Interfilm Academy News
30.12. Gautinger Filmgespräch: Gracious Night (Yö armahtaa, OmeU)
Finnland 2020 | 90 min. | Regie: Mika Kaurismäki | mit Kari Heiskanen, Maria Kaurismäki u.a.
Donnerstag, 30.12.2021 19:30
Kino Breitwand Gauting, Bahnhofsplatz 2 / 82131 Gauting
Helsinki in einer Nacht während der Pandemie. Die Bars sind geschlossen, es herrscht Ausgangssperre. Aber es sind dennoch Menschen unterwegs und wie es der Zufall will, treffen sie sich in jener geschlossenen Bar, in der Heikki die Tür nicht abgeschlossen hat. Seine Bar steht wegen der Corona-Pandemie unter großem finanziellen Druck. Es könnte die letzte Nacht für sie sein, denn Heikki hat eigentlich eine Entscheidung getroffen. Doch bei viel Wein kommt er mit seinen nächtlichen Gästen ins Gespräch. Krankenpfleger Risto hat eine lange und tragisch endende Schicht hinter sich. Die spätere Ankunft eines Fremden, der die Geburt seines Enkelkindes erwartet, erregt Verdacht, vor allem nachdem im Radio von einem Mord in der Gegend berichtet wird. (Quelle: Kino)
Einführung & Moderation: Pfarrer Eckart Bruchner, Interfilm Academy Munich
-> Tickets
21.09. Hamburger Filmgespräch stellt vor: Traum ohne Ende (Dead of Night, 35 mm, OF)
Traum ohne Ende (Dead of Night, 35 mm, OF)
Vereinigtes Königreich 1945 | 99 min. | Regie: Alberto Cavalcanti, Charles Crichton, Basil Dearden und Robert Hamer | mit Michael Redgrave, Mervin Johns, Basil Redford, Roland Culver u.a.
Dienstag, 23.12.2021, 21:00
Metropolis, Kleine Theaterstr. 10 / 20354 Hamburg
Der psychologische Thriller, der mit menschlichen Urängsten spielt, wurde von vier Regisseuren, dicht an die schaurig-schöne Kaminatmosphäre der Dickenschen Weihnachtsgruselgeschichten erinnernd, in Szene gesetzt: Der Architekt Walter Craig reist zu einer Zusammenkunft auf dem Lande. Dabei wird er von düsteren Vorahnungen heimgesucht. Als er den Gastgeber und die anderen Gäste kennenlernt, glaubt er, sie bereits aus seinen Albträumen zu kennen. Daraus entwickelt sich eine Diskussion über das Übernatürliche und nacheinander erzählen die Gäste ihre unheimlichen Erlebnisse.
In seiner Einführung geht Stefan Preis auf die Bedeutung von Spiegeln und Puppen in den klassischen Horror- und Geistergeschichten von E.T.A. Hoffmann bis Stephen King ein.
Der Kinobesuch ist nach den jeweils aktuell gültigen Hygienevorgaben möglich. -> Tickets
10.12. Münchner Filmgespräch: Frühling, Sommer, Herbst, Winter… und Frühling (Bom yeoreum gaeul gyeoul geurigo bom)
Südkorea / Deutschland 2003 | 102 min. | Regie: Kim Ki-Duk | mit Kim Ki-duk, Yeong-su Oh u.a.
Freitag, 10.12.2021 18:00
Münchenstift – Haus an der Effnerstraße, Effnerstr. 76 / 81925 München
Der Film erzählt die Geschichte eines Meisters – ein koreanischer, buddhistischer Mönch – und seines Schülers – ein Kind und Novize – als Kreislauf des Lebens. Schauplatz des Films und Lebenswelt der beiden Einsiedler ist eine Floß-Klause auf einem See. Beinahe unberührt von der Außenwelt führen die beiden ein schweigsames Leben, bestehend aus Arbeit, Gebet und Schlaf. Da wird die Idylle gestört. Eine junge, kranke Frau möchte in der Abgeschiedenheit wieder genesen. Der junge Mönch verliebt sich in das Mädchen und gemeinsam verlassen sie den Tempel. Doch weil im Leben wie in der Natur alles ein Kreislauf ist, kehrt der Schüler zurück – als Mörder seiner Frau. (Quelle: Münchner Volkshochschule)
Im Anschluß an den Film haben Sie die Möglichkeit, sich im Gespräch mit Filmexperte und Pfarrer Eckart Bruchner auszutauschen.
Der Prix Interculturel 2021 geht an „Topless“
Der Prix Interculturel 2021 geht an den Film Topless von Hannah Jandl von der HFF München, Deutschland 2021.
Begründung der Jury:
Der Filmtitel klingt vieldeutig. Umso mehr fasziniert dieser Dokumentarfilm, indem er inhaltlich wie formal ein Thema fokussiert: Schuhe und die Aussagen der Menschen, die sie tragen.
