Thema: Robert Sigl
05.09. Hamburger Filmgespräch: Deliverance (OmU)
USA 1972 | 109 min. | Regie: John Boorman | mit Burt Reynolds, Ned Beatty, Jon Voight u.a.
Samstag, 05.09.2026 19:30
Metropolis, Kleine Theaterstr. 10 / 20354 Hamburg
Vier Geschäftsmänner aus Atlanta befahren mit Kanus einen wilden Fluss in den Appalachen, bevor dieser in einen Stausee verwandelt wird. Im Verlaufe der Reise kommt es sowohl zu gewalttätigen Konfrontationen mit Bewohnern der abgeschiedenen Gegend sowie der unberechenbaren Natur.
1973 wurde DELIVERANCE zwar in den Kategorien Bester Schnitt, Beste Regie und Bester Film für den Oscar nominiert, aber nicht ausgezeichnet.
James Dickey, Autor der Buchvorlage und des Drehbuchs, ist in einer Nebenrolle als Sheriff zu sehen. John Boorman, der bereits in POINT BLANK und ZARDOZ ähnliche Themen aufgriff, verbindet Georges Batailles Philosophie von Überschreitung und Exzess (ein Zitat aus Batailles „Die innere Erfahrung“ ist als Motto dem Roman vorangestellt) mit den Traumerzählungen von Lord Dunsany.
Moderiert wird die Veranstaltung von Filmemacher Franz Indra und Autor Stefan Preis. -> Tickets
Stefan Preis hat außerdem zwei neue Artikel verfasst: eine Kritik zu Hepzibah – Sie holt dich im Schlaf von Robert Sigl für den Fluxkompensator und den Essay Saint Toad für den Lovecrafter Online.
Laurin und die Nouvelle Vague
Beim Filmportal Fluxkompensator ist eine Filmkritik von Franz Indra zu NOUVELLE VAGUE von Richard Linklater erschienen, der zur Zeit im Kino läuft.
Guillame Marbeck ignoriert als Jean-Luc Godard kettenrauchend einfach alle Hindernisse, bis er endlich, wie seine Kritikerkollegen von der Gazette du cinéma selber einen Film drehen kann. À BOUT DE SOUFFLE (AUSSER ATEM, 1960) sprengte dann gleich mal die damaligen Kinokonventionen und wurde mit Jean-Paul Belmondo und Jean Seberg (dargestellt von Aubry Dulin und Zoey Deutch) auch noch ein Überraschungserfolg beim Publikum.
Aber es fühlt sich ein bisschen wie ein Schulprojekt an, wie eine Fleißarbeit. Warum wird bei hundert Figuren der Name eingeblendet? Der Film gräbt nicht in die Tiefe und wird gerade Godard damit nicht gerecht. Danach hat man aber immerhin Lust, sich AUSSER ATEM wieder anzuschauen

Stefan Preis wiederum hat eine ausführliche Kritik zu LAURIN (1989) von Robert Sigl für den Lovecrafter Online gerschrieben.

