Interfilm Academy News
29.01. Gautinger Filmgespräch: Silent Friend
Deutschland / Frankreich / Ungarn 2025 | 147 min. | Regie: Ildikó Enyedi | mit Tony Leung Chiu-wai, Luna Wedler, Enzo Brumm, Sylvester Groth, Martin Wuttke, Johannes Hegemann, Rainer Bock, Léa Seydoux u.a.
Donnerstag, 29.01.2026 19:30
Kino Breitwand Gauting, Bahnhofsplatz 2 / 82131 Gauting
Im Herzen eines botanischen Gartens in einer mittelalterlichen Universitätsstadt in Deutschland steht ein majestätischer Ginkgobaum. Dieser stille Zeuge hat über ein Jahrhundert lang den ruhigen Rhythmus der Veränderung über drei Menschenleben hinweg beobachtet.
2020 beginnt ein Neurowissenschaftler aus Hongkong, der sich mit der Psyche von Babys beschäftigt, ein unerwartetes Experiment mit dem alten Baum.
1972 wird ein junger Student durch die einfache Handlung des Beobachtens und der Verbindung mit einer Geranie tiefgreifend verändert.
1908 entdeckt die erste Studentin der Universität durch die Linse der Fotografie heilige Muster des Universums, die in den bescheidensten Pflanzen verborgen sind.
Wir verfolgen ihre unbeholfenen Versuche, eine Verbindung herzustellen – jeder von ihnen tief in seiner eigenen Gegenwart verwurzelt –, während sie durch die stille, beständige und geheimnisvolle Kraft der Natur verwandelt werden. Der uralte Ginkgobaum bringt uns näher an das, was es bedeutet, Mensch zu sein – an unsere Sehnsucht nach Zugehörigkeit. (Quelle: Kino)
Einführung und Diskussion: Filmpfarrer Eckart Bruchner
15.01. Hamburger Filmgespräch: Der Schläfer (Sleeper, OF)
USA 1973 | 89 min. | Regie: Woody Allen | mit Woody Allen, Diane Keaton John Beck u.a.
Donnerstag, 15.01.2026 19:00
Metropolis, Kleine Theaterstr. 10 / 20354 Hamburg
Anlässlich des Todes von Diane Keaton
Miles Monroe wird in den Siebziger Jahren versehentlich eingefroren und erwacht erst Jahrhunderte später wieder. Er hat Schwierigkeiten, sich in der Schönen Neuen Welt der Sexroboter und Riesengemüse zurecht zu finden. Schließlich entpuppt sich das vermeintliche Paradies als bizarre Diktatur. Miles verliebt sich in Luna und versucht, gemeinsam mit ihr die Nase des Führers zu kidnappen.
Diane Keatons zweite Arbeit mit Woody Allen ist eine Hommage an das frühe Slapstick-Kino und endet mit einem (kleinen) Knall.
Moderiert wird die Veranstaltung von Filmemacher Franz Indra und Autor Stefan Preis. -> Tickets
Q&As auf dem Filmfest Hamburg 2025
Alle, die das Filmfest Hamburg verpasst haben, können sich auf Franz Indras Vimeo-Kanal einige Q&As ansehen – quasi als kleines Weihnachtsgeschenk…
Kafka geht in die Elm Street
Stefan Preis trotzt der Generativen Künstlichen Intelligenz, die das Internet immer weiter zumüllt, und hält mit menschengemachten Filmanalysen dagegen:
Für das Filmportal Fluxkompensator hat er Texte über JULIAS UNHEIMLICHE WIEDERKEHR (FULL CIRCLE, 1977) von Richard Loncraine mit Mia Farrow und Keir Dullea sowie MORD AN EINEM REGNERISCHEN SONNTAG (Mort un dimanche de pluie, 1986) von Joël Santoni geschrieben.

Bei unserem Kooperationspartner, der Deutschen Lovecraft Gesellschaft, ist seine Kritik zu CREEPSHOW 2 (1987) erschienen und bei Filme, Serien und Stars seine Betrachtung zu A NIGHTMARE ON ELM STREET 4 in der Lesart von Franz Kafka: A Nightmare on Elm Street 4: The Dream Master – Kafka kommt in die Elm Street. Auf dem YouTube-Kanal von Filme, Serien und Stars erzählt er, warum hinter Freitag der 13. (1980) mehr steckt, als du denkst…
Zuguterletzt hat der Oldlib Verlag ein Buch publiziert, an dem Stefan Preis mitgeschrieben hat: „Von Robin Hood zu Robin of Sherwood“.