Gemäß dem Sinnspruch „Kleider machen Leute“ werden Schuhe von Passanten in München gefilmt, die, über deren Schuhe befragt, von sich selbst und ihrer eigenen Lebenssicht erzählen. Eine behutsame, sokratische Frageweise, stets auf die Schuhe konzentriert, und eine teilweise ikonographische Kamera befördern den interkulturellen Dialog beim Interview mit Passanten auf der Straße, im Rundgespräch der Schuhträger, sogar beim Tanzen, während man immer nur Schuhe sieht. Dabei kommen stets die unterschiedlichsten Lebenseinstellungen, Lebenssichten der Passanten verschiedener Herkunft, Migranten inklusive, zum Ausdruck und regen geschickt das Filmpublikum zur eigenen Reflexion an.
Lange hat sich die internationale Jury mit Topless beschäftigt. Am Ende aller gesichteten Filme war sie einstimmig weiterhin von der Ethik wie Ästhetik des Films Topless begeistert.
„Wir kommen barfuß auf die Welt und verlassen diese barfuß in die Ewigkeit. Dazwischen ringt jeder Mensch um Selbstfindung und Selbstausdruck in der jeweiligen Gesellschaft und hinterlässt gerade mit seinen Schuhen einen Fußabdruck. Schuhe sprechen Bände, wenn man welche besitzt!“, so das Resümee der Interfilm-Jury.
Topless wird auch im Beitrag 40 Jahre Filmschoolfest von kinokino vorgestellt.
Die Preisverleihung fand im Rahmen der Award Ceremony am 20. November in der Freiheitshalle statt. Der Prix Interculturel ist mit 2.000 € dotiert. Außerdem erhält die Preisträgerin, die auf der Bühne von ihrer Tonfrau Eva Gemmer vertreten wurde, eine vom Künstler Bernd Sauter gestaltete Trophäe.

25.11. Gautinger Filmgespräch: Lieber Thomas
Deutschland 2021 | 150 min. | Regie: Andreas Kleinert | mit Albrecht Schuch, Jella Haase u.a.
Donnerstag, 25.11.2021 19:30
Kino Breitwand Gauting, Bahnhofsplatz 2 / 82131 Gauting
Ein Film über den Schriftsteller Thomas Brasch, der der magisch schillernden Prosa und den einfallsreichen Filmen des Schriftstellers und Filmemachers in ihrer wilden, kühnen Art erstaunlich nahekommt. Ein Film, der durch die 60er und 70er Jahre der DDR und der BRD führt, ein Film, der Erinnerungen hervorruft und den steten Zweifel an den politischen Entwicklungen demonstriert.
Bei aller Stilisierung seiner Person und seines Umfeldes wird spürbar, dass Thomas Brasch nicht an Kunst um der Kunst willen oder an Rebellion um der Rebellion willen interessiert war. Als er 1968 die Bilder der sowjetischen Panzer in Prag sieht, ruft er mit seiner Clique zum Protest in Berlin auf. Vom eigenen Vater wird er an die Stasi verraten und muss vorübergehend in den Knast. Als er wieder auf freiem Fuß ist, trifft er die Liebe seines Lebens, Katarina. Auch im Ausdruck der Gefühle sind nur die imposantesten Gesten denkbar. Thomas schreibt Katarina ein Stück auf den Leib. Eigentlich hat diese gerade einen Anderen geheiratet. Aber was soll die ganz, ganz große Liebe schon aufhalten? Gemeinsam reisen die beiden später mit Katarinas kleiner Tochter in den Westen aus. (Quelle: Kino)
Einführung & Moderation: Pfarrer Eckart Bruchner, Interfilm Academy Munich
24.11. Kinotreff Rio: Emil und die Detektive
Deutschland 1931 | 75 min. | Regie: Gerhard Lamprecht | mit Rolf Wenkhaus, Käthe Haack, Fritz Rasp u.a.
Mittwoch, 24.11.2021 18:00
Rio Filmtheater, Rosenheimer Str. 46 / 81667 München
Sicher kennt jeder die Geschichte von Emil Tischbein und seiner Suche nach dem Dieb, der ihm Großmutters Geld abgenommen hat. Dieser Film nach dem Buch von Erich Kästner lebt nicht nur von seinem unnachahmlichen Witz, sondern vor allem von einer Zeitdokumentation der Weimarer Republik. Selbst die Stadt Berlin spielt eine weitere Hauptrolle. Unprätentiös unterstützt der Film durch seine fast dokumentarische Kameraarbeit das Leben in einer Stadt, in der die Demokratie blüht. Daher ist dieser Film nicht nur ein Zeitdokument, sondern aktueller denn je. Das Drehbuch zum Film schuf der bis dahin unbekannte Billy Wilder, bevor er nach Amerika auswandern musste. Eine wunderbare Zeitreise! (Quelle: Theatergemeinde München)
Einführung und Diskussion: Prof. Eckart Bruchner, Interfilm-Akademie
Prix Interculturel beim Internationalen Festival der Filmhochschulen München 2021
Die Interfilm-Akademie vergibt im Rahmen des Internationalen Festivals der Filmhochschulen München, das vom 14. bis zum 20. November 2021 sein 40-jähriges Jubiläum feiert, zum 17. Mal den Prix Interculturel.
