Thema: John Boorman

05.09. Hamburger Filmgespräch: Deliverance (OmU)

USA 1972 | 109 min. | Regie: John Boorman | mit Burt Reynolds, Ned Beatty, Jon Voight u.a.
Samstag, 05.09.2026 19:30
Metropolis, Kleine Theaterstr. 10 / 20354 Hamburg

Vier Geschäftsmänner aus Atlanta befahren mit Kanus einen wilden Fluss in den Appalachen, bevor dieser in einen Stausee verwandelt wird. Im Verlaufe der Reise kommt es sowohl zu gewalttätigen Konfrontationen mit Bewohnern der abgeschiedenen Gegend sowie der unberechenbaren Natur.

1973 wurde DELIVERANCE zwar in den Kategorien Bester Schnitt, Beste Regie und Bester Film für den Oscar nominiert, aber nicht ausgezeichnet.

James Dickey, Autor der Buchvorlage und des Drehbuchs, ist in einer Nebenrolle als Sheriff zu sehen. John Boorman, der bereits in POINT BLANK und ZARDOZ ähnliche Themen aufgriff, verbindet Georges Batailles Philosophie von Überschreitung und Exzess (ein Zitat aus Batailles „Die innere Erfahrung“ ist als Motto dem Roman vorangestellt) mit den Traumerzählungen von Lord Dunsany.

Moderiert wird die Veranstaltung von Filmemacher Franz Indra und Autor Stefan Preis. -> Tickets

Stefan Preis hat außerdem zwei neue Artikel verfasst: eine Kritik zu Hepzibah – Sie holt dich im Schlaf von Robert Sigl für den Fluxkompensator und den Essay Saint Toad für den Lovecrafter Online.

Demokratische Lehrstücke

Freitag, 28.08., bis Sonntag, 30.08.2015
Bildungszentrum Wildbad Kreuth, 83708 Wildbad Kreuth
Veranstalter: Hanns-Seidel-Stiftung

Ein politisches System ist immer auch Folge und Ausdruck eines bestimmten Menschenbildes.

In der Filminszenierung wird dieser Zusammenhang – im wahrsten Sinne des Wortes – „auf’s Spiel gesetzt“.

Welche Ideale, welche Zukunft, welche Warnungen werden formuliert? Sollte man, bzw. kann man überhaupt eine demokratische Gesellschaftsordnung auch in Zukunft aufrecht erhalten? Wie könnte das politische Zusammenleben verbessert werden?

Alle politischen SF-Filme warnen vor diktatorischen Systemen in der Zukunft, in denen gefühllose Politiker sich „gewissenloser Computer/Maschinen“ bedienen. So bleibt die Problematik zu Fortschritten oder Rückschritten bei der Frage „Was ist Menschlichkeit?“ Und: Welche Funktionen übernimmt dabei die (Anti-)Utopie?

„Satire darf“ nach Kurt Tucholsky „alles!“

Ob dies wirklich zutrifft, wollen wir im Seminar mit Ihnen diskutieren. Hierzu laden wir Sie herzlich ein und freuen uns, Sie in Wildbad Kreuth begrüßen zu können.

Referenten:
Stefan Preis M.A., Soziologe und Kriminologe, Hamburg
PD Dr. Johannes Schmitt, Theater- und Medienwissenschaftler, Erlangen-Höchstadt

Programmheft (pdf)

Anmeldung bis zum 19.06.2015
bei Cassia Bieber (Vertretung für Giovanni Sammataro)
Tel 089 / 1258-352
Fax 089 / 1258-338
Email ref0303@hss.de
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