Interfilm Academy News

Pressespiegel zum Fünf-Seen-Filmfestival 2020

Klaus Doldinger bei der Eröffnungsfeier


Wüste, Wasser, Wind (Süddeutsche Zeitung vom Mittwoch, 26.08.2020)

Das Glück an seiner Seite (Süddeutsche Zeitung vom Donnerstag, 27.08.2020)

Hüter der Eintagsfliegen (Süddeutsche Zeitung vom Montag, 27.08.2020)

Himmlisch (Süddeutsche Zeitung vom Freitag, 28.08.2020)
-> mehr Infos zu Das neue Evangelium (pdf)

Zerbrechliches Glück (Süddeutsche Zeitung vom Montag, 07.09.2020)

Filmfestival: Der große Abend der Preise (Münchner Merkur vom Montag, 07.09.2020)




»Bei 39 Cent für eine Dose Tomaten braucht der Bauer Sklaven« (Interview mit Yvan Sagnet, dem Hauptdarsteller aus Das neue Evangelium, im SZ-Magazin vom Freitag, 04.12.2020)

Hamburger Filmgespräch: Im Schatten des Zweifels (Shadow of a Doubt, OF)

Im Schatten des Zweifels (Shadow of a Doubt, OF)
USA 1943 | 108 min. | Regie: Alfred Hitchcock | mit Teresa Wright, Joseph Cotten, Macdonald Carey u.a.
Mittwoch, 09.09.2020, 19:30
Metropolis, Kleine Theaterstr. 10 / 20354 Hamburg

Als 25. Filmgespräch in der Kriminologischen Filmreihe zeigen wir ein Juwel des amerikanischen Film-Noir-Thrillers vom Master of Suspense: Die junge Charlie wird von dem Verdacht gequält, ihr Onkel, der den gleichen Vornamen trägt, habe mehrere Frauen ermordet.

Immer wieder hat Alfred Hitchcock das Phänomen des Serienmordes aufgegriffen, zuerst in The Lodger (1927), der von Jack the Ripper handelt, und später in Psycho und Frenzy, wobei er sich immer auch an authentischen Kriminalfällen orientierte. Die Darstellung des „Widow Murderers“ und die bizarre calvinistische Rechtfertigung des Täters nehmen nicht nur die Figur des Harry Powell aus The Night of the Hunter vorweg, sondern beschreiben auch die Charakteristika des missionsorientierten Serienmörders, lange bevor dies in der kriminologischen Forschung klassifiziert wurde. Auch in anderer Hinsicht ist Hitchcock seiner Zeit weit voraus: die Aussage „No one takes my Photograph“ erscheint heute als Protest gegen soziale Netzwerke, die ein Ende der Privatsphäre propagieren.

Moderiert wird die Veranstaltung von dem Filmemacher Franz Indra und dem Autor Stefan Preis.

Aufgrund der aktuellen Abstandsregelung sind die Plätze begrenzt, es gibt nur noch Platzkarten. -> Tickets

Hamburger Filmgespräch stellt vor: Ein Alibi für Mitternacht (Les granges brûlées)

Ein Alibi für Mitternacht (Les granges brûlées)
Frankreich / Italien 1973 | 95 min. | Regie: Jean Chapot | mit Simone Signoret, Alain Delon, Paul Crauchet u.a.
Mittwoch, 19.08.2020, 17:00
Metropolis, Kleine Theaterstr. 10 / 20354 Hamburg

Eine junge Frau wird im verschneiten französischen Jura-Gebirge ermordet aufgefunden. Schnell fällt der Verdacht auf Mitglieder einer Bauernfamilie. Zwischen dem Untersuchungsrichter Larcher (Alain Delon) und der Gutsbesitzerin Rose (Simone Signoret) entbrennt ein erbittertes Psycho-Duell. Der eindringliche Soundtrack wurde von Jan-Michel Jarre komponiert.

Der Film basiert lose auf einen bis heute nicht vollständig geklärten Kriminalfall, der 1952 als „Affäre Dominici“ Bekanntheit erlangte (unter diesen Titel ebenfalls 1973 mit Jean Gabin verfilmt). Der Autor und Kriminologe Stefan Preis stellt in der Einleitung die vermuteten Hintergründe vor.