Der Prix Interculturel fördert den interkulturellen Dialog zwischen jungen Filmschaffenden, insbesondere den von Toleranz geprägten Erfahrungsaustausch zwischen den Weltreligionen. In diesem Sinne wird von der Jury ein Film aus dem Wettbewerbsprogramm ausgezeichnet, der diesen Gedanken in ethisch wie filmästhetisch überzeugender Weise umsetzt.
Der Prix Interculturel ist mit 2.000 € dotiert. Der Preisträger bzw. die Preisträgerin erhält außerdem eine von dem Künstler Bernd Sauter gestaltete Trophäe.
Die Preisverleihung findet am Samstag, den 20. November 2021, im Rahmen des Cinema Award vor geladenen Gästen statt.
Der diesjährigen Interfilm-Jury gehören an:
Deutschland (Vorsitz):
Eckart Bruchner, geb. in Amberg. Studium: Theologie, Philosophie, Archäologie und Kunstgeschichte in Erlangen, Rom, Heidelberg und München an der HFF (Abschlussfilm Sacra Romana Rota). Beruf: Pfarrer, Dozent und Pädagoge, Prof. an der FVG Antwerpen, Stifter der Preise One-Future-Preis und Prix Interculturel.
Russland:
Galina Antoschewskaja, geb. in Leningrad / St. Petersburg. Studium: Journalistik an der Lomonossow-Universität Moskau. Beruf: Filmjournalistin, Dramaturgin, Filmhistorikerin.
Indien :
Bhagu T. Chellaney, geb. in Kotri. Studium: Architektur, Fine Arts and Design, Kunstgeschichte in Indien. Langjährige Berufsausübung als Architekt, Stadtplaner, Designer VFA, Filmgutachter.
12.11. Münchner Filmgespräch: Cinema Paradiso (Nuovo Cinema Paradiso)
Italien / Frankreich 1998 | 118 min. | Regie: Giuseppe Tornatore | mit Philippe Noiret, Enzo Cannavale, Antonella Attili u.a.
Freitag, 12.11.2021 18:00
Münchenstift – Haus an der Effnerstraße, Effnerstr. 76 / 81925 München
Der Regisseur Toto kehrt aufgrund eines Todesfalls nach über 30 Jahren Abwesenheit in sein sizilianisches Heimatdorf zurück. Der Verstorbene ist der schwermütige Filmvorführer Alfredo, in dessen Cinema Paradiso Toto in seiner Kindheit arbeitete. Sein Tod ist der Auslöser einer imaginären Reise in Totos Kindheit. (Quelle: Münchner Volkshochschule)
Im Anschluß an den Film haben Sie die Möglichkeit, sich im Gespräch mit Filmexperte und Pfarrer Eckart Bruchner auszutauschen.
03.11. Hamburger Filmgespräch: Spiel mir das Lied vom Tod (C’era una volta il West, dF, 35 mm)
Italien / USA 1968 | 164 min. | Regie: Sergio Leone | mit Charles Bronson, Henry Fonda, Jason Robards, Claudia Cardinale u.a.
Mittwoch, 03.11.2021, 19:30
Metropolis, Kleine Theaterstr. 10 / 20354 Hamburg
Die amerikanische Produktionsfirma wollte die Rolle des namenlosen Mundharmonikaspielers mit einem großen amerikanischen Star besetzen, Sergio Leone bestand aber auf dem bis dahin nur in Nebenrollen agierenden Charles Bronson und sein „Gesicht, mit dem man eine Lokomotive stoppen könnte“. Der Film und dieses Gesicht sollten den am 3. November 1921 geborenen Charles Dennis Buchinsky zu einem Star machen.
Außerdem feiert die Kriminologische Filmreihe ihr fünfjähriges Jubiläum! Spiel mir das Lied vom Tod, an dessen Drehbuch Bernardo Bertolucci und Dario Argento mitschrieben, ist wie die meisten großen Epen des italienischen Western eine kritische Reflexion der realen Verhältnisse in Westeuropa: Der geheimnisvolle Mundharmonikaspieler kommt in eine erbarmungslose Welt, die in Gewalt und Korruption versinkt. Ihn kennt niemand, aber er scheint alle zu kennen.
Wir zeigen eine 35mm-Technicolor-Druckkopie.
Moderiert wird die Veranstaltung von Filmemacher Franz Indra und Autor Stefan Preis. Der Kinobesuch ist nach den jeweils aktuell gültigen Hygienevorgaben möglich. Tickets können an der Kasse gekauft werden, das Kino empfiehlt aber den Online-Verkauf. Reservierungen sind aktuell nicht möglich. -> Tickets
Filmkritik zu Die Re-Inkarnation des Peter Proud (1975)
Die neueste Filmkritik von Stefan Preis beim Fluxkompensator behandelt den wenig bekannten Film Die Re-Inkarnation des Peter Proud (1975).