Franz Indra kann da nicht ganz mithalten, hat aber zumindest beim Fluxkompensator eine Kritik zu DIE MY LOVE von Lynne Ramsay mit Jennifer Lawrence, Robert Pattinson, Sissy Spacek und Nick Nolte geschrieben.
17.12. Kinotreff Rottmann: Was uns verbindet (L’attachement)
Frankreich / Belgien 2024 | 106 min. | Regie: Carine Tardieu | mit Valeria Bruni Tedeschi, Pio Marmaï, Vimala Pons u.a.
Mittwoch, 17.12.2025 18:00
Neues Rottmann, Rottmannstr. 15 / 80333 München
Als das Ehepaar aus der Nachbarwohnung zur Entbindung ins Krankenhaus muss, erklärt sich eine alleinstehende Buchhändlerin Mitte 50 bereit, auf deren kleinen Sohn aufzupassen. Doch als die Mutter bei der Geburt stirbt, entwickelt die Nachbarin zu dem Jungen, dem verwitweten Vater und dem Neugeborenen eine tiefe Bindung, auch wenn sie dabei austarieren muss, wo ihre Grenzen sind. Ein warmherziges Porträt einer Frau, die sich in einem Leben als Single eingerichtet hat und sich darin wohlfühlt, aber durch die Umstände unversehens in eine Familie hineinwächst, ohne die klassische Mutterrolle übernehmen zu wollen. Ein unaufgeregtes Drama, das von überzeugenden Darstellern und liebevoll gezeichneten Figuren getragen wird. (Quelle: Kino)
Einführung und Gespräch: Filmpfarrer Eckart Bruchner, Interfilm Academy Munich e.V.
18.12. Gautinger Filmgespräch: Sentimental Value
Norwegen / Dänemark / Frankreich / Deutschland 2025 | 135 min. | Regie: Joachim Trier | mit Renate Reinsve, Stellan Skarsgård, Inga Ibsdotter Lilleaas, Elle Fanning u.a.
Donnerstag, 18.12.2025 19:30
Kino Breitwand Gauting, Bahnhofsplatz 2 / 82131 Gauting
Im Film SENTIMENTAL VALUE erträgt das Haus schweigend die Ereignisse von drei Generationen, das den Künstlervater und die Psychologenmutter, dann auch die beiden Töchter nach der Trennung der Eltern beherbergt hat. Die unerwartete Rückkehr ihres charismatischen, aber schwierigen Vaters wirbelt das Leben der Schwestern durcheinander – und eröffnet zugleich die Chance auf einen Neuanfang.
Am Ende steht SENTIMENTAL VALUE als leise Offenbarung. Nicht bloß Nostalgie, sondern die Traurigkeit über das, was war, und die zarte Hoffnung auf das, was noch sein könnte.
Einführung und Diskussion: Filmpfarrer Eckart Bruchner
My Generation – Universum 68
Am Wochenende vom 07.11. bis zum 09.11.2025 findet das Filmfestival My Generation – Universum 68 im Neuen Rottman und in der Mohr-Villa Freimann statt. Die Regisseurin Gloria Behrens zeigt 13 Filme, die in den vergangenen Jahren entstanden sind. Die Interfilm Academy Munich unterstützt das engagierte Projekt!
27.11. Gautinger Filmgespräch: Paternal leave – Drei Tage Meer
Deutschland / Italien 2025 | 96 min. | Regie: Alissa Jung | mit Juli Grabenhenrich, Luca Marinelli, Arturo Gabbriellini, Joy Falletti Cardillo, Gaia Rinaldi u.a.
Donnerstag, 27.11.2025 19:30
Kino Breitwand Gauting, Bahnhofsplatz 2 / 82131 Gauting
Gewinner des Perspektive Spielfilmpreises beim Fünf Seen Filmfestival 2025
Ein bewegendes Vater-Tochter-Drama über Nähe und Distanz, über Verantwortung, Versäumnisse – und die zarte Hoffnung auf einen Neuanfang.
Die 15-jährige Leo ist in Deutschland ohne Vater aufgewachsen. Als sie von seiner Identität erfährt, macht sie sich sofort auf die Suche nach ihm. Sie findet Paolo in einer verrammelten Strandbar an der winterlichen Küste Norditaliens, mit einer kleinen Tochter und deren Mutter. Auch zu ihnen hat er sich nicht wirklich bekannt. Ihn überwältigt und überfordert das Wiedersehen. Nach Leos plötzlichem Auftauchen hat er Mühe, seine Balance zwischen ihr und seiner neuen Familie zu finden. Zunächst will Leo nur Antworten, doch schon bald sehnt sie sich nach einem Platz in Paolos Leben. Da sie weder Geld noch einen Plan hat, bleibt sie erst mal in dem kleinen Ort. Je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto mehr Gemeinsamkeiten entdecken Leo und Paolo. Doch die Realität holt die beiden unweigerlich ein.