Fünf-Seen-Filmfestival 2020 mit One-Future-Preis

Die Interfilm-Akademie wird den 35. One-Future-Preis diesmal
im Rahmen des Internationalen Fünf Seen Filmfestivals (FSFF) 2020 vergeben.

Die Menschen unseres Jahrhunderts haben eine einzige unteilbare Zukunft – One Future. In diesem Sinne zeichnet der One-Future-Preis jedes Jahr einen Film aus dem Programm des Filmfests München aus, der diesen Gedanken in ethisch wie filmästhetisch überzeugender Weise umsetzt. Da das Filmfest München 2020 wegen Corona leider ausfallen musste, verleihen wir dieses Jahr den One-Future-Preis 2020 nicht in Kiew, Locarno oder Venedig, sondern im Rahmen des FSFF 2020.

Die Interfilm-Akademie vergibt außerdem einen Ehrenpreis. 2020 geht dieser an den Initiator des FSFF und erfolgreichen Kinobetreiber Matthias Helwig für seinen unermüdlichen Einsatz für das Filmwesen.

Fünf-Seen-Filmfest

Das 14. FSFF findet als special edition vom 26. August bis 9. September statt, die Eröffnungsfeier ist am 26. August. Das FSFF ist im Fünfseenland südlich von München zu Hause, auf 15 Leinwänden in Starnberg, Gauting, Schloss Seefeld, Weßling und Wörthsee. Seit 2007 hat sich das FSFF zu einem der größten und renommiertesten Filmfestivals in Süddeutschland entwickelt.

Preisverleihung

Der One-Future-Preis wird am Sonntag, den 6. September, um 18:00 Uhr im Kino Breitwand Gauting verliehen; musikalische Begleitung: Florian Meierott (Violine).

Internationale Jury

Der internationalen Jury unter Vorsitz von Filmpfarrer Eckart Bruchner, Direktor der Interfilm-Akademie, gehören dieses Jahr an:


Galina Antoschewskaja
geb. in Leningrad/St. Petersburg, Russland.
Studium der Journalistik an der Lomonossow-Universität Moskau.
Filmjournalistin, Dramaturgin, Filmhistorikerin.

Eckart Bruchner, geb. in Amberg, Deutschland.
Studium der Theologie, Philosophie, Archäologie, Kunstgeschichte, Musik in Erlangen/Nürnberg, Rom, Heidelberg und München, Filmstudium an der HFF München (Abschlussfilm Sacra Romana Rota).
Pfarrer, Dozent und Pädagoge an Gymnasien und Universitäten, Professor an der FVG Antwerpen, Direktor der Interfilm-Akademie, Filmgespräche und Seminare in Inland und Ausland, Stifter der des One-Future-Preises und des Prix Interculturel.


Bhagu T. Chellaney
geb. in Kotri, Indien.
Studium von Architektur, Fine Arts and Design und Kunstgeschichte in Indien.
Langjährige Berufsausübung als Architekt, Stadtplaner, Designer VFA, Filmgutachter.

Ileana Cosmovici
geb. in München, aufgewachsen in Italien und Deutschland.
Studium: an der HFF München. Ihr Abschlussfilm Aschermittwoch wurde auf der Berlinale 2007 uraufgeführt und hat im gleichen Jahr das erste Fünf-Seen-Filmfestival eröffnet.
Regisseurin, Autorin und Regiescout bei Namoto.

Natalia Putintseva
geb. in Omsk, Russland, aufgewachsen in Nord-Kasachstan.
Studium der Anglistik und Germanistik an der Nord-Kasachstanischen Universität sowie BWL an der Hochschule für angewandte Wissenschaften München. USA-Aufenthalt.
Langjährige berufliche Tätigkeit auf dem Gebiet interkultureller Kommunikation und internationalen Projektmanagements. Autorin und Kunstmalerin.

Christine Weissbarth
geb. in Wien, Österreich.
Studium der Kunstgeschichte an der LMU München.
Moderatorin und Schauspielerin. Studienleiterin an der Interfilm-Akademie.

Gautinger Filmgespräch: Undine

Undine
Deutschland / Frankreich 2020 | 90 min. | Regie: Christian Petzold | mit Paula Beer, Franz Rogowski, Maryam Zaree u.a.
Donnerstag, 30.07.2020 19:30
Kino Breitwand Gauting, Bahnhofsplatz 2 / 82131 Gauting

Undine lebt in Berlin. Ein kleines Apartment am Alexanderplatz, ein Honorarvertrag als Stadthistorikerin, ein modernes Großstadtleben wie auf Abruf. Als ihr Freund Johannes sie verlässt, ist der Zauber der Liebe zerstört. Wenn ihre Liebe verraten wird, so heißt es in den alten Märchen, muss sie den treulosen Mann töten und ins Wasser zurückkehren, aus dem sie einst gekommen ist.

