsinn wird durch Effekte flankiert, die auch nach vierzig Jahren nichts von ihrer Wirkung verloren haben.

Mel Brooks (ja, der Mel Brooks) holte David Cronenberg aus Kanada nach Hollywood, um beim Remake der Verfilmung einer Kurzgeschichte aus den Fünfziger Jahren die Regie zu übernehmen. Cronenberg schrieb alle Dialoge um und machte aus einem biederen Ehepaar eine verhängnisvolle Dreieckskonstellation. John Getz, Geena Davis und natürlich vor allem Jeff Goldblum stürzten sich furchtlos in ihre Rollen, Howard Shaw komponierte die Musik.

Be afraid. Be very afraid.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe Retro-Horror.

Einführung: Stefan Preis und Franz Indra -> Tickets

Nach der Vorführung gibt es keine Diskussion. Stattdessen laden wir dazu ein, unsere Podcast-Folge zu Die Fliege anzuhören – aber bitte erst nach dem Kino-Erlebnis.

Podcast zu „Die Fliege“ / „The Fly“ von 1986 bzw. 1958

Beim Fluxkompensator-Podcast sprechen Stefan Preis und Franz Indra über Die Fliege (The Fly, 1986) von David Cronenberg und den gleichnamigen Originalfilm (1958) von Kurt Neumann.

DIE FLIEGE markiert Cronenbergs Wechsel nach Hollywood, der Film ist ein schreckliches Meisterwerk der Tricktechnik und des body horrors. Wir folgen Brundles Weg in den Wahnsinn und werfen auch einen Blick auf die alternativen Enden und weitere gestrichene Szenen.

-> zum Podcast

Bei Filme, Serien und Stars diskutiert Stefan Preis außerdem in großer Runde über das Thema „Der Katastrophenfilm“.

Mensch – Maschine – Mythos

Freitag, 26.06., bis Sonntag, 28.06.2015
Bildungszentrum Wildbad Kreuth, 83708 Wildbad Kreuth
Veranstalter: Hanns-Seidel-Stiftung

Gibt es in Zukunft Maschinen bzw. Computer, die denken können oder gar „philosophieren“ mit Geist und Bewusstsein?

Die Frage nach den unabsehbaren Folgen der Übertretung von göttlichen Geboten beginnt bei Adam und Eva und ist so uralt wie die Menschheit selbst. Schon in den antiken Mythen wird Prometheus von Zeus bestraft, weil er den Menschen das Feuer bringt. Die Schaffung eines Menschen durch den Arzt Viktor Frankenstein ist Thema in Mary Shelleys Frankenstein oder der moderne Prometheus (1818), der bis heute nicht nur lebhaft rezipiert, sondern auch mehrfach verfilmt und „fortgeschrieben“ wurde – wobei die Erschaffung des Monsters die Genealogie technischer Möglichkeiten widerspiegelt und „das Monster“ sich am Ende gegen „den Schöpfer“ erhebt.

Auch der Computer Colossus (1970) erhebt sich zum Diktator über die Menschheit, indem er mit einem zweiten Computer kommuniziert und sich verbündet. Inwieweit intelligente Maschinen daher Gefühle entwickeln und Freund oder Feind des Menschen sein können und welche realistischen Möglichkeiten sich hinter diesen Schreckensszenarien verbergen, stellen wir anhand neuester computerlinguistischer Forschungen zur Mensch-Maschine-Kommunikation dar.

Dass technischer Wandel auch einen sozialen Wandel bedingt, erleben wir aufgrund rasanter Veränderungen im sozialen Beisammensein. Aber inwiefern die technische Entwicklung selbst auch moralische Maßstäbe setzt oder nicht, wollen wir in diesem Seminar ergründen.

Wir freuen uns auf Ihre Mitwirkung in Wildbad Kreuth.

Referenten:
Artur Kolbe, Referatsleiter im Institut für Politische Bildung der Hanns-Seidel-Stiftung e.V., München
Dr. Cornelia Wolfgruber, Literaturwissenschaftlerin und Philosophin, München
Dr. Ann-Kristin Drenkpohl, Medienwissenschaftlerin, Berlin
Dr. Marlene Wolfgruber, Produktmarketing-Managerin, München
Stefan Preis M.A., Soziologe und Kriminologe, Hamburg

Programmheft (pdf)

Anmeldung bis zum 19.06.2015
bei Giovanni Sammataro
Tel 089 / 1258-299
Fax 089 / 1258-338
Email ref0303@hss.de
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