Über den Bildern liegt aber die Möglichkeit, die die Musik mit ihrem Text andeutet:
When time pulls live apart, hold your own / when everything is fluid, nothing can be known
with any certainty, hold your own / hold it till you feel it there, as dark and dense
and wet as earth, as vast and bright / and sweet as air / when all there is, is knowing that you feel / what you are feeling / Hold your own, ask your hands / to know the things they hold / ... / swaying like an open door, when storms are coming / hold.
Time isn´t onslaught, love is a mission / ... / feel each decision that you make, make it,
hold it, hold your own. / Hold your lovers, hold their hands. (Quelle: Kino)
Einführung und Diskussion: Filmpfarrer Eckart Bruchner
29.10. Gräfelfinger Filmgespräch: Amrum
USA / Deutschland 2025 | 93 min. | Regie: Fatih Akin | mit Diane Kruger, Matthias Schweighöfer, Laura Tonke u.a.
Mittwoch, 29.10.2025 19:45
Filmeck Gräfelfing, Bahnhofplatz 1 / 82166 Gräfelfing
Amrum, Frühjahr 1945. Nichts ist zu gefährlich oder zu mühsam für den 12-jährigen Nanning um seiner Mutter in den letzten Kriegstagen zu helfen, die Familie zu ernähren. Nanning und seine Familie wurden in Hamburg ausgebombt und mußten auf die Nordsee-Insel ziehen, wo niemand auf sie wartet.
Der türkisch-deutsche Regisseur Fath Akin verfilmt die Kindheit seines deutschen Lehrmeisters Hark Bohm, der wohl das Drehbuch mitverfasste, aber aus Altersgründen nicht mehr die Regiearbeit übernehmen konnte. Filmpfarrer Eckart Bruchner, der in den Film einführt und die Gesprächsleitung nach dem Film übernimmt, betont, wie großartig der junge Jasper Billerbeck seine erste Hauptrolle als Zeitzeuge der kontroversen Umbruchsituation zwischen Kriegsende und Neuanfang in Deutschland spielt und gleichzeitig deutlich wird, in welcher Umbruchsituation wir heute leben.
AMRUM lief in Cannes und Venedig und wird bereits in Deutschland kontrovers diskutiert. Atmosphärisch ergreifen die stimmungsvollen Bilder der Norddseeinsel Amrum das Publikum ebenso wie die Aktualität verschiedener Themen.
Einführung und Filmgespräch: Filmpfarrer Eckart Bruchner
06.11. Hamburger Filmgespräch präsentiert: Der Stadtneurotiker (Annie Hall)
USA 1977 | 93 min. | Regie: Woody Allen | mit Woody Allen, Diane Keaton, Tony Roberts, Shelley Duvall, Christopher Walken, Paul Simon u.a.
Donnerstag, 06.11.2025 19:00
Pop-up-Kino im Planet Harburg im ehemaligen Karstadt, Herbert-Wehner-Platz / 21073 Hamburg
Anlässlich des Todes von Diane Keaton am 11. Oktober
Alvy Singer führt ein Leben aus Krisen und Affären, bis er Annie Hall kennenlernt, die ebenso (pseudo-)intellektuell und neurotisch ist wie er. Um sie nicht zu verlieren, verlässt er sogar die dritte Hauptfigur – New York – und reist ins verhasste Kalifornien, das konsequent überbelichtet gefilmt wird.
Diane Keaton ist ANNIE HALL – so der Originaltitel. Woody Allen schrieb und inszenierte den Film für seine ehemalige Lebensgefährtin, die am 11. Oktober leider verstorben ist.
DER STADTNEUROTIKER spielt mit überbordender Freude mit dem Medium Kino. Der Film springt durch die Zeitebenen, wird plötzlich zum Zeichentrick, die Figuren brechen aus ihren Rollen aus und diskutieren untereinander und mit dem Publikum. In Kalifornien gab es dafür Oscars für Regie, Drehbuch und die weibliche Hauptrolle.
Einführung und Diskussion: Franz Indra und Stefan Preis -> Tickets