Undine wehrt sich gegen diesen Fluch der zerstörten Liebe. Sie begegnet dem Industrietaucher Christoph und verliebt sich in ihn. Es ist eine neue, glückliche, ganz andere Liebe, voller Neugier und Vertrauen. Atemlos verfolgt Christoph ihre Vorträge über die auf den Sümpfen gebaute Stadt Berlin, mühelos begleitet Undine ihn bei seinen Tauchgängen in der versunkenen Welt eines Stausees. Doch Christoph spürt, dass sie vor etwas davonläuft. Undine muss sich dem Fluch stellen. Diese Liebe will sie nicht verlieren. (Quelle: Kino)

Einführung und Diskussion: Pfarrer Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie.

Hamburger Filmgespräch stellt vor: Wolf (OF)

Wolf (OF)
USA 1994 | 125 min. | Regie: Mike Nichols | mit Jack Nicholson, Michelle Pfeiffer, James Spader u.a.
Mittwoch, 05.08.2020, 19:00
Metropolis, Kleine Theaterstr. 10 / 20354 Hamburg

Ein Mann wird nachts auf der Landstraße von einem Wolf gebissen. In den kommenden Tag erlebt er eine unheimliche Metamorphose. Den Soundtrack komponierte der leider kürzlich verstorbene Ennio Morricone. Die Hauptrolle wird eindringlich von Jack Nicholson verkörpert, dessen Darstellung des rasenden Jack Torrance in The Shining häufig mit einem Werwolf verglichen wurde (etwa von Geoffrey Cocks).

In Mythen und Märchen sowie dem Horror- und Fantasy-Genre treten die unterschiedlichsten Gestaltenwandler auf, von denen der Werwolf sicher der bekannteste ist. Filme wie American Werewolf oder Company of the Wolves zeigen ihn als tragische Figur und thematisieren zugleich dessen unheimliche erotische Faszination.

Der Autor Stefan Preis leitet mit dem Beitrag „Das Werwolf-Phänomen aus kriminologischer Perspektive“ in dem Film ein, beschreibt reale Fälle von Lykanthropie und stellt medizinische und psychoanalytische Erklärungsansätze vor.

Hamburger Filmgespräch stellt vor: Der Frauenmörder von Paris (Désiré Landru)

Der Frauenmörder von Paris (Désiré Landru)
Frankreich 2005 | 96 min. | Regie: Pierre Boutron | mit Patrick Timsit, Julie Delarme, Catherine Arditi u.a.
Freitag, 03.07.2020, 17:00
Metropolis, Kleine Theaterstr. 10 / 20354 Hamburg

Um seine Familie ernähren zu können, ermordet der Antiquitätenhändler Landru reihenweise gut betuchte Damen, die er beerbt. 1919 wird er verhaftet und 1922 hingerichtet für den Mord an zehn Frauen und einem Jungen, obwohl er nie gestanden hat. „Von Claude Chabrol und Françoise Sagan als schwarze Komödie konzipiert und durch Einblendung von Weltkriegsszenen in Verbindung gebracht zum staatlich legitimierten Völkermord. Ein bewusst dekadentes Spiel mit menschlichen Grundwerten.“ (Quelle: Film-Dienst)

Der Kriminologe Stefan Preis führt in den Film ein mit einem Beitrag über den historischen Kriminalfall Landru, der auch Monsieur Verdoux von Charles Chaplin beeinflusste, und einer Theorie des Serienmordes.

Gautinger Filmgespräch: Für Sama (For Sama, OmU)

Für Sama (For Sama, OmU)
UK / Syrien / USA 2019 | 100 min. | Regie: Waad Al-Kateab, Edward Watts | mit Waad Al-Kateab, Hamza Al-Khateab, Sama Al-Khateab u.a.
Donnerstag, 25.06.2020 19:30
Kino Breitwand Gauting, Bahnhofsplatz 2 / 82131 Gauting

Auch in München öffnen die ersten Kinos wieder – am 18.06. das Breitwand Gauting! Schon eine Woche später setzen wir die Gautinger Filmgespräche fort, und wir würden wir uns besonders freuen, wenn ihr zahlreich erscheint – das Kino wird es euch danken.

