Interfilm Academy News

25.11. Gautinger Filmgespräch: Lieber Thomas

Deutschland 2021 | 150 min. | Regie: Andreas Kleinert | mit Albrecht Schuch, Jella Haase u.a.
Donnerstag, 25.11.2021 19:30
Kino Breitwand Gauting, Bahnhofsplatz 2 / 82131 Gauting

Ein Film über den Schriftsteller Thomas Brasch, der der magisch schillernden Prosa und den einfallsreichen Filmen des Schriftstellers und Filmemachers in ihrer wilden, kühnen Art erstaunlich nahekommt. Ein Film, der durch die 60er und 70er Jahre der DDR und der BRD führt, ein Film, der Erinnerungen hervorruft und den steten Zweifel an den politischen Entwicklungen demonstriert.

Bei aller Stilisierung seiner Person und seines Umfeldes wird spürbar, dass Thomas Brasch nicht an Kunst um der Kunst willen oder an Rebellion um der Rebellion willen interessiert war. Als er 1968 die Bilder der sowjetischen Panzer in Prag sieht, ruft er mit seiner Clique zum Protest in Berlin auf. Vom eigenen Vater wird er an die Stasi verraten und muss vorübergehend in den Knast. Als er wieder auf freiem Fuß ist, trifft er die Liebe seines Lebens, Katarina. Auch im Ausdruck der Gefühle sind nur die imposantesten Gesten denkbar. Thomas schreibt Katarina ein Stück auf den Leib. Eigentlich hat diese gerade einen Anderen geheiratet. Aber was soll die ganz, ganz große Liebe schon aufhalten? Gemeinsam reisen die beiden später mit Katarinas kleiner Tochter in den Westen aus. (Quelle: Kino)

Einführung & Moderation: Pfarrer Eckart Bruchner, Interfilm Academy Munich

24.11. Kinotreff Rio: Emil und die Detektive

Deutschland 1931 | 75 min. | Regie: Gerhard Lamprecht | mit Rolf Wenkhaus, Käthe Haack, Fritz Rasp u.a.
Mittwoch, 24.11.2021 18:00
Rio Filmtheater, Rosenheimer Str. 46 / 81667 München

Sicher kennt jeder die Geschichte von Emil Tischbein und seiner Suche nach dem Dieb, der ihm Großmutters Geld abgenommen hat. Dieser Film nach dem Buch von Erich Kästner lebt nicht nur von seinem unnachahmlichen Witz, sondern vor allem von einer Zeitdokumentation der Weimarer Republik. Selbst die Stadt Berlin spielt eine weitere Hauptrolle. Unprätentiös unterstützt der Film durch seine fast dokumentarische Kameraarbeit das Leben in einer Stadt, in der die Demokratie blüht. Daher ist dieser Film nicht nur ein Zeitdokument, sondern aktueller denn je. Das Drehbuch zum Film schuf der bis dahin unbekannte Billy Wilder, bevor er nach Amerika auswandern musste. Eine wunderbare Zeitreise! (Quelle: Theatergemeinde München)

Einführung und Diskussion: Prof. Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie

Prix Interculturel beim Internationalen Festival der Filmhochschulen München 2021

Die Interfilm-Akademie vergibt im Rahmen des Internationalen Festivals der Filmhochschulen München, das vom 14. bis zum 20. November 2021 sein 40-jähriges Jubiläum feiert, zum 17. Mal den Prix Interculturel.

Der Prix Interculturel fördert den interkulturellen Dialog zwischen jungen Filmschaffenden, insbesondere den von Toleranz geprägten Erfahrungsaustausch zwischen den Weltreligionen. In diesem Sinne wird von der Jury ein Film aus dem Wettbewerbsprogramm ausgezeichnet, der diesen Gedanken in ethisch wie filmästhetisch überzeugender Weise umsetzt.

Der Prix Interculturel ist mit 2.000 € dotiert. Der Preisträger bzw. die Preisträgerin erhält außerdem eine von dem Künstler Bernd Sauter gestaltete Trophäe.

Die Preisverleihung findet am Samstag, den 20. November 2021, im Rahmen des Cinema Award vor geladenen Gästen statt.

Der diesjährigen Interfilm-Jury gehören an:

© Foto: Benjamin Boldt

Deutschland (Vorsitz):

Eckart Bruchner, geb. in Amberg. Studium: Theologie, Philosophie, Archäologie und Kunstgeschichte in Erlangen, Rom, Heidelberg und München an der HFF (Abschlussfilm Sacra Romana Rota). Beruf: Pfarrer, Dozent und Pädagoge, Prof. an der FVG Antwerpen, Stifter der Preise One-Future-Preis und Prix Interculturel.

Russland:

Galina Antoschewskaja, geb. in Leningrad / St. Petersburg. Studium: Journalistik an der Lomonossow-Universität Moskau. Beruf: Filmjournalistin, Dramaturgin, Filmhistorikerin.

Indien :

Bhagu T. Chellaney, geb. in Kotri. Studium: Architektur, Fine Arts and Design, Kunstgeschichte in Indien. Langjährige Berufsausübung als Architekt, Stadtplaner, Designer VFA, Filmgutachter.

12.11. Münchner Filmgespräch: Cinema Paradiso (Nuovo Cinema Paradiso)

Italien / Frankreich 1998 | 118 min. | Regie: Giuseppe Tornatore | mit Philippe Noiret, Enzo Cannavale, Antonella Attili u.a.
Freitag, 12.11.2021 18:00
Münchenstift – Haus an der Effnerstraße, Effnerstr. 76 / 81925 München

Der Regisseur Toto kehrt aufgrund eines Todesfalls nach über 30 Jahren Abwesenheit in sein sizilianisches Heimatdorf zurück. Der Verstorbene ist der schwermütige Filmvorführer Alfredo, in dessen Cinema Paradiso Toto in seiner Kindheit arbeitete. Sein Tod ist der Auslöser einer imaginären Reise in Totos Kindheit. (Quelle: Münchner Volkshochschule)

Im Anschluß an den Film haben Sie die Möglichkeit, sich im Gespräch mit Filmexperte und Pfarrer Eckart Bruchner auszutauschen.

03.11. Hamburger Filmgespräch: Spiel mir das Lied vom Tod (C’era una volta il West, dF, 35 mm)

Italien / USA 1968 | 164 min. | Regie: Sergio Leone | mit Charles Bronson, Henry Fonda, Jason Robards, Claudia Cardinale u.a.
Mittwoch, 03.11.2021, 19:30
Metropolis, Kleine Theaterstr. 10 / 20354 Hamburg

Die amerikanische Produktionsfirma wollte die Rolle des namenlosen Mundharmonikaspielers mit einem großen amerikanischen Star besetzen, Sergio Leone bestand aber auf dem bis dahin nur in Nebenrollen agierenden Charles Bronson und sein „Gesicht, mit dem man eine Lokomotive stoppen könnte“. Der Film und dieses Gesicht sollten den am 3. November 1921 geborenen Charles Dennis Buchinsky zu einem Star machen.

Außerdem feiert die Kriminologische Filmreihe ihr fünfjähriges Jubiläum! Spiel mir das Lied vom Tod, an dessen Drehbuch Bernardo Bertolucci und Dario Argento mitschrieben, ist wie die meisten großen Epen des italienischen Western eine kritische Reflexion der realen Verhältnisse in Westeuropa: Der geheimnisvolle Mundharmonikaspieler kommt in eine erbarmungslose Welt, die in Gewalt und Korruption versinkt. Ihn kennt niemand, aber er scheint alle zu kennen.

Wir zeigen eine 35mm-Technicolor-Druckkopie.

Moderiert wird die Veranstaltung von Filmemacher Franz Indra und Autor Stefan Preis. Der Kinobesuch ist nach den jeweils aktuell gültigen Hygienevorgaben möglich. Tickets können an der Kasse gekauft werden, das Kino empfiehlt aber den Online-Verkauf. Reservierungen sind aktuell nicht möglich. -> Tickets

28.10. Gautinger Filmgespräch: Who’s Afraid of Alice Miller

Schweiz 2020 | 101 min. | Regie: Daniel Howald | mit Martin Miller, Irenka Taurek, Anna Dodziuk u.a.
Donnerstag, 28.10.2021 19:30
Kino Breitwand Gauting, Bahnhofsplatz 2 / 82131 Gauting

Alice Miller ist eine Bestsellerautorin, spätestens nach ihrem Bestseller Das Drama des begabten Kindes. Nach dem Tod seiner berühmten Mutter im Jahr 2010 hat Martin Miller, ebenfalls Psycho­the­ra­peut, in einem Interview mit der NZZ das erste Mal von der Diskre­panz zwischen Millers Werk und ihrem Lebens­alltag gespro­chen. Sie habe zwar immer wieder inter­ve­niert, aber Martins Vater Andreas letzt­end­lich nicht davon abhalten können, ihn verbal und physisch zu schlagen.

Erst am Ende ihres Lebens erkennt und versteht sie ihre eigenen Verdrän­gungen, die doppelten Wände ihres Bunkers, das forcierte Schweigen und die Tragik des Schick­sals der zweiten Genera­tion und damit ihres Sohnes Martin, der so wie alle anderen Betrof­fenen der zweiten Genera­tion die Angst ihrer Eltern zwar kennt, aber nicht mehr die Gründe für die Angst, die Realität hinter der Angst. (Quelle: Kino)

Einführung & Moderation: Pfarrer Eckart Bruchner, Interfilm Academy Munich

-> Tickets

Gautinger Filmgespräche: Herbst/Winter-Programm

Auch die Gautinger Filmgespräche gehen weiter:

  • 30.09.2021 The Father (Vereinigtes Königreich / Frankreich 2020, 97 min.) von Florian Zeller
  • 28.10.2021 Who’s Afraid of Alice Miller (Schweiz 2020, 101 min.) von Daniel Howald
  • 25.11.2021 Lieber Thomas (Deutschland 2021, 150 min.) von Andreas Kleinert
  • 30.12.2021 Gracious Night (Finnland 2020, 90 min.) von Mika Kaurismäki

27.10. Kinotreff Rio: Arrival

USA / Canada 2016 | 116 min. | Regie: Denis Villeneuve | mit Amy Adams, Jeremy Renner, Forest Whitaker u.a.
Mittwoch, 27.10.2021 18:00
Rio Filmtheater, Rosenheimer Str. 46 / 81667 München

Alles hängt von der Sprachwissenschaftlerin Louise Banks, hervorragend gespielt von Amy Adams, ab. Wird sie es schaffen, die rätselhafte Sprache der außerirdischen Besucher zu entziffern, die hartnäckig versuchen, Kontakt aufzunehmen? Die Verständigung mit fremden Lebensformen ist ihr spezielles Forschungsgebiet. Grandios führt der kanadische Regisseur Dennis Villeneuve ihre Geschichte zu tiefen Lebensfragen über bedingungslose Liebe, Umgang mit Zeit und Festhalten an Wahrnehmungskonzepten. In einem Film der besonderen Art, der ohne aufwändige Effekte auskommt. (Quelle: Theatergemeinde München)

Einführung und Diskussion: Dr. Barbara Fischer, Psychologin und Kunstpublizistin

Kinotreff Rio: Herbst/Winter-Programm

Nachdem die Kinos wieder geöffnet sind, kann der Kinotreff Rio das ausgefallene Frühjahr/Sommer-Programm Buch trifft Film nachholen!

  • 22.09.2021 Anna Karenina (Vereinigtes Königreich 2012, 129 min.) von Joe Wright
  • 27.10.2021 Arrival (USA / Canada 2016, 116 min.) von Denis Villeneuve
  • 24.11.2021 Emil und die Detektive (Deutschland 1931, 75 min.) von Gerhard Lamprecht
  • 19.01.2022 Zwei Herren im Anzug (Deutschland 2018, 139 min.) von Josef Bierbichler