Interfilm Academy News

15.01. Hamburger Filmgespräch: Der Schläfer (Sleeper, OF)

USA 1973 | 89 min. | Regie: Woody Allen | mit Woody Allen, Diane Keaton John Beck u.a.
Donnerstag, 15.01.2026 19:00
Metropolis, Kleine Theaterstr. 10 / 20354 Hamburg

Anlässlich des Todes von Diane Keaton

Miles Monroe wird in den Siebziger Jahren versehentlich eingefroren und erwacht erst Jahrhunderte später wieder. Er hat Schwierigkeiten, sich in der Schönen Neuen Welt der Sexroboter und Riesengemüse zurecht zu finden. Schließlich entpuppt sich das vermeintliche Paradies als bizarre Diktatur. Miles verliebt sich in Luna und versucht, gemeinsam mit ihr die Nase des Führers zu kidnappen.

Diane Keatons zweite Arbeit mit Woody Allen ist eine Hommage an das frühe Slapstick-Kino und endet mit einem (kleinen) Knall.

Moderiert wird die Veranstaltung von Filmemacher Franz Indra und Autor Stefan Preis. -> Tickets

Kafka geht in die Elm Street

Stefan Preis trotzt der Generativen Künstlichen Intelligenz, die das Internet immer weiter zumüllt, und hält mit menschengemachten Filmanalysen dagegen:

Für das Filmportal Fluxkompensator hat er Texte über JULIAS UNHEIMLICHE WIEDERKEHR (FULL CIRCLE, 1977) von Richard Loncraine mit Mia Farrow und Keir Dullea sowie MORD AN EINEM REGNERISCHEN SONNTAG (Mort un dimanche de pluie, 1986) von Joël Santoni geschrieben.

Bei unserem Kooperationspartner, der Deutschen Lovecraft Gesellschaft, ist seine Kritik zu CREEPSHOW 2 (1987) erschienen und bei Filme, Serien und Stars seine Betrachtung zu A NIGHTMARE ON ELM STREET 4 in der Lesart von Franz Kafka: A Nightmare on Elm Street 4: The Dream Master – Kafka kommt in die Elm Street. Auf dem YouTube-Kanal von Filme, Serien und Stars erzählt er, warum hinter Freitag der 13. (1980) mehr steckt, als du denkst…

Zuguterletzt hat der Oldlib Verlag ein Buch publiziert, an dem Stefan Preis mitgeschrieben hat: „Von Robin Hood zu Robin of Sherwood“.

Franz Indra kann da nicht ganz mithalten, hat aber zumindest beim Fluxkompensator eine Kritik zu DIE MY LOVE von Lynne Ramsay mit Jennifer Lawrence, Robert Pattinson, Sissy Spacek und Nick Nolte geschrieben.

17.12. Kinotreff Rottmann: Was uns verbindet (L’attachement)

Frankreich / Belgien 2024 | 106 min. | Regie: Carine Tardieu | mit Valeria Bruni Tedeschi, Pio Marmaï, Vimala Pons u.a.
Mittwoch, 17.12.2025 18:00
Neues Rottmann, Rottmannstr. 15 / 80333 München

Als das Ehepaar aus der Nachbarwohnung zur Entbindung ins Krankenhaus muss, erklärt sich eine alleinstehende Buchhändlerin Mitte 50 bereit, auf deren kleinen Sohn aufzupassen. Doch als die Mutter bei der Geburt stirbt, entwickelt die Nachbarin zu dem Jungen, dem verwitweten Vater und dem Neugeborenen eine tiefe Bindung, auch wenn sie dabei austarieren muss, wo ihre Grenzen sind. Ein warmherziges Porträt einer Frau, die sich in einem Leben als Single eingerichtet hat und sich darin wohlfühlt, aber durch die Umstände unversehens in eine Familie hineinwächst, ohne die klassische Mutterrolle übernehmen zu wollen. Ein unaufgeregtes Drama, das von überzeugenden Darstellern und liebevoll gezeichneten Figuren getragen wird. (Quelle: Kino)

Einführung und Gespräch: Filmpfarrer Eckart Bruchner, Interfilm Academy Munich e.V.

18.12. Gautinger Filmgespräch: Sentimental Value

Norwegen / Dänemark / Frankreich / Deutschland 2025 | 135 min. | Regie: Joachim Trier | mit Renate Reinsve, Stellan Skarsgård, Inga Ibsdotter Lilleaas, Elle Fanning u.a.
Donnerstag, 18.12.2025 19:30
Kino Breitwand Gauting, Bahnhofsplatz 2 / 82131 Gauting

Im Film SENTIMENTAL VALUE erträgt das Haus schweigend die Ereignisse von drei Generationen, das den Künstlervater und die Psychologenmutter, dann auch die beiden Töchter nach der Trennung der Eltern beherbergt hat. Die unerwartete Rückkehr ihres charismatischen, aber schwierigen Vaters wirbelt das Leben der Schwestern durcheinander – und eröffnet zugleich die Chance auf einen Neuanfang.

Am Ende steht SENTIMENTAL VALUE als leise Offenbarung. Nicht bloß Nostalgie, sondern die Traurigkeit über das, was war, und die zarte Hoffnung auf das, was noch sein könnte.

Einführung und Diskussion: Filmpfarrer Eckart Bruchner