Das idealistische Video-Tagebuch einer jungen Studentin wird zum erschütternden Kriegstagebuch einer verzweifelten Mutter, die ihrer kleinen Tochter diesen Film widmet. Ein schonungsloses Dokument, das angefangen von den Aufständen in der syrischen Stadt über die Liebe zu ihrem Mann, ihre Hochzeit bis hin zur Geburt ihrer Tochter Sama erzählt – und inmitten des Grauens der Kämpfe um Aleppo auch immer wieder Schönheit und Kraft findet.

Bester Dokumentarfilm beim Festival in Cannes. (Quelle: Kino)

Einführung und Diskussion: Pfarrer Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie.

Hamburger Filmgespräch: Durst (Bakjwi, OmU)

Durst (Bakjwi, OmU, Blu-ray)
Südkorea 2009 | 134 min. | Regie: Park Chan-wook | mit Song Kang-ho, Choi Hee-jin, Kim Ok-bin u.a.
Mittwoch, 08.07.2020, 19:30
Metropolis, Kleine Theaterstr. 10 / 20354 Hamburg

Die Hamburger Kinos dürfen wieder öffnen, und die Kriminologische Filmreihe ist sofort zur Stelle! Auch unter Abstandsbedingungen bietet der Saal des Metropolis-Kinos Platz für viele Gäste, also würden wir uns besonders freuen, wenn ihr zahlreich erscheint – das Kino wird es euch danken.

In seinem theologischen Horror-Drama untersucht Park Chan-Wook die Ursprünge des Vampir-Mythos und verbindet diesen mit einer werkgetreuen Interpretation von Thérèse Raquin nach Émile Zola, verlegt in das Südkorea der Gegenwart. Der katholische Priester Sang-hyeon wird während einer Epidemie durch eine Bluttransfusion in einen Vampir verwandelt. Konfrontiert mit dem ethischen Dilemma, um seinen „Durst“ zu stillen, verletzen und töten zu müssen, beginnt er zugleich eine Liebesbeziehung mit Tae-joo, der Frau seines Freundes Kang-woo. Eines Tages tötet er Kang-woo und tarnt den Mord als Unfall. Dann erfährt er, dass er auch von Tae-joo belogen wurde.

Zola, der am 2. April seinen 180. Geburtstag gefeiert hätte, beschrieb seine Romanfiguren als von ihren Leidenschaften beherrschte „menschliche Bestien“ ohne freien Willen.

Moderiert wird die Veranstaltung von dem Filmemacher Franz Indra und dem Autor Stefan Preis.

Aufgrund der aktuellen Abstandsregelung sind die Plätze begrenzt, es gibt nur noch Platzkarten. Am 15.06. beginnt der Online-Vorverkauf. -> Tickets

Münchner Filmgespräch: Der Trafikant entfällt!

Österreich / Deutschland 2018 | 117 min. | Regie: Nikolaus Leytner | mit Simon Morzé, Bruno Ganz, Johannes Krisch u.a.
Freitag, 29.05.2020 18:00 entfällt!
Münchenstift – Haus an der Effnerstraße, Effnerstr. 76 / 81925 München

Österreich 1937: Der 17-jährige Franz Huchel (Simon Morzé) verlässt sein Heimatdorf am Attersee, um beim Wiener Trafikanten Otto Trsnjek (Johannes Krisch) in die Lehre zu gehen. Zu den Stammkunden des kleinen Tabakladens zählt auch der bereits von fortschreitendem Alter und Krankheit gezeichnete Sigmund Freud (Bruno Ganz), von dem Franz auf Anhieb fasziniert ist. Als der Junge sich unglücklich in die schöne Varietétänzerin Anezka (Emma Drogunova) verliebt, sucht er Rat bei Freud, muss aber feststellen, dass dem weltbekannten Psychoanalytiker das weibliche Geschlecht ein mindestens ebenso großes Rätsel ist. Franz ist dennoch fest entschlossen, um seine Liebe zu kämpfen, wird aber in den Strudel der politischen Ereignisse gezogen, als Hitlers Truppen das Kommando übernehmen… (Quelle: Verleih)

Einführung und Diskussion: Filmpfarrer Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